Erzählen, bibeldidaktisch

Abb. 1 Westhof, Jochem/Birkenstock, Anna Karina, Die 3-Minuten-Kinderbibel. Geschichten von Menschen der Bibel, Neukirchen-Vluyn 2006, 8f.

Abb. 1 Westhof, Jochem/Birkenstock, Anna Karina, Die 3-Minuten-Kinderbibel. Geschichten von Menschen der Bibel, Neukirchen-Vluyn 2006, 8f.

Gemeinsam mit allen, geborgen und gebannt sinnstiftende Geschichten hören, die dem eigenen Leben und dem der Gruppe Grund, Halt und Orientierung geben – ein Sehnsuchtsbild ist es, vielleicht gar ein Klischee („am Feuer“ ist unbelegt); und doch speist es sich aus einer idealen Vorstellung jüdischer und christlicher Erzählgemeinschaft und beflügelt das Bemühen um gutes Erzählen, Bibelerzählen, in Familie, Gemeinde und Schule. Erzählungen sind der Stoff, aus dem die Bibel gemacht ist, aus ihnen lebt der Glaube.

Erzählen, was längst erzählt ist, und zwar so, wie es einst erzählt wurde – der Topos der Erzählgemeinschaft „am Feuer“ (siehe Abbildung) ist nicht so selbstverständlich von einst auf heute übertragbar, wie es scheint. Zwischen damals und heute steht unhintergehbar der Prozess der Verschriftlichung und Kanonisierung, die Entstehung der Bibel. Dieser Artikel geht dem Phänomen „erzählen“ und seinen Implikationen für den Umgang mit der Bibel nach, insbesondere in seinen Facetten „Kommunikation des Glaubens“ und „kompetenzorientierte Bildung“ (→ Kompetenzorientierter Religionsunterricht): Bibeldidaktik, Bibel lernen, Lernen von der Bibel (→ Bibeldidaktik, diskursiv).

1. Erzählen: Einordnung und Merkmale

„Narrare necesse est“: Für den Philosophen Odo Marquard ist ein Mensch immer „der, der …“ – und dann folgt eine Erzählung (Marquard, 2000). Angesichts einer rational organisierten Gegenwart, die mit Absicht die subjektiven Erzählungen der Menschen neutralisiere, entstehen kompensatorisch erst recht wieder Erzählungen. „Wir Menschen sind unsere Geschichten, und Geschichten muss man erzählen. … Je mehr, je erfolgreicher die moderne Welt zur besprochenen Welt wird, desto mehr muss die erzählte Welt in ihr eigens festgehalten werden“ (Marquard, 2000).

Was aktuell multidisziplinär über das Erzählen ausgesagt wird, stellt die bibeldidaktische Beschäftigung mit dem Phänomen in einen größeren Kontext; einige Grundlagen können allgemein geklärt werden, bevor das Besondere in den Blick kommt.

1.1. Erzählen und Wahrheit

Das Erzählen (Epik) gehört nach Aristoteles neben Drama und Lyrik in den Bereich der Poetik. Es stellt eine verdichtete Form der Auseinandersetzung mit den Dingen des Lebens dar; seine Wahrheit liegt auf der Deutungsebene. So wie in der modernen Kunst Farb- und Formgebung zwar nicht naturgetreu sind, aber dennoch den Anspruch erheben, dem Wesen dessen, was sie abbilden, umso mehr gerecht zu werden, so können erzählte Welten Abbild, Spiegel, Brennglas der Wirklichkeit sein. In diesem Sinn bedeutet der von Aristoteles eingeführte Begriff der Mimesis weniger Nachahmung als vielmehr der Wahrheit gemäße Erfindung.

1.2. Erzählen: Merkmale

Erzählungen sind charakteristischerweise „Handlungs-Widerfahrnis-Gemische“: „Erst wenn einem naturgesetzlich geregelten Ablauf oder einer geplanten Handlung ein unvorhergesehenes Widerfahrnis wiederfährt, müssen sie erzählt werden und können sie auch nur erzählt werden“ (Marquard, 2000). Erzählen ist konkret und exemplarisch. Es verwendet Bilder und erzeugt welche; es ist ganzheitlich in dem Sinn, dass es den ganzen Menschen anspricht: Verstand und Fantasie, Kopf und Herz.

1.3. Erzählen und Kommunikation

Als Kommunikationsform vereint das Erzählen in sich (zu unterschiedlichen Anteilen) die Funktionen des docere, movere und delectare (Cicero, Horaz); es informiert, bewegt und unterhält. Es tut dies auf spezifische Weise, nämlich ohne zu erklären, zu definieren oder zu analysieren. Es zeigt, deutet an, gibt Raum. Mündliches Erzählen ist ein Beziehungsgeschehen und ein Gemeinschaftserlebnis. Von der Integrität des Erzählers wie von der Qualität des Erzählten und der Wachheit der Hörenden hängt es ab, ob eine Erzählung aufklärende oder manipulative Wirkung entfaltet.

