Propheten, bibeldidaktisch

Das Wort Prophet ruft heute ambivalente Assoziationen hervor: einige denken an Wahrsager bzw. Hellseher, andere an Unheilspropheten oder an mutige Menschen, die unbequeme Wahrheiten öffentlichkeitswirksam aussprechen, und andere an Menschen mit göttlichem Auftrag. Dabei bieten die (biblischen) Propheten Kindern und Jugendlichen heute durchaus wichtige Lernchancen.

1. Elementare Strukturen

1.1. Grundsätzliches zur biblischen Prophetie

Prophetie ist im Alten Orient und in der Antike weit verbreitet. In der hebräischen Bibel ist das von nabaʹ (reden, rufen) abgeleitete Nomen nabiʹ (fem.: neb iʹa): „Gerufener“ bzw. „Rufer, Verkünder“ am gebräuchlichsten. Es wird in der Septuaginta übersetzt mit prophètès, vom Verb ,pro‑phämi: „an Stelle von jemandem sprechen, öffentlich bekannt machen“, das eine Person bezeichnete, die von einer Gottheit übermittelte Orakel für ihre Zeitgenossen ausdeutete. Propheten und Prophetinnen sind somit Männer und Frauen, die als von Gott Berufene dem Volk bzw. den Mächtigen im Land den Willen Gottes verkünden (Gibert, 2004, 22; Kratz, 2006, 343; Zenger, 2012, 509f.; Schart, 2014, 1-2).

Dabei differieren die religionsgeschichtlichen Gegebenheiten und die biblische Darstellung. Wie im Alten Orient waren in Israel mantische Praktiken verbreitet, um Vorhersagen für die Zukunft abzuleiten, z.B. Betrachtung des Vogelflugs, der Gestirne oder der Eingeweide von Opfertieren. Dagegen wird nach der dtr. geprägten Darstellung die Prophetie von Gott selbst am Sinai gestiftet, wobei Gott dem Propheten als Mittler zwischen ihm und dem Volk seine Worte in den Mund legt (Dtn 18,14b-22) (Fischer, 2004, 26f.; Köhlmoos, 2011, 282f.). Die enge Verbindung des Propheten mit Gott zeigt die Bezeichnung Gottesmann, die vor allem in der Frühzeit Israels begegnet, meist in Verbindung mit Wunderhandlungen und der Kraft, Heil und Unheil zu bringen, so bei Mose (Dtn 33,1Mose und Mirjam, bibeldidaktisch, Grundschule; → Mose und Mirjam, bibeldidaktisch, Sekundarstufe), Samuel (1 Sam 9,6), Elija (1 Kön 17,18) und Elischa (). Das Wort Seher (chozä: 1 Sam 9,9f.) kennzeichnet Propheten als Visionäre, die die Wirklichkeit aus der Perspektive Gottes in einem neuen Licht sehen. Propheten empfingen die göttlichen Botschaften in Träumen, Visionen (1Kön 22,17; Jes 6,1; Jer 1) oder Auditionen (1Sam 3; 2Sam 7,4). Die Wortereignisformel („Das Wort des Herrn erging an …“) und die aus der Diplomatensprache entlehnte Botenformel „So spricht der Herr“, der eine in Ich-Form formulierte Unheils- oder Heilsankündigung einleitet, kennzeichnen sie als bevollmächtigte Botschafter Gottes. Ihrer Legitimation dienen die nach dem prophetischen Berufungsschema stilisierten Berufungserzählungen (z.B. Ri 6,11-24;; Jes 6Berufungserzählungen [AT und NT], bibeldidaktisch, Grundschule).

