Translation Studies

1. Einleitung

Im Unterschied zu den bereits etablierten Übersetzungswissenschaften und der professionalisierten Ausbildung zum Übersetzer und zur Übersetzerin sind die Translation Studies eine relativ junge Wissenschaftsperspektive. Während sich Übersetzungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler besonders mit der idealen Übersetzung von gebrauchs- und fachsprachlichen Texten beschäftigen, wächst seit den 1970er Jahren das wissenschaftliche Interesse an Übersetzungspraktiken von literarischen Texten (vgl. Stolze, 1997, 149). Hierbei verschiebt sich der Fokus: Nicht der Ausgangstext stellt den Dreh- und Angelpunkt einer Untersuchung dar, sondern die angefertigte Übersetzung wird als Informationsquelle genutzt (vgl. Stolze, 1997, 150). Dabei ist bei einer Übersetzung zu unterscheiden zwischen einer möglichst korrekten linguistischen Übertragung einer Sprache in eine andere und einer kulturellen Übersetzung (Rössner, 2012, 35). In den Translation Studies werden Übersetzungen als ein kulturelles Produkt wahrgenommen, das sowohl auf Sprache, Kultur und darüber hinaus auch auf Machtstrukturen und Ideologien untersucht werden kann (vgl. Stolze, 1997, 153;156). Übersetzungen werden als Produkt eines unabgeschlossenen Aushandlungsprozesses zweier Kulturen verstanden. Es geht nicht in erster Linie um die Übertragung von einer Sprache in die andere Sprache, sondern vielmehr um Transformationen mit Blick auf kulturspezifische Diskurse, Praktiken, Gruppen und Generationen. Innerhalb solcher unabgeschlossener Aushandlungsprozesse ist nicht die Unterscheidung von richtiger und falscher Übertragung zentral, da Übersetzung immer ein Wechselspiel von De-kontextualisierung und Re-kontextualisierung ist. Somit finden sich viele Überlegungen zu Kulturtransferprozessen auch in den Translation Studies wieder (→ Kulturtransferforschung). Die Translation Studies bieten für die Religionspädagogik verschiedene Anknüpfungspunkte, die über eine Horizonterweiterung hinausgehen (siehe dazu Abschnitt 3.).

2. Inhaltliche Klärungen zum Begriff Übersetzung

Translation Studies haben ihren Ursprung in den Überlegungen von Homi Bhabha, der mit den Ansätzen der Postcolonial Studies den Cultural Turn zunächst in den Literatur- und Kulturwissenschaften, dann aber auch bald in weiteren Wissenschaften (beispielsweise in der Geschichtswissenschaft oder den Bildungswissenschaften) etablieren konnte. Bhabha analysiert das Aufeinandertreffen von Kulturen und postuliert, dass darin etwas Neues entstehe, da jede Kultur aus unübersetzbaren, einzigartigen Elementen bestünde. Diese seien nicht übersetzungsfähig, sodass sich nicht eine Kultur der anderen anpassen oder angleichen könne. Anliegen der Analyse von kultureller Übersetzung im Sinne von Bhabha ist es, die Eigenarten und Unübersetzbarkeiten einer Kultur in den Blick zu nehmen und ihnen Raum zu geben, um damit auch denjenigen zu einer Stimme zu verhelfen, die in der Minderheit sind (vgl. Wagner, 2009, 6). Es geht somit bei den Translation Studies um „[…] die Übertragung einer sozialen Praxis aus einem kulturellen Kontext in einen anderen“ (Käbisch, 2018, 71).

Translation Studies sind an konkrete Übersetzungen und Sprachen gebunden und verorten sich trotz ihres kulturwissenschaftlichen Ansatzes primär innerhalb der Übersetzungs- und Textwissenschaften (vgl. Wagner, 2009, 1). Der Forschungsansatz der Translation Studies entwickelte sich im Rahmen einer „kulturwissenschaftlichen Neuorientierung der Übersetzungsforschung“ in den 1970er und 1980er Jahren (Bachmann-Medick, 2006, 239) und ist stark von Gender Studies und Postcolonial Studies geprägt worden. Im Zuge der Neuausrichtung löste sich die Übersetzung aus der Definition einer rein sprachlichen Übertragung von Texten von einer in eine andere Sprache. Dieser Übertragungsprozess wurde nun stärker in einem erweiterten Sinne verstanden: Es spielen nicht mehr nur Grammatik, Wörter und andere sprachliche Phänomene eine Rolle, sondern auch beispielsweise kulturelle Repräsentation, kulturelle Differenzen und Fremdheit (vgl. Bachmann-Medick, 2006, 239). Übersetzung wird in den Kulturwissenschaften als Metapher verstanden, als Übertragung von Vorstellungsinhalten, Werten, Praktiken sowie Denk- und Verhaltensmustern. Diese Übertragung kann literarischer Natur sein, kann aber auch andere Formen annehmen wie zum Beispiel filmische Repräsentationen, Alltagspraktiken und Politik. Durch diese Öffnung ist der Begriff der Übersetzung längst kein spezifisch philologischer mehr. Er wird mehr und mehr von anderen Disziplinen übernommen, angeeignet und angewandt (vgl. Straub/Renn, 2002, 7). Als erstes machten sich Forscherinnen und Forscher der Ethnologie und Kulturanthropologie, danach die der Soziologie und Geschichtswissenschaft und auch die der Psychologie und Pädagogik den Begriff der Übersetzung zu eigen (vgl. Straub/Renn, 2002, 7).

