Geld

(erstellt: Febr. 2020)

1. Empirische Befunde

Als Geld wird wissenschaftlich oft all das verstanden, was eine Bewertungs-, Wertaufbewahrungs- und Tauschmittelfunktion ausübt (einleitend Weimer, 1994, 7; ausführlich dazu und zu vielen der folgenden Punkte Heller, 2020, i.V.; kürzer gefasst sowie mit Fokus auf systemtheoretische Überlegungen auch Heller, 2019a). Unterschiedliche Phänomene können so als Geld Verwendung finden. Historisch sind hier u.a. Äxte, Getreide, Gold, Kakaobohnen, Kaurischnecken, Menschen (Sklavinnen und Sklaven), Pelze, Rinder, Silber und Zigaretten zu erwähnen; dieses sogenannte Tauschgeld ist teils bereits für die Jungsteinzeit belegt. Mehrheitlich wird die Entstehung des Geldes dabei derart erklärt, dass damit der Tauschhandel erleichtert werden sollte; andere Theorien favorisieren u.a. eine Entwicklung aus religiösen Opfergaben heraus (grundlegend zum Geld in historischer Perspektive Ernst, 2006). Gegenwärtig sind insbesondere das maßgeblich von sogenannten Zentralbanken emittierte Münz- und Papiergeld sowie das mit diesen Geldformen korrelierende sogenannte Buchgeld – eine auf einer Kontobeziehung basierende Forderung gegen eine Bank – von Relevanz, wobei das Volumen des Buchgeldes um ein Vielfaches größer ist. So betrug im sogenannten Euroraum 2017 allein der Betrag des auf sogenannten Girokonten zugänglichen Buchgeldes 6.384 Milliarden Euro; dem standen 1.092 Milliarden Euro an Münz- und Papiergeld gegenüber (Deutsche Bundesbank, 2017, 56).