Innerhalb der biblischen Schriften findet sich eine große Vielfalt von Propheten und Prophetinnen (Mirjam: Ex 15,20, Debora: Ri 4-5, Hulda: 2Kön 2,14-20, Noadja: Neh 6,14), die die Geschichte und religiösen Entwicklungen in Israel über Jahrhunderte hinweg spiegeln. Dazu gehören sowohl umherziehende Prophetengruppen, die in Ekstase den Gotteswillen ergründeten (1Sam 10,5f.; 2Kön 3,15) als auch Berufspropheten: am Königshof angestellte Hofpropheten, z.B. Natan (2Sam 7; 12,1-15) oder Hulda (2Kön 22,14) und Tempelpropheten wie der junge Samuel (1Sam 2-3) sowie Habakuk, Nahum und Joel. Die zahlenmäßig geringste Gruppe sind freie, oppositionelle Einzelpropheten, die durch ihre Berufungserfahrung aus ihrem normalen Berufsleben herausgerissen wurden, um im Namen Gottes Missstände anzuprangern (Am 7,14). Da sie ihre Autorität allein von Gott beziehen, stehen sie in Konfrontation mit den Berufspropheten (1 Kön 22; Jer 28) und Falschpropheten (;) und werden als einzelne Opponenten oft verspottet, marginalisiert und verfolgt; erst posthum erhalten sie ihre kanonische Akzeptanz (Zenger, 2012, 511; Gibert, 2004, 22f.; Kratz, 2006, 244).

1.2. Rufer zur Umkehr und Ankündiger neuen Heils

Die Botschaft der Propheten und Prophetinnen ist immer von der gesellschaftlichen und religiösen Situation geprägt. Angesichts gravierender sozialer und kultischer Missstände kritisieren die Propheten in drastischen Worten Machtmissbrauch, Korruption und Rechtsverdrehung von Seiten der Oberschicht auf Kosten der Armen. Vor allem Amos und Hosea, die im achten Jahrhundert im Nordreich Israel auftraten, sowie Micha (achtes Jahrhundert) und Jeremia (sechstes Jahrhundert) im Südreich Juda fordern die Orientierung an den Geboten Gottes und soziale → Gerechtigkeit. Sie lehnen die Verehrung weiterer, von ihnen als kanaanäisch diffamierter, Gottheiten neben Jahwe sowie einen Kult ohne ethische Implikationen ab. Vielmehr muss Israel als Gottesvolk Verantwortung für sein Handeln übernehmen; der Umgang mit den Mitmenschen ist Indikator für das Gottesverhältnis (Am 2,10; 5,21-24; Hos 2,16-18; Hos 2,16-18). Daher kündigen sie das kommende Gericht als Strafe Jahwes an. Als solches wurden die Eroberung des Nordreichs Israel durch die Assyrer (722 v. Chr.) und die Eroberung und Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier (586 v. Chr.) gedeutet, woraufhin die Botschaft der Propheten weiter tradiert, verschriftlicht und auf die neuen Verhältnisse hin aktualisiert wurde (Kratz, 2006, 244; Schart, 2014, 36f.; Jeremias, 2015, 146-159; Fiß/Neebe, 2018, 140f.).

In der Zeit der Resignation, Hoffnungslosigkeit und starker Zweifel an der Treue und Macht Gottes nach der Eroberung Jerusalems, dem Zusammenbruch aller bisher tragenden politischen und religiösen Institutionen und der Deportation der Oberschicht nach Babylon verkünden die Propheten eine radikal neue Botschaft: die bedingungslose Zuwendung Gottes zu Israel und ein von ihm eröffnetes neues Heil (Köhlmoos, 2011, 294f.; Jeremias, 2015, 205f.). Deuterojesaja, ein Prophet bzw. eine Prophetengruppe (Jes 40-55), der gegen Ende des Exils in Babylon auftrat, betont mit Verweis auf Gottes universale Schöpfermacht dezidiert die Einzigkeit Gottes (Jes 40; Jes 44,6.9-20), auf den alles Heilvolle wie Unheilvolle zurückzuführen ist (Jes 45,5-7) und der sich zugleich als liebende Mutter erweist (Jes 49,15; 42,13.). Er verbindet das Exodusmotiv statt mit Gewalt mit umfassendem Heil für Israel und die Völker (Jes 43,14-21; 52,10). Der eine → Gott ist aber nur in spannungsvollen Aussagen denkbar und entzieht sich menschlichem Begreifen (Jes 55,8) (Kratz, 2003, 92-97; Jeremias, 2015, 260-281). In der Angefochtenheit des Exils bauen die Propheten (ähnlich wie später Paulus) radikal auf Neuschöpfung durch Gott. Jeremia und Ezechiel verheißen einen neuen Bund, der das Herz, d.h. das Personzentrum des Menschen, verwandelt und damit eine dauerhafte gelingende Gottesbeziehung eröffnet (Jer 31,31-34; Ez 11,17-20; 34,25-31). Ezechiel verkündet, dass Gott durch seinen Geist Israel, das im Exil vor Gott „tot“ ist, neues Leben verleiht, und so Gotteserkenntnis, die Rückkehr ins Land und universalen Schalom bewirkt (Ez 37; Jeremias, 2015, 218-222).

