Paul Schneider (1897-1939)

Andere Schreibweise: Schneider, Paul

(erstellt: Febr. 2021)

1. Einführung

„Mehr als einmal“, so lesen wir in dem Bericht des ehemaligen Mitgefangenen Leonhard Steinwender, „schleuderte er dem gefürchteten Lagerkommandanten den furchtbaren Vorwurf in das Gesicht: ‚Sie sind ein Massenmörder! Ich klage Sie an vor dem Richterstuhle Gottes! Ich klage Sie an, des Mordes an diesen Häftlingen!‘“ Dann – so entnehmen wir weiter – zählte er „die Namen der Opfer auf, die in den letzten Wochen [im Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar] ihr Leben lassen mussten.“ Erklärend wird vom Berichterstatter hinzugefügt: „Mehr als einige Sätze konnte er nie sprechen. Dann klatschten schon die Prügel der Bunkerwächter auf ihn nieder oder ein Faustschlag schmetterte seinen zermarterten Körper in eine Ecke des Bunkers. Mit seinem starken Willen und seiner unbeugsamen Härte wurde auch brutale Gewalt nicht fertig“ (Vogel, 1953, 188f.). Was sagt dieser Text aus? Deutlich wird, dass der Protest gegen den Tod, den Paul Schneider im Namen Gottes ausspricht und der die Wahrheit des vielfachen Mordens durch das NS-Terrorsystem offenlegt, von den Tätern als Provokation empfunden wird. Ihre eigentliche Ohnmacht offenbart sich dadurch, dass sie nur mit Folter und Fortsetzung des Tötens darauf reagieren können.

Diese Szene zeigt, dass es neben dem Schweigen der Kirche oder gar der bewussten Unterstützung des Systems durch die Deutschen Christen auch deutlichen Protest gegen das NS-Systems gegeben hat. Doch es handelte sich um einzelne Persönlichkeiten, die bereit waren, bis zum Äußersten zu gehen. Die Bekennende Kirche wollte und konnte diese Form des Protestes ihren Mitgliedern nicht vorschreiben.

Wie der Protest im Fall von Paul Schneider historisch zu bewerten ist, ist in der Forschung umstritten (Rickers, 2008, 449f.; Schneider, 2005, 359f.). Paul Schneider nimmt keine Rücksicht auf seine Person oder auf seine Familie. Aus der Lektüre der Quellen wird deutlich, dass er seine Entscheidung zum Widerstand aus einem Glauben an das ewige Leben ableitet (Vogel, 1953, 111). Am 18. Juli 1939 stirbt er aufgrund einer Überdosis des Herzstärkungsmittel Strophantin auf der Krankenstation im Konzentrationslager. Der Lagerarzt hat – so wird vermutet – ganz bewusst den, auf persönlichen Befehl Adolf Hitlers internierten politischen Häftling mit Nummer 2491, umgebracht. Es handelt sich um Auftragsmord im Namen der SS.

Paul Schneider gehört schon zu Lebzeiten zu den bekannten Pfarrern, die sich aktiv für den Widerstand in der Bekennenden Kirche entschieden haben. Dieser Widerstand bleibt nicht auf den Bereich der Kirche begrenzt, sondern hat aufgrund des Gegensatzes zwischen dem totalen Machtanspruch der Nationalsozialisten und der ersten These der Barmer Theologischen Erklärung, dass Jesus Christus, wie er in der Heiligen Schrift bezeugt sei, die alleinige Autorität zukomme (Burgsmüller/Weth, 1984, 34), politische Auswirkungen.

Pfarrer Schneider steht, seit seiner Inhaftierung im Konzentrationslager, auf der Fürbittenliste der Bekennenden Kirche und ist somit innerhalb der Bekennenden Gemeinde landauf und landab bekannt geworden. Ungewöhnlich für das System des NS-Regimes wird der Leichnam von Paul Schneider zur Bestattung freigegeben. Die Beerdigung in Dickenschied, dem Ort seiner letzten Wirkungsstätte, geschieht zwar unter Auflagen und im Beisein der Gestapo, aber der Staat kann nicht verhindern, dass die Bestattung zu einer eindrucksvollen Demonstration der Bekennenden Kirche wird. Den Gemeindemitgliedern ist der Platz in der Kirche vorbehalten und sie füllen diesen bis zur Gänze aus. Ca. 200 Bekenntnispfarrer aus allen Gebieten Deutschlands sind angereist. Die katholische Gemeinde reiht sich mit ihrem Priester in den langen Trauerzug ein. Der Bischof aus Chichester, George Bell, erfährt von dem Tod Paul Schneiders und schreibt dazu in der englischen Zeitschrift TIMES einen Artikel. Am 25. Juli 1939 steht darin u.a. zu lesen: „Der Tod von Pfarrer Schneider im Konzentrationslager von Buchenwald vermehrt die Zahl der deutschen Märtyrer“ (Vogel, 1953, 220).