Wird der von Niklas Luhmann vorgelegten Systemtheorie gefolgt, dann ist Geld das Medium des Systems Wirtschaft. Mit Hilfe der im Geld vorhandenen Möglichkeit zu Bewertung, Wertaufbewahrung und Tausch wird die spezifische Aufgabe dieses Systems bearbeitet: die „Regulierung von Knappheiten zur Entproblematisierung künftiger Bedürfnisbefriedigung“ (Luhmann, 1988, 65) – und zugleich ihre „Erzeugung“ (Luhmann, 1988, 65). Denn Knappheit ist mit Luhmann stets „sozial konstituiert“ (Hedtke, 2014, 18), da jede und jeder „für seine Zukunft reservieren [möchte], was ein anderer schon gegenwärtig braucht“ (Luhmann, 1988, 64). Geld ist derart zunächst „Schmiermittel der Wirtschaft“ (Wildmann, 2015, 116) und stellt eine wichtige Voraussetzung arbeitsteiliger Gesellschaften dar (u.a. Ernst, 2006, 18). Es übt jedoch, basierend auf dieser Rolle, noch weitere, teils gegenläufige Funktionen aus. Zum Beispiel vermag es hier Gleichheit wie Ungleichheit, Frieden wie Unfrieden sowie Rationalität wie Irrationalität zu fördern. Es kann körperliche oder intellektuelle Defizite kompensieren, glücklich machen, den sogenannten Paarungserfolg verbessern, Beiträge zur Kontingenzbewältigung erbringen und neue Kontingenzerfahrungen generieren (zu einzelnen Punkten u.a. Halbmayr, 2018, 15-17; Schnaas, 2010, 63-74; grundlegend zum Geld in psychologischer Perspektive Jonas/Maier/Frey, 2007; zum Geld in soziologischer Perspektive Hedtke, 2014, 128-140). Nicht zuletzt ist es in der Lage, das Verlangen nach immer mehr Geld – wobei hier der Gelderwerb „jenseits jeder ‚Instrumentalität‘ zum eigenständigen ‚intrinsischen‘ Motiv wird“ (Wiswede, 2007, 161) – zu befriedigen; ein Verlangen, das es als sogenannter „selbstverstärken[der,] suchterregender“ (Wiswede, 2007, 161) Verstärker selbst erst bedingt, insofern es eine Sucht nach sich selbst zu erzeugen vermag. Geld weist damit, begründet in diesen Funktionen, eine immense Macht auf und greift, auch wenn Menschen aufgrund von sogenannten Mentalen-Buchhaltungs-, Endowment- oder Sunk-Cost-Effekten (ausführlich zu solchen Effekten Werth, 2010, 59-107) kaum dem Modell des sogenannten Homo oeconomicus entsprechen (grundlegend Rost, 2008), beständig über das Wirtschaftssystem „hinaus auf andere Systeme“ (Hörisch, 1996, 61). Zu nennen wären hier u.a. das Rechts-, Religions- und Wissenschaftssystem – schon allein indem diese Institutionen benötigen, die finanziert werden müssen. Diese Rolle des Geldes als „dominante[s], universale[s] Medium“ (Hedtke, 2014, 132) prägt auch unmittelbar den Alltag: „Wirtschaft durchdringt das menschliche Leben in einem ungeheuren Maße: Wir stehen morgens auf, verbringen einen großen Teil unserer Tageszeit ‚auf Arbeit‘, kaufen in der ‚übrig gebliebenen Freizeit‘ Dinge, die andere Menschen durch ihre wirtschaftlichen Tätigkeiten erstellt haben, und nutzen die Nacht zur Erholung für unser wirtschaftliches Tun am nächsten Tag“ (Rost, 2008, 50). Dabei ist jedoch einer kulturpessimistischen Sicht zu widersprechen, der zufolge sich dieser Primat des Wirtschaftssystems und seines Mediums Geld erst in der Gegenwart verfestigt habe (u.a. Gutmann, 2015, 230f.). Vielmehr dürfte sich dies auch in der Geschichte verschiedentlich diagnostizieren lassen (so im Alten Orient; Fischer, 2006, 26f.), wobei es immer wieder auch Phasen gab, in denen entsprechende Systemübergriffe bereinigt wurden. Zum Beispiel lassen sich die mittelalterliche Kritik an der Simonie und die frühneuzeitliche Kritik am Ablasshandel in diesem Sinne interpretieren. Allerdings dürfte wiederum auch zutreffen, dass sich gegenwärtig in immer weiteren Lebensweltbereichen immer bessere – im Sinne von: die drei eingangs genannten Funktionen immer besser wahrnehmende (analog Ernst, 2006, 19) – Erscheinungsformen des Geldes durchsetzen (so das aktuelle, u.a. per Internetbanking verwendbare Buchgeld).