Es ist nicht verwunderlich, dass der Begriff mittlerweile in verschiedenen Fachdisziplinen unterschiedlich verstanden und demnach unterschiedlich mit ihm umgegangen wird. Kulturelle Übersetzung sei deswegen zu einer „transdisziplinären Herausforderung“ (Wagner, 2009, 1) geworden.

2.1. Kultur- und Sozialwissenschaftliche Unterscheidungen

Es macht durchaus Sinn, Übersetzung nicht länger und nicht nur in einem linguistischen Verständnis zu begreifen, da Sprache immer Ausdruck und Form von Kultur ist, die sich auch im nicht-sprachlichen Handeln manifestiert. Deswegen können auch Erfahrungen, Symbole und Praktiken zum Gegenstand von Translation Studies werden (vgl. Straub/Renn, 2002, 10). Außerdem ist es fruchtbar, „[…] die erkenntnistheoretische und methodologische Rechtfertigung von Operationen des Kulturvergleichs, der Interpretation fremder kultureller Kontexte und Praktiken zugleich herauszufordern und zu befördern“ (Renn, 2002, 14). Um das Anliegen von Translation Studies zu verstehen, lohnt es sich, sprachpragmatische Überlegungen nachzuzeichnen. So setzte sich nach und nach durch, dass „[…] die Bedeutung von Sätzen sich nicht in den Wahrheitsbedingungen von deskriptiven Aussagen erschöpft, sondern statt dessen vom holistischen Hintergrund der kulturellen Gewissheiten einer Sprachgemeinschaft abhängen“ (Renn, 2002, 16). Es geht nicht nur um den Transfer von Worten von der einen in die andere Sprache, sondern auch um das, was implizit, also zwischen den Zeilen, mit den Worten unweigerlich mittransportiert wird und werden muss (vgl. Renn, 2002, 16). Dieses Implizite folgt keiner logisch, verallgemeinerbaren Struktur, sondern variiert in Abhängigkeit von Kontext und Sprachgemeinschaft (vgl. Renn, 2002, 16). Dabei ist dann sowohl der Einzelkontext der Übersetzung als auch der generelle Kontext der Sprachgemeinschaft und Kultur entscheidend.

Immer wieder wird der Verdacht geäußert, Sprachspiele seien nicht vergleichbar und damit auch nicht übersetzbar (vgl. Renn, 2002, 22). Übersetzung wird jedoch dann möglich, wenn die „sprachlichen Weltbilder kultureller Lebensformen“ nicht als etwas Feststehendes, Geschlossenes und die Übersetzung nicht als eine (dann misslungene) Abbildung dieser Weltbilder wahrgenommen werden. Denn weder sind Sprache und Kultur als geschlossene Systeme zu verstehen noch soll eine Übersetzung die Abbildung des einen im anderen sein. Wird stattdessen davon ausgegangen, dass die Sprachspiele in ihrer offenen Dynamik bereits Ähnlichkeiten und Überschneidungen aufweisen, können sie sehr wohl miteinander verglichen und übersetzt werden (vgl. Renn, 2002, 22f.).

Es gibt nach Renn vier verschiedene Arten der Übersetzung für die Sozial- und Kulturwissenschaften:

Bei der ersten Art der Übersetzung handelt es sich um eine sprachliche Übertragung, dem Dolmetschen. Dabei spielen linguistische Phänomene wie die Grammatik eine wichtige Rolle. Übersetzende sind kompetente Zweisprachlerinnen und Zweisprachler, die fachkundig „zwischen zwei Sprachen wechseln und nach (pragmatisch-funktional) hinreichenden Stellvertreterausdrücken suchen“ (Renn, 2002, 28). Die Bezugswissenschaft ist die Übersetzungswissenschaft, denn der Untersuchungsgegenstand sind konkrete Übersetzungen, insbesondere sach- und alltagssprachliche Übersetzungen in Textform.