2. Curriculare Verortung des Themas

Fragen wir nach der Anschlussfähigkeit des mit dem „Prediger von Buchenwald“ eröffneten Themenfeldes für heutige Schülerinnen und Schüler, so bietet sich zum einen im konfessionell-kooperativen Kontext die kritische Beleuchtung des Märtyrer-Begriffes an. Zudem könnte durch Bezugnahme auf die Verehrung Paul Schneiders als antifaschistischer Widerstandskämpfer durch die DDR-Regierung für konfessionslose Schülerinnen und Schüler ein interessanter Anknüpfungspunkt bestehen (→ Kirchen in der DDR; → Konfessionslosigkeit).

Sicherlich kann das Thema Paul Schneider inhaltlich in den Kontext von Kirche und Staat in der NS-Zeit lehrplanmäßig eingeordnet werden (→ Kirchen im Nationalsozialismus). Zu fragen ist jedoch nach dem Spezifikum einer religionspädagogischen Perspektive auf die historischen Ereignisse. Dazu bietet es sich an, das Potential des Themas Paul Schneider als „Der Prediger von Buchenwald“ nicht nur aus der zeitgeschichtlichen, sondern auch aus der ethischen Perspektive in den Blick zu nehmen.

Das ethische Thema, das vielen Schülerinnen und Schülern zurzeit auf den Nägeln brennt, verknüpft sich mit der „Fridays for Future“ Bewegung. Schülerinnen und Schüler möchten wissen, wie es um ihre Zukunft bestellt ist und sie brauchen Lehrkräfte, die sie mit ihren berechtigten Zukunftssorgen – angesichts der Klimakatastrophe – ernstnehmen.

Der Widerstand von Paul Schneider zeigt, dass Protest gegen Unrecht zur evangelischen Tradition dazu gehört. Damals handelt es sich um die Verteidigung der Wahrheit des Evangeliums in der jüdisch-christlichen Tradition, die es zu bewahren gilt. Konkret geht es um die Trennung der Wahrheit von der Lüge und damit um die eindeutige Unterscheidung zwischen Gott und Abgott. Pfarrer Schneider fragt danach, wie er sein Christ-Sein zu einer Gesellschaft in ein Verhältnis setzen kann, die Wahrheit in Lüge verkehrt hat und die nicht merkt, dass der angebliche Führer zu einem Verführer und damit zu einem Abgott geworden ist. Der biblische Leitsatz von Paul Schneider lautete: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apg. 5,29). Kann dieser Satz eine aktualisierte Bedeutung für Schülerinnen und Schüler gewinnen?

Heute geht es um die Frage nach der Wahrheit angesichts der drohenden Zerstörung unserer aller Lebensgrundlage auf dem Planeten Erde. Unsere Situation zwischen der Herausforderung von Globalisierung einerseits und der offensichtlichen Notwendigkeit der Einhaltung der Klimaziele von Paris andererseits, erinnert an ein Dilemma. Unmöglich erscheint es, Wirtschaftswachstum und die Bewahrung der Schöpfung miteinander in Einklang zu bringen. Die Covid 19 Pandemie zeigt die Endlichkeit menschlichen Lebens auf und die Notwendigkeit einer Begrenzung des Gewinnstrebens zugunsten der Lebensqualität für alle Lebewesen des einen Planeten Erde.

3. Quellengrundlage und Wirkungsgeschichte

Ein bereitgestellter Koffer mit den wichtigsten Dokumenten ihres Mannes rettet Margarete Schneider im Sommer 1943 vor den Flammen des brennenden Wohnhauses in Wuppertal-Elberfeld, das durch einen Fliegerangriff in Brand geraten war. Das Haus brennt bis auf die Grundmauern nieder. Die sechs Kinder sind zu diesem Zeitpunkt bei ehemaligen Gemeindemitgliedern auf dem Hunsrück sicher untergebracht. Einige kirchengeschichtliche Quellen zum Leben von Paul Schneider sind durch den Brand unwiderruflich verloren gegangen. Margarete Schneider zieht mit ihren Kindern zu ihrer Mutter nach Tübingen und erlebt dort das Kriegsende.

