Adolf Exeler (1926-1983)

Andere Schreibweise: Exeler, Adolf

(erstellt: Febr. 2021)

1. Biographie

Adolf Exeler wurde am 15. Februar 1926 als viertes Kind von Bernhard Exeler und Hermanna Exeler (geb. Goldenbeld) in Eschendorf (heute Stadtteil von Rheine) geboren (vergleiche zum Folgenden ausführlicher Bitter, 2014; Filipović, 2004, 14-39). Seine Herkunft aus einer Arbeiterfamilie und das sozialkatholische Engagement seiner Eltern haben Exeler stark geprägt. Auf Initiative seines Religionslehrers hin wurde ihm der Besuch eines Gymnasiums ermöglicht, zuerst in Rheine, dann in Oberstdorf, wo er im Februar 1944 sein Abitur machte. Nach kurzem Einsatz als Soldat und Kriegsgefangenschaft begann Exeler im Wintersemester 1945 sein Studium der Philosophie und Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Nach Abschluss des Studiums wurde er am 29. September 1951 in Münster zum Priester geweiht. Danach war er als Kaplan, Religionslehrer und Internatserzieher tätig. Auf Anregung des Münsteraner Bischofs Michael Keller (1896-1961) nahm Exeler Anfang 1953 ein Promotionsstudium im Fach Moraltheologie an der Münsteraner Fakultät auf. In seiner Dissertation, die im November 1956 angenommen wurde, beschäftigte er sich mit der Moraltheologie von → Johann Baptist Hirscher (1788-1865) (Exeler, 1959). Am 17. Januar 1958 wurde Exeler zum Dr. theol. promoviert. Danach hospitierte er ein Jahr lang an den Katechetischen Zentren in München, Brüssel und Nijmegen und am Institut Supérieur de Pastorale Catéchétique in Paris. Im April 1959 wurde er zum Dozenten für → Katechese/Katechetik am Bischöflichen Priesterseminar in Münster ernannt, wo er bis 1964 lehrte. Während dieser Zeit konnte er seine Habilitationsschrift über „Fragen der prinzipiellen Katechetik“ verfassen (Exeler, 1966), auf die hin ihm die Münsteraner Fakultät am 18. Dezember 1963 die Venia legendi für das Fach Pastoraltheologie (die die Religionspädagogik und Katechetik einschloss) erteilte. Im Juni 1964 erfolgte die Ernennung zum Privatdozenten. Zum Wintersemester 1965/66 nahm Exeler einen Ruf auf den Lehrstuhl für Pädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Freiburg/Breisgau an. Zum Sommersemester 1969 folgte er dem Ruf der Münsteraner Fakultät auf den nach dem plötzlichen Tod von Theodor Filthaut (1907-1967) vakant gewordenen Lehrstuhl für Pastoraltheologie und wurde zum Direktor des entsprechenden Seminars (1981 umbenannt in „Seminar für Pastoraltheologie und Religionspädagogik“) ernannt. Am 16. Juli 1983 erlitt er auf einer Bergwanderung im Villnößtal (Südtirol) einen plötzlichen Herztod.

Auch außerhalb seiner eigentlichen akademischen Tätigkeit war Exeler eine viel gefragte Person. Vor allem ist sein Vorsitz des Deutschen Katechetenvereins (DKV) zu nennen, den er von 1970 bis 1983 innehatte. Von 1968 bis 1973 war Exeler erster Vorsitzender der 1968 neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft Katholischer Katechetikdozenten (AKK; seit 2002 Arbeitsgemeinschaft für Katholische Religionspädagogik/Katechetik, AKRK) (Ricken, 2019). Im Rahmen der Neukonstituierung des Deutschen Instituts für wissenschaftliche Pädagogik mit Sitz in Münster wurde Exeler im September 1972 zum Vorsitzenden des jeweils für drei Jahre berufenen wissenschaftlichen Beirats gewählt (Müller, 2014, 545). Weiterhin sind zu nennen:

  • Mitglied der Vorbereitungskommission der Gemeinsamen Synode der Bistümer der Bundesrepublik Deutschland (1971-1975) und Fachberater der Synode für die Bereiche Religionspädagogik und Katechetik,
  • Mitglied des Internationalen Katechetischen Rates in Rom seit seiner Gründung im Jahr 1975,
  • von der Deutschen Bischofskonferenz bestellter Delegierter der 4. Römischen Bischofssynode zum Thema „Die Katechese in unserer Zeit“ im Herbst 1977 (Exeler, 1979),
  • Mitgliedschaft im Deutschen Institut für Fernstudien, im wissenschaftlichen Beirat des Missionswissenschaftlichen Instituts Missio sowie theologischer Berater der kirchlichen Hilfswerke Misereor und Missio.

    Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Biographie von Exeler sind seine Reisen über Europa hinaus in andere Kontinente, durch die er für seine Arbeit eine für sie charakteristisch gewordene weltkirchliche Perspektive erlangte:

Exeler war ein gern gehörter Redner und Prediger sowie ebenso ein gefragter Seelsorger. Besonderer Ort seiner pädagogischen Praxis war seit seiner Freiburger Tätigkeit das dortige Kinderheim St. Raphael. Gern verbrachte er mit den Kindern und Jugendlichen seine freien Tage und regelmäßig seine Sommerferienzeit und wurde so für sie ein Stück weit zum Vaterersatz.

2. Theologie

„Das Leben und religionspädagogische Schaffen Adolf Exelers fallen in eine Zeit der Umbrüche, Zusammenbrüche und Neuanfänge auf verschiedenen Ebenen der Gesellschaft, in eine Zeit der Paradigmenwechsel in theologischen und religionspädagogischen Konzepten und Systemen, in eine Zeit der Horizonterweiterung bis in die globale Perspektive hinein und in eine Zeit fundamentaler Veränderungen der gesellschaftlichen Rolle der Kirche und des Selbstverständnisses von Kirche“ (Filipović, 2004, 7). Treffend charakterisiert Ana Filipović mit dieser Skizze am Anfang ihrer umfassenden Untersuchung des religionspädagogischen Œuvres und kirchlichen Wirkens Exelers dessen Zeitgenossenschaft. Darin spiegelt sich in der Tat eine gehörige Portion der Theologiegeschichte des 20. Jahrhunderts und der kirchlichen Zeitgeschichte wider, die er im Bereich der Praktischen Theologie auch mitgeprägt hat (vergleiche zum Folgenden durchgängig Filipović, 2004; 2006 sowie die Beiträge von Gottfried Bitter).

2.1. Die Anfänge (und Einflüsse) eigenständigen Theologietreibens

Hatte es Exeler während seines Studiums vorwiegend mit der damals neuscholastisch geprägten Schultheologie zu tun bekommen, was sich in seinen ersten kleineren Veröffentlichungen niedergeschlagen hat, so haben ihm seine beiden akademischen Qualifikationsarbeiten neue Horizonte erschlossen. Beide Studien haben theologiegeschichtlichen Stoff zum Inhalt, verbinden damit aber die Frage nach ihrer jeweiligen aktuellen Bedeutung. So wird ihm anhand der Untersuchung der Moraltheologie von Johann Baptist Hirscher (Exeler, 1959; Filipović, 2004, 102-142) die Einseitigkeit und Problematik einer autoritären Vorschriften- und Gesetzesmoral deutlich. Von Hirscher war demgegenüber die das menschliche Leben bereichernde Ergiebigkeit einer biblisch-heilsgeschichtlich orientierten Konzeption der Theologie mit der Leitidee des sich in Geschichte und Gesellschaft verwirklichenden Reiches Gottes zu lernen. Das ließ Exeler offen werden für eine konstruktive Auseinandersetzung mit den geistigen Strömungen seiner Zeit sowie ihn sich energisch einsetzen für eine zeitgemäße Reform der Kirche. In seiner Habilitationsarbeit (Exeler, 1966), mit der Exeler von der Moral- zur Pastoraltheologie wechselte, hat er eine vergleichende Durchsicht durch die Entwürfe einer „prinzipiellen Katechetik“ auf katholischer und evangelischer Seite seit Einrichtung der Pastoraltheologie als Universitätsdisziplin 1774 unternommen. Damit wollte er die möglichen Ursachen aufspüren, die zu der seiner Zeit weithin als Not eingeschätzten Situation der Katechese geführt haben (Exeler, 1966, 6-9). Für ihre Neuorientierung ergaben sich für ihn aus seinen Erkenntnissen folgende Empfehlungen (Exeler, 1966, 282): Die Katechese soll nicht isoliert erfolgen, sondern als in das Gesamt der kirchlichen Vollzüge integriert; sie wendet sich nicht nur an die in die Kirche neu Eintretenden, sondern an alle Gläubigen, und zwar an alle Altersstufen ihrer jeweiligen Entwicklungsstufe entsprechend; ihre Träger sind nicht nur die „amtlichen Katecheten“; sie soll den Glaubensakt fördern, das Glaubensbewusstsein entfalten und helfen, das Christsein zu verwirklichen und am Leben der Kirche aktiv teilzunehmen.

Als weiterer Name neben Hirscher sind Josef Andreas Jungmann (1889-1975) zu nennen, von dessen Verkündigungstheologie Exeler sich nachhaltig inspirieren ließ, sowie Klemens Tilmann (1904-1984), der sich um die Umsetzung der Materialkerygmatik in die Praxis verdient gemacht hat. Hinzu kommen seine erwähnten Hospitationen in anderen europäischen Ländern, in denen er die Nouvelle Théologie und die davon inspirierte katechetische Erneuerung kennenlernte.