1.4. Erzählen: heuristisch

Um eine Erzählung zu erfassen, eignen sich fünf Kategorien: Personen, Ort und Zeit, Ereignis und Kern (POZEK-Schlüssel, vgl. Landgraf, 2010b, 27). Dabei ist die Frage nach dem Kern in der Regel nicht rein objektiv zu beantworten, sondern liegt auch im Auge des Betrachters, seiner Erfahrungen, seines Kontextes, seiner Lebenswelt und -zeit.

2. Erzählen in der Bibel

Die Wurzeln der Bibel reichen zurück in eine archaische, vorschriftliche Welt, in der, was Identität begründete und formte, mündlich tradiert und aktualisiert wurde – erzählt, und in eine Zeit, als das Erzählen der erste Modus der Weltdeutung war (Halbfas, 2012a, 15-24). Daher haben Bibel und Erzählen in vielfältiger Weise miteinander zu tun und sind aufeinander bezogen.

2.1. In der Bibel wird vom Erzählen erzählt

„Die Himmel erzählen die Ehre Gottes … Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht“ (Ps 19,2.5b). Hymnisch beginnt dieser Psalm; die Fügung „die Ehre Gottes erzählen“ ist zu verstehen als „loben und preisen“; weiter dann: auf-zählen, was Gottes Ehre ausmacht: seine Taten (exemplarisch wird von der Schöpfung erzählt), das Gesetz (V. 8), wahre Gerechtigkeit (V. 10), die Hinwendung Gottes zu seinem „Knecht“ (V. 12).

Das Beispiel zeigt die Vielschichtigkeit und auch die Freiheit dessen, was das hebräische Verb „safar“ umfasst: Es ist Äußerung (hier: paradoxerweise ohne Worte, V. 4). Bilder, Wirkungen, Beziehungen treten hinzu, locker gestaffelt, angetippt, nicht ausgeführt, intuitiv, assoziativ. Wer das hört, spürt: Es geht gar nicht anders. Diese „Ehre Gottes“, dieser Gott lässt sich nicht eingrenzen, definieren.

„Himmelreich ist wie, wenn …“ – Wenn Jesus erklären soll, wie es sich mit dem Himmelreich verhält, beginnt er zu erzählen: vom Samenkorn, vom Sämann, von der Frau mit den zehn Denaren. Die unsichtbare Welt jenseits der Welt, die unsichtbare Macht jenseits der Mächte – Jesus ruft Bilder aus der Lebenswelt, aus dem Alltag auf, um sich heranzuerzählen an das, was nicht in dürre Worte gefasst werden kann.

Die beiden Bibelstellen legen eine Spur, um Funktionen des Erzählens, wie es in der Bibel vorkommt, zu charakterisieren: Es bietet Raum für Bilder, für Annäherungen und Umschreibungen, für Unverfügbares und Transzendenz. Es ist mündlich, intuitiv, nahe beim Menschen, tiefsinnig, doppelbödig. Erzählen nagelt nicht fest, weder den Erzähler noch den Gegenstand der Erzählung noch die, die sie hören. Gut erzählt, schaffen Erzählungen Identifikation, Spannung, ein Moment des Staunens und Fragens (gemäß dem englischen „wondering“).

„Wir können ja nicht schweigen“, sagen Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat, der ihnen verbieten will, von Jesu Auferstehung und den großen Taten Gottes zu erzählen (Apg 4,20). Ihr Herz ist so voller Freude und Staunen, dass sie, was ihnen begegnet ist, teilen, weitersagen, erzählen müssen.

Der Akt des Erzählens ist etwas sehr Persönliches, Subjektives, etwas, das innen ist und nach außen drängt: zur Mitteilung, hier: zum Zeugnis.

2.2. In der Bibel werden Geschichten erzählt

In der Bibel werden Geschichten erzählt, Geschichten, die das Leben feiern, Mut machen, Geborgenheit schenken, entlasten, trösten, Hoffnung schenken; Geschichten, die zum Nachdenken bringen, zum Handeln drängen, zur Veränderung auffordern, zum Widerstand gegen das, was ist; Geschichten, die erzählen, was über das Begreifen hinausgeht, die dazu einladen, zu glauben, zu lieben, zu hoffen.