In dieser vom Geld bestimmen Wirklichkeit wuchsen und wachsen Kinder und Jugendliche auf. Werden aktuelle, für Deutschland repräsentative Studien der empirischen Kinder- und Jugendforschung eingesehen, zeigt sich, dass in den ersten beiden Lebensjahrzehnten viele Bedürfnisse entstehen, die sich ausschließlich oder zumindest besonders wirksam mit Hilfe des Weggebens – oder Behaltens – von Geld befriedigen lassen (im Vergleich zu Optionen wie Erpressung, Höflichkeit oder Raub, die ja auch erwogen werden könnten, um u.a. einen höheren Grad an der fortfahrend genannten Unabhängigkeit zu erreichen). Denn während beispielsweise 6- bis 14-jährige Kinder insbesondere Freundschaft, Familie, Vertrauen/Zuverlässigkeit, Geborgenheit oder Ehrlichkeit als wichtig erachten sowie im Vergleich Durchsetzungsfähigkeit oder Geld als unwichtig (GEOlino, 2014, 5-7), sind für 12- bis 25-jährige Jugendliche hingegen auch Unabhängigkeit, Lebensgenuss, Sicherheit oder ein hoher Lebensstandard und schließlich auch Geld an sich von hoher Bedeutsamkeit (Gensicke, 2015, 239, 245; Leven/Quenzel/Hurrelmann, 2015, 79f.; zur hohen Bedeutung von Geldgeschenken für Konfirmandinnen und Konfirmanden Schlag, 2009, 99f.). Bedingt wird diese zunehmende implizite/explizite Wertschätzung des Geldes durch entsprechende Sozialisations- und Erziehungsprozesse. Hierbei dürften, um nur einige wenige Beispiele zu nennen, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Kaufentscheidungen in der Familie und die Zahlung von Taschengeld und Geldgeschenken an sie eine wichtige Rolle spielen – sowie weiterhin auch die Bedeutung des Geldes in den populären Medien. Denn in diesen ist es nicht nur ein wichtiges, oft aufgegriffenes Thema, sondern es gerät auch immer wieder nebenbei in den Blick (schon allein indem beispielsweise in einem Kinofilm etwas gekauft wird) und wird gerade derart als selbstverständlich kommuniziert. Dennoch ist festzuhalten, dass die derzeit in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen zumeist durchaus von Geburt an von der Macht des Geldes „ergriffen [und] grundlegend bestimmt“ (Rickers, 2002, 111) sind. Denn sie wachsen in einer funktional ausdifferenzierten Gesellschaft auf, in der die Entwicklung, Produktion und Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen, die mit ihren Bedürfnissen bzw. entsprechenden Erfordernissen kongruieren, nur geschehen kann, weil das Geld die hierzu nötige Arbeitsteilung ermöglicht.

2. Fachwissenschaftlich-systematische Orientierungen

Als Geld genutzte Phänomene sind in der Bibel an zahlreichen Stellen im Blick (grundlegend zum Geld in exegetischer Perspektive Balz, 1999). Dabei spielen neben → Gold, Tieren sowie Sklavinnen und Sklaven (→ Knechtschaft; → Sklaverei (NT)) im Alten Testament insbesondere → Silber, im Neuen Testament insbesondere Münzen (→ Denar; → Drachme; → Münze (AT); → Numismatik) eine wichtige Rolle. Dieses Geld wird als Bestandteil der initialen und stetig fortgeführten Schöpfung (→ Schöpfung (AT)) erkennbar (u.a. Prov 16,11, wo die beim silbernen Tauschgeld benötigten Gewichte und Waagen als Werk Gottes in den Blick geraten). Auf dieser Grundlage kann es einerseits als Adiaphoron, als etwas Nachgeordnetes bzw. als eine Nebensächlichkeit (einführend zum theologisch und philosophisch bedeutsamen Terminus der Adiaphora Herms, 1998), unproblematisch Verwendung finden, um Bedürfnisse zu befriedigen bzw. um auf Erfordernisse zu reagieren (u.a. Gen 23,15f.; Mt 10,29 par.). Dem entspricht, dass es im Rahmen des Zehnt (u.a. Dtn 14,22-29), der Tempelsteuer (u.a. Ex 30,11-16; Neh 10,33f.) oder des Zinsverzichts (u.a. Ps 15,5) dann auch zur positiven Gestaltung der Gottesbeziehung genutzt und in seiner Macht bejaht (u.a. Koh 10,19) sowie Reichtum gar explizit als Segen Gottes angesehen werden kann (u.a. Gen 24,35). Weiterhin kann die biblische Gottes-, Christus- und Gemeindemetaphorik derart immer wieder ohne Scheu auf Geld und nahestehende Kontexte und Termini zurückgreifen, so wenn Gott mit Gold verglichen (u.a. Hi 22,25) sowie wenn vom Reichtum Gottes, Jesu Christi und der Gemeinde gesprochen wird (u.a. Röm 10,12). Aber auch wenn Gott und Jesus Christus – unter Nutzung eines Begriffs, mit dem ursprünglich wohlhabende Personen gemeint sind, die versklavte Familienmitglieder freikaufen sollen (u.a. Lev 25,47-55) – als Löser bzw. Erlöser (u.a. Dtn 7,8; Röm 3,24) qualifiziert werden, ist dies der Fall (Fischer, 2006; Röhser, 2006).