2.2. Anthropologisch orientierte Theologie

So wie für die katholische Kirche insgesamt bildete das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) für Adolf Exeler ein einschneidendes Ereignis. Zentral waren für ihn die anthropologische Sichtweise (→ Anthropologie) des Glaubens (→ Glaube), die Wende vom instruktionstheoretischen zum kommunikativen Offenbarungsverständnis („Selbstmitteilung Gottes“; → Offenbarung), die Überzeugung vom universalen Heilswillen Gottes, die Sicht der Kirche als durch die Geschichte wanderndes Volk Gottes und Gemeinschaft aller Gläubigen, der beginnende Abschied von einer europazentrierten Kirche, die neue Würdigung der anderen christlichen Kirchen und der Religionen, die Anerkennung der weltlich gewordenen und nicht länger von der Kirche bevormundeten Welt.

Aus all dem resultiert für Exeler eine Rückbesinnung auf ein Verständnis des christlichen Glaubens in seinem umfassenden Sinn: War es in den neuscholastisch geprägten Katechismen kognitiv enggeführt auf ein Fürwahrhalten der von Gott offenbarten Wahrheiten, so erweist es sich nun im biblischen Verständnis und dem der klassischen theologischen Tradition als die das ganze Leben ergreifende Antwort (Resonanz) auf Gottes unbedingte Liebe zu den Menschen. Diese erstreckt sich nicht nur auf explizit religiöse Ausdrucksformen, sondern durchdringt den ganzen Lebensvollzug.

Ein so eng mit dem konkreten Leben verzahnter Glaube ist nur denk- und lebbar, wenn es in der Beschaffenheit des Menschen (conditio humana) dafür Anknüpfungspunkte gibt. Exeler hat diese als die „natürlichen“ bzw. anthropologischen Voraussetzungen für den Glauben angeführt: Dazu zählte er beispielsweise die Erfahrung des Angenommenseins und Vertrauens, von Freude und Glück, aber auch von Angst und Verzweiflung, von Liebe und Freundschaft, die Haltung der Dankbarkeit u.a.m. Nur wer sich nicht einfach mit dem Gegebenen abfinde, wer Visionen von einem alternativen Leben habe und diesen immer näher zu kommen versuche, sei ansprechbar für die Verheißung von → Erlösung und Heil.

In diesem Zusammenhang forderte Exeler wiederholt für jegliche Art der Verkündigung und kirchlichen Bildungsarbeit eine Konzentration auf die „Mitte des Glaubens“ und auf den Glaubensakt (fides qua). Von dort her gelte es, die einzelnen Inhalte (fides quae) zu entfalten und wiederum auf die Mitte hinzuordnen. Die einzelnen Glaubenswahrheiten müssten so ausgelegt werden, dass sie in ihrer Beziehung zum menschlichen Leben, als Deutungen von gemachten Erfahrungen nachvollzogen werden könnten. Als gelungenes Vorbild rühmte er den sogenannten Holländischen Katechismus (Glaubensverkündigung 1968; Exeler, 1967; Exeler/Emeis, 1970, 89-102).

2.3. Die soziale und politische Dimension des christlichen Glaubens

Angeregt von der Pastoralkonstitution des Konzils (GS), von der Politischen Theologie seines Münsteraner Kollegen Johann Baptist Metz (1928-2019) und verstärkt durch seine Begegnungen mit der Theologie und Pastoral der Befreiung in Lateinamerika ist Exeler bewusst geworden, wie sehr bei der Glaubensvermittlung nicht nur die jeweiligen existenziellen Voraussetzungen der Adressaten eine Rolle spielen, sondern auch die Bedingungen ihrer Umwelt (Herbst, 2020). Dem Glauben ist zuinnerst daran gelegen, dass bestehende „Strukturen der Sünde“ aus dem Weg geräumt werden. Die Sorge um die Menschwerdung des Menschen und der Einsatz gegen die Bedrohungen und erst recht gegen die Zerstörungen des Humanum in der Welt gehören zusammen. Der herkömmlichen Katechese hielt Exeler vor, dass sie allzu lange im Dienst der Besitzenden und Mächtigen gestanden habe. „Sie war ein Hohn auf die Armen und Unterdrückten, insofern sie zwar verbal von Erlösung und Befreiung sprach, gleichzeitig aber angesichts himmelschreiender sozialer Missstände die Menschen auf ein besseres Jenseits vertröstete und sie daran hinderte, sich gegen ungerechte Gewalt zur Wehr zu setzen“ (Exeler, 1970c, 709).