Eine große Wirkungsgeschichte haben die prophetischen Visionen eines von Gott gewirkten zukünftigen Heils entfaltet, die als Gegenbilder zur Erfahrung militärischer Gewalt und Unterdrückung durch die Großmächte Utopien eines universalen Friedens zwischen den Menschen sowie zwischen Menschen und Tieren entwerfen. Sie werden verbunden mit der Herrschaft eines von Gott beauftragten Idealkönigs (Messias) (Jes 9,1-6; 11,1-10), der später im NT und Christentum auf Jesus gedeutet wurde.

1.3. Prophetieverständnis der hebräischen Bibel

Ein Proprium der Prophetie Israels gegenüber den umliegenden Kulturen ist die Tradierung der Prophetenworte. In der hebräischen Bibel wurden Erzählungen von Propheten (vor allem in den Samuel- und Königsbüchern) sowie Bücher unter dem Namen von Propheten überliefert, die sogenannten Schriftpropheten. Dazu zählen die großen Prophetenbücher Jesaja, Jeremia und Ezechiel, Daniel und das Zwölfprophetenbuch. Diese wurden über Jahrhunderte hinweg von anonymen, schriftgelehrten Tradenten verfasst, die Prophetensprüche überlieferten, erweiterten, kommentierten und auf die eigene Gegenwart hin aktualisierten. Dadurch bekamen die Prophetenworte weit über die Situation hinaus, in die sie ursprünglich hineingesprochen wurden, Gewicht (Kratz, 2011, 43-48; Zenger, 2012, 513f; Jeremias, 2015, 127-131).

Obwohl die Propheten durch ihre Verkündigung die Entwicklung der Tora maßgeblich mitgeprägt haben, wurde ihre Aufgabe seit der Kanonisierung der biblischen Prophetie um 200 v. Chr. in der jüdischen und bis zum 19. Jahrhundert in der christlichen Tradition darin gesehen, Tora und Prophetenbücher aktualisierend auszulegen und zu lehren. Dies spiegelt die Struktur des hebräischen Kanons mit der Anordnung Tora, Propheten und Schriften (Gibert, 2004, 23f.; Fischer, 2004, 28; Kratz, 2006, 344). Am Ende der Zeiten wurde zudem ein letzter Prophet erwartet (Mal 3,22-24).

1.4. Propheten und Prophetinnen im Neuen Testament

Das NT greift die Tradition der Propheten und Prophetinnen der jüdischen Bibel auf und führt sie weiter. Johannes der Täufer erscheint als Gerichtsprediger; er ist „mehr als ein Prophet“ (Mt 11,9; Lk 7,26) und wird als der letzte Prophet vor dem Ende mit den Zügen Elijas ausgestattet. Das Loblied Marias besingt in der Tradition der Propheten und Prophetinnen des AT die Parteinahme Gottes für Arme und Deklassierte und die Entmachtung der Reichen (Lk 1,46-55; → Geburtsgeschichten Jesu / Weihnachten, bibeldidaktisch). Plausibel ist, dass Jesus selbst sich als eschatologischer Prophet verstand. Bei den Synoptikern begegnet er im Licht prophetischer Topoi durch die Motive Jüngerberufung, Wunder, Tempelreinigung als prophetische Zeichenhandlung und Ansage des Gerichts gegen Jerusalem (Kratz, 2006, 345). Nach Johannes ist Jesus „der Prophet“ schlechthin (Joh 6,14; 7,40).

