Toradidaktik

Andere Schreibweise: Torahdidaktik; Thoradidaktik

(erstellt: Febr. 2019)

1. Christliche Toradidaktik?! – eine Bestandsaufnahme

Der Begriff der Toradidaktik bezeichnet ein religionsdidaktisches Desiderat und zugleich eine religionspädagogische Aufgabe. Genauer gesagt: Mit ihm ist eine markante Leerstelle gegenwärtiger christlicher Bibeldidaktik identifiziert (Schröder, 2015).

Diese Leerstelle zeigt sich auf verschiedenen Ebenen:

  • In der Bibeldidaktik evangelischer wie katholischer Prägung findet schon das sogenannte Alte Testament insgesamt traditionell sehr viel weniger Aufmerksamkeit als das Neue Testament – allerdings wird in den letzten Jahren in Folge von Einsichten des christlich-jüdischen Dialogs und neuerer didaktischer Ansätze eine stärkere Gewichtung und modifizierte, nicht länger von Abwertung geprägte Lesart spürbar (vgl. etwa Baldermann, 1996 / 42011, Berg, 1999, Zimmermann 2013 / 2018, Schambeck, 2017). Von einer besonderen Achtsamkeit für die Tora (hier im Sinne der sog. fünf Bücher Mose) kann gleichwohl in der Regel nicht die Rede sein, im Gegenteil: Klassischer Weise finden am ehesten die erzählenden – damit freilich auch die Narrative von Schöpfung, Erzvätern und -müttern, sowie Exodus – und prophetischen Stoffe des sog. Alten Testaments, zudem die Psalmen, didaktische Beachtung.
  • Diese Unwuchten spiegeln sich nicht selten in Lehrplänen für das schulische Fach Evangelische bzw. Katholische Religionslehre. Das Alte Testament kommt in den Kerncurricula – je nach Schulstufe und Bundesland – in unterschiedlichem Maße und mit unterschiedlichem Zungenschlag vor. Für die Auswahl ist in der Regel nicht die Eigenlogik des Ersten Testaments oder seiner Kanonteile, also etwa der Tora, auch nicht der Blick auf einzelne Schriften, etwa des Ersten Buches Mose (Genesis/Bereschit), sondern das thematische Interesse an bestimmten Texten Ausschlag gebend. Beispielhaft lässt sich dies an den einschlägigen Kerncurricula des Landes Niedersachsen (www.cuvo.nibis.de) verdeutlichen: In der Primarstufe werden aus der Tora nur erzählende Texte zur Behandlung vorgeschlagen, die als literarische Zeugnisse zumeist auf eine Person bzw. Personengruppe bezogen sind, so z.B. auf Abraham, Jakob-Esau oder Josef und seine Brüder. In der Sekundarstufe sind es Teile der Urgeschichte (Themenbereiche: Schöpfung, Ethik, Sterben und Tod u.a.), die zehn Gebote (Themenbereich: Rechtfertigung; dazu exemplarisch Schröder, 2018) und die Berufung des Mose (Themenbereich: gnädiger und gerechter Gott). Ein längerer Abschnitt aus der Tora, hier: aus dem Buch Exodus, kommt nur in der Unterrichtseinheit über das Judentum vor. Dort fällt auch das einzige Mal der Begriff Tora in den curricularen Vorgaben. Man wird sagen dürfen: Ein Verständnis für Eigenart und Rolle der Tora im Rahmen des Alten Testaments, erst recht für ihre Dignität im Judentum wird so nicht erarbeitet.
  • Lenkt man die Aufmerksamkeit über den Lernort Schule hinaus auf gemeindepädagogische Handlungsfelder, so sticht insbesondere die Kirche mit Kindern (Kindergottesdienst) positiv hervor. In den sog. Gesamtplänen, die für jeweils drei Jahre Themen, Texte und Erschließungsformate vorschlagen, spielen alttestamentliche Stoffe und Zugänge seit langem eine große, tragende Rolle (vgl. zuletzt Gesamtverband, 2018).
  • In den didaktischen Konzepten und in den Lehrplänen findet häufig das jeweils dominante Vorverständnis bzw. theologische Verständnis des Alten Testaments und – damit verbunden – „Israels“ (im Sinne des biblischen Gottesvolkes) bzw. des Judentums Widerhall. Diese Verständnisse waren in der Vergangenheit in hohem Maße pejorativ und subordinatorisch geprägt (dazu analytisch Lemaire, 2004, bes. 371-435); mittlerweile stellt sich die Lage differenziert dar. Während kirchliche Erklärungen, z.B. die Studien „Christen und Juden“ der EKD, das Alte Testament als Teil der einen Bibel wertschätzen und das Gespräch mit dem Judentum über dessen Auslegung suchen (Kirchenamt der EKD, 2002, 20f. passim), zeigen wiederkehrende Debatten (zuletzt in Reaktion auf Slenczka, 2013; dazu hier nur Fricke, 2017), dass ein Konsens noch nicht erreicht ist.
  • Die Kollateraleffekte dieses Befundes werden exemplarisch in einer jüngst erschienenen Untersuchung zu antijüdischen Stereotypen im christlichen Religionsunterricht in Deutschland und Österreich erkennbar (Spichal, 2015). Auf der Basis einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewählter Materialien gelangt deren Autorin zu dem Ergebnis, „dass in den untersuchten Lehrplänen und Schulbüchern an mehreren Stellen hinsichtlich des jüdischen Toraverständnisses deutliche antijüdische Polemik zu finden ist“ (Spichal, 2015, 216). Als problematisch erscheint namentlich, dass, selbst wenn es zu einer positiven Darstellung der Tora kommt, kaum nach deren Relevanz für das Christentum gefragt wird. Sobald es hingegen um die christliche Identität geht, kommen in Bezug auf die Tora antithetische Wertungsmuster in Abgrenzung zum Judentum zum Tragen. Insgesamt liegt also – noch immer, d.h. wie schon in früheren Studien aufgezeigt – eine Diskrepanz vor, nämlich die „zwischen einer wohlwollenden Darstellung der Tora einerseits und einem sachlich falschen Zerrbild des jüdischen Toraverständnisses in Abgrenzung zu Jesu Botschaft andererseits“ (Spichal, 2015, 218).
  • -Schließlich wird die eingangs markierte Leerstelle auch im religionspädagogischen Diskurs sichtbar, in dem – von einzelnen Versuchen abgesehen – weder alttestamentliche Exegese noch jüdische (Religions-) Pädagogik verlässlich eine Rolle spielen.