In dem sozialen und politischen Engagement sah Exeler nicht nur eine ethische Verpflichtung, die sich (konsekutiv) aus dem Glauben ergibt, sondern als für ihn selbst konstitutiv. Gerade von dem biblischen Exodus-Motiv, der prophetischen Verkündung und der messianischen Reich-Gottes-Botschaft Jesu her ist ihm diese soziale und politische Dimension zutiefst eigen. Darum war es Exeler sehr daran gelegen, die Glaubensaussagen entsprechend zu reformulieren (Exeler, 1982a).

2.4. Exodus (Aufbruch, Weg) als Leitmotiv

Dass mit dem Motiv des Exodus nicht nur der jüdische, sondern auch der christliche Glaube erschlossen werden kann, hat Exeler vor allem in seiner Begegnung mit der lateinamerikanischen Theologie und Pastoral der Befreiung entdeckt. Immer wieder taucht es in seinen Schriften auf. Grundlegend hat er sich damit in seinem Werkbuch „Exodus“ beschäftigt (Exeler, 1974). Mit einer Renaissance des Exodus-Themas sah er die Möglichkeit gegeben, Verkürzungen und Fehlentwicklungen im weithin antreffbaren Glaubensbewusstsein, das durch Individualismus, Spiritualismus, Supranaturalismus und Immobilismus gekennzeichnet sei (Exeler, 1974, 9), zu überwinden. In einem ausführlichen biblischen Teil zeigt er auf, wie darin durchgängig eine Glaubensvorstellung vorherrscht, „die bestimmt ist von den Momenten des Aufbruchs und der Bewegung. Stets von neuem ist der Glaubende aufgerufen, das hinter sich zu lassen, was ihn einengt und knechtet und auszugreifen nach den Verheißungen Gottes, die […] stets von neuem zum Exodus reizen“ (Exeler, 1974, 227). Aufbruchumfasst dabei sowohl eine individuelle als auch eine soziale Komponente. Einerseits geht es um das Ausbrechen aus existenzieller Trägheit, Verengungen und Verkrustungen, andererseits um den Einsatz zur Überwindung menschenunwürdiger Verhältnisse und zur Schaffung eines Zusammenlebens aller Menschen in Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.

2.5. Eine integrale Praktische Theologie

Die Berufung Exelers auf den Münsteraner Lehrstuhl brachte es mit sich, dass er dort neben der → Religionspädagogik auch die Pastoraltheologie zu vertreten hatte. Auch wenn das pastoraltheologische Œuvre von Exeler hier ausgeklammert bleibt (Mette, 1987), so ist wenigstens zu erwähnen, wie sehr sich die Kombinationen von Pastoraltheologie und Religionspädagogik als für beide Fächer gegenseitig anregend erwiesen hat. Die Religionspädagogik profitiert, wie Exeler immer wieder gezeigt hat, wie folgt davon: Während sie vielerorts vornehmlich, wenn nicht ausschließlich, auf den Religionsunterricht hin fokussiert ist, erweitert die Pastoraltheologie ihr Blickfeld, indem sie darüber hinaus die weiteren → Lernorte des Glaubens (→ Gemeinde/Gemeindepädagogik, → Jugendarbeit, evangelisch, → Jugendarbeit, katholisch, Bildungsarbeit etc.) erfasst und erkennen lässt, wie vorteilhaft es im Sinne des gemeinsamen Anliegens ist, wenn sie miteinander vernetzt werden.

Die Praktische Theologie, wie Exeler sie verstanden und betrieben hat, lässt sich nach Gottfried Bitter bestimmen „als systematisch-theologische Vergewisserung des gegenwärtigen Handelns der Christen und Gemeinden“ (Bitter, 2014, 370).

2.6. Theologie des Volkes

Für das theologische Denken Exelers ist charakteristisch, dass es seine es bewegenden Fragen und Impulse wesentlich aus dem Alltag gelebten Glaubens gewonnen hat. Nach Auskunft von Karlheinz Sorger hat Exeler die Bezeichnung „Anwalt der kleinen Leute“ für sich als zutreffend empfunden (Sorger, 2006, 277). Damit ist nicht nur das Bemühen gemeint, die Erkenntnisse der akademischen Theologie auf das Verständnisniveau des „einfachen Kirchenvolks“ herunterzubrechen. Dabei würde es auf die Rolle der bloßen Repetition von anderswo Gelehrtem – sei es vonseiten der wissenschaftlichen Theologie, sei es vonseiten des kirchlichen Lehramtes – beschränkt. Demgegenüber erblickte er in ihm einen originären Ort der Theologie. Als Begründung dafür verwies er auf den vom Zweiten Vatikanischen Konzil proklamierten „Glaubenssinn der Gläubigen“ (sensus fidei/fidelium, LG 12). Dem Glaubensbewusstsein der Kirche, so betonte Exeler, würden zentrale Momente fehlen, wenn dieser Glaubenssinn keine Beachtung fände – was nach ihm sowohl in der Theologie als auch seitens des Lehramts der Fall sei. Es gelte, der Wahrheitsfindung von unten zu ihrem genuinen Recht zu verhelfen. Dieses Anliegen verfolgte er mit der von ihm inaugurierten „Theologie des Volkes“ (Exeler/Mette, 1978; Blasberg-Kuhnke, 2001), in der der Glaube der „einfachen“ Gläubigen seinen Ausdruck findet und mit der das Glaubensbewusstsein der Kirche vervollständigt wird.