Obwohl im NT der Fokus auf dem Heilshandeln Gottes in Jesus liegt, spielen Prophetinnen und Propheten dennoch eine große Rolle. Bedeutsam ist, dass Prophetie – im Unterschied zum reduzierten zeitgenössischen Prophetieverständnis der hebräischen Bibel als Auslegung der Tora – wieder als spontane, vom Geist Gottes inspirierte Verkündigung des Willens Gottes verstanden wird. Unter den frühen Christen zählte sie zu den geistgewirkten Charismen, sie spielte eine große Rolle im Blick auf die Weitergabe des Evangeliums und besaß eine zentrale gemeindliche Funktion (z.B. 1Kor 11,4f.; 12-14; Röm 12,26-28). Nach dem Prophetenbuch des NT, der Offenbarung, kommt den Propheten, die von den ihnen in Visionen offenbarten letzten Dingen künden, die höchste Autorität zu (Offb 1,10f; 21; Kratz, 2006, 345). Lukas universalisiert die Prophetie, indem er in der Pfingsterzählung mit der Pfingstpredigt des Petrus das Herabkommen des Geistes auf die Jünger und Jüngerinnen als Erfüllung der Verheißung des Propheten Joel darstellt, dass am „Tag des Herrn“, bei Anbruch der Endzeit, Gottes Geist alle Menschen zur Prophetie befähige (Apg 2,1-13.14-21; Joel 3; (→ Pfingsterzählung, bibeldidaktisch).

1.5. Propheten im Islam

Der Koran bezeichnet zahlreiche in der Bibel genannte Propheten und weitere Personen als „Propheten“. Jesus wird hier als ein Prophet unter anderen gesehen (in Sure 4,163f. wird er in eine Reihe von 12 Propheten von Noah bis Mose eingeordnet). Zudem nennt der Koran weitere Propheten, darunter den Propheten schlechthin, Muhammad. Analog zur Darstellung des AT findet sich die direkte Aufforderung Gottes an den Propheten, sein Wort vorzutragen (Redeauftragsformel). Auch nach dem Koran stoßen Propheten auf Widerstand (Sure 6,112). Der Unterschied liegt im Offenbarungsverständnis, da aus Sicht des Islams alle Propheten dieselbe, seit jeher ergangene göttliche Botschaft übermitteln, wogegen die biblische Prophetie auf die jeweilige historische Situation eingeht (Schmid/Yasar, 2013, 12f.).

2. Elementare Erfahrungen

Zentrale Grunderfahrungen der biblischen Prophetinnen und Propheten haben deutliche Entsprechungen zu Erfahrungen heutiger Schülerinnen und Schüler. Wie zur Zeit des AT gibt es in der heutigen Gesellschaft soziale Ungerechtigkeit, Ausbeutung, Machtmissbrauch, Korruption und Rechtsverdrehung. Viele Kinder und Jugendliche nehmen Unrecht und gesellschaftliche Missstände wie Ausgrenzung, Rassismus und strukturelle Gewalt sensibel wahr und wünschen sich, dass jemand entschieden für das Recht der Schwachen und für Gerechtigkeit eintritt, analog zu den biblischen Propheten (Dressler, 2007, 21; Mette, 2009, 17).