Diese Geschichten sind konkret und plastisch, offen, direkt. Nichts wird beschönigt. Mit Kommentaren und Wertungen hält sich „der biblische Erzähler“ zurück (Anm.: „der biblische Erzähler“ ist ein Konstrukt und bezieht sich auf einen durchgängigen Erzählton; die Verfasserfrage ist davon unberührt). Neben ihrer Spannung und ihrer Lebendigkeit macht gerade das die Erzählungen so attraktiv: Die, der Lesende fühlt sich herausgefordert, die „Leerstellen“ (das, was offen bleibt) zu füllen: über Motive nachzudenken, über Gefühle und „was wäre, wenn?“ Vielfach erschrickt er, sie vor Härte, Gewalt, Unrecht und möchte Entschuldigungen finden, auch für Gott. Er ist involviert, sie ist dabei, es lässt sie oder ihn nicht los. In dieser Hinsicht, in Erzählton, Authentizität, Wirkung ähneln biblische Erzählungen sich untereinander; und doch gehören sie verschiedenen Gattungen an. Zu unterscheiden sind: mythische Erzählungen (als Antworten auf die großen Fragen des Lebens, nach Anfang, Sein und Sinn, Zweck und Ziel); Lebensgeschichten (die im Horizont Gottes erzählt werden), Lehr- und Weisheitserzählungen (Gleichnisse), Wundererzählungen, Erzählungen von Träumen und Visionen. Je nach Gattung entfalten sie ihre spezifischen Wirkungen, insbesondere in Bezug auf die → Hermeneutik, das „wondering“.

2.3. In der Bibel wird „Geschichte“ erzählt

Die Einzelerzählungen stehen großenteils im Verbund mit anderen und bilden Erzählzusammenhänge: wie aus Nomadensippen ein Volk wurde; wie das Volk Israel seinen Gott fand; wie Gott sein Volk befreite und ihm Wegweisung gab; wie Richter, Könige und Propheten um gute Wege für das Volk rangen; wie Gott einen neuen Anfang machte; wie Jesus lebte, lehrte und predigte; wie er starb und auferstand; wie es danach weiterging und was noch kommt.

Während die Einzelerzählung Leserinnen und Leser unmittelbar anspricht, weisen Erzählzusammenhänge zuerst auf die interne Verständigung der biblischen Erzählgemeinschaft: So hat sich damals das Volk Israel seine Geschichte erzählt; so haben Propheten damals ihr Volk mit seiner Schuld konfrontiert; so haben sich damals die ersten Gemeinden an Jesus erinnert. Die Leserin oder der Leser ist zunächst Zaungast; in zweiter Linie eingeladen, der Erzählgemeinschaft beizutreten und sich die Geschichte zu eigen zu machen (vgl. „Wir können ja nicht schweigen“, Apg 4,20).

2.4. Die Bibel: erzählter Glaube

Den Einzelgeschichten sind ihre mündlichen Wurzeln noch abzuspüren und bei den Erzählzyklen fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, wie sie einst „am Feuer“ vorgetragen, immer wieder vorgetragen wurden: Eine Gemeinschaft erzählte sich selbst ihre Identität.

Seit jener, für uns nicht mehr fassbaren, Ursprungssituation sind die Erzählungen durch einen langen Prozess der Sammlung, Ordnung und Verschriftlichung gegangen. Die Bearbeiter waren nicht nur Redakteure, sondern Künstler, die einen schriftlichen Erzählstil geprägt (oder zumindest festgehalten) haben, der in seiner Dichte beeindruckt: So knapp, so genau, so anschaulich, gerade aufgrund der sparsam gesetzten Bilder ist er (Schmidt/Weidner, 2008). Darüber hinaus haben die einzelnen Erzählungen und Erzählzusammenhänge – wie Facetten in einem Mosaik (Schambeck, 2017) – einen festen Platz im Gesamtwerk erhalten. Die kanonisierte Bibel ist eine umfassende Gesamterzählung: von der Schöpfung bis zu der Vollendung erzählt sie die Heilsgeschichte Gottes mit seinem Volk, den Menschen, der Welt. Dabei dienen die kleinen Erzählungen als roter Faden, in den andere Textsorten, wie Gesetz, Liste, Lied, Gebet, Brief, eingesponnen sind. Seit der Kanonisierung im vierten Jahrhundert n. Chr. hat sich darum etwas Entscheidendes verändert: Die ursprünglich freien Erzählungen sind von nun an das Gesamtwerk Bibel gebunden; sie repräsentieren es. Damit verbunden ist der Anspruch, Urkunde des Glaubens zu sein, und der Auftrag, sie als solche zu bewahren, zu benutzen, weiterzugeben. Zum Auftrag des Weitergebens gibt es in der Bibel zwei einschlägige Stellen: Dtn 6,20-22 (auch: Psalm 78) und Mt 28,18-20.