2.7. Weltkirchliche und globale Ausrichtung

Eines der Themen, die Exelers Schrifttum von den frühen Beiträgen an durchziehen, ist die „Mission“ (vergleiche dazu die Belege bei Filipović, 2004, 207-222). Nach Ana Filipović lässt dieses Thema „zugleich die Wandlung der theologischen Ansichten Exelers sehr deutlich erkennen“ (Filipović, 2004, 207). War es anfangs von dem vorkonziliaren kirchenzentrierten Verständnis bestimmt, so änderte es sich in Gefolge des Zweiten Vatikanischen Konzils, das die Mission in der „missio Dei“ grundgelegt sah, also in der von Gott ausstrahlenden Liebe, die allen Menschen zum Heil gereicht und ihnen entsprechend in Tat und Wort bezeugt werden will (vgl. AG).

Zugleich hat das Konzil ein Verständnis der katholischen Kirche als Weltkirche eingeleitet, die aus gleichberechtigt miteinander vernetzten Teilkirchen besteht. Was das konkret heißt, ist Exeler auf seinen verschiedenen Studienreisen deutlich geworden und hat nachhaltig sein Denken und Wirken beeinflusst. Kirche wurde von ihm als eine Lerngemeinschaft erfahren, in der nicht länger eine Einbahnkommunikation von Rom in die ganze Welt hinein vorherrscht, sondern die um eine Inkulturation in ihren jeweiligen soziokulturellen Kontext hinein bestrebt ist und darüber im lebendigen Austausch mit den anderen Teilkirchen steht. Als kirchenamtliches Schlüsseldokumenent dafür bezog sich Exeler auf das Apostolische Schreiben Papst Pauls VI. über die Evangelisierung in der Welt von heute (EN). In einer pluriform gewordenen Kirche erblickte er die Chance zu einer Vertiefung des Glaubensbewusstseins und einer Ausgestaltung der Glaubensgemeinschaft in Zeitgenossenschaft mit der global gewordenen Welt. Für das Theologietreiben entwickelte er daraus den Vorschlag zu einer vergleichenden Praktischen Theologie (Exeler, 1978a; 1981b; Sievernich, 2006).

Dass die Globalisierung auch die religiöse Erziehung und Bildung vor neue Herausforderungen stellt, hat Exeler insbesondere in seinen Schriften zur Moralpädagogik behandelt. Gewissermaßen zum Schlüsselerlebnis geworden ist ihm die Lektüre des Berichts „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome (Meadows, 1972) und der These von der Notwendigkeit eines „neuen Lernens“ (Peccei, 1979), wie sie in einem weiteren Bericht des Clubs „Das menschliche Dilemma“ angemahnt worden ist. Um diesen Herausforderungen sachgemäß zu begegnen, ist nach Exeler ein Ethos erforderlich, das universal dimensioniert ist – ein Ethos der universalen Solidarität (Exeler, 1982c; 1984; Filipović, 2004, 591-597; dazu Metz, 1977, 209-211; Peukert, 1977).

2.8. Spirituelle Theologie

Die spirituelle Verankerung des Theologietreibens von Adolf Exeler und seines ganzen Lebens hat Ana Filipović treffend wie folgt gewürdigt: „Sein gesamtes schriftliches Opus ist durchwirkt von einer tief verwurzelten persönlichen Gläubigkeit und Spiritualität. […] Es ist bis in seine Sprache und Argumentationsweise hinein zu vernehmen. Seine Veröffentlichungen und sein religionspädagogisches Wirken lassen eine Leidenschaft für die Sache des Evangeliums und für die Menschen unserer Zeit spüren. Seine Worte strahlen christliche Hoffnung und gläubige Zuversicht aus. […] Seine Spiritualität orientierte sich an der Theologie der Zeit und des jeweiligen Umfeldes. Im Laufe der Zeit kam bei ihr der befreiende Impuls des christlichen Glaubens immer mehr zur Geltung“ (Filipović, 2006, 30f; vgl. Bitter, 2006). Auch wurde ihm entsprechend der Einheit von Mystik und Politik die Betonung des Zusammenhangs von Spiritualität und sozialem Engagement wichtig.