Ein Berührungspunkt zur biblischen Prophetie liegt weiter darin, dass auch heute Menschen von schweren Schicksalsschlägen getroffen werden, so dass ihnen oft der Glaube an Gott als einziger Halt bleibt. Für viele Jugendliche hat aber in der heutigen pluralistischen, individualistischen und weitgehend säkularisierten Gesellschaft die traditionelle dogmatische Rede von Gott an Relevanz und Glaubwürdigkeit verloren und sie suchen nach tragfähigen theologischen Konzepten (Mette, 2009, 20f.; Dressler, 2007, 89f; → Adoleszenz; → Gott). Hier ergeben sich Berührungspunkte zu den Exilspropheten, die in ihrer auf die aktuelle Situation bezogenen Verkündigung in Spannung zur traditionellen Gottesrede auf die Glaubenszweifel der Menschen eingingen.

3. Elementare Wahrheiten

3.1. Bedeutung der biblischen Propheten und Prophetinnen

In den letzten Jahren trat ins Bewusstsein, dass die Propheten und Prophetinnen des Alten Testaments nicht nur auf Christus hin, sondern in ihrer eigenständigen Bedeutung zu lesen sind und dass sie eine wichtige gesellschaftspolitische und religiöse Funktion hatten. Propheten sind keine Wahrsager, sondern Wahrheitssager, sie sind Visionäre, die die Gesellschaft kritisch aus der Perspektive Gottes wahrnehmen und das Unrecht sehen, das die meisten nicht wahrhaben wollen. Die biblischen Propheten und Prophetinnen rechnen mit Gott als dem Herrn aller Geschichte und vertrauen ihre Gegenwart und Zukunft sowie die ihres Volkes diesem Gott an. Durch ihre innere Freiheit und Unabhängigkeit von den gesellschaftlichen Institutionen fungieren sie als kritisches Korrektiv zu den Mächtigen der Gesellschaft, indem sie im Namen Gottes für das Recht der Deklassierten eintreten und dringend notwendige Veränderungen fordern. Was sie, auf dem Hintergrund der kritischen Reflexion der Vergangenheit, als Gericht Jahwes ankündigten, ist letztlich nichts anderes als die Konsequenz aus menschlichem Versagen und gesellschaftlich-politischer Schuld. Mit ihrer Unabhängigkeit, ihrer Übereinstimmung von Verkündigung und Leben und ihrer Orientierung an Jahwe haben sie Israel Perspektiven über die Gegenwart hinaus eröffnet (Müller, 2015, 83; Fischer, 2004, 28; Zenger, 2012, 519f.).

Die jahrhundertelange Weitertradierung der prophetischen Botschaften und ihre Aktualisierung in die jeweilige Gegenwart hinein verdeutlicht, dass diese auch in veränderten gesellschaftlichen Situationen Vergewisserung und Orientierung geben konnten. Die biblischen Propheten und Prophetinnen führen vor Augen, dass der Glaube an Gott und das Handeln nach seinem Willen, d.h. das Engagement für Gerechtigkeit, untrennbar zusammen gehören. Wesentlich ist, dass Prophetie nicht nur auf einzelne außergewöhnliche Menschen in biblischer Zeit begrenzt war, sondern dass es im Verlauf der Geschichte immer wieder Menschen gab, die sich mit hohem persönlichem Einsatz für Gerechtigkeit engagierten und ihre Mitmenschen auf die Konsequenzen ihres Fehlverhaltens aufmerksam machten.

Viele Errungenschaften der Moderne, z.B. soziale Sicherungssysteme, Rechtsstaatlichkeit, Menschen- und Freiheitsrechte, decken sich mit prophetischen Anliegen. Durch die Überlieferung der Propheten weisen Judentum, Christentum und Islam herrschaftskritische Züge auf, die sie auch in der Gegenwart zur Geltung bringen können, indem sie die prophetische Botschaft ins Heute übertragen. Aus der produktiven Spannung zwischen der prophetisch zugespitzten Darstellung, die verdrängte oder unterdrückte Aspekte zur Sprache bringt, und der vor Augen liegenden Wirklichkeit ergeben sich Impulse zu einem tieferen Verstehen und Hinterfragen der gesellschaftlichen Realität. Bedeutsame Aktualisierungen biblischer Prophetie im Blick auf gesellschaftliche Gegenwartsfragen sind befreiungstheologische Entwürfe (Schmid/Yasar, 2013, 15-17; Johannsen, 1987, 203-207).