Die Rede von der Toradidaktik fordert demgegenüber einerseits das Gespräch mit Exegese und Theologie des Alten Testaments über Dignität und Eigenart der Tora, andererseits den Austausch mit Bibelauslegung und Bibeldidaktik jüdischer Provenienz – beides ohne Bibelrezeption und -interesse von Schülerinnen und Schülern aus dem Blick zu verlieren. In allen drei Hinsichten besteht Nachholbedarf.

Mit dem programmatischen Begriff Toradidaktik wird zunächst „geltend [ge]macht, dass ein ganzer Corpus biblischer Texte, eben die Tora, unterrichtliche und didaktische Beachtung verdient“ (Schröder, 2015, 126). Indem mit dem Begriff Tora ein Konzept jüdischer Theologie rezipiert wird, kommt – implizit – das Desiderat zur Geltung, Einsichten des jüdisch-christlichen Dialogs und den Austausch mit jüdischer Religionspädagogik (engl.: Jewish Education; → Religionspädagogik, komparativ) didaktisch fruchtbar zu machen. Toradidaktik trägt also der besonderen Stellung der ersten fünf Schriften im Rahmen der Hebräischen Bibel (bzw. des Alten Testaments) und der doppelten – bzw. mehrfachen (dazu Schröder, 2015, 132) – Interpretations- und Rezeptionsgeschichte der Tora in Christentum und Judentum Rechnung.

2. Toradidaktik

Die Beschäftigung mit einer Didaktik der Tora setzt die Klärung des Begriffs Tora voraus, der sowohl in der jüdischen Tradition als auch in der christlichen Rezeption von Altem Testament und Judentum mehrdeutig ist. Davon ist der Bedeutungskontext von Tora zu unterscheiden, der durch die Hebräische Bibel selbst (→ Tenach) gegeben ist.