Glaube und Spiritualität waren für Exeler nie nur etwas Privates. Sie waren für ihn getragen und geteilt von einer Gemeinschaft. In diesem Sinn fühlte er sich lebenslang seiner Kirche als seiner geistig-geistlichen Heimat tief verbunden. Das hinderte allerdings nicht, dass er im Laufe der Zeit stärker auch die Schwächen und Fehlentwicklungen der Kirche wahrnahm, was nicht mehr in Einklang mit seiner theologisch fundierten Idee von Kirche und Gemeinde in Einklang zu bringen war. Kirche war für ihn die Gemeinschaft der Gläubigen, ausgestattet mit einer Fülle von ihnen verliehenen Charismen. Sie in der ihnen in der Taufe zugesagten gleichen Würde anzuerkennen und ihre Begabungen zum Wohle der Kirche zum Zuge kommen lassen, darin bestand für ihn der grundlegende Ansatz zu einer Erneuerung der Kirche.

3. Schwerpunkte in Religionspädagogik und Katechese

Im Folgenden können die Schwerpunkte, wie sie in Exelers religionspädagogischer und katechetischer Arbeit auszumachen sind, jeweils kurz dargestellt werden, da ihre jeweilige inhaltliche Ausformung bereits im vorigen Kapitel ausgeführt worden ist.

3.1. Fehlformen religiöser Erziehung

Überzeugt davon, dass die religiöse Erziehung der Entfaltung des Menschseins förderlich sein müsse, war es für Exeler umso schmerzlicher, feststellen zu müssen, dass sie oft genug das Gegenteil anrichtet (Exeler, 2006a, 118; Exeler, 1973; Filipović, 2004, 272-327; Berning, 2006). Religiös erzogene Menschen würden nicht selten durch Leidenschaftslosigkeit und Apathie auffallen, durch Scheu, sich allzu sehr auf „weltliche Dinge“ einzulassen. Es kann nach Exeler darum nicht verwundern, dass sich aufgeschlossene und tatfreudige Menschen von einer solchen sie verkümmernden Erziehung abwenden. In diesem Zusammenhang interessierte sich Exeler sehr für Autobiographien (→ Biografie/Lebensgeschichte/Lebenslauf), in denen die Autorinnen und Autoren auf ihre eigene religiöse Sozialisation eingehen (Exeler, 1978c; 1978d). Die Beschäftigung mit den Fehlformen bildete für ihn die Negativfolie, vor der er sich umso energischer für eine „Religiöse Erziehung als Hilfe zur Menschwerdung“ (1982b) einsetzte.

3.2. Schulischer Religionsunterricht

Mit den gesellschaftlichen Umbrüchen in den 60/70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war der Religionsunterricht in der Schule in eine massive Krise geraten. Mit seiner materialkerygmatischen Ausrichtung (Religionsunterricht als Verkündigung), die Exeler noch in den Anfangsjahren seines Wirkens vertreten hatte, gelang es immer weniger, die damalige Schülerschaft zu erreichen. Zudem brachte auch das Zweite Vatikanische Konzil erhebliche Umbrüche im theologischen und pastoralen Denken mit sich. Gemeinsam mit anderen Kollegen aus dem deutschsprachigen Raum (Georg Baudler, Hubertus Halbfas, Erich Feifel, Günther Lange, Wolfgang Langer, Gabriele Miller, Wolfgang Nastainczyk, Günter Stachel u.a.) machte Exeler die hermeneutische (→ Hermeneutik) und anthropologische Wende der Theologie für die Religionspädagogik fruchtbar. Besonders nachhaltige Auswirkungen zeitigte das für den Religionsunterricht (→ Religionsunterricht, evangelisch; → Religionsunterricht, katholisch). Mit der von Exeler geprägten Formel „Deutung des Daseins“ (Exeler, 1970c; Baus, 2006) wurde dem Fach eine veränderte Ausrichtung und Zielsetzung gegeben, nämlich in Absetzung von einer reinen Inhaltsorientierung hin zu einer verstärkt die Subjekte, die Schüler und Schülerinnen, einbeziehenden Orientierung. Ihnen sollte so einerseits zur eigenen Selbstfindung verholfen werden, indem sie sich als auf das Unendliche offen hin erfahren lernen. Andererseits sollten sie befähigt werden, sich kritisch mit dem Zustand der Welt auseinanderzusetzen und sich für eine Verbesserung der Verhältnisse zu engagieren, statt sich einfach anzupassen..