Andererseits wird jedoch immer wieder klargestellt, dass Erwerb, Erhalt oder Vermehrung des Geldes nichts ist, was den Glauben (u.a. Dtn 8,12-18; Lk 12,16-21) oder – insbesondere neutestamentlich davon nicht zu trennen – das Handeln (u.a. Am 8,4-10; Mt 19,16-26 par.) prägen darf. Vielmehr gilt, dass das Adiaphoron aktiv verwendet werden soll. Das Ziel im Alten Testament besteht diesbezüglich maßgeblich darin, notleidenden Israelitinnen und Israeliten zu helfen (u.a. Lev 25; Dtn 15), die Intention des Neuen Testaments hebt primär darauf ab, alle bedürftigen Menschen zu unterstützen (u.a. Mt 6,1-4; Lk 12,33; 16,19-31; Gal 2,10; auch nochmals Mt 19,16-26 par.). Begründet wird dies alttestamentlich in einer Verpflichtung den Mitgliedern der israelitischen familia dei gegenüber (nochmals u.a. Lev 25; Dtn 15), neutestamentlich als Deutung des im Alten Testament artikulierten Gotteswillens (u.a. Mt 5,17; Lk 16,29.31). Letzteres wird dann mit weisheitlichen (Mt 6,26-29 par.) sowie insbesondere eschatologischen Motiven nochmals untermauert (u.a. Mt 6,19f.; 19,16-30 par.; 25,31-46; Lk 16,1-9; Jak 5,1-6). Zumindest grundsätzlich kann Besitz im Alten Testament dabei durchaus noch positiv gewertet werden (s.o.); das Neue Testament hier dann freilich weiter und lehnt Hab und Gut nun bereits an sich ab (u.a. Mt 6,19-34 par.; Lk 6,20.24; Jak 2,5-7; auch abermals Mt 19,16-26 par.) – an allen Stellen, an denen Menschen noch Besitz haben, wurde dem Willen Gottes nicht entsprochen, ist das „Herz“ (Mt 6,21) nicht an Gott orientiert (ähnlich bereits Dtn 17,17). Auch das allerletzte Kleingeld ist derart noch zu spenden (u.a. Mk 12,41-44 par.). Geld bzw. Besitz erscheint damit wie kein anderes Phänomen als eigenständige, widergöttliche Macht bzw. als „schärfster Konkurrent Gottes“ (Merz, 2001, im Titel), was dann in Mt 6,24 par. auch expliziert und durch eine Qualifizierung der Habgier als „Götzendienst“ (Eph 5,5; Kol 3,5) gestützt wird. In summa ist Geld damit „Adiaphoron und Konkurrent Gottes zugleich“ (Heller, 2020, i.V.; ähnlich Merz, 2001, 82).