3.2. Propheten und Prophetinnen als Identifikationsfiguren

Biblische Propheten und Prophetinnen können für Jugendliche, die im Prozess ihrer Identitätsentwicklung nach überzeugenden role models suchen, durch ihre persönliche Glaubwürdigkeit, ihren Mut, „gegen den Strom zu schwimmen“ und ihr entschiedenes Eintreten gegen Ungerechtigkeit als Identifikationsangebot dienen. Bedeutsam ist, dass die Propheten und Prophetinnen trotz teils massiver äußerer Widerstände und innerer Anfechtungen nicht aufgeben, sondern sich selbst und ihrer Botschaft treu bleiben, weil sie sich von der Zusage des Mit-seins Gottes getragen wissen. Als Ermutigung für die → Schülerinnen und Schüler kann dienen, dass nach der Darstellung der Pfingsterzählung alle Menschen durch Gottes Geist prophetische Begabung besitzen (Apg 2,14-21, unter Bezugnahme auf Joel 3).

Die prophetischen Hoffnungsbilder von → Gerechtigkeit, Friede und Leben in Fülle können auch heute eine verändernde Kraft entfalten, da sie sensibel machen für das Unrecht in der eigenen Lebenswelt; sie können dazu anstiften und ermutigen, sich nicht mit dem scheinbar unabänderlichen Status quo zufrieden zu geben, sondern Unrecht anzuprangern und gegen Missstände anzugehen, indem sie Ziele und Visionen entwerfen, für die es sich lohnt, sich einzusetzen (Fricke, 2009, 83). Dass Jugendliche aus „prophetischer“ Wahrnehmung der Verhältnisse und Verantwortungsbewusstsein heraus das Bewusstsein vieler Menschen aufrütteln können, zeigt die weltweite Beteiligung zahlreicher Schülerinnen und Schüler an viel beachteten und politisch einflussreichen Initiativen wie „Fridays for Future“.

Zugleich machen Schülerinnen und Schüler immer wieder die Erfahrung zwischen der Spannung, Dinge anzusprechen, gegen Unrecht anzugehen und dabei an die eigenen Grenzen zu kommen. Die Botschaft der Exilspropheten, die in einer scheinbar ausweglosen Situation, in Resignation und Hoffnungslosigkeit, neues Heil verheißen, das von Gott allein geschaffen wird und somit nicht mehr durch Schuld und Versagen der Menschen bedroht ist, kann eine tragfähige Hoffnungsperspektive bieten.

Die Exilspropheten, die angesichts des radikalen Bruchs sehr frei mit den religiösen Traditionen umgingen, führen vor Augen, dass veränderte gesellschaftliche Verhältnisse es legitimieren, die traditionelle Gottesrede durch neue und unkonventionelle, tragfähige Bilder von Gott zu erweitern. Dies ist relevant für Jugendliche, die der traditionellen Gottesrede distanziert oder ablehnend gegenüberstehen und auf der Suche nach Gottesbildern sind, die ihnen in ihrer Lebenssituation Halt und Orientierung geben können. Die Vielfalt der prophetischen Bilder für Gott kann zudem dazu anspornen, die Ambivalenz verschiedener Gottesbilder auszuhalten und die Nähe und bedingungslose Liebe und Zuwendung Gottes einerseits und seine Entzogenheit und Unbegreiflichkeit andererseits zusammenzudenken.