Wenn das Kind fragt, was es mit den religiösen Gesetzen auf sich habe, die seine Gemeinschaft einhält, soll man ihm erzählen, wie Gott sein Volk aus der Gefangenschaft befreit hat. Und wenn die Jünger Jesu in die Welt ziehen, sollen sie Menschen lehren „zu halten alles, was ich euch gesagt habe“. Das sind u.a. die Erzählungen vom Himmelreich …

3. Erzählen aus der Bibel

Was seither geschieht, ist Folgendes: Das, was in der Bibel geschrieben steht, vor allem das, was einmal mündliche Erzählung gewesen sein mag, wird nicht nur gelesen, sondern weiterverarbeitet: gemalt, gesungen, fortgeschrieben, umgeschrieben, neu zur Sprache und zur Aufführung gebracht. Eine besondere Kultur des Erzählens biblischer Geschichten ist innerhalb der Glaubensgemeinschaft entstanden: Bibelgeschichten werden live erzählt, gezeigt, gespielt oder als Erzählungen verschriftlicht „für Kinder und alle im Haus“ (Oberthür, 2007) – Kommunikation des Glaubens. Für beide Bereiche, frei und gebunden, gilt: An die Stelle des biblischen Erzählers tritt jemand, der dessen Verantwortung für die Erzählung aussetzt und auf sich nimmt. Diese Person wird im Folgenden als Erzählperson* bezeichnet (der „Stern“ zeigt an, dass es sich um eine abgeleitete Erzählerfunktion handelt); die so entstehende Version der Vorlage entsprechend als Erzählung*. Damit ist Erzählung* ein sehr weiter Begriff, der säkulare, religiöse und christliche Kunst in all ihren Facetten einschließt: Bild, Text, Vortrag, Präsentation, Spiel, Monolog, Dialog, Installation.

3.1. Erzählungen zwischen Bindung und Freiheit

Plots und Motive wie „Kain und Abel“, „Turmbau zu Babel“, „Hiob“, „Salomos Urteil“ oder „der Verlorene Sohn“ sowie biblische Gestalten beschäftigen Weltliteratur, Kunst und Medien. „Mose“ und „Noah“ wurden und werden ebenso verfilmt wie das Leben Jesu. Stilrichtungen, Ansprüche und Absichten differieren.

3.1.1. Säkulare Rezeption

Die freie künstlerische Begegnung zwischen tradierten Stoffen und neuen Rezipientinnen und Rezipienten ist prinzipiell in zwei Richtungen möglich: Entweder werden die alten Motive in neue Kontexte versetzt oder die aktuellen Rezipientinnen und Rezipienten zurück in einstige Lebenswelten. Die Entscheidung hängt vom Gestaltungswillen der Erzählperson* ab. Seitdem sich im Gefolge von Renaissance und Aufklärung die Kunst von der Religion emanzipierte, bestehen keine formellen Bande mehr, außer gegebenenfalls dem Respekt vor der Würde eines uralten, lebenshaltigen Textes.

3.1.2. Kommunikation des Glaubens

Für Erzählpersonen*, die sich der Kommunikation des Glaubens verpflichtet fühlen, gibt es eine Bindung anderer Qualität. Ihre Freiheit ist durch die Autorität der Glaubensurkunde eingeschränkt und durch den ihr inhärenten Auftrag zur Kommunikation des Glaubens herausgefordert. Welche Spielräume gestattet der festgeschriebene Text, ohne dass die Erzählung* zur unangemessenen Entstellung wird? Wie und wie weit ist der „Sinn“ der Vorlage zu wahren – und woran hängt er: am Wortlaut, am Inhalt, an beidem? Darüber wurde und wird gestritten und die Entscheidungen fallen je nach Verständnis der Schrift wie des Glaubens unterschiedlich aus (→ Bibeldidaktik, Grundfragen).

3.2. Schwarzes Feuer – weißes Feuer

Eine hilfreiche Unterscheidung bietet der Umgang mit der Tora im Judentum. Zuerst wird der Kanon anerkannt als ein Text, der die verbindliche Grundlage bildet und sich in seinem Bestand – Sprache, Form, Inhalt –, in den hebräischen Schriftzeichen, dem sogenannten Schwarzen Feuer, nicht mehr verändert. Wie aber schwarze Buchstaben viel weißen Raum umrahmen, so bieten auch die verbindlichen Worte, Sätze und Texte viele Leerstellen. Hier ist Raum für Midrasch, immer neue Kommentierungen, Eintragungen, Freiheiten – weißes Feuer. Das schwarze Feuer bleibt, das weiße ist für den Augenblick. Mit der Methode „→ Bibliolog“ (Peter Pitzele) hat die Unterscheidung von schwarzem und weißen Feuer das Nachdenken auch über den Umgang mit der christlichen Bibel befruchtet (Pohl-Patalong, 2011; Pohl-Patalong, 2013). Auf diesem Hintergrund können Erzählungen* weißes Feuer entfachen, solange sie das schwarze wahren. Sie können entstehen und wieder vergehen. Wenn sie, wie es geschieht, auch aufgeschrieben werden, so sind sie eben dies: nicht „→ Bibel“, sondern „Erzählbibel“.

