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Lexikon

Heilstod Jesu

Michaela Albrecht-Zenk

(erstellt: Febr. 2018)

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Die Deutung von Jesu Tod als Heilsgeschehen wird in unseren Tagen immer häufiger problematisiert. Es scheint so, als sei dieser Glaubenstopos Menschen heute so schwer zu vermitteln wie kein anderer (Ritter, 2003, 9-12). Was aber bedeutet Jesu Tod für den Glauben und das Leben von Jugendlichen?

Dieser Frage soll im Folgenden nachgegangen werden. Zunächst werden hierfür die materialen Lehrinhalte vorgestellt (1). Anschließend wird aufgezeigt, wie sich diese Inhalte laut empirischer Studien für Kinder und Jugendliche darstellen (2), um auf dieser Basis didaktische Perspektiven zu entwickeln (3) und offene Fragen zu benennen (4).

1. Theologische Lehraussagen zum Sterben Jesu Christi für uns

1.1. Der Kreuzestod als Heilsereignis? Überlegungen zum Kreuzestod in der Alten Kirche

Die verschiedenen biblischen Schriften, insbesondere das Corpus Paulinum und der Hebräerbrief, zeugen davon, dass dem Tod Jesu am Kreuz schon von frühester Zeit an rechtfertigende Bedeutung zugeschrieben wurde. Gleichwohl sah man in der Alten Kirche das wesentliche Heilsereignis weniger im Tod Jesu als vielmehr in der Menschwerdung Gottes (Baudler, 1997, 216). Das Kreuzesereignis hatte für das Christentum noch keine allgemeine Zentralstellung. Ein Grund dafür mag sein, dass der Kreuzestod Jesu ein Skandalon war (1Kor 1,18), denn das Kreuz war Strafmittel für die schwersten Verbrecher, und der so Gehängte galt nach Dtn 21,22f als verflucht (vgl. auch Gal 3,13). Dass das Kreuzesgeschehen nicht als objektives Heilsereignis verstanden wurde, durch das eine Verhaltensänderung Gottes bewirkt worden ist, dürfte zudem mit dem Einfluss der Gnosis und der Berührung mit der antiken Philosophie zusammenhängen: Die Griechen wehrten sich gegen eine derartige Anthropomorphisierung Gottes, bei der diesem unterstellt wird, zornig über die menschliche Sünde und somit Affekten unterworfen zu sein; die Gnostiker sahen in der Rede von einem Gott, der erst versöhnt werden muss, einen Rückfall hinter das Bild vom ‚guten’ Gott, das nach ihrer Ansicht der Verkündigung Jesu entspricht (Kettler, 1962, 1373). Wo das Werk Christi in den Blick genommen wurde, standen dementsprechend nicht das Kreuz, sondern die → Auferstehung und der damit verbundene Sieg über die widergöttlichen Mächte im Mittelpunkt (Kühn, 2003, 170). Die Verfolgungssituation, in der sich die frühe Kirche befand, trug zusätzlich dazu bei, dass das Kreuzesgeschehen in erster Linie als Sieg über das Böse, weniger als Akt der Sühnung und Schuldtilgung verstanden wurde (Kettler, 1962, 1373). Durch dieses Ereignis sei der Teufel entmachtet und das Verhältnis des Menschen zu Gott bereinigt worden. Die Kirchenväter, insbesondere Origenes, Athanasius und Gregor von Nyssa, formulierten erste Abhandlungen, die zur Grundlage dessen wurden, was man heute Redemptionstheorie nennt: Gott habe verfügt, dass der sündhafte Mensch sterben müsse, dass der Teufel, das Nicht-Göttliche ein Anrecht auf ihn hätten. Da Gott aber seine Schöpfung nicht dem Untergang überlassen wolle, habe er die Menschheit durch die Hingabe seines sündlosen Sohnes Jesu Christi ausgelöst, dem Teufel abgekauft (Gestrich, 2001, 349).