3.3. Gemeindekatechese

Katechese galt lange Zeit als eine Sache für die Heranwachsenden, die ihnen hauptsächlich in der Schule erteilt wurde. Bis zum Schulabschluss sollten sie so viel vom Glauben gelernt haben, dass es für das weitere Leben reichte. Schon früh erkannte Exeler die Defizite eines solchen Vorgehens. Das Kennenlernen von neuen katechetischen Modellen in anderen Ländern und die Arbeit an seiner Habilitationsschrift ließen ihn zu einem neuen Verständnis des katechetischen Wirkens der Kirche gelangen, als dessen wesentlichen Aspekte zu nennen sind: So wie Glaubenlernen ein lebenslanger Prozess ist, hat sich die Katechese auf alle Altersstufen zu beziehen und eng angebunden an die jeweiligen Lebensfragen und -erfahrungen zu erfolgen. Dabei ist die einseitig belehrende Vorgehensweise zugunsten eines dialogischen Austausches zu überwinden. Genuiner Ort des Glaubenlernens ist die Glaubensgemeinschaft im Kleinen, die (Basis-)Gemeinde. Die Katechese richtet sich auf alle kirchlichen Grundfunktionen (Verkündigung, Gottesdienst und Dienst am Nächsten). Von ihr gehen Impulse zur Kirchenreform und zum Engagement in der Gesellschaft aus. „Das oberste Ziel des katechetischen Wirkens besteht darin, dem Menschen zu helfen, dass sein Leben gelingt, indem er auf den Zuspruch und Anspruch Gottes eingeht“ (Arbeitspapier, 1977, 41). So lautet die zentrale und höchst gehalt- und anspruchsvolle Aussage des Arbeitspapiers der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland „Das katechetische Wirken der Kirche“ von 1974, das wesentlich die Handschrift von Exeler (gemeinsam mit Dieter Emeis) trägt.

3.4. Theologische Erwachsenenbildung

Mit der Erwachsenenbildung bekam es Exeler ab 1963 mit der Beauftragung zum Verantwortlichen für die „Theologischen Seminare“ im Bistum Münster zu tun. Sie sollten den erwachsenen Gläubigen helfen, den Glauben der Kirche besser kennen und daraus ihr Leben gestalten zu lernen. Der Verweis des Zweiten Vatikanischen Konzils auf den Glaubenssinn der Gläubigen (LG 12) und dessen theologische Fundierung durch John Henry Newman (1801-1890) veranlassten Exeler später dazu, die religiöse Bildung von Erwachsenen nicht nur im Sinne einer Popularisierung der akademischen Theologie zu betreiben, sondern als ein Forum zu deren Aktivierung in Sachen ihres eigenen Glaubens (Exeler, 1970b; Exeler/Emeis, 1970; Exeler/Scherer, 1971; Emeis, 2006). In solcher Förderung des Glaubenssinnes sah Exeler die Chance, dass daraus eine originäre „Theologie des Volkes“ erwächst, mit der das Glaubensbewusstsein der Kirche bereichert wird.

3.5. Ethische Erziehung

Aus der Beschäftigung mit der Moraltheologie Johann Baptist Hirschers erwuchs Exelers moralpädagogisches Interesse, das einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit bildete. Als Zielsetzung für die ethische Erziehung hat er die Formel „gestaltetes Leben“ geprägt. Nach Erich Feifel lassen sich (unter Verweis auf Exeler, 1977b) folgende Postulate dafür ausmachen: „Es ruht auf einer Moral, die nicht nur binnenkirchlich verständlich ist, legt Wert auf den Durchbruch zum Selberwollen, auf die Förderung des einzelnen wie der menschlichen Gemeinschaft, wird bestimmt von der personalen Relation zu Gott, trägt den anthropogenen und soziokulturellen Voraussetzungen Rechnung, zielt nicht auf ein sündloses, sondern auf gestaltetes Leben und muß nicht für, sondern zusammen mit ihren Adressaten entwickelt werden“ (Feifel, 1989, 298). Exeler hatte sich das Verfassen einer mehrbändigen Reihe zur Moralpädagogik vorgenommen, von denen er nur zwei Bücher zum Abschluss bringen konnte: In dem einen (Exeler, 1981a) geht es um die Erschließung des Dekalogs als Weisung, in Gottes Freiheit zu leben, in dem anderen posthum erschienenen (Exeler, 1984) um die Erschließung eines wertebasierten Lebens und Zusammenlebens für junge Menschen (auch Exeler, 1983; zum Ganzen Filipović, 2004, 518-597).

3.6. Spirituelle Bildung

Eine wesentliche Komponente religionspädagogischen Handelns ist nach Exeler die spirituelle Bildung, die ein lebenslanger Reifungsprozess im Glauben ist. Es geht ihm um die Kultivierung eines geistlich durchdrungenen Lebens, die für die Tiefe und Hintergründe des Lebens sensibel werden und aufgeschlossen werden lässt für Gott, die Mitmenschen und die Welt (u.a. Exeler, 1981c; Bitter, 2006; Filipović, 2004, 430-438). Ein besonderes Anliegen war für ihn die gelebte Spiritualität der in der Glaubensvermittlung Tätigen. Denn nur wer selbst daraus lebe, könne glaubwürdig anderen gegenüber Zeugenschaft für den Glauben ablegen (besonders Exeler, 1981d; dazu Schneider, 2006; Filipović, 2004, 488-504).