3.3. Die Erzählung* im Kontext christlicher Glaubenskommunikation

Für die, die nicht lesen und schreiben können (und alle anderen), erzählen Bilder die Geschichten von Adam und Eva, Abraham unter dem Sternenhimmel, Josef und Potifars Frau, von Mose und den Zehn Geboten, David und Batseba, von Jesu Geburt, Kreuzigung und Auferstehung, vom Weltgericht: an Kirchenwänden wie auf Papier. Die Beispiele reichen von der Sixtinischen Kapelle bis zu den Kirchenfenstern von Chagall und von Schnorr von Carolsfelds „Bibel in Bildern“ bis zu Sieger Köder und Kees de Koort (Keuchen, 2016).

Das gemeindliche (und unterrichtliche) Erzählen bedient sich verschiedener Methoden, um Erzählungen anschaulich, lebendig und anschlussfähig an die Erfahrungen der gegenwärtigen Lebenswelt zu machen (→ Bibel erzählen). Neben Bildern kommen u.a. Legematerialien, Figuren und Puppen, Klänge und Bewegungen zum Einsatz. Eine Unterscheidung nach Beteiligungsformen ist möglich: Sind die Rezipientinnen und Rezipienten vorwiegend Hörende (implizite Ko-Konstrukteure), werden sie als Mit-Erzählende* tätig, werden sie selbst zu Erzählpersonen*? Typisch für die erste Form ist das Bibelerzählen (vgl. www.bibelerzaehlen.de); für die zweite Form Bibliolog (vgl. www.bibliolog.de) und Darstellendes Spiel (vgl. www.arge.jeux-dramatiques.de). Die dritte Form ist das Selbst-Erzählen: Die Rezipientinnen und Rezipienten bekommen keine Erzählung*, sondern eine Vorlage angeboten und erzählen, angeleitet und unterstützt, selbst; Beispiele sind das „Junior.Bibel.Erzählen“-Projekt der Berliner und Brandenburger evangelischen Kirche (Merkel, 2016) sowie zahlreiche „Lego-Bibel“-Projekte.

3.3.1. Kindern erzählen?

Muss es spezifische Bibelerzählungen* für Kinder geben? Und wenn ja: Wie sehen sie aus? Auch dies ist eine Frage, die im Zusammenhang mit dem Auftrag zur Kommunikation des Glaubens im Lauf der Geschichte diskutiert wird. Nachdem einst Kindern eher der Katechismus als die Welt der biblischen Erzählungen angeboten wurde (Reents, 2011, besonders 48f.), scheint es heute selbstverständlich: Kinder und Erzählungen haben eine besondere Nähe zueinander; Kinder brauchen Erzählungen. Da liegt es nahe, ihnen durch Bibelerzählungen* einen Weg in den Glauben, zur Bibel, zur Erzählgemeinschaft zu bahnen (auch gemäß Dtn 6,20-22). Bibeln „für die Allerkleinsten“ und ähnliche, Erstlesegeschichten aus der Bibel und ähnliche Angebote markieren einen aktuellen Trend der Zielgruppensegmentierung und -erweiterung auch im Bereich von Bibelerzählungen*. Das ist auch kritisch zu sehen. Nicht jede Bibelerzählung entspricht dem, was Kinder brauchen und verstehen. Das betrifft sowohl Sprache als auch Inhalt. Sie so weit anzupassen und umzubauen, dass Kinder damit etwas anfangen können, überschreitet häufig die Grenzen, die das schwarze Feuer setzt. Auf der anderen Seite sind Bemühungen um Elementarisierung, Veranschaulichung und erfahrungsbezogene Zugänge keineswegs nur für Kinder hilfreich und wichtig, sondern, gut und ernsthaft gemacht, für „alle im Haus“ (vgl. insbesondere katholische wie evangelische Initiativen zur Anwendung „Leichter Sprache“ auch auf Bibelerzählungen*).