2.1. Tora in der Hebräischen Bibel

Das Wort Tora ist ein Schlüsselbegriff der Hebräischen Bibel (vgl. zum Folgenden Schröder, 2015, 126f.): Er kommt 220mal – oder: 22 x 10 Mal – in der Hebräischen Bibel vor. Diese Zahl ist kein Zufall, sondern besitzt eine eigene inhaltliche Qualität: 22 Buchstaben hat das hebräische Alphabet, die Zahl 10 repräsentiert Vollendung, bezogen etwa auf die Gliedmaßen an Händen und Füßen, aber auch die zehn Gebote. Beide Zahlen sind für sich genommen rund und sind im 220-fachen Vorkommen des Wortes Tora inbegriffen. Dass die Häufigkeit und die Verwendung des Begriffs planvoll erfolgt, unterstreicht der Umstand, dass der Begriff Tora im Deuteronomium genau 22mal Verwendung findet, während er im Chronistischen Geschichtswerk und den Prophetenbüchern je genau 44mal vorkommt und im Ps 119 bei 178 Versen genau 178mal. Man kann davon ausgehen, dass die Hebräische Bibel diesbezüglich sorgsam komponiert wurde, so dass Begriff und Sache der Tora dementsprechend eine zentrale theologische und konstitutive Rolle in ihr innehaben (zu deren genetischer und theologischer Explikation siehe vor allem Crüsemann, 1992).

Innerhalb der Hebräischen Bibel wird mit Tora Unterschiedliches bezeichnet, etwa eine einzelne Weisung (z.B. Lev 6,2) oder die durch Mose offenbarte Weisung Gottes insgesamt (z.B. meint Jos 1,8 wahrscheinlich das Dtn). Tora ist von der hebräischen Wurzel jrh abgeleitet, kann mit lehren, unterweisen, zeigen übersetzt werden und wird meist mit den Weg weisen/Weisung wiedergegeben.

Bibelkundlich bezeichnet Tora die fünf Bücher von Bereshit (hebr. Im Anfang; 1. Buch Mose/Genesis) bis Devarim (hebr. Worte; 5. Buch Mose/Deuteronomium), also den Beginn der Hebräischen Bibel wie auch des Alten Testaments traditionell christlicher Lesart). Die historisch-kritische Exegese spricht vom Pentateuch. Diese Bücher enthalten sowohl Rechtstexte als auch Erzählungen, in jüdischer Terminologie: Halacha und Haggada. Thematisch spannt die Tora einen Erzählbogen von der Erschaffung der Welt über die Erzählungen der Stammeltern Abraham und Sarah (→ Abraham und Sara, bibeldidaktisch, Grundschule; → Abraham und Sara, bibeldidaktisch, Sekundarstufe; → Abraham, interreligiös), Isaak und Rebecca, Jakob und Lea und Rahel und die Josefsgeschichte. Daran schließt sich die Volkwerdung Israels in Ägypten, der Exodus und eine 40-jährige Wanderung Israels durch die Wüste an. Ein besonderes Merkmal liegt in der Unvollständigkeit des Erzählbogens: Die Landnahme Kanaans, seine Besiedlung durch die zwölf Stämme und damit die Ankunft des Volkes Israels im Heiligen Land werden nicht mehr in der Tora erzählt, sondern erst in den nachfolgenden Büchern (Josua, Richter etc.). Die Tora ist erzählerisch also mit einem offenen Ende ausgestattet, was auch programmatisch verstanden werden kann.

Ein grundlegendes inhaltliches Kennzeichen der Tora als Teil der Hebräischen Bibel ist ihre Vielfältigkeit: Vielfältig sind die in ihr erzählten Lebens- und Glaubensentwürfe, gesellschaftlichen Ordnungen, lebens- und zusammenlebensrelevanten Weisungen und Fragen, ihre Erinnerungs- und Zukunftskultur und ihre ethische Aufforderung zur Tat (Schröder, 2012, 15-25).

2.2. Tora im Judentum

Der Begriff Tora hat im Judentum ein noch breiteres Bedeutungsspektrum als in der Hebräischen Bibel selbst: So kann er auf den Pentateuch ebenso gut angewendet werden wie auf den Tenach insgesamt (Tenach ist ein Kunstwort aus den ersten Buchstaben der Begriffe, die die drei Teile der Hebräischen Bibel bezeichnen: Tora, Nevi’im = Propheten, Cetuvim = Schriften). Schließlich kann mit ihm auch die gesamte rabbinische Literatur (in der Sprache der Tradition: die mündliche Tora) oder die Gesamtheit der das Judentum konstituierenden Traditionsinhalte gemeint sein.

2.2.1. Schriftliche und mündliche Tora

Das programmatisch offene Ende der Tora (im Sinne der fünf Bücher Mose bzw. des Pentateuch) weist hinein in die Fortschreibung der Hebräischen Bibel und in das, was im Judentum mündliche Überlieferung bzw. mündliche Tora genannt wird. Gemäß der rabbinischen Tradition hat Mose auf dem Sinai nicht nur die schriftliche Tora (im Sinne der fünf Bücher Mose), sondern auch die mündliche Tora empfangen. Erst gemeinsam umfassen sie die ganze Offenbarung Gottes.