Eine weitere Art der Übersetzung sind die alltäglich stattfindenden übersetzungsähnlichen Auslegungen innerhalb einer Sprache und eines praktischen Kontextes. Gesellschaftliche Regeln werden dabei situationsangemessen in Sprache überführt. Auch hier sind die Untersuchungsgegenstände Texte, doch in Abgrenzung zur ersten Übersetzungsart ist die kulturelle Perspektive von Bedeutung. Auch der Kontext des Übersetzungsgeschehens ist wichtig.

Durch die kulturelle Kontextgebundenheit lässt sich diese Art sowie die zwei folgenden Arten der Übersetzung in den Translation Studies verorten und werden auch als kulturwissenschaftlich-literarisch bezeichnet.

Denn nach Renn kann durch die dritte Art der Übersetzung eine fremde „Kulturwelt und Praxisform“ (Renn, 2002, 28f.) durch teilnehmende partielle Kooperation erschlossen werden. Übersetzung wird als Prozess verstanden, hier sind besonders literarische Übersetzungen als Untersuchungsgegenstand zu nennen, in denen Kultur durch eine spezielle Brille wahrgenommen und beschrieben wird. Aber auch Vorstellungsinhalte, Praktiken, Erfahrungen, Symbole, Politik, filmische Repräsentation und Aspekte von Wertesystemen können Ausdruck von Übersetzungsprozessen sein.

Als letzte Art sei das methodische Übersetzen aufzuzählen, das die dritte Art der Übersetzung als ersten Schritt voraussetzt, um dann die (nicht nur) sprachliche Teilnahme an einer fremden Kultur in einen wissenschaftlichen Kontext zu überführen, sodass mit der kulturellen Übersetzung ein Wissenschaftsdiskurs bereichert werden kann, indem beispielsweise Vergleiche erarbeitet und Typen gebildet werden können. Die Sprachspiele des einen kulturellen Kontextes werden somit in einen anderen Kontext, nämlich den wissenschaftlichen, übersetzt (vgl. Renn, 2002, 29).

Daran schließen sich kulturwissenschaftlich-theologische Überlegungen an, mit denen Übersetzung als Metapher verstanden wird. Christliche Sprachspiele und Wertevorstellungen können für eine säkularisierte Gesellschaft durch einen wissenschaftlichen Diskurs Potenzial zugesprochen bekommen, welches ihnen durch Säkularisierungsprozesse abgesprochen wurde. Deswegen seien die christlichen Sprachspiele in den gesellschaftlichen Konsens zu übersetzen.

2.2. Kulturwissenschaftlich-theologische Überlegungen

Ein kulturwissenschaftlich-theologisches Verständnis von Übersetzung bezieht sich auf die Konzeption von Übersetzung, wie sie zum ersten Mal von dem Soziologen Jürgen Habermas erarbeitet wurde (siehe Habermas, 2001). Demnach hat Religion „humane Potenziale“, die auch für säkulare Kontexte ausgeschöpft werden können. Dafür müssten religiöse Sprachspiele übersetzt werden, sodass die Sprache der Religion eine größere Bedeutung in einer säkularisierten Gesellschaft erhält, weil sie ein größeres Publikum erreicht. Durch die Übersetzung von religiösen Inhalten in gesellschaftliche Diskurse kann beispielsweise die Relevanz von christlichen Perspektiven sichtbar gemacht werden (vgl. Pirner, 2018, 59). Besonders Menschen, die sich selbst als Christinnen und Christen verstehen, können aktiv diesen Übersetzungsprozess gestalten, da sie in ihrer Rolle als gläubige Bürgerinnen und Bürger immer beide Sprachspiele zugleich beherrschen (vgl. Oorschot, 2014, 186).

Dennoch bleibt Glaube bzw. religiöse Überzeugung auch immer unverfügbar und markiert damit „[…] eine entscheidende Grenze der gemeinsamen Übersetzung“ (Oorschot, 2014, 187). Auch mit den Translation Studies kann den Unübersetzbarkeiten Rechnung getragen werden, da dieser Forschungsansatz gerade die Momente in den Fokus rückt, in denen es im Übersetzungsprozess zu Schwierigkeiten kommt. Die Kritik an Habermas richtet sich besonders gegen sein funktionales Verständnis von Religion und gegen den Eindruck, sowohl Religion als auch die öffentliche Vernunft seien etwas Feststehendes. Damit würde unterschätzt, wie sehr auch innerhalb der Theologie bereits Übersetzungen notwendig waren und sind, um die Glaubensinhalte immer wieder zu aktualisieren und an die Lebenswelt der Christinnen und Christen anzupassen (vgl. Pirner, 2012; Oorschot, 2014, 186f.). Die Binnensprachen der Kirchen müssen nach Langenhorst in drei Felder übersetzt werden: Da die Sprach- und Denkwelten zwischen den Generationen stark verändert sind, wird es im ersten Feld innerhalb der einzelnen Glaubensgemeinschaft notwendig, zwischen den Generationen zu übersetzen. Im Kontext der religiösen Diversität innerhalb unserer Gesellschaft sind zudem verschiedene Religionen dazu aufgefordert, untereinander sprachfähig zu sein, weshalb innerhalb des interreligiösen Feldes jede Binnensprache einer einzelnen Religion in die Sprachen anderer Religionen übersetzt werden muss. Schließlich nennt Langenhorst die öffentliche Gesellschaft als drittes Feld, für die die Sprachen unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften zugänglich gemacht werden sollten (vgl. Langenhorst, 2018, 93).