3.3.2. Was ist gutes Erzählen?

Die Frage der Textgestalt der Erzählung* ist nicht mit Tüchern, Figuren oder einem Kerzenmeer zu beantworten. Sie stellt sich vor der Methodenwahl als eine didaktische. Die Erzählperson* wird sich zunächst selbst mit der Vorlage auseinandersetzen, sowohl subjektiv („wo spricht der Text mich an?“) als auch objektiv („was gibt es über diesen Text zu wissen und weiterzusagen?). Sie wird Sprache und Inhalt würdigen und entdecken, wie beide zusammenwirken. Erst dann wird sie sich an die Arbeit der Transformation machen: „Was will/muss ich erzählen?“, „Was möchten/sollen meine Zuhörerinnen und Zuhörer erfahren?“, „Welche Zugänge können die Begegnung zwischen Text und Zuhörerinnen und Zuhörern öffnen?“ Es hat in der Vergangenheit Kontroversen darüber gegeben, wie solche Zugänge beschaffen sein sollten. Ist ein klarer, knapper Text, nah an der Vorlage, dazu geeignet, Verstehen anzubahnen, das dann zu Betroffenheit führt (Steinwede, 1976, 147;149)? Oder braucht ein Text Muße und Volumen, um die erzählte Welt und die Personen in ihr anschaulich und lebhaft vor Augen zu führen, so dass die Hörenden emotional involviert werden (Neidhart, 1976, 38)? Verstehen und Mitfühlen sind jedoch, gerade im Medium Erzählen, keine Gegensätze. Sie gehören zusammen und erzeugen gemeinsam einen ganzheitlichen Eindruck. Aktuelle Erzählungen* stellen daher oft Mischungen der Positionen dar. Von wenig gelungenen Versionen ist zu sprechen, wenn entweder so knapp und neutral erzählt wird, dass die Erzählung* flach und tot bleibt, oder so überbordend und wortreich, dass sie die Hörenden überwältigt und ihnen alle eigene Konstruktionsarbeit abnimmt (Landgraf, 2009, 40f.).

3.3.3. Was ist mit Gott?

„Nein“, sagt Kain zu Gott. „Die Folge meiner Tat ist zu schwer für mich“. Oder: „Meine Strafe ist zu schwer“ (Gen 4,13). Es besteht ein erheblicher Unterschied zwischen dem, wie Martin Luther das hebräische „awon“ übersetzt (Strafe) und dem, was die Bedeutungsbreite des Wortes sonst noch umfasst, z.B. das eingangs Übersetzte: „Tat-Folge“. – „Selig sind“, übersetzt Luther Mt 5,3-11. Die Gute-Nachricht-Bibel schreibt „Glücklich“, andere „Freuen dürfen sich“. Die Volxbibel versucht es mit „Gottmäßig glücklich“. – Und die Zehn Gebote: Sind sie Forderungen („du sollst“), die erfüllt werden müssen, oder selbstverständlich im Reich Gottes („du wirst“)?

Übersetzen heißt verändern. Es ist manchmal ein Wort, an dem der Sinn hängt. Umso mehr gilt dies für das Erzählen*. Jede Entscheidung, die die Erzählperson* trifft, kann Konsequenzen für den Kern, die Botschaft eines Textes haben, für seine → Ethik, → Pädagogik, seine → Theologie. Es gibt eine implizite und eine explizite Theologie der Erzählung*, je nachdem, ob die Erzählperson* „einfach so“ erzählt, wie es ihrem Verständnis entspricht, oder ob sie ganz bewusst Entscheidungen trifft, wie sie von Gott erzählen will bzw. wie sie will, dass die Rezipientinnen und Rezipienten von Gott hören. Um sich ein Bild von der Theologie einer Erzählung* zu machen, ist es daher aufschlussreich, die Übertragung „schwieriger“ Texte (Fricke, 2005) zu prüfen: z.B. Gen 4,44f. oder Gen 6,5. Zu unterscheiden ist zwischen Erzählungen*, die eine bestimmte Theologie vorgeben (entsprechend einer Theologie für die Rezipierenden), und solchen, die theologische Fragen aufwerfen, ohne sie bereits zu klären (Theologie mit den Rezipierenden). Neben der Wortwahl, dem Umgang mit Leerstellen im Text und der Theologie der Erzählperson hängt hierbei viel von der Perspektivwahl ab, davon, welche Rolle die Erzählperson für sich selbst wählt. Nimmt sie eine „allwissende“ Perspektive ein, so erzählt sie Handlung und Deutung in eins; für die Richtigkeit und Gültigkeit beruft sie sich entweder stillschweigend auf die Autorität der Bibel oder sie bietet sich selbst als Zeugin an. Andere Möglichkeiten ergeben sich, wenn die Erzählperson* die Rolle einer Beobachterin oder eines Beobachters oder gar einer der Figuren in der Erzählung einnimmt. Dann beschränkt sich ihre/seine Perspektive auf das, was zu sehen und zu erleben ist. Für Deutungen hingegen ergibt sich ein Spielraum, den sie für Vorschläge nutzen oder gemeinsam mit ihren Rezipientinnen und Rezipienten begehen und ausloten kann.