Pfarrer Bernhard Heinrich Forck bittet Frau Schneider später darum, Daten und Fakten aus dem Leben ihres Mannes zusammenzustellen (Schneider, 2019, 488). Er verwendet die Aufzeichnungen für das – im Auftrag des Bruderrates der Evangelischen Kirche in Deutschland – von ihm herausgegebene Buch „Und folget ihrem Glauben nach. Gedenkbuch für die Blutzeugen der Bekennenden Kirche“, das 1949 in Stuttgart, publiziert wird. Die darin enthaltene kurze Dokumentation des Lebens, Glaubens und Handelns von Paul Schneider bildet den Anfang der schriftlichen Erinnerung an den „Blutzeugen“. Später folgt in Zusammenarbeit mit dem Lettner-Verlag eine ausführlichere Lebensbeschreibung von Margarete Schneider über das Leben und Wirken ihres Mannes. Unter dem Titel „Der Prediger von Buchenwald – Das Martyrium Paul Schneiders“ erscheint das Buch 1953 erstmals unter der Herausgeberschaft von Heinrich Vogel. Auch in der DDR erscheint das Buch in insgesamt 12 Auflagen als Lizenzausgabe (Schneider, 2019, 489). Eine englische Übersetzung liegt in Großbritannien und kurz darauf in den USA vor. Im Jahr 1974 erscheint der „Prediger von Buchenwald“ in Japan und 1996 in Italien (Schneider, 2019, 489). Inzwischen ist das Buch „Paul Schneider. Der Prediger von Buchenwald“ unter der Neuherausgeberschaft von Elsa-Ulrike Ross und Paul Dieterich in der 3. Auflage (2019) verlegt worden. Dieser Band enthält auf 530 Seiten zahlreiche Kommentierungen, Ergänzungen sowie eine Zeittafel. Das Buch kann als ein Standardwerk bezeichnet werden. Dennoch ist zu beachten, dass der Bericht aus der Perspektive der Familie (Margarete Schneider) erzählt worden ist. Diese Tatsache ist quellenkritisch zu berücksichtigen (zum religionspädagogisch relevanten Unterschied zwischen der erlebten, erinnerten und erzählten Lebensgeschichte → Biografieforschung). Rudolf Wentorf, der selbst ein Mitglied der Bekennenden Kirche gewesen ist, veröffentlicht 1967 den ersten Quellenband mit dem Titel: „Trotz der Hölle Toben. Dokumente berichten aus dem Leben Paul Schneiders, der zum Prediger von Buchenwald wurde“.

Die wissenschaftliche Erarbeitung des Lebensweges von Paul Schneider verbindet sich mit folgenden Buchtiteln: Zunächst eine Gedenkschrift der Evangelischen Kirche im Rheinland anlässlich des 50. Todestages „Der Christuszeuge Paul Schneider“, Düsseldorf 1989, dann die umfangreiche Publikation von Albrecht Aichelin „Paul Schneider. Ein radikales Glaubenszeugnis gegen die Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus“, herausgegeben im Jahr 1994. Die Rezeptionsgeschichte hat Markus Geiger aufgearbeitet und 2007 unter dem Titel „Pfarrer Paul Schneider und seine Rezeptionsgeschichte“ veröffentlicht.

4. Die Biographie Paul Schneiders

Die Lebensgeschichte von Paul Schneider eignet sich in besonderer Weise für das Lernen an und mit fremden Biographien (→ Biografie/Lebensgeschichte/Lebenslauf). Sie ist durch folgende Grunddaten charakterisiert: Der am 29. August 1887 geborene Pfarrerssohn legt mit 17 Jahren im Jahr 1915 ein Notabitur ab und wird freiwillig Soldat im Ersten Weltkrieg. Ein Jahr zuvor stirbt seine Mutter. Aus dem Krieg kehrt Paul Schneider mit dem Entschluss zum Theologiestudium zurück. Das aufgrund des Krieges verkürzte Studium verbringt er in Gießen, Marburg und Tübingen. Nach dem Examen arbeitet er am Hochofen im Stahlwerk von Hörde und teilt die Wohnverhältnisse der Arbeiter im dortigen Ledigenheim. Er möchte die Lebenssituation der Arbeiter kennenlernen, und mit der Zeit akzeptieren ihn diese als einen der ihren. Es folgt das Predigerseminar in Soest und das Zweite Examen beim Rheinischen Konsistorium. Wiederum strebt er danach, das Leben der Menschen am Rand der Gesellschaft kennenzulernen. Diesmal arbeitet er in der Berliner Stadtmission.