Mit der mündlichen Tora sind all die Auslegungen der schriftlichen Tora gemeint, die inzwischen in der Rabbinischen Literatur (also etwa in der Mischna und im Talmud sowie in den Midraschim) dokumentiert sind, aber auch die zukünftig notwendigen Neuauslegungen der Tora. Durch die Qualifizierung der Tradition als (mündliche) Tora wird sie einerseits an die schriftliche Tora bzw. an das Sinai-Geschehen, von dem alle gültige Lehre herkommt, zurückgebunden, andererseits markiert der Begriff mündlich die Differenz und das innovative Potential: Die mündliche Tora entsteht durch das Weiterdenken der schriftlichen Tora in Wechselwirkung mit den Fragen und Herausforderungen der jeweiligen Gegenwart. Durch die Dialektik von mündlicher und schriftlicher Tora erneuert und aktualisiert sich die Tora immer wieder – darin zeigt sich die innovative Offenheit eines nicht abgeschlossenen und nicht abzuschließenden Diskussionsprozesses.

2.2.2. Halacha und Haggada

Die jüdische Tradition unterscheidet innerhalb der Tora zwischen Haggada, erzählenden, theologischen Stoffen, und Halacha, praktischen, verbindlichen Weisungen für die Lebensgestaltung. Die Halacha reflektiert somit, wie man leben soll, während die Haggada sondiert, wer Gott und Mensch sind. Erst im Zusammenspiel geben sie sowohl dem menschlichen Denken als auch dem Handeln Orientierung (Ruwe/Vahrenhorst, 2009, 592). „Auf zwei Worten/Dingen steht“, nach A. J. Heschel (Heschel, 1962, zitiert nach Deeg, 2006, 390) somit „die Tora: auf der Halacha und auf der Haggada“. Das Wechselspiel von Halacha und Haggada bestimmt entsprechend auch den hermeneutischen Umgang der Rabbinen mit der Tora.

2.2.3. Tora als Gnade

Nach jüdischem Verständnis ist die Tora ein Geschenk und Ausdruck der „Gnade“ (Werblowsky, 1973): Sie schenkt Leben (Avemarie, 1996). Sie ist nicht aufoktroyiert, sondern wird angenommen – eine rabbinische Haggada, hier kurz zusammengefasst, lässt das exemplarisch deutlich werden: Gott hat die Tora einem Volk nach dem anderen angeboten, bis er endlich allein vom Volk Israel eine positive Antwort bekam: ‚Wir wollen tun und hören‘ (bShab 88a).

Diese Erzählung aus dem babylonischen Talmud hält ein weiteres Schlüsselelement jüdischen Tora-Verständnisses fest: die Vorrangstellung des Tuns gegenüber dem Hören. Die Tora soll in erster Linie getan werden, sie zielt darauf, das je eigene und kollektive Leben ihr gemäß zu gestalten, sie strebt die Heiligung des Alltags an und gibt so dem Leben des Einzelnen und der Gemeinschaft eine Ausrichtung. In all dem spricht die Tora nicht ohne Begründung, sondern redet Israel mit Gründen an: Die Befreiung aus Ägypten und die Erwählung Israels gehen der Tora und ihren Weisungen zum Tun voran. Inhaltlich zielt sie auf Befreiung von Schuld, Gewalt, Elend; auf Frieden mit Gott, den Menschen und den Völkern; auf Gerechtigkeit vor allem für Rechtlose und Schwache und auf Liebe zu Gott und zum Nächsten (Stöhr, 1997).

2.2.4. Tora in der jüdischen Glaubenspraxis

Die theologische Zentralstellung der Tora hat nicht zuletzt lebenspraktische Konsequenzen, die pars pro toto an der Ausstattung der Synagoge und Verwendung der Tora im Gottesdienst abzulesen sind. Der Toraschrein, Aron haQodesch, in dem die Torarollen verwahrt werden, ist das architektonische und inhaltliche Zentrum der Synagoge. Die Tora ist in 54 Leseabschnitte, Parashat HaShavua, eingeteilt, die, verteilt auf die Wochen des synagogalen Jahres, im Laufe eines Jahres in den Gottesdiensten am Schabbat gelesen werden (Liss, 2015, 120f.), sie begleitet und strukturiert das jüdische Jahr im synagogalen Gottesdienst. Gleichwohl bleibt sie herausgehoben unter allen Schriften: geheiligt – Torarollen werden bis heute von Hand auf Pergament geschrieben, sie werden beim Verlesen nicht mit Fingern, sondern allenfalls mit einem Zeigestab berührt, und – nicht zuletzt – wird die Tora in hebräischer Sprache geschrieben und verlesen. In allen Strömungen des Judentums sind das Hebräische und seine Eigenarten präsent: die Unaussprechlichkeit des Namens G’ttes, die besonderen Zeit-Formen und die Poesie des Hebräischen.