4. Elementare Zugänge

Eine Herausforderung des Themas Prophetie in der Sekundarstufe liegt darin, dass viele Schülerinnen und Schüler aufgrund ihres positivistisch und rationalistisch geprägten Wirklichkeitsverständnisses biblischen Texten eher mit Skepsis und Distanz begegnen. Gerade Prophetie mit Elementen wie übernatürlichem Wissen, Weissagungen und Visionen erfährt eine scharfe Kritik bis hin zu einer Frontstellung zwischen Prophetie und Moderne (Müller, 2009, 53; Mette, 2009, 21f; Fricke, 2007, 37-39). Das Thema Propheten ruft daher zunächst kaum Begeisterung hervor. Kirchlich sozialisierte Schülerinnen und Schüler kennen Propheten des AT aus Lesungen und Liedern im Gottesdienst, insbesondere in der Adventszeit, da hier prophetische Verheißungen aufgegriffen und auf → Jesus Christus bezogen werden, um ihn als deren Erfüllung herauszustellen. Dies bedingt das Missverständnis, dass die Aufgabe der Propheten des AT darin bestanden habe, Christus anzukündigen, das es kritisch zu hinterfragen gilt. Dies bedeutet für den Religionsunterricht, die vorhandenen Klischees und Missverständnisse über Prophetie durch vielfältige Medien, fundierte Sachinformationen und Verstehenshilfen aufzubrechen, um die Relevanz der biblischen Propheten und Prophetinnen für die heutige Zeit nahezubringen.

Jugendlichen, die vor der Herausforderung der angemessenen Deutung der vielschichtigen geprägten Wirklichkeit und der sinnstiftenden Konstruktion der eigenen Biographie stehen, können biblische Propheten und Prophetinnen als Leitbilder zur Orientierung angeboten werden. Ein möglicher Schlüssel zur biblischen Prophetie ist das meist stark ausgeprägte Gerechtigkeitsempfinden von Kindern und Jugendlichen, das der kritischen Gesellschaftsanalyse der biblischen Propheten und Prophetinnen gegenübergestellt werden kann (Fricke, 2007, 45). Die Schülerinnen und Schüler haben die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel und sind in der Lage, die Perspektive anderer Menschen einzunehmen (Mendl, 2014, 39f.).

Ein geeigneter Zugang ist der über „moderne Propheten“, über Menschen, die sich sogar unter Einsatz ihres Lebens aus tiefer innerer Überzeugung gegen Unrechtsstrukturen und für die Verwirklichung einer Gesellschaft nach Gottes Willen eingesetzt haben oder einsetzen. Genannt werden können z.B. Martin Luther King in seinem gewaltlosen Kampf gegen Diskriminierung und Dietrich Bonhoeffer oder Sophie Scholl in ihrem Einsatz gegen das NS-Regime, deren Handeln aus ihrer biblisch-christlich geprägten Überzeugung resultierte.

5. Elementare Lernwege

Um die aktuelle Relevanz der biblischen Prophetinnen und Propheten vor Augen zu stellen, ist bei den Schülerinnen und Schüler in ihrer Lebenswelt und ihren Grundfragen anzusetzen. Mögliche Fragen sind z.B.: Was ist gerecht? Wofür lohnt es sich mit ganzer Kraft einzusetzen? Was sind meine Kraftquellen?

Die Aktualität der prophetischen Gesellschaftskritik wird weiter dadurch deutlich, indem die Schülerinnen und Schüler als Hinführung zum Thema Propheten aus ihrer Sicht aktuelle gesellschaftliche und globale Missstände in Worte fassen (Oberthür, 2006, 133-139). Möglich ist auch, dass die Schülerinnen und Schüler, nachdem die Person und Botschaft eines biblischen Propheten auf dem Hintergrund seines historischen Kontextes erschlossen wurde, in dessen Rolle schlüpfen und eine Rede an ihre Zeitgenossen formulieren (z.B. Was würde Amos heute sagen?), wobei zur Unterstützung Satzanfänge vorgegeben werden können.

Die vorhandenen Prophetenbilder der Schülerinnen und Schüler werden aufgegriffen, wenn diese aus Bildern verschiedener Menschen ein Bild auswählen, das ihrer Vorstellung am ehesten entspricht und ihre Auswahl begründen. Das Klischee eines alten Mannes wird aufgebrochen, wenn neben alten auch junge Männer sowie alte und junge Frauen abgebildet sind, sowie Menschen aus der jüngeren Vergangenheit oder der Gegenwart (z.B. Franz von Assisi, Dietrich Bonhoeffer, Sophie Scholl, Greta Thunberg). Nach der Beschäftigung mit biblischen Propheten und Prophetinnen können die Bilder vom Anfang nochmals aufgegriffen und evtl. neu ausgewählt werden.