Die Ordination mit anschließendem Dienst als Hilfsprediger in Essen-Altstadt erfolgt 1925. Im Januar 1926 stirbt sein Vater. Später im Jahr erfolgt die Hochzeit mit der aus dem Pfarrhaus von Weilheim stammende Margarete Dieterich, die er während eines Studienaufenthaltes in Tübingen kennengelernt hat. Er wird als Nachfolger seines Vaters auf die Pfarrstelle von Hochelheim bei Wetzlar gewählt. Als 1933 der Nationalsozialismus auch in der evangelischen Kirche an Einfluss gewinnt, begrüßt er dies anfangs, um sich später umso schärfer abzugrenzen. Er tritt aus dem Verbund der Deutschen Christen aus, denen er in Verkennung der Situation beigetreten war. Deshalb macht er diesen Schritt öffentlich, indem er die Gemeinde im Gottesdienst darüber in Kenntnis setzt. Daraufhin tritt er der Bekennenden Kirche bei. Seine neue Haltung führt zu zahlreichen Konflikten zunächst mit der deutschchristlich besetzten Kirchenleitung und später auch mit dem Staat. Er wird auf Betreiben der NSDAP in den Hunsrück versetzt. Die neue Gemeinde von Dickenschied und Womrath steht mehrheitlich zu ihrem Bekenntnispfarrer. Dieser verweigert konsequent den Hitlergruß, boykottiert gemeinsam mit seiner Frau die Teilnahme an der Reichstagswahl (1936) und steht in offener Gegnerschaft zu den zwei deutschchristlichen Lehrern der eingliedrigen evangelischen Konfessionsschulen. Als er gegen diese Lehrer der Konfessionsschulen in Dickenschied und Womrath mit Unterstützung des Presbyteriums ein Kirchenzuchtverfahren eröffnet, wird er von ihnen angezeigt. Ein Ausweisungsverfahren aus dem Rheinland wird eröffnet. Er widersetzt sich und wird verhaftet. Nachdem er zuvor schon dreimal für kurze Zeiträume aufgrund seiner oppositionellen Haltung in Haft war, wird er nun für längere Zeit im Koblenzer Gestapogefängnis gefangen gehalten. Am 27.11.1937 wird er von dort in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert.

Auch im KZ setzt er seinen Protest gegen das NS-Regime fort. Er verweigert den Fahnengruß zu Hitlers Geburtstag und nimmt dafür Folter und Bunkerhaft in Kauf. Durch das nicht verglaste Gitterfenster seiner Bunkerzelle ruft er den Mitgefangenen auf dem Appellplatz tröstende Bibelworte zu. Dieser Protest im Namen Gottes, den Paul Schneider stets mit Folter bezahlt, wird von seinen Mitgefangenen mit tiefem Respekt beantwortet. Sie nennen ihn anerkennend den „Prediger von Buchenwald“.

5. Religionspädagogische Anknüpfungen

Es liegen ausreichend kirchengeschichtliche Dokumentationen und Quellen vor, die eine religionspädagogische Ausarbeitung ermöglichen (→ Quellenarbeit, kirchengeschichtsdidaktisch). Die Beschäftigung mit Paul Schneider im Kontext von Schule und Kirchengemeinde ist anschlussfähig an die Fragen unserer Zeit und kann das protestantische Potential eines kritischen Umgangs mit der Wirklichkeit aufzeigen.

Die Forderung von Theodor W. Adorno, dass Auschwitz nicht mehr sein möge, bleibt Aufgabe auch und gerade im Religionsunterricht (→ Auschwitz/Auschwitz-Gedenken). Folkert Rickers hat 1997 mit seinem Buch „Widerstehen in schwerer Zeit. Erinnerungen an Paul Schneider“ ein Arbeitsbuch für Schulen und Kirchengemeinden herausgegeben. Ihm oblag auch die religionspädagogische Beratung des im Jahr 2000 von Sabine Steinwender-Schnitzius produzierten Dokumentarfilms (20 min) über Pfarrer Paul Schneider. Dieser Film ist gemeinsam mit einem neu gestalteten Arbeits- und Materialheft unter dem Titel „Ich lege Protest ein! Mit Paul Schneider Glauben und politische Verantwortung erkunden“ im Jahr 2020 neu herausgegeben worden. Dieses Heft versucht, das Anliegen von Paul Schneider mit aktuellen Bezügen zu verknüpfen. Der Film und das Materialheft eignen sich daher für die Arbeit im Religionsunterricht (→ Film, kirchengeschichtsdidaktisch).

Dietrich Bonhoeffer erfuhr – nach seiner Rückkehr aus den USA – von dem gewaltsamen Tod Paul Schneiders. Er befand sich noch auf einem Zwischenaufenthalt bei seiner Zwillingsschwester Sabine Leibholz und ihrer Familie in London, als er gegenüber seinen Nichten den Satz formuliert haben soll: „Den Namen dürft ihr nicht vergessen, Paul Schneider ist unser erster Märtyrer“ (Schneider, 2019, 397).

In einer Zeit, in der eine neue Form von Rechtsradikalismus Deutschland verunsichert, ist die Erinnerung an Persönlichkeiten wie Pfarrer Paul Schneider Aufgabe und Chance zugleich.

Literaturverzeichnis

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