Die öffentliche Theologie knüpft an die Annahmen Habermas' an. Vor allem Wolfgang Huber und Heinrich Bedford-Strohm gehen davon aus, dass Kirche und Theologie eine „[…] gesellschaftsdiakonische Aufgabe wahrnehmen müssen“ (Pirner, 2018, 55f.). Öffentliche Theologie will als gleichberechtigte Gesprächspartnerin am kritischen Diskurs der Gesellschaft teilhaben und Perspektiven aus der eigenen Tradition produktiv in ihn hineintragen. Um dies umsetzen zu können, braucht es jedoch zweisprachige Theologinnen und Theologen (vgl. Pirner, 2018, 59). Für den Religionsunterricht bedeuten die Überlegungen zur öffentlichen Theologie, dass bereits im Unterricht auf den gesellschaftlichen Konsens eingegangen werden soll, in welchem die religiösen Inhalte relevant werden können (vgl. Pirner, 2018, 63).

Es sind besonders zwei übersetzungstheoretische Überlegungen anschlussfähig an die Theologie: Zum einen kann die Theologie davon profitieren, dass ein kulturwissenschaftliches Übersetzungsverständnis deutlich macht, wie stark Übersetzung von kulturellen Kontexten abhängig ist. Übersetzen kann demnach nur jemand, der sich in beiden Kulturen, der Ausgangs- und Zielkultur, auskennt und an ihnen partizipiert. So können mögliche Übersetzungsschwierigkeiten und Unübersetzbarkeiten antizipiert werden. Dies zeigt: Übersetzungen sind nur dann fruchtbar, wenn der Übersetzung eine gewisse Partizipationskompetenz zugrunde gelegt wird. Somit brauchen Übersetzerinnen und Übersetzer, die einer der beiden Kulturen angehören, Expertinnen und Experten, die ihnen den fehlenden kulturellen Kontext verständlich machen.

Zum anderen ist eine Außenperspektive auf das Christentum von Experten ertragreich, da sie „[…] das gesellschaftliche Christentum, z. B. die Präsenz christlicher Elemente und Deutungsmuster in der populären Kultur, als eine chancenreiche Voraussetzung für religiöses Lernen“ (Pirner, 2012, 87) wertschätzt. Beide Potenziale sind besonders relevant in religionspädagogischen Überlegungen und finden dort Niederschlag in Form der Debatte um das Für und Wider von Probehandeln im Religionsunterricht (→ Performativer Religionsunterricht, evangelisch) und dem Fördern der Wahrnehmungskompetenz von christlichen Motiven in der säkularen Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler.

2.3. Die Globalisierung als Rahmen der Translation Studies

Die zunehmenden gesellschaftlichen Veränderungen und deren Konsequenzen zeigen, dass Religionspädagogik nicht nur als Theorie im nationalen Kontext gesehen werden sollte: Seit etwa 25 Jahren wird das interreligiöse Lernen (→ Interreligiöses Lernen) wichtiger, da die Schulen multikultureller und damit auch globaler werden (vgl. Rothgangel, 2014, 204).

Der Sozial- und Erziehungswissenschaftler Klaus Seitz meint sogar, „[…] alles Lokale und Vertraute [könne] nur noch im Kontext seiner weltweiten Bezüge adäquat begriffen werden“ (Seitz, 2004, 7). Denn durch die Globalisierung verändere sich der Gesellschaftsbegriff in solchem Ausmaß, dass es auch die Erziehung betrifft. Seitz´ Definition von Globalisierung lautet: „Globalisierung ist zunächst einmal ein Diskursphänomen, ein kommunikativ erzeugter Weltentwurf, der von vorneherein damit rechnet, dass unser Leben inzwischen in weltweite Zusammenhänge verflochten ist, die einen mächtigen Einfluss auf unsere Lebensgestaltung ausüben können“ (Seitz, 2004, 10f.). Auch Henrik Simojoki beschreibt, welche Konsequenzen sich aus Globalisierungsphänomenen für religionspädagogische Überlegungen ergeben (→ Globales Lernen; siehe Simojoki, 2012).