Mit Blick auf die oben genannte Macht des Geldes stellt dies Christinnen und Christen vor weitreichende Herausforderungen. Die Kirchen- und Theologiegeschichte hat dabei verschiedene Interpretationen hervorgebracht, welche die radikale Position der Bibel zum Geld – sowie radikale biblische Imperative an sich – entschärfen. So ist dann beispielsweise die Bergpredigt (Mt 5-7; → Bergpredigt, bibeldidaktisch, Primarstufe; → Bergpredigt, bibeldidaktisch, Sekundarstufe) mit ihren Forderungen u.a. nach freigiebiger Almosengabe (Mt 6,1-4) und Besitzlosigkeit (nochmals Mt 6,19-34) und ihrem Gott-Geld-Antagonismus (nochmals Mt 6,24) eben kein „Programm der Weltgestaltung“ (Honecker, 1990, 270), so wie es in der sogenannten radikalen Reformation, bei Leonhard Ragaz oder Leo Tolstoi vertreten wird. Sondern vielmehr ist die Bergpredigt einzig als Verheißung gedacht (so Martin Dibelius), nur von Jesus Christus umzusetzen (so Eduard Thurneysen) oder war einzig in einem Interim vor einem (nicht eingetretenen) Weltende zu befolgen (so Johannes Weiß). Oder aber sie ist einzig von spezifischen Personen wie Eremiten, Ordensleuten etc. zu beachten (so Thomas von Aquin), betrifft im Rahmen einer Trennung vom Amt und Person nur die Person (so Martin Luther) oder ist nur der Gesinnung nach zu verwirklichen (so Wilhelm Herrmann). Dem biblischen Text dürften diese Relativierungen jedoch kaum entsprechen (ausführlich zu diesen u.a. Honecker, 1990, 270-278; Schoberth, 1998, 121-128; Theißen/Merz, 2001, 351-353), so dass die wortwörtliche als sogenannte perfektionistische Deutung als Herausforderung bestehen bleibt. Im Raum der römisch-katholischen Theologie wird diese Deutung allerdings im Rahmen des tridentinischen in libris scriptis et sine scripto traditionibus zu interpretieren sein, wonach den Forderungen der Bibel die Einsichten der kirchlichen Tradition zur Seite zu stellen sind, im Raum der evangelischen Theologie im Rahmen der Rechtfertigungslehre. Bei dieser ist zum Beispiel Mt 5-7 nun nicht nur wortwörtlich zu verstehen, sondern weiterhin auch als „Sündenspiegel“ (Honecker, 1990, 274; sogenannter usus elenchticus legis) sowie als Orientierung für den gerechtfertigten Menschen, der gute Werke sponte et hilariter erbringt (sogenannter tertius usus legis). Beide Brechungen werden freilich daran zu messen sein, ob und inwiefern sie dem biblischen Text und ggf. der Tradition zu entsprechen suchen, ohne sich dabei von Motiven wirtschaftlicher oder politischer Provenienz beeinflussen zu lassen.

3. Historische Entwicklungen zum Thema/Begriff in der religionspädagogischen Diskussion

Von Ausnahmen abgesehen (so Martin Luthers Gegenüberstellung von Gott und Geld in der Erläuterung zum Ersten Gebot im Großen Katechismus; ausführlich dazu u.a. Ebeling, 1969; Marquardt, 1983) ist Geld an sich lange Zeit kaum ein Thema im theologischen Diskurs gewesen. Dies ändert sich erst Ende des 20. Jahrhunderts, als Falk Wagner – anschlussfähig insbesondere an die psychologisch, soziologisch und theologisch begründeten Gott-Geld- bzw. Religion-Kapitalismus-Antagonismen von Georg Simmel (Simmel, 1900), Walter Benjamin (Benjamin, 1986; verfasst vermutlich 1921) und Friedrich Delekat (u.a. Delekat, 1957) – seine Monografie „Geld oder Gott?“ vorlegt. Unter Nutzung einer Gottesdefinition Rudolf Bultmanns (Gott als „[a]lles bestimmende Wirklichkeit“; Bultmann, 1925, 129) attestiert er diese Allbestimmung bzw. Omnipräsenz und -potenz dem Geld (Wagner, 1984, u.a. 134f.). Wagner initiiert und beeinflusst damit weitere systematisch-theologische und theologisch-kulturhermeneutische Auseinandersetzungen mit dem Geld (u.a. Höhn, 1998; Klie, 2005; Ruster, 2000a; Halbmayr, 2018; auch Dierken, 2017; Halbmayr, 2009), welche von Auseinandersetzungen mit dem Kapitalismus (u.a. Duchrow, 2013; Segbers, 1999) als einer spezifischen geldbasierten Wirtschaftsform nochmals zu unterscheiden sind. Auch die um die Jahrtausendwende entstehende, überschaubare, überwiegend auf den Religionsunterricht fokussierte religionspädagogische Auseinandersetzung mit dem Geld wird durch Wagner geprägt, insofern auch hier, oft ebenfalls unter Nutzung der oben genannten Gottesbestimmung, ein Konkurrenzverhältnis des Geldes zu Gott gesehen wird (insbesondere Biehl, 2001; Cleiß, 1999; Rickers, 2001; Rickers, 2002; Ruster, 2000b; Sitzberger, 2003; teils auch Heller, 2020, i.V.). Insofern kann auch von einer „Anti-Geld-Didaktik der neueren Religionsdidaktik“ (Heller, 2020, i.V.) gesprochen werden, die vornehmlich auf dem durchaus zu bestätigenden (s.o.) Ergriffensein von Kindern und Jugendlichen von der Macht des Geldes sowie der biblischen Konkurrenzstellung des Geldes zu Gott beruht und u.a. darauf abzielt, Heranwachsende vor „geldbestimmter Wirklichkeit zu schützen“ (Biehl, 2001, 169). Nur vereinzelt existieren dabei noch weitere religionspädagogische Arbeiten, die beispielsweise die Konfirmandenarbeit in den Blick nehmen (Schlag, 2009).