Schon damals gab es aber vom Mainstream abweichende Positionen, z.B. bei Cyrill von Alexandria, Cyrill von Jerusalem, Chrysostomos und Theodoret, die nicht die Forderungen des Teufels als den Grund für die Notwendigkeit von Jesu Tod sahen, sondern die Vorstellung vom Zorn Gottes und der Tilgung der Sündenschuld starkmachten (Kettler, 1962, 1374). Als direkte Vordenker der Satisfaktionslehre lassen sich Tertullian und Cyprian sowie Hilarius und Ambrosius ansehen, weil bei ihnen erstmals der Terminus „deo satisfacere“ zur Beschreibung des Bußgeschehens herangezogen wird (Kettler 1962, 1374). Der zunächst nur vereinzelt geäußerte Gedanke, dass der Teufel doch wohl schließlich keine Ansprüche an Gott zu stellen habe, sondern es tatsächlich Gott sei, dem durch das Kreuzesgeschehen eine Leistung erbracht werden müsse, setzte sich immer mehr durch (Joest, 1995, 244). Seine Blütezeit erlangte er im Mittelalter.

1.2. Den Kreuzestod verständlich machen – die Satisfaktionstheologie Anselms von Canterbury

Es ist das Verdienst Anselms von Canterbury, die punktuellen Versöhnungsgedanken derer vor ihm zu einer systematischen Lehre zusammenzufassen und dabei all die Vorstellungen, die für die Menschen des Mittelalters aufgrund eines gewandelten Selbstbewusstseins und Gottesbildes nicht mehr nachvollziehbar waren, hinter sich zu lassen. Die dargestellte verbreitetste Traditionslinie aus der Zeit der Alten Kirche, wonach Gott dem Teufel die Rechte auf den Menschen erst abkaufen musste, nach der also der Teufel mächtig fordert und Gott kleinmütig erfüllen muss, war für Menschen, die an den Gedanken eines klar hierarchisch gegliederten Gesellschaftssystems mit Gott an der Spitze gewöhnt waren, nicht mehr verständlich. Der schon in nachapostolischer Zeit vereinzelt geäußerte Gedanke, dass die Satisfaktionsleistung nicht dem Teufel, sondern Gott selbst erbracht wurde, wird nun zentral.

In seiner in Dialogform abgefassten Schrift „Cur Deus homo“ gelingt es Anselm durch vernunftgeleitete Deduktionen zu entfalten, dass nur durch Menschwerdung und Sterben des Gottessohnes die Verwerfung der Menschheit verhindert werden konnte.

Seine Argumentation nimmt ihren Ausgang bei dem Umstand, dass der Mensch als Teil der Schöpfung Gott zu Gehorsam verpflichtet ist, ihm diesen aber durch die Sünde schuldig bleibt und so die Ehre Gottes und damit die Weltordnung verletzt. Dies ist für das Ehr- und Standesdenken des Mittelalters ein untragbarer Zustand. Gott kann die Sünde nicht einfach ungesühnt lassen. Um diesen Zustand zu beseitigen, kann es nur zwei Wege geben: „aut poena aut satisfactio“. Die Strafe aber entfällt als Option, weil allein die Verwerfung des Menschengeschlechts angemessen wäre, was Gott in seiner Güte und Liebe jedoch nicht wollen kann (Joest, 1995, 245). So bleibt als einzige Möglichkeit, die Ehre Gottes wiederherzustellen, die Genugtuungsleistung.

Die schwere Schuld des Menschen verlangt nach einer großen Leistung – so groß, dass ein einfacher Mensch sie überhaupt nicht erbringen kann. Es kann hierfür nach Anselm nur eine Lösung geben: Ein „Gott-Mensch“ wird entsandt. Dadurch, dass Jesus Christus, ohne selbst Sünder zu sein, den Tod auf sich nimmt, erwirbt er sich ein unendlich großes Verdienst, das, weil er es für sich selbst nicht benötigt, den Menschen zugutekommen kann.