Viele Aspekte, die sich aus dem Wissenschaftsverständnis der Religionspädagogik in Zeiten der Globalisierung ergeben, können auch bereits für die Zeit vor der Globalisierung beobachtet werden. Die Globalisierung beschleunigt einige Prozesse und verdeutlicht die sich daraus ergebenden Notwendigkeiten. Netzwerke und transnationaler Austausch sind keine neuen Phänomene, wodurch sie auch für Fragestellungen der historischen Religionspädagogik zunehmend relevant werden.

3. Praktische Überlegungen

Der Prozess des Übersetzens wird besonders interessant, wenn der Fokus auf dem liegt, was nicht gesagt wurde, was verschwiegen wird, was vorurteilsbehaftet ist. Damit werden Missverständnisse aufgewertet, die viele Informationen preisgeben können. Solche Einsichten in die Tiefenstrukturen von Übersetzung können helfen, kulturelle Übersetzungsprobleme zu beschreiben und zu reflektieren (vgl. Bachmann-Medick, 2002, 278). Es stellen sich mit den Translation Studies die Fragen: „[…] wer übersetzt einen Text wann, wo, wie und mit welcher Absicht aus dem einen Kontext in den anderen?“ (Käbisch, 2018, 73).

Es ergeben sich folgende Leitfragen für die Arbeit mit Übersetzungen:

  1. Was wird übersetzt?
  2. Von wem wird es übersetzt?
  3. Wann wird es übersetzt?
  4. In welcher Form wird übersetzt?
  5. Wo tauchen Missverständnisse im Übersetzungsprozess auf?
  6. Wo ist etwas miteinander verflochten? Was ist nicht isoliert zu verstehen, sondern braucht Verweise auf Zusammenhänge?
  7. Wo genügt die linguistische Übersetzung nicht, sondern braucht es eine kulturelle, theologische, pragmatische, ästhetische, … Vermittlung?
  8. Gibt es Unübersetzbarkeiten?
  9. Was sind verfestigte Allgemeinbegriffe und wie lassen sie sich übersetzen?

(frei nach Renn, 2002, 15; Bachmann-Medick, 2006, 252f.)

3.1. Übersetzungsbeispiele aus der Religionspädagogik

In der Religionspädagogik gibt es bereits Beispiele für kulturwissenschaftlich-literarische Übersetzungen, an denen sichtbar wird, dass Übersetzung mehr als die Übertragung einer Sprache in eine andere ist.

Die Stufen des Glaubens von James Fowler sind seit den 80er Jahren die Bezugsmonographie für entwicklungspsychologische Überlegungen der religiösen Entfaltung (→ Entwicklungspsychologie). Fowlers Modell zur religiösen Entwicklung wurde etwa zehn Jahre nach dem ersten Erscheinen auf Englisch ins Deutsche übersetzt. In einem Vorwort zur deutschen Ausgabe äußert sich Fowler selbst zur Rezeption seines Werkes und der Übersetzung. Auffällig dabei ist, dass der Titel des Buches „Stufen des Glaubens“ stets im Englischen steht und kursiviert wird, also Stages of Faith heißt (vgl. Fowler, 1991, 15). Ansonsten fehlt eine Auseinandersetzung mit dem Prozess des Übersetzens, es wird lediglich den Übersetzerinnen und Übersetzern gedankt, da dem Autor bekannt sei, dass das Original „[…] farbig, komplex, dichtgedrängt […]“ (Fowler, 1991, 20) gewesen sei. Dass es sich mit den Stufen des Glaubens auch um Unübersetzbarkeiten handelt, wird in ihrer Bearbeitung durch Friedrich Schweitzer deutlich. Er beschreibt, was Fowler mit „faith“ meint und zeigt auf, wie die deutsche Übersetzung „Glauben“ für deutsche Leserinnen und Leser irreführend sei (vgl. Schweitzer, 1987, 140). Für ein besseres Verständnis von Fowlers Begriff von faith sei eine Unterscheidung von faith und belief hilfreich, da damit deutlich werde, dass es bei faith um ein „sinnstiftendes Vertrauen“ geht und bei belief um das „Für-Wahr-Halten“ (vgl. Schweitzer, 1987, 140). Somit unterscheidet sich das amerikanische Verständnis von Glaube zum deutschen, alleinstehenden Begriff Glaube, der ins Amerikanische übersetzt sowohl die Bedeutung von faith als auch die von belief annehmen kann.