Ein möglicher thematischer Zugang ist, dass Schülerinnen und Schüler ihre Vision einer schönen und gerechten Welt entwerfen, entweder als Bild bzw. als Collage oder schriftlich. Diese werden anschließend sowohl mit dem Ist-Zustand der Welt oder aber mit prophetischen Heilsvisionen verglichen (z.B. Jes 11,1-9; Mi 4,1-5.)

Lohnend ist es, einzelne Prophetenworte (evtl. in vereinfachter Übersetzung) herauszugreifen und in die Gegenwart hineinsprechen zu lassen. Zunächst werden Prophetenworte der Anklage oder Ermahnung ausgelegt und die Schülerinnen und Schüler wählen sich je ein Zitat aus, das sie besonders anspricht bzw. ihrer Ansicht nach gut zur aktuellen Gesellschaftssituation passt und begründen ihre Auswahl (z.B. Jes 1,16-17; 5,8; 5,20; 5,23; 10,1-2; 56,1; Jer 9,2.4; 22,30; Am 4,1; Am 5,11-12.14.21). In einem zweiten Durchgang werden dann Worte der Ermutigung, Zusage und Verheißung ausgelegt (z.B. Jes 8,23; 29,18f.; Jes 41,10.13; 46,4; Jer 31,13.25; Jer 33,3.6; Oberthür, 2006, 142-147). Um eine tiefere Auseinandersetzung mit diesen Worten zu initiieren, können die Schülerinnen und Schüler diese graphisch gestalten. Die Dynamik der Prophetensprüche wird dadurch veranschaulicht, dass sie je ein Mahnwort und ein Verheißungswort graphisch zueinander in Beziehung setzen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen aus Prophetenbildern, Prophetenworten und eigenen Assoziationen Collagen anfertigen, in denen auch ein Bezug zur eigenen Gegenwart, z.B. durch Zeitungsausschnitte, hergestellt werden kann.

In der Grundschule sind Erzählungen, die Identifikation ermöglichen, ein geeigneter Zugang zu den biblischen Propheten und Prophetinnen. Vertiefend können die Schülerinnen und Schüler die Erzählung aus der Perspektive der verschiedenen Akteure bzw. sozialen Gruppen wahrnehmen und nachspüren, welche Gedanken und Gefühle sie in ihnen ausgelöst hat, um deren Aktualität für heute zu entdecken. Auch aktualisierende Rollenspiele zur Person und Verkündigung der biblischen Propheten machen deren aktuelle Relevanz erfahrbar.

In der Sekundarstufe bietet sich zudem die Reflexion und Interpretation gesellschaftlicher Verhältnisse mit Hilfe von Kriterien der biblischen Propheten an (Fißl/Neebe, 2018, 143). Zudem kann der Frage nachgegangen werden, inwiefern Jesus als Prophet bezeichnet werden kann und welche Anregungen für eigenes Verhalten sich aus seiner Verkündigung ableiten lassen. Weiter können „moderne Prophetinnen und Propheten“ vorgestellt, mit biblischen Propheten und Prophetinnen verglichen und Impulse für aktuelle Gegenwartsfragen abgeleitet werden.

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  • Religion 5-10. Themenheft „Sind Propheten out?“, (2016) 1.
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  • Schmid, Hansjörg/Yasar, Aysun, Christentum und Islam als prophetische Religionen in säkularen Kontexten, in: Middelbeck-Varwick, Anja/Gharaibeh, Mohammad/Schmid, Hansjörg/Yasar, Aysun (Hg.), Die Boten Gottes. Prophetie in Christentum und Islam, 11-20.
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  • Zimmermann, Mirjam/Zimmermann, Ruben (Hg.), Handbuch Bibeldidaktik, Tübingen 2. Aufl. 2018.

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