4. Wirkungsgeschichte

Nüchtern ist festzustellen, dass die Generation derer, die bei Exeler studiert haben oder sonstwie mit ihm und seinem Schrifttum in Berührung gekommen und von ihm für ihr religionspädagogisches und pastorales Wirken geprägt worden sind, in absehbarer Zeit ausgestorben sein wird. Zwar ist Exeler in die Reihe der „Klassiker der Religionspädagogik“ aufgenommen worden (Feifel, 1989). In der Tat hat er seinen Fächern zu einem entscheidenden Durchbruch aus einem Verharren in einer vergangenen Zeit in die Aufgeschlossenheit für die gegenwärtigen Herausforderungen verholfen oder zumindest führend dazu beigetragen. Diese Spannung und teilweise Zerrissenheit zwischen Tradition und Moderne, zwischen der überkommenen kirchlichen Doktrin und der Zuwendung zu den Menschen von heute, ihren Sehnsüchten und Problemen, die er selbst erlebte und lebte, spiegelt sich auch in seinen Schriften wieder. Nicht zuletzt das machte und macht seine Glaubwürdigkeit aus. Daran ändert auch nichts, dass es durchaus „blinde Flecken“ im Werk von Exeler gibt, wie z.B. seine Reserve gegenüber der → Feministischen Theologie (Blasberg-Kuhnke, 2006, 55; vergleiche zum Thema „Frauen in der Kirche“ Exeler, 2006b).

Nüchtern ist festzustellen, dass die Veränderungen und Umschichtungen in Gesellschaft und Kirche, die sich seit dem Tod von Exeler zugetragen haben, wiederum dermaßen einschneidend sind, dass die aktuelle Religionspädagogik vor Herausforderungen steht, für die erneut neue Wege gefunden werden müssen. Aber vielleicht ist gerade in dieser Situation ein Rückblick auf als überholt eingeschätzte Konzepte doch nicht gänzlich unnütz. Sr. Ana Thea Filipović bekräftigt das jedenfalls, wenn sie am Schluss ihrer umfassenden Studie zu Exelers Religionspädagogik bemerkt: Adolf Exeler (den sie übrigens persönlich nicht gekannt hat) habe eine große Sensibilität und Aufgeschlossenheit für Fragen und Themen an den Tag gelegt, die an der Zeit seien. Er sei vor allem in seinem Fragen und im Konfrontieren der Fragen mit den Gegebenheiten, die sie ausgelöst hätten, kreativ gewesen. „Dann“, so meint sie, „wenn man – jenseits der Einzelaspekte religionspädagogischer Forschung – wieder wagt, die religiöse Erziehung und Bildung auch als Gesamtphänomen zu betrachten und in all ihrer Komplexität zusammenzudenken, wird Adolf Exeler wieder aktuell“ (Filipović, 2004, 602).

Literaturverzeichnis

  • Ad gentes (AG) – Das Dekret des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Missionstätigkeit der Kirche.
  • Arbeitspapier: Das katechetische Wirken der Kirche, in: Bertsch, Ludwig u.a. (Hg.), Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland. Offizielle Gesamtausgabe II, Freiburg i. Br. 1977, 37-97.
  • Baus, Karl, Für einen erfahrungsorientierten und diakonischen Religionsunterricht, in: Bitter, Gottfried/Mette, Norbert (Hg.), Glauben macht lebendig. Zur Erinnerung an Adolf Exeler, München 2006, 141-152.
  • Berning, Ewald, Vergiftet Gott noch immer? – Anmerkungen zum Exeler-Text nach 30 Jahren, in: Bitter, Gottfried/Mette, Norbert (Hg.), Glauben macht lebendig. Zur Erinnerung an Adolf Exeler, München 2006, 187-193.
  • Bitter, Gottfried, Art. Exeler, Adolf, in: Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon. Bd. 35 (2014), 353-372.
  • Bitter, Gottfried, Spiritualität als Exodus-Weg. Spiritualität im Werk von Adolf Exeler, in: Bitter, Gottfried/Mette, Norbert (Hg.), Glauben macht lebendig. Zur Erinnerung an Adolf Exeler, München 2006, 235-249.
  • Bitter, Gottfried, Art. Exeler, Adolf, in: Lexikon der Religionspädagogik I (2001), 533-535.
  • Bitter, Gottfried, Art. Exeler, Adolf, in: Lexikon für Theologie und Kirche 3. Aufl. III (1995), 1103f.
  • Bitter, Gottfried, Religionspädagogik als Lebenslehre. Zum 10.Todestag Adolf Exelers, in: Katechetische Blätter 118 (1993) 6-7, 607-610.
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