Ein ähnliches Problem stellt David Käbisch fest, wenn er den Erfahrungsbegriff in der Religionspädagogik untersucht. Dabei handelt es sich unter anderem um die Rezeption des Erfahrungsbegriffes von William James in der deutschen Religionspädagogik Anfang des 20. Jahrhunderts (vgl. Käbisch, 2009, 96-129). Georg Wobbermin bearbeitet die Überlegungen James' in seiner Monographie mit dem Titel „Die religiöse Erfahrung in ihrer Mannigfaltigkeit“ (James, 1914), welche bei vielen Religionspädagogen wie Richard Kabisch, Friedrich Niebergall und Gerhard Bohne großen Anklang finden konnte (vgl. Käbisch, 2009, 96). In deutsch-englischen Gegenüberstellungen legt Käbisch dar, wie schwierig es ist, für das englische Wort experience eine passgenaue Übersetzung zu finden. Wobbermin übersetzt das Wort meist mit Erfahrung, doch er wählt auch das Wort Erleben (vgl. Käbisch, 2009, 98). An weiteren Stellen wird durch die Gegenüberstellung deutlich, dass die oft freie Übertragung Wobbermins als interessengeleitet und unsachgemäß bezeichnet werden kann (vgl. Käbisch, 2009, 100). Dennoch wurde die Bearbeitung Wobbermins zur Grundlage der Rezeption von James.

Als letztes Beispiel für Übersetzungen in der Religionspädagogik sei Ernst Christian Helmreichs Darstellung des „Religionsunterricht[es] in Deutschland“ (1966) genannt. Dieses Werk des Amerikaners ist aus mehreren Perspektiven interessant: Zum einen untersucht ein Amerikaner das deutsche Schulsystem, es handelt sich somit nicht um eine Binnenperspektive, sondern um eine Außenperspektive. Zum anderen schreibt Helmreich zunächst auf Englisch, erst sieben Jahre später wird sein Buch auf Deutsch übersetzt. In erster Linie war also nicht eine deutschsprachige Leserschaft adressiert, sondern eine englischsprachige. Für Beobachtungen aus den Translation Studies heraus ist dies ein Beispiel für Übersetzung sowohl im kulturwissenschaftlich-literarischen als auch im kulturwissenschaftlich-theologischen Verständnis. Im kulturwissenschaftlichen-literarischen Sinn interessieren die sprachlichen Übersetzungen, darauf verweist bereits ein kurzer Hinweis in den Vorbemerkungen zur deutschen Ausgabe, der die Schwierigkeit aufzeigt, die mit einer Übersetzung des Wortes education einhergeht. So kann education zum Beispiel Erziehung, Unterricht, Erziehungswesen oder Schulwesen heißen (vgl. Otto, 1966, 8). Im kulturwissenschaftlich-theologischen Sinne der Translation Studies ist das Anliegen Helmreichs von Interesse, da er die Situation des Religionsunterrichts in Deutschland für ein amerikanisches Publikum beschreibt und erklärt. Er selbst stellt sich dar, als wäre er in beiden kulturellen Kontexten beheimatet und versucht kulturelle Pfadabhängigkeiten Deutschlands nachzuvollziehen. Er übersetzt damit kulturelles Wissen und Handeln in einen anderen kulturellen Kontext, nämlich den amerikanischen. Dies wird beispielsweise sichtbar, wenn er aus seiner Perspektive den ihm fremden konfessionellen Religionsunterricht beschreibt (vgl. Otto, 1966, 7). Die bildungstheoretischen wie auch theologischen Begründungsmuster für den und die Unterstützung der Eltern vom Religionsunterricht an staatlichen Schulen leuchten Helmreich nicht ein, da in den USA Kirche und Staat voneinander getrennt sind. Religionsunterricht findet dort in kirchlichen Sunday Schools, unabhängig von der Schule, statt.

3.2. Translation Studies in der Religionspädagogik

Eine Wissenschaft, die den Anspruch erhebt, sprachfähig und relevant zu sein, sollte die Innovationen und sogenannten ‚turns‘ anderer Disziplinen nicht nur wahrnehmen, sondern auch für ihre eigenen Themen ergebnisoffen ausprobieren.

Historisch arbeitende Religionspädagoginnen und -pädagogen (→ Religionspädagogik, historische) arbeiten nach wie vor klassisch: Sie nutzen Archivarbeit, Quellenrecherche und schließlich Quellenkritik als Methoden aus den Geschichtswissenschaften. Vom themenbezogenen Forschungsüberblick abgesehen, fehlt bislang eine Methodologie für die historische Religionspädagogik (vgl. Schröder, 2009). Besonders für diese Richtung der Religionspädagogik können die Translation Studies sowohl im kulturwissenschaftlich-literarischen als auch im kulturwissenschaftlich-theologischen Verständnis einen gewinnbringenden Zugang darstellen.