2.3. Tora im Christentum

2.3.1. Toravergessenheit im Christentum

Angesichts der Zentralstellung der Tora in der Hebräischen Bibel und im Rabbinischen Judentum tritt die verbreitete Toravergessenheit des Christentums bzw. der verschiedenen konfessionellen Christentümer umso stärker vor Augen. Sie wird an unterschiedlichen Phänomenen deutlich:

Zum einen in einer andersartigen, dem Konzept von Tora teils widersprechenden Textkompilation der Heiligen Schrift: So legt etwa der lutherische Bibelkanon in seiner Anordnung und Bezeichnung der Textgruppen ein linear-geschichtliches Textverständnis nahe, welches auf das Neue Testament zuläuft und das Alte Testament gewissermaßen hinter sich lässt, während im Kanon der Hebräischen Bibel die Texte in konzentrischen Kreisen um die Tora herum angeordnet sind und diese so für den Tenach wie die mündliche Tora maßgeblich bleibt (vgl. das folgende Schaubild aus Schröder, 2015, 128 – zur Erläuterung vgl. Stemberger, 2011).

Abb. 1 Schaubild aus Schröder, 2015, 128.

Abb. 1 Schaubild aus Schröder, 2015, 128.

Zum anderen wurde und wird das Phänomen Tora in der christlichen Theologie oft verengt und fehlinterpretiert (Lemaire, 2004). Das christliche Missverstehen beginnt häufig schon mit der Übersetzung von Tora als Nomos bzw. Gesetz. Mit ihr gehen nicht nur viele Bedeutungsaspekte der Tora verloren, sondern mit der Betonung des legalistischen und kasuistischen Charakters der Tora als Gesetz wurde und wird sie negativ konnotiert (Stegemann, 1993; Talmon, 1993).

Die Geringschätzung der Tora wird schließlich, aber nicht zuletzt auch in der liturgischen Praxis evangelischer Gottesdienste deutlich: Die Tora ist zwar Teil der Lesungen, wird aber bei weitem nicht in jedem Gottesdienst gelesen; sie wurde – bis zum In-Kraft-Treten der Perikopenrevision im Advent 2018 – nur in vier von sechs Perikopenreihen gelegentlich gepredigt.

2.3.2. Die Bedeutung der Tora im Neuen Testament

Die beschriebene Toravergessenheit des Christentums ist umso erstaunlicher und problematischer, vergegenwärtigt man sich die zentrale und vielfältige Bedeutung von Tora im Neuen Testament. Alle neutestamentlichen Schriften greifen in haggadischer Form auf die Tora zurück und deuten sie vom Jesusgeschehen her (Ruwe/Vahrenhorst, 2009, 593). So ist, um nur zwei Beispiele zu nennen, Jesus im Kontext des Matthäusevangeliums etwa ein Toralehrer, der kein Jota an der Tora verändern will (Mt 5,18) und gekommen ist, um die Tora zu erfüllen und nicht um sie abzuschaffen (Mt 5,17, → Bergpredigt (Mt 5-7), bibeldidaktisch, Primarstufe; → ); Paulus schreibt im Brief an die Römer, dass die Tora „heilig, gerecht und gut“ ist (Röm 7,12; vgl. dazu von der Osten-Sacken, 2014).

Alle neutestamentlichen Schriften sind davon inspiriert, dass Nicht-Juden eine volle Gottesbeziehung zum Gott Israels bekommen, und müssen mit der Herausforderung umgehen, welche Rolle die Tora damit für sie spielen soll (Crüsemann, 2011, 212-223).