Der Gedankengang Anselms hatte für seine Zeitgenossen große klärende und tröstende Kraft. Um das nachvollziehen zu können, muss man sich die damalige Lebenswelt, das Feudalsystem mit seinen alle Lebensbereiche prägenden Abhängigkeiten, vorstellen. Der Rechtsgrundsatz des „do ut des“ bestimmte das ganze Leben. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Gott „wie ein beleidigter Lehensherr [erscheint], dem von seinem Vasallen eine angemessene Gegengabe geleistet werden muss“ (Leonhardt, 2001, 197). Das juristisch korrekte Funktionieren erscheint dem damaligen Denken (zumindest in der westlichen, von Rom geprägten Theologie) als die wichtigste Eigenschaft Gottes.

Die Versöhnungslehre Anselms von Canterbury wurde für die Theologie der folgenden Jahrhunderte zu einer bestimmenden Größe. Wegen ihrer konsequent durchgehaltenen Prämisse, dass wir das Heil „solo Christo“ erhalten, verwundert es nicht, dass der Ansatz Anselms von den Reformatoren wieder verstärkt aufgegriffen wurde.

1.3. Die Erlösung der Sünder „sola gratia“ – Elaboration der Kreuzestodlehre in der Reformationszeit

Nach Luthers Auffassung entreißt Christus die Menschen, indem er am Kreuz ihre Schuld bezahlt, der Gewalt von Sünde, Tod und Teufel, unter der sie – eine Folge des göttlichen Zorns – gestanden haben. Die Menschen ergreifen in Christus den „deus revelatus“ und werden im Glauben „ein Leib“ mit ihm. Durch diesen „fröhlichen Wechsel“ sind „unsere Sünden nicht mehr unsere, sondern Christi, und die Gerechtigkeit Christi nicht seine, sondern unsere. Er hat sich nämlich ihrer entblößt, um uns mit ihr zu bekleiden und zu erfüllen, und hat sich mit unseren angefüllt, um uns von denselben zu befreien“ (WA 5, 608,8-9).

Dabei ist Luthers Aussageintention nicht, dass die Sünden dem Menschen lediglich nicht angerechnet werden, sondern dass der Mensch verwandelt wird, eine neue Existenzausrichtung bekommt. So betont er, der „Nutzen des Leides Christi“ sei, „daß der Mensch zu seiner Selbst Erkenntnis kommen werde“ (WA 2, 134.135). Die Härte der Strafe, die Christus getroffen hat, zeigt uns nach Ansicht Luthers unsere eigene Sündhaftigkeit auf.

Oft ist bei Luther dieserart von Strafe die Rede. Dies ist eine nicht unwesentliche Akzentverschiebung der protestantischen Theologie gegenüber dem mittelalterlichen Denken. Anselm hatte die Sendung Christi in den Tod als eine rational durchdachte und weise geplante Handlung Gottes beschrieben, die von Anfang an von der Intention zur Versöhnung getragen war. Luther hingegen bringt durch Äußerungen wie die eben zitierten in manchen seiner Schriften die Überzeugung zum Ausdruck, dass Gott über die sündige Menschheit erzürnt sei und am Kreuz Jesu Christi sein Gericht über die Sünde vollziehe (vgl. für Details Albrecht 2007, 57-59).

Diese Interpretation des Kreuzesgeschehens prägt aufgrund der großen Strahlkraft der reformatorischen Theologie in die Liturgie bis heute nachhaltig das Denken der Menschen über das Lebensschicksal Jesu.