4. Didaktische Perspektiven für Schule und Kirche

Als Phänomen, dem mit Omnipräsenz und -potenz immer wieder biblische Gottesattribute (u.a. Ps 139,9f.; Jes 45,5-7) zugesprochen werden und das in der Bibel in Konkurrenz zu Gott selbst gestellt wird, sollte dem Geld auch eine angemessene Beachtung in religiösen Bildungsprozessen zukommen. Bislang dürfte dies nicht eingelöst sein. So korreliert mit der verhaltenen geldbezogenen religionspädagogischen Diskussion (s.o.) auch nur eine überschaubare Zahl an entsprechenden Materialien für den Religionsunterricht (oft mit Fokus auf den Berufsschulreligionsunterricht; u.a. EIBOR, 2018; Gesellschaft, 2009; auch Penzold, 2013) oder die Konfirmandenarbeit (u.a. Keßler/Nolte, 2006, 84-109). Auch in Religionslehrplänen sowie -schulbüchern (kritisch dazu bereits Rickers, 2002, 111) wird zumeist nicht auf das Thema eingegangen.

Dabei kann Geld zum Beispiel im Religionsunterricht, abhängig von der jeweils verfolgten Konzeption (→ Fachdidaktische Konzeptionen), vielfältig in den Blick genommen werden. So wird in einem thematisch-problemorientierten Unterricht (→ Problemorientierter Religionsunterricht) zu beachten sein, dass Geld, sein Fehlen oder Vorhandensein, an vielen Stellen die Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern tangiert und prägt (besonders deutlich mit Blick auf Kinder- und Jugendarmut; einleitend Hammer/Lutz, 2015) sowie Heranwachsende sich bereits vom Säuglingsalter an in Abhängigkeit von seiner Macht befinden (s.o.); vor diesem Hintergrund könnte dann danach gefragt werden, ob und inwiefern die Bibel inklusive ihrer Position zum Geld hier zu einem neuen Verstehen und Handeln beiträgt. Auf Basis interreligiöser Konzeptionen (→ Interreligiöses Lernen) dürfte von besonderem Interesse sein, dass sich eine kritische Sicht des Geldes in vielen Religionen findet (einleitend Klöcker/Tworuschka, 1986), was dann herangezogen werden kann, um ein besseres Verständnis der jeweiligen Religionen zu erzielen, aber auch, um „zur Lösung von heutigen Problemen“ (Rickers, 2001, 196) beizutragen. Wird medienweltorientierten Konzeptionen (→ Medien) gefolgt, verdient die Tatsache Aufmerksamkeit, dass nahezu alle populären Medien – u.a. geldkritische Utopien wie Star Trek außen vor lassend – die Macht des Geldes festigen und ausbauen (s.o.), was dann im Rahmen der hier zu leistenden Kulturhermeneutik zu reflektieren wäre, um so wiederum die im Medienkonsum erfolgenden religiösen Sozialisierungen zu flankieren. Im performativen Unterricht mit seiner Verschränkung einer religiösen Innen- und einer Außenperspektive auf Religion (→ Performativer Religionsunterricht, evangelisch; → Performativer Religionsunterricht, katholisch) dürfte hingegen zu beachten sein, dass sich auch probeweise eine Innenperspektive im Christentum kaum angemessen einnehmen lassen dürfte, wenn hier nicht auch die biblische Position zum Geld mit beachtet wird. Geschehen kann dies zum Beispiel, wenn – als Grundlage einer im Nachgang zu vollziehenden Reflexion – in diakonischen oder caritativen