2.3.3. Wertschätzung und Verstehen der Tora im Spiegel ihrer zweifachen Nachgeschichte

Die Wahrnehmung der Vielfältigkeit und Zentralität von Tora in der Hebräischen Bibel, aber auch in der jüdischen Tradition und im Neuen Testament kann helfen, die Tora in einem größeren und zugleich gewichtigeren Bedeutungsspektrum wahrzunehmen und neu danach zu fragen, welchen Stellenwert Tora innerhalb der christlichen Theologie einnehmen kann und soll. Dabei geht es nicht um eine Enteignung oder unreflektierte Übernahme des jüdischen Torabegriffs durch respektive in die christliche Theologie, sondern um ein vertieftes und umfassendes Verstehen der eigenen Tradition, in der und für die das Alte Testament und mit ihm die Tora schlechterdings grundlegende Bedeutung hat. Dieses Verstehen geschieht angesichts der doppelten Nachgeschichte der Tora in der Begegnung mit dem eigentlich bekannten, in so vielen Aspekten aber doch noch unvertrauten und verkannten Anderen, dem Judentum. Ziel und Voraussetzung christlicher Toradidaktik ist also zum einen die Wiedergewinnung eines wertschätzenden Umgangs mit der Tora in der christlichen Theologie im Allgemeinen und in christlicher Bibeldidaktik im Besonderen, zum anderen der Dialog mit jüdischer Tora-Didaktik (und ihren theologischen Voraussetzungen). Anders gesagt: Toradidaktik anerkennt die Tora als Ausgangspunkt einer zweifachen Nachgeschichte und sucht aus Gemeinsamkeit und Verschiedenheit von Judentum und Christentum im Umgang mit der Tora didaktisch Honig zu saugen.

3. Toradidaktik

3.1. Jüdische Toradidaktik

3.1.1 Tora als zentraler Lerngegenstand

Das Studium der Tora ist, basierend auf Jos 1,8, eines der, wenn nicht sogar das zentrale Gebot im Judentum. Sie ist dementsprechend ein zentraler Lerngegenstand im Judentum (Krochmalnik, 1996, 73). Dies wird beispielsweise an ihrer systematischen Behandlung im Schulfach Jüdische Religionslehre deutlich (vgl. etwa den Lehrplan für jüdische Religionslehre in Baden-Württemberg, http://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG), aber auch an der Tatsache, dass es bei der Aufnahme junger Jüdinnen und Juden als Vollmitglieder der Gemeinde (Bar oder Bat Mitzwa) im Wesentlichen darum geht, einen Abschnitt der Tora kantilierend vorzutragen und auszulegen.

3.1.2 Toradidaktiken

So unstrittig die Tora (im Sinne der fünf Bücher Mose, aber auch in der weiteren Bedeutung des Wortes) im traditionellen jüdischen Lernen eine Schlüsselstellung innehat, so überraschend ist es, dass von jüdischer Seite keine ausgearbeitete Toradidaktik im modernen Sinne vorliegt.

Wohl aber existiert ein breites Spektrum an toradidaktischen Positionen. So wie es bei genauerer Betrachtung nicht das Judentum, sondern viele verschiedene Judentümer gibt, so gibt es auch nicht die eine Toradidaktik, sondern eine Vielzahl. Deren Bandbreite, die exemplarisch anhand des Umgangs mit der Bibel in den sogenannten jüdischen Fächern der Schule im modernen Staat Israel zu Tage tritt (Schoneveld, 1987; Schröder, 2000, 212-267), ist weit: Auf der einen Seite lehrt das Regelfach Bibel (Mikra) an staatlich-allgemeinen Schulen in Israel die Tora als historisches Dokument der Geschichte des Volkes Israel verstehen und zieht dazu literarische, historische (Adar,1969) oder historisch-kritische (Amit, 2001) Zugänge heran. Didaktisch-methodisch gelten dabei keine anderen Regeln als für andere geisteswissenschaftlich grundierten Fächer. Auf der anderen Seite legen die staatlich-orthodoxen Schulen ihren Schwerpunkt in einem eigenen Unterrichtsfach auf das Studium der Mündlichen Tora (Tora sche-baal päh) und greifen dabei auf die schriftliche Tora nur als Referenztext halachischer Bestimmungen zurück.