2. Empirische Untersuchungen zum Denken Jugendlicher über den Kreuzestod

Natürlich ist nicht davon auszugehen, dass Christen heute, insbesondere Heranwachsende, sich jemals auch nur ansatzweise mit der Theologie Anselms oder Luthers auseinandergesetzt haben. Gleichwohl sind solche theologischen Entwürfe prägend auch für die religiösen Vorstellungen gewöhnlicher Laien: Sie wirken auf indirekte Weise weiter, da sie von vielen Theologengenerationen rezipiert und – freilich modifiziert – weitergetragen wurden. Menschen heute treffen wohl weniger in der eigentlichen religiösen Unterweisung in der Schule oder der Erwachsenenbildung auf sie, auch wohl nur am Rande in der gottesdienstlichen Predigt – an jenen Bildungsorten also, wo eine vielgestaltige kognitive Auseinandersetzung mit diesen Lehraussagen stattfinden könnte. Die Begegnung findet vielmehr in der Praxis des Glaubenslebens statt, beispielsweise in der Liturgie, in Liedern, Gebeten, Bekenntnissen, in die diese Ansätze über Jahrhunderte hinweg in vielfältiger Weise – freilich selten in Reinform, sondern zumeist als Hintergrundfolie – Eingang gefunden haben.

Dies macht es erforderlich, gezielt danach zu fragen, wie Jugendliche der Gegenwart die Lehrinhalte wahrnehmen.

2.1. Entwicklungslinien

Gerhard Büttner hat mehrere Studien zur Kreuzestodrezeption bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt, in denen er die Äußerungen der Probanden mit den traditionellen Glaubensentwicklungsmodellen in Beziehung setzt und weitgehende Kompatibilität feststellt.

Bei einer Befragung von Schülern der 4. – 8. Jahrgangsstufe, die er gemeinsam mit Anke Blümm vorgenommen hat, argumentieren einzelne im Sinne der Erwartung eines „deus ex machina“. Anstatt eine Erklärung für den Kreuzestod zu geben, verweisen sie auf den Willen Gottes. Die meisten Antworten bewegen sich auf dem Niveau des do-ut-des-Denkens. Dies ist zum einen der Fall, wenn der Tod Jesu als ein Ausgleich für die Sünden der Menschen gesehen wird – so also, wie es auch dem Ansatz Anselms zugrunde liegt. Einzelne glauben auch, dass Jesus selbst etwas falsch gemacht habe und dafür bestraft werde; oder dass er umgekehrt habe sterben müssen, damit er dann für sein vorbildhaftes Leben mit der Auferstehung belohnt werden könne. Von Schülern und Schülerinnen, die auf der dritten Stufe nach Oser/Gmünder, dem deistischen Denken stehen, wird im Kreuzestod kein Ausdruck des Willens Gottes gesehen, sondern er wird innerweltlich erklärt: Jesus wollte nicht länger leben; er wollte sterben, um uns die Sündenvergebung zu erwirken; die Menschen haben ihn getötet; Gott hat es geschehen lassen, weil Menschen selbst für ihr Leben Verantwortung tragen müssen. Einige Antworten, die von Achtklässlern gegeben wurden, bewegen sich in der Wahrnehmung der beiden Forscher auf der vierten Niveaustufe nach Oser/Gmünder: Gott beeinflusst das Leben der Menschen nicht direkt, aber er begleitet und ermöglicht es; auch wenn der Mensch sein Leben autonom führt, kann er sich in Gott geborgen wissen. Jesu Leiden am Kreuz sind für diese Jugendlichen kein Ausdruck der Ohnmacht Gottes, sondern dieser leidet in ihren Augen mit Jesus mit; auch den Menschen kann dies Hilfe sein, wenn ihnen Leid widerfährt (Blümm/Büttner, 1998, 36f.).

2.2. Randständigkeit eines zentralen Glaubensinhalts

Verschiedene Studien zeigen, dass der Kreuzestod für die meisten Jugendlichen keinen zentralen Glaubensinhalt darstellt. So zeigt beispielsweise eine Durchsicht der von Ursula Arnold, Helmut Hanisch und Gottfried Orth mit 9-11-jährigen Kindern geführten „Gespräche über Gott und die Welt“, dass dieses Thema für die hier Befragten unwichtig ist. Nur in sieben der insgesamt 24 Interviews wird über die Passion oder den Kreuzestod Jesu gesprochen (Arnold/Hanisch/Orth, 1997). Dies mag in besonderer Weise staunen machen, wenn man bedenkt, dass gerade im Grundschullehrplan für den Religionsunterricht die Person Jesu Christi und, im Zusammenhang mit dem unterrichtlichen Mitvollzug des Kirchenjahres, sein Lebensschicksal eine zentrale Stellung einnehmen.