Einrichtungen, welche als Resultat dieser biblischen Beurteilung verstanden werden können, mitgearbeitet wird (→ Diakonisches Lernen, evangelisch; → Compassion). Auch kann als Beitrag zu Schulleben und -kultur (→ Schulkultur/Schulleben) ein Krippenspiel, in dem beispielsweise Lk 1,52f. zur Sprache kommt, eingeübt und zur Aufführung gebracht werden. Und in jugendtheologischen Konzeptionen (→ Jugendtheologie) schließlich wird das von Jugendlichen mitunter als geradezu heilig angesehene Geld als gewichtiger Gegenstand der sogenannten Theologie von Jugendlichen zu würdigen sein – eine Theologie, welche dann mit der sogenannten Theologe für Jugendliche zu verbinden wäre, wobei diese nun die Position der Bibel zum Geld jugendgemäß zu artikulieren hätte.

Ihren gemeinsamen Nenner finden all diese Thematisierungen damit darin, dass sie nicht bei einer unverbindlichen Religionskunde stehenbleiben. Genau dies entspricht auch der Aufgabenstellung eines konfessionellen, christlichen Religionsunterrichts. Denn zum Beispiel nochmals ausgehend von der Bergpredigt mit ihrer geldbezogenen Radikalität wird ein solcher stets danach zu befragen sein, ob es ihm auch gelingt, diesen Text als „‚Stoff‘, aus dem Wirklichkeit […] werden kann und soll“ (Ritter, 1998, 196), zum Tragen kommen zu lassen. Analog sind auch Schulen in christlicher Trägerschaft als solche gefordert, insbesondere dabei zum Beispiel nochmals die vielen Johannes den Täufer im Namen tragenden Schulen (s. entsprechende Schulen zum Beispiel in Bremen, Hoyerswerda, Lahnstein, Merseburg/Saale und Siersdorf), hat doch auch dieser, unterstrichen durch seinen Lebenswandel, u.a. verlangt, Bedürftigen zu helfen (Lk 3,11) sowie Habgier zu vermeiden (Lk 3,12f.; weiterführend Heller, 2019b, u.a. 309). Für solche Bestrebungen dürfte es dann hilfreich sein, wenn auch die Kirchen eine klar erkennbare, regelmäßig vorgetragene, die biblische Beurteilung des Geldes aufgreifende Stellung zum Geld aufweisen (mit ersten Schritten auf diesem Weg u.a. Rat, 2008) und diesem in der kirchlichen religiösen Bildungsarbeit Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Die oben genannten Thematisierungen dürften dabei auch hier von Interesse sein; zugleich kann u.a. in der Konfirmandenarbeit auch darüber hinausgegangen werden, insofern nun zum Beispiel weiterhin Personen wie Petrus (→ Simon Petrus, bibeldidaktisch), Franz von Assisi (→ Armutsbewegungen im Mittelalter) und → Mutter Teresa, die die biblische Position zum Geld in je eigener Profilierung in ihrer Biografie zum Ausdruck bringen, als Modellen oder „[k]ritisch gebrochene[n] Vorbilder[n]“ (Rickers, 2008, im Titel) besonderer Raum gewährt werden kann. Schließlich bieten nicht zuletzt die mit der Konfirmation einhergehenden, oft beträchtlichen Geldgeschenke besondere didaktische Chancen. Denn das Thema Geld ist so im Kontext der Konfirmation nolens volens mit im Blick; dies kann dann in einer Konfirmandenarbeit, die sich der Aufgabe stellt, Lebenswelt wahrzunehmen, zu thematisieren und zu deuten, gut aufgegriffen werden (Schlag, 2009, 105-108).