Aus diesem Spektrum beispielhaft herausgegriffen und in ihren Grundzügen vorgestellt sei hier die Toradidaktik von Nechama Leibowitz (1905-1997). Leibowitz ist die wohl bekannteste und prägendste jüdische Bibeldidaktikerin des 20. Jahrhunderts. Sie selbst war orthodoxe Jüdin, wird aber heute in fast allen Strömungen des Judentums rezipiert. Man kann ihre Didaktik als eine Form der kommunikativen Didaktik oder der Dialogdidaktik bezeichnen. Einen besonderen Stellenwert nimmt darin die Frage als Instrument biblischen Lernens ein, sie ist das Zentrum ihres didaktischen Konzeptes. Leibowitzs Ziel ist es, einen Dialog auf Augenhöhe sowohl zwischen Lehrenden und Lernenden als auch zwischen den Lernenden in ihrem, wiederum dialogisch geführten Austausch mit den Fragen und Antworten aus der jüdischen Tradition zu initiieren. Damit schließt sie an das offene Ende von mündlicher und schriftlicher Tora an und stellt die Lernenden in den nicht enden wollenden Diskussionsprozess über die Tora hinein. Methodisch gesehen, „setzt sie“, symbolisch gesprochen, die Schülerinnen und Schüler mit ausgewählten wichtigen Kommentatoren durch alle Epochen „an einen Tisch“ und lässt sie durch Fragen in einen gemeinsamen Diskussionsprozess eintreten (Leibowitz, 1995). Leibowitz selbst benennt vier Ziele ihres Toraunterrichts: den Aufbau von Sachkenntnissen über mündliche und schriftliche Tora; die Förderung eigenständigen Denkens im Umgang mit ihren Texten; aber – darüber hinausgehend – auch die Entwicklung der Liebe zum Torastudium und die Bereitschaft zum Beachten und Tun der Gebote. Dabei beschreibt sie das letztgenannte Ziel als das entscheidende und gesteht gleichzeitig ein, dass Lehrkräfte dieses Ziel höchstens indirekt durch die Liebe zum Torastudium fördern, aber eben nicht herbeiführen können (Perrless, 2004, 11). Nechama Leibowitz hat in den 1950er und 60er Jahren eine Renaissance des Torastudiums in Israel ausgelöst (Unterman, 2009, 50-77;166-235) und prägt bis heute die bibeldidaktischen Debatten im Land. Ihre Bibeldidaktik ist damit ein interessanter Ansatzpunkt der lernenden Begegnung zwischen christlicher Bibeldidaktik und jüdischer Toradidaktik (deren verschiedene Ansätze von Marie Hecke derzeit in einer religionspädagogischen Dissertation aufgearbeitet werden).

3.2. Bausteine einer christlichen Toradidaktik

Eine christliche Toradidaktik steckt noch in den Kinderschuhen. Theologisch und didaktisch baut sie auf Erkenntnissen des jüdisch-christlichen Dialogs und auf dem sich intensivierenden Austausch mit der jüdischen Bibeldidaktik auf. Entgegen dem traditionell verkürzten, selektiven und entkontextualisierenden didaktischen Umgang mit alttestamentlichen Texten sucht sie dem Eigensinn von Texten und Textgruppen der Hebräischen Bibel und der Vielzahl anspruchsvoller Interpretationsweisen aus der jüdischen Tradition Anregungen für deren fachliche und didaktische Erschließung abzugewinnen. Erste Bausteine einer solchen christlichen Toradidaktik seien hier skizziert:

3.2.1. Baustein I: Die „zweifache Nachgeschichte“ der Tora akzeptieren und verstehen

Die Tora ist mit ihrer „zweifachen Nachgeschichte“ (Blum, 1990) in Judentum und Christentum ein interreligiös spannender Lerngegenstand. Allerdings gilt es im Kontext von schulischem Religionsunterricht oder auch gemeindlicher Erwachsenenbildung zunächst für Verständnis und Akzeptanz dieser zweifachen Nachgeschichte zu werben: Judentum und Christentum haben sich in wechselseitiger Befruchtung wie Abgrenzung auf dem Boden der alttestamentlichen Überlieferung entwickelt. Vor diesem Hintergrund lässt sich auf christlicher Seite die Mannigfaltigkeit jüdischer Toraverstehensweisen wahrnehmen und den christlichen Leserinnen und Lesern die Wertschätzung jüdischer Lesarten des Alten Testaments nahebringen.

Didaktisch-methodisch bedeutet dies, die geschichtlichen Kontexte und Verwicklungen, die unserem Tora-Lesen zugrunde liegen, altersgemäß zu erschließen – als Voraussetzung adäquaten Verstehens und als sachnotweniger Aspekt des intendierten Lernprozesses.