Im kulturwissenschaftlich-literarischen Sinne wird die Perspektive fruchtbar, da mit einem kultur- und transferorientierten Blick das nationalstaatliche Paradigma überwunden werden kann und Medien wie Kinder- und Schulbibeln als ein Medium von transnationalem Wissenstransfer analysiert werden können (vgl. Käbisch, 2018, 74). Aber auch Lehrpläne, Curricula und Praxishilfen können Gegenstand einer übersetzungssensiblen historischen Religionspädagogik werden, da auch in diesen Medien Schul- und Organisationskultur widergespiegelt wird (vgl. Käbisch, 2018, 75).

Im kulturwissenschaftlich-theologischen Sinn gibt es vier Beispiele für mögliche Forschungsfelder der Religionspädagogik mit der Perspektive der Translation Studies. Zum einen kann der Diskurs, der in Deutschland über den konfessionellen Religionsunterricht geführt wird, nicht in andere Länder übersetzt werden. Denn die historischen Pfadabhängigkeiten, die mit dem Religionsunterricht in seiner konfessionellen Ausgestaltung und seiner rechtlichen Stellung zusammenhängen, sind komplex und vielschichtig. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass Menschen aus anderen Ländern die deutsche Situation des staatlichen konfessionellen Religionsunterrichts nicht oder schwer nachvollziehen können (vgl. Käbisch, 2018, 80f.). Zum zweiten ist es möglich, mit den Translation Studies zivilreligiöse Praktiken wie Trauerfeiern der Bundeswehr oder Weihnachtsansprachen von Bundeskanzlerinnen und -kanzlern in ihrer Mehrdeutigkeit wahrzunehmen und die dort zu Grunde liegenden Übersetzungsprozesse zu analysieren (vgl. Käbisch, 2018, 80). Zum dritten zeigen medienwirksame Prozesse der letzten Zeit, dass auch im Streit um das Tragen eines Kopftuches einer Lehrerin einer staatlichen Schule oder im Streit um die religiös motivierte Beschneidung von Jungen Mehrdeutigkeiten von Symbolhandlungen übersetzt werden müssen. Es muss in solchen Fällen zwischen staatlicher Neutralität und individueller Religionsfreiheit abgewogen werden und verschiedene kulturelle Praxen sind zu übersetzen (vgl. Käbisch, 2018, 79). Als letztes Beispiel können Konflikte, die durch das Vertreten von verschiedenen Weltdeutungen entstehen können, im Sinne der Translation Studies beleuchtet werden. So ist es wichtig zu verstehen, dass unterschiedliche Sichtweisen wie biologische, physikalische und poetische nicht in Konkurrenz miteinander stehen, sondern durchaus übersetzt werden können, sodass dann darüber ein Diskurs möglich wird (vgl. Käbisch, 2018, 81f.).

Für die empirische Religionspädagogik können vorhandene Übersetzungen von Schulmaterialien oder Kinderbibeln zum Gegenstand von Untersuchungen werden, ebenso könnte nach dem Prozess des Übersetzens gefragt werden, was mit Hilfe von Interviews eingefangen werden kann (vgl. Käbisch, 2018, 73f.).

3.3. Religionsunterricht

Für die Praxis des Religionsunterrichts ergeben sich aus der Beschäftigung mit den Translation Studies drei Überlegungen.

Zum einen können aus einer kulturwissenschaftlich-literarischen Perspektive der Translation Studies neue Themenfelder zum Unterrichtsgegenstand im Religionsunterricht werden. Ein Beispiel hierfür wäre die gemeinsame Untersuchung mit den Schülerinnen und Schülern von Übersetzungen von Kinderbibeln oder anderem übersetzten Schulmaterial. Dadurch, dass die kulturwissenschaftliche Perspektive auf Übersetzung aus und mit den Postcolonial Studies gewachsen ist, gehen mit Übersetzungen auch immer Machtfragen einher (vgl. Pirner, 2012, 87). Auch deswegen können kirchengeschichtliche Themen mit einer neuen Perspektive im Unterricht behandelt werden.