5. Forschungsdesiderate und offene Fragen

Mit dem Geld sind für die Religionspädagogik zahlreiche Forschungsdesiderate und offene Fragen verbunden. So ist das entsprechende empirische Feld immer noch wenig abgeschritten: Religionspädagogische Studien, welche sich der Geldthematik widmen oder diese zumindest berühren, existieren kaum (als Ausnahme nochmals Schlag 2009, 99f.; auch Schweitzer/Bräuer/Boschki, 2017), so dass die Religionspädagogik darauf angewiesen ist, allgemeiner angelegte – und daher in ihrem spezifischen Ertrag begrenzte – Studien der empirischen Kinder- und Jugendforschung heranzuziehen (s.o.). Entsprechend ist auch wenig darüber bekannt, welche Wirkung ggf. bereits vorhandene geldbezogene religiöse Bildungsprozesse haben und ob und inwiefern u.a. Unterschiede zwischen konfessionell und nicht konfessionell gebundenen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hinsichtlich ihrer Sicht auf das Geld existieren. Sind zum Beispiel konfessionell gebundene Jugendliche freigiebiger und engagieren sich eher für nicht-monetäre Ziele? Oder ist dies gerade nicht der Fall? Auch die zwar verschiedentlich angemahnte (u.a. Rickers, 2002, 111), aber dennoch fortgeführte weitgehende religionspädagogische Missachtung des Themas Geld ist mit einem Fragezeichen zu versehen. Ist diese darin begründet, dass die Geldthematik als unwichtig, als banal angesehen wird? Oder liegt es daran, dass mit Versen wie Mt 6,24 par. schon alles gesagt scheint? Hier besteht noch Klärungsbedarf, der freilich schwierig herbeizuführen ist, insofern über die Nicht-Bearbeitung von Themen nur selten Auskunft gegeben wird. Abschließend sei noch auf geldkritische sogenannte alternative Lebensstile hingewiesen, wie sie sich u.a. in der im Film „Into the Wild“ (2007) erzählten Biografie von Christopher McCandless (1968-1992) sowie bei der Umweltschutzaktivistin Greta Thunberg (geb. 2003) erkennen lassen, sowie auf geldkritische Bewegungen wie die Bewegung(en) für ein bedingungsloses Grundeinkommen (einleitend Ruh, 2016). Die Anknüpfungspunkte, die solche Lebensstile und Bewegungen zur biblischen Beurteilung des Geldes aufweisen und die bis dahin reichen, dass Forderungen nach dem bedingungslosen Grundeinkommen selbst von eher religions- und kirchenkritischen Autorinnen und Autoren ausgehend von Mt 6,26-29 entfaltet werden (Kipping, 2009, 32), sind bislang noch kaum erarbeitet worden. Da es sich bei diesen Lebensstilen und Bewegungen zugleich um mitunter sehr populäre Phänomene handelt, liegt hier ein großes Potential, das in religiösen Bildungsprozessen, die sich sowohl der Bibel wie der Lebenswelt verpflichtet wissen, nicht ignoriert werden sollte.

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