3.2.2. Baustein II: Die zweifache Didaktik der Tora kennenlernen und ins Gespräch bringen

So anerkannt mittlerweile ist, dass das sogenannte Alte Testament mit Christentum und Judentum eine zweifache Nachgeschichte initiiert hat, so unbeachtet blieb bisher, dass es dementsprechend auch eine zweifache Didaktik, nämlich eine christliche und eine jüdische, veranlasst hat. Christliche Toradidaktik will nun einerseits diese zweifache Nachgeschichte in der Didaktik des Alten Testaments für die Religionspädagogik sichtbar und fruchtbar machen, andererseits materialiter von jüdischen Toradidaktiken lernen. Es gilt also, bewusst und transparent auch Lehr-Lern-Arrangements jüdischer Tradition aufzugreifen und zu erproben.

Dieses Lernen kann beim persönlichen Blick auf die Tora und ihrem Bezug zum eigenen Leben beginnen. Die jüdische Toradidaktik von Nechama Leibowitz (vgl. etwa Leibowitz, 1995) betont etwa den Charakter der Tora als lebensförderlicher Weisung im Gegensatz zum lebensbeengenden, „knechtenden Gesetz“. Leibowitz zeigt in ihren Schriften – und hat dies auch in dem von ihr gehaltenen Bibelunterricht praktiziert (Unterman, 2009) –, dass das Studium der Tora eine Liebe zu ihren Texten und zu der weiteren Beschäftigung mit diesen selbst wecken und zum konkreten, lebens- und weltverändernden Tun anregen kann. Lehr-Lern-Arrangements jüdischer Tradition aufzugreifen, kann etwa heißen: partnerschaftlich Tora lernen (Chavruta) und Bibeltexte und Zeugnisse ihrer Rezeption (schriftliche und mündliche Tora) ins Gespräch bringen. In einem weiteren Sinne gehört dazu auch die Einzeichnung der Tora in interreligiöse Bezugnahmen (Schröder/Behr/Boehme/Krochmalnik, 2017).

3.2.3. Baustein III: Die Tora als erstes Wort Gottes lesen und weiterdenken

Toradidaktik begreift die Tora als theologische Einheit und als hermeneutischen Rahmen für die Auslegung ihrer einzelnen Texte. Es geht ihr also um eine Interpretation der Texte des sogenannten Alten Testaments im Kontext ihres kanonischen Erzählbogens. Die Tora wird dabei als das erste Wort Gottes erkennbar, das im Prozess der Auslegungsgeschichte die mündliche Tora inspiriert und freigesetzt hat.

Die Rabbinen haben die Tora im Zuge dessen wieder und wieder akribisch gelesen und memoriert; sie haben jedem einzelnen Lesezeichen Bedeutung beigemessen, auch den Unebenheiten, den Schwierigkeiten, den Auslassungen, und haben diese als Freiraum gefüllt. Sie haben Tora gelernt mit „Akribie“ und „Phantasie“ (Deeg, 2007, 411-427).

Gegenläufig zu ihren bisherigen Lesegewohnheiten sucht eine christliche Toradidaktik die Leserichtung der Bibel umzukehren und die Tora nicht von hinten, vom Neuen Testament aus, sondern von vorne, von den Schriften der Tora selbst ausgehend zu lesen – und dabei auch die eigene Aufmerksamkeit auf den Text neu zu schulen. Didaktisch-methodisch erfordert dies die aufmerksame Lektüre und ihre Erschließung etwa mit kindertheologischen Verfahren (→ Kindertheologie) oder dem → Bibliolog.

Die Tora (im Sinne der fünf Bücher Mose) als kanonischen Rahmen ernst zu nehmen, könnte auch heißen: sie als Ganzschrift in Betracht ziehen (Zimmermann, 2015). Der Canonical Approach nimmt u.a. das programmatisch offene Ende der Tora ernst: Offen ist es zunächst für eine zweifache Nachgeschichte und darüber hinaus auch für eine dreifache, die dann den Trialog mit verschiedenen Strömungen des Islams mitdenken kann (Schröder/Behr/Boehme, 2017).

Literaturverzeichnis

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  • Baldermann, Ingo, Einführung in die biblische Didaktik, Darmstadt (1996) 4. Aufl. 2011.
  • Baltzer, Dieter, Alttestamentliche Fachdidaktik. Gesammelte Studien, Münster 3. Aufl. 2009.
  • Berg, Horst Klaus, Handbuch des biblischen Unterrichts, Bd. 3, München 1999.
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  • Gesamtverband für Kindergottesdienst in der EKD (Hg.), Plan für den Kindergottesdienst 2018-2020. Leitfaden für Verantwortliche, Münster 2018.
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  • Deutschland 1975-2000. Herausgegeben im Auftrag des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Gütersloh 2002.
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Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Schaubild aus Schröder, 2015, 128.

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