4. Die Bibel erzählen

Im Kontext der Glaubenskommunikation geht es um mehr als kunstvoll und bedachtsam gestaltete Erzählungen* einzelner biblischer Geschichten in der Hoffnung, dass sich die vermeintliche Ursprungssituation „Erzählgemeinschaft ‚am Feuer‘“ wiederholen lasse. Hinter dem Bemühen, Zugang zur Einzelerzählung zu schaffen, steht, mehr oder weniger reflektiert, noch das Bemühen, Zugang zu dem zu schaffen, was die Bibel als Ganzes ist und wofür sie steht: Einladung zum Glauben an den Gott, der in ihr erzählt wird, zum Glauben an die Großerzählung von Schöpfung und Erlösung. Daran, wie die Erzählpersonµ sich den Weg dahin vorstellt und wie sie ihre Rolle dabei definiert, entscheidet sich die Gestalt der Erzählung*.

4.1. Damit sie glauben

Können Kinder in eine Beziehung zu Gott hineinwachsen, wie sie in ihre Beziehung zu den Angehörigen ihrer Familie hineinwachsen? Und zwar nicht in eine beliebige Beziehung zu einem beliebigen Gott, sondern in eine Glaubenspraxis und in Glaubensinhalte, die für eine spezifische Glaubenstradition stehen, präzise: in die Bibel und Bekenntnis der Kirche, das sich im Lauf der Kirchengeschichte daraus entwickelt hat? Bibelerzählungen*, die dieser Vorstellung dienen, sprechen vorwiegend aus einer autoritativen oder bekennend-beratenden Erzählperspektive.

4.1.1. Der Weg der Hinführung …

Ein Kind nimmt am Gottesdienst teil. Zuerst versteht es wenig mehr als: Wir sind zusammen. Es ist feierlich, besonders. Es ist still, es ist ruhig. Es gibt Worte, Musik, ein Geheimnis. Nach und nach erschließen sich Worte. Gott – Gnade – Glaube – Jesus Christus. Lesungen von Erzählungen machen Eindruck, machen neugierig. Nach dem Gottesdienst stellt es Fragen. Das Verstehen weitet sich, das Gefühl von Geborgenheit und Geheimnis bleibt … (Steinkühler, o.J.)

Dieser Weg – über Erleben, Gewöhnung, Hineinwachsen – ist der Weg des Novizen hinein in eine bestehende Gemeinschaft, auch hinein in die Welt der Bibel. Teilhabe kommt vor Verstehen. Eine spezielle Erzählung* muss es eigentlich nicht geben. Wenn es sie – vorbereitend, nachbereitend – dennoch gibt, ist sie nahe beim Originaltext und führt zu ihm hin. Es handelt sich um behutsame Zugeständnisse: Ermäßigung der Sprache, des Umfangs, der inhaltlichen Komplexität als ein Versuch, den Zugang zu erleichtern. Erklärungen werden gegeben, aber außerhalb des Textes. Beispiele für solche hinführenden Erzählungen* finden sich zum Beispiel in der „Bibel in kurzen Erzählungen“ des orthodoxen Schulamtes Österreich (2010) oder in der „Thora in fünf Bänden: Erzähl es deinen Kindern“ (Liss/Landthaler, 2014-2016; vgl. dazu Landthaler, 2017, 143).

4.1.2. … und Grundlegung

Die „Gefühlsansteckung“ (Szagun, 2013, 12), die im hinführenden Modell Glauben wecken soll, wird nicht nur durch Einweihung in den „Originalton“ Bibel gefördert, sondern auch durch ein Vertrautwerden mit ihren Gestalten und Motiven, und dies geschieht vielfach auch frei vom geprägten Text. In Mini-Büchern, Gute-Nachtgeschichten, Kinderromanen sind Auszüge aus biblischen Geschichten zu altersgerechten Lieblingsgeschichten verarbeitet. Die Vorstellung, die sich damit verbindet: Pflöcke einzuschlagen, an die sich später andocken lässt.

4.1.3. Dazwischen

„Godly Play“ (→ Godly Play/Gott im Spiel) ist eine ritualisierte Abfolge von Hören, Fragen, Spielen, Feiern (Steinhäuser, 2008). Hier verbinden sich die Gedanken von 4.1.1 und 4.1.2 zu einer ganz eigenen Gestaltung: „Godly Play“ schafft einen gesonderten spirituellen Raum neben dem Gottesdienst. In diesen werden die Neulinge eingeführt, durch Gewohnheit (Wiederholung) sowie durch elementarisierte inhaltliche Arrangements, die biblische Texte und Botschaften neu und anders erlebbar machen (erzählen*). Emotionale Bindung und Verstehen werden gleichermaßen gefördert.