Des Weiteren können auf der Basis des kulturwissenschaftlich-theologischen Verständnisses von ‚Übersetzung‘ Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht durch performative Methoden andere Perspektiven einnehmen und lernen, religiöse Sprache in andere Kontexte zu übersetzen. Außerdem kann der Religionsunterricht selbst als Raum gesehen werden, in welchem Übersetzungen von religiösen und gesellschaftlichen Sprachspielen eingeübt werden können und sollen. Dabei steht den Religionslehrkräften eine besondere Rolle zu, denn sie sind diejenigen, die sich ein „umfassendes Wissen über die Kontexte religiöser Überzeugungen“ aneignen müssen, um die theologische Übersetzungskompetenz weitergeben zu können (vgl. Oorschot, 2014, 188). Durch die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen (→ Säkularisierung; → Pluralisierung) wird Religionsunterricht zum Ort einer mehrsprachigen Lerngemeinschaft, in welcher die religiöse Sprache für die Gegenwart anschlussfähig werden soll, ohne Profil zu verlieren (vgl. Schulte, 2018, 157). Religionslehrkräfte brauchen eine besondere Sprachbildung in allen Phasen ihrer Ausbildung, denn sie selbst sollten, bevor sie zu Multiplikatoren werden können, ihren eigenen Sprachgebrauch bewusst wahrnehmen und eingehend reflektieren (vgl. Schulte, 2018, 158). Dabei stellt sich die bekannte Frage, was überhaupt religiöse Sprache ist. Darauf gibt es bereits Antwortmöglichkeiten: Es gibt das Verständnis von religiöser Sprache als metaphorische und symbolische Sprache (→ Symboldidaktik) oder auch von performativen Vollzügen als religiöse Sprache (→ performativer Religionsunterricht, evangelisch).

Schließlich kann die Rezeption von Überlegungen zum Übersetzungsbegriff im Allgemeinen zu einer Sensibilität gegenüber der Rolle von Sprache im Hinblick auf Inklusionsbestrebungen führen. Das Schriftprinzip des Protestantismus (allein in der Schrift ist die Wahrheit Gottes fixiert) wurde zwar durch die Aufklärung aufgelöst, da nun auch historisch-kritische Exegese denkbar und damit möglich wurde (vgl. Danz, 2018, 23). Dass religiöse Sprachfähigkeit als Ziel von Religionsunterricht benannt wird (vgl. z.B. Hessisches Kultusministerium, 2019, 11), zeigt die besondere Bedeutung von Sprache für Religion. Auch die Annahme eines kommunikationstheoretischem Religionsbegriffs zeigt die Relevanz von Sprache: Wenn Religion als „[…] eine geschichtlich gewordene Weise sprachlicher Selbstdeutung von Menschen“ (Danz, 2018, 27) betrachtet werden soll, zieht dies mehrere Konsequenzen mit sich. Religion ist von einem kulturell normierten Sprachsystem abhängig, ebenso wie die Gläubigen einer Religion von religiöser Sprache abhängig sind. Da jedoch sowohl Sprache als auch Kultur keine feststehenden Systeme, sondern immer einem Wandel unterworfen sind, finden Veränderungen statt (vgl. Danz, 2018, 31f.). Diese Veränderungen werden in Zeiten einer Multikulturalität und Pluralität schneller und offensichtlicher. So zeigen sich bereits neue Formen von Religionen (Patchwork-Religionen), und die religiöse Sprache vermischt sich mit anderen Kommunikationsformen wie Werbung, Literatur und Film (vgl. Danz, 2018, 32). Deswegen gehört es zur religiösen Bildung dazu, religiöse Sprache zu erkennen, sie sich anzueignen und zu übersetzen, um mit dem Weltdeutungszugang ‚Religion‘ agieren zu können. Die kritische Frage an diese Überlegungen stellt sich nun im Rahmen von Inklusionsbestrebungen (→ Inklusion). Denn, wenn Religion und ihre Individuen von Sprache abhängig sind, was bedeutet dies für Menschen, denen aus unterschiedlichen Gründen Sprache nicht oder nur wenig ausgeprägt zur Verfügung steht?

4. Desiderate

Die sich aus der disziplinübergreifenden Verwendung und Anschlussfähigkeit ergebende Konsequenz ist die der Unübersichtlichkeit und Uneinheitlichkeit. ‚Übersetzung‘ wurde von vielen Forscherinnen und Forschern benutzt, um die unterschiedlichsten Beobachtungen zu beschreiben. Die Benutzung ist keineswegs eindeutig und konfliktfrei, sodass sogar eine „wachsende Konturlosigkeit“ und „uferlosige Inflation“ drohen (vgl. Straub, 2002, 9f.).

Durch die vielfältige Verwendung des Übersetzungsbegriffs gibt es auch kein einheitliches methodisches Vorgehen, welchem gefolgt werden könnte, um Phänomene mit dem Ansatz der Translation Studies zu verstehen. Kritiker (Birgit Wagner) des Translational Turns werfen ihm somit Beliebigkeit vor: Die kulturellen Übersetzungen würden eigentlich ein Instrumentarium benötigen, um analysiert werden zu können, dies gibt es aber bislang nur für sprachliche Übersetzungen. Somit kann ‚Übersetzung‘ eigentlich nur ein Bild sein für ein Phänomen, welches nicht präzise beschrieben werden kann (vgl. Rössner, 2012, 36).

Literaturverzeichnis

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