4.2. Damit sie etwas erfahren

Aktuellen Bibeldidaktiken ist explizit oder implizit die Voraussetzung eingeschrieben, dass der Bibel, so wie sie ist, eine eigene Überzeugungskraft innewohnt, etwas, das nicht machbar ist, aber dennoch wirkt (Berg, 2017; Schambeck, 2017). Uta Pohl-Patalong spricht von einer „Hermeneutik des Zutrauens“ (Pohl-Patalong, 2013, 54). Dies entlastet die Erzählperson* von der Vorstellung, der Erfolg der Glaubenskommunikation hänge allein von ihr ab. Sie kann sich aufs Beobachten (und Wundern) beschränken oder ihr Expertenwissen zur Verfügung stellen.

4.2.1. Der Weg der Klärung …

Das Ergebnis kann das Gleiche sein – eine Bibelerzählung*, die eigentlich keine Erzählung ist, sondern eine der Vorlage sehr ähnliche, leicht ermäßigte Version; und doch steht dahinter eine andere Motivation als in 4.1. Der Text soll verstanden werden. Dazu ist er umrahmt mit Einführung, Kommentar, Sachinformationen, Abbildungen. Hubertus Halbfas‘ „Bibel für kluge Kinder und ihre Eltern“ (2013) ist ein schriftliches Beispiel für etwas, das auch mündlich denkbar ist, vor allem in unterrichtlichen Kontexten (vgl. die Unterrichtsdokumentation „Die Nacht wird hell“ des RPZ Stuttgart). Als „Vater“ dieser Idee – über das Verstehen zum Glauben – kann Dietrich Steinwede gelten.

4.2.2. … oder Aneignung

Die Lebenswelten biblischer und gegenwärtiger Personen unterscheiden sich in vielfacher Hinsicht. Verbunden sind die Personen damals und heute jedoch durch zeitlos vorhandene „Grundmotive“ des Lebens (Theißen, 2003, 174-264). Sowie diese aufgerufen werden, kann ein Dialog zwischen Bibel und heutigem Rezipienten einsetzen. Auf diese Idee setzen existenzielle Zugänge wie Bibliodrama, Bibliolog, aber auch Erzählweisen, in denen sich die Erzählperson* mit der Erzählung* biografisch (Baldermann, 2009) oder durch Rollenübernahme verbindet („Heute habe ich wieder das Brot anbrennen lassen“, beginnt die Erzählung von der Segnung der Kinder, Mk 10,13-16, bei Steinkühler, 2017, 85).

4.3. Damit sie sich bilden

Die verschiedenen Motive und Perspektiven sind nicht gegeneinander auszuspielen; sie haben je ihre eigene Berechtigung und Logik. Angesichts der Zeichen der Zeit – → Pluralisierung, Individualisierung, Ende der Selbstverständlichkeit großer Erzählungen, scheint es jedoch angezeigt, Erzählkonzepte zu weiterzuentwickeln und zu fördern, die im Blick auf die Zielgruppe voraussetzungslos und absichtslos sind. In Bildungskontexten wie dem Religionsunterricht ist kein Einverständnis vorauszusetzen; die Schülerinnen und Schüler wollen nicht selbstverständlich glauben lernen – sie wollen erfahren, was es mit Religion, mit biblischen Erzählungen, mit dem Konzept Bibel auf sich hat – zu welchem Gebrauch auch immer. Am Beispiel des Bibelerzählens, wenn es offen und ganzheitlich gestaltet ist, erwerben sie Kompetenzen fürs Leben: Selbst-, Sprach-, Medienverständnis und die Fähigkeit, aufeinander zu hören und sich friedlich zu verständigen. Das gelingt, wenn die Erzählung* die Frage nach Gott öffnet (anstatt sie zu beantworten) und wenn das Setting rund um die Erzählung* sicherstellt, dass eine Balance zwischen Nähe und Distanz, Erlebnis und Reflexion, Innensicht und Außensicht gewährleistet ist.

Literaturverzeichnis

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  • Berg, Horst-Klaus, Grundriss der Bibeldidaktik. Konzepte, Modelle, Methoden, München 3. Aufl. 2003.
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Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Westhof, Jochem/Birkenstock, Anna Karina, Die 3-Minuten-Kinderbibel. Geschichten von Menschen der Bibel, Neukirchen-Vluyn 2006, 8f.
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