Gerhard Büttner bemerkt zutreffend: „Das von Paulus als Skandalon apostrophierte Kreuzesgeschehen kann offensichtlich nicht in dem Maße zentrale Glaubensbedeutung gewinnen, wie dies die theologische Tradition zumal im Protestantismus nahelegt“ (Büttner, 2001, 78). Mirjam Schambeck spricht mit Blick auf eine von ihr durchgeführte Interviewstudie mit jungen Menschen zwischen 13 und 23 Jahren von „existentieller Irrelevanz“ (Schambeck, 2013, 307).

2.3. Formelhafte Nicht-Bekenntnisse

Offensichtlich ist der Kreuzestod Jesu Christi für viele Jugendliche ein weit unbedeutenderes Thema als für die Theologie. Hierüber sollte auch nicht hinwegtäuschen, wenn in mancher Meinungsumfrage der großen Institute relativ große Zustimmungswerte zu traditionell dogmatisch formulierten Sätzen zum Thema Jesus Christus zu verzeichnen sind: Die Reproduktion von in der Schule Gelerntem oder von in der Kirche Gehörtem sagt noch nichts darüber aus, ob die Jugendlichen hiermit auch Eigenes verbinden und das Geäußerte für sich als eine Wahrheit erkannt haben. Im Gegenteil zeugt solch unhinterfragtes Weitertragen einer Tradition eher davon, dass die betreffenden Jugendlichen sich nicht die Mühe machen wollen oder können, solche konventionellen Glaubenstopoi nach ihrem tatsächlichen Gehalt zu befragen.

„Zwar wissen einige Schülerinnen und Schüler, dass Jesus für die Sünden der Menschen gestorben ist, aber dieses Wissen erscheint in dem Maß abstrakt und damit letztlich bedeutungslos zu sein, indem sie es nicht mit Inhalt füllen können. Die Kenntnis formelhafter dogmatischer Sätze führt zu einem bloßen Verbalismus, der nicht dazu taugt, die Bedeutung des Todes Jesu in die Begriffskonstruktion von Jesus Christus zu integrieren“ (Hanisch/Hoppe-Graff, 2002, 119).

2.4. Traditionsabbrüche

Eine – aufgrund der zu geringen Fallzahlen nicht quantifizierbare – Auswertung von Schüleraufsätzen durch Michaela Albrecht gibt Aufschluss über die Gründe, warum Jugendlichen der Kreuzestod nichts bedeutet (Albrecht, 2007, 150-197:

  1. Probleme mit dem Verständnis der kirchlichen Lehraussagen: Das traditionelle Vokabular, das in der Lehre verwendet wird, sagt manchen Kindern und Jugendlichen der Gegenwart nichts mehr.
  2. Zweifel an der Existenz Gottes: Viele schreiben dem Tod Jesu deswegen keine Heilsbedeutung zu, weil sie wegen grundsätzlicher Zweifel an der Existenz Gottes konkrete Glaubenssätze wie diesen ablehnen.
  3. Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Passionserzählungen: Manche Jugendliche zweifeln die Existenz Jesu allgemein bzw. konkret die in der Bibel überlieferten Umstände seines Lebens und konkret die Freiwilligkeit seines Opfertodes an.
  4. Unklarheiten bezüglich der heilsgeschichtlichen Bedeutung Jesu Christi: Für Jugendliche, denen Jesus als Mensch und nicht als Sohn Gottes erscheint, hat sein Sterben in der Regel keine sinnstiftende Bedeutung, sondern allenfalls Vorbildcharakter.
  5. Zweifel an der Notwendigkeit des Sterbens Jesu: Manchen Jugendlichen leuchtet nicht ein, warum die → Erlösung laut der christlichen Lehre durch den Kreuzestod Jesu Christi erreicht wird und nicht auf irgendeine andere Weise.
  6. Protest gegen die Klassifikation der Menschen als Sünder: Die christliche Redeweise vom Menschen als Sünder entspricht in vielen Fällen nicht der Selbstwahrnehmung der Heranwachsenden.
  7. Enttäuschung über das Ausbleiben einer spürbaren Wirkkraft des Kreuzesgeschehens: Manche Jugendliche empfinden den Kreuzestod als bedeutungslos, weil sie persönlich keine konkreten positiven Auswirkungen für das Leben der Menschen erkennen können.
  8. Ablehnung des Stellvertretungsgedankens: Einer der fundamentalsten Kritikpunkte ist der in der (v.a. evangelisch-lutherischen) Tradition dominante Stellvertretungsgedanke, die Vorstellung also, dass Jesus das erleidet, was eigentlich den Menschen zukommen müsste. Viele Heranwachsenden zeigen sich überzeugt, dass – ganz gleich, was in der Kirche gelehrt wird – auf begangene Sünden eine angemessene Strafe folgt bzw. – säkular formuliert – negatives Verhalten auch entsprechende Konsequenzen nach sich zieht. Ihnen leuchtet nicht ein, wieso Sünden, die sie als etwas Individuelles und somit Unübertragbares ansehen, durch die Sühneleistung eines anderen vergeben werden sollten.

2.5. Einfluss soziokultureller Faktoren

Die Ansichten der Heranwachsenden zum Kreuzestod korrelieren mit soziokulturellen Faktoren, näherhin dem Geschlecht, der Konfession und der religiösen Positionierung (Albrecht, 2007, 243).

2.5.1. Typik des Geschlechts

Es gibt einzelne Aspekte, die von Mädchen häufiger kritischer betrachtet werden als von Jungen. Eine Zusammenschau dieser Punkte lässt schlussfolgern, dass den Mädchen die Beziehungsebene von Gott und dem einzelnen Menschen und auch die Beziehungsebene der Menschen untereinander sehr wichtig sind; an der traditionellen Kreuzestodlehre lehnen sie daher jene Aspekte ab, die das in den Hintergrund treten lassen könnten. So schreiben sie beispielsweise häufiger als Jungen, dass sie sich am Geschehen auf Golgatha unbeteiligt fühlen und eine starke Distanz verspüren, die ihnen den Glauben schwermacht. Sie lehnen auch den Stellvertretungsgedanken, der den einzelnen Menschen aus der unmittelbaren Konfrontation mit Gott entlassen könnte, häufiger ab. Öfter als Jungen bringen sie zum Ausdruck, dass sie glauben, Gott liebe die Menschen so sehr, dass er keines Opfers am Kreuz bedürfe, um ihnen die Sünden zu vergeben. Umgekehrt ist hier aber auch die mehrfache affirmative Nennung des Opfergedankens durch Mädchen zu nennen: Anders als ihre männlichen Mitschüler betrachten sie das Kreuzesgeschehen nämlich aus der Perspektive Gottes und schreiben darüber, wie schwer es wohl für Gott war, seinen Sohn für die Menschen in den Tod zu geben. Sie betonen auch etwas häufiger als Jungen, dass das Kreuzesgeschehen den nachfolgenden Generationen bis heute den Glauben ermöglicht. Darüber hinaus fragen sie stärker als ihre männlichen Altersgenossen nach den Gefühlen, die sich für sie ergeben, und beurteilen das Kreuzesgeschehen im Blick hierauf.

Insgesamt zeigen die Mädchen eine größere Bereitschaft als die Jungen, die traditionellen Deutungen des Kreuzestodes dann zu akzeptieren, wenn sie Einzelnes daran für problematisch halten. Offensichtlich sind sie eher bereit als Jungen, die Traditionen von Kirche und Christentum weiterzutragen.

2.5.2 Typik der Konfession

Evangelische Jugendliche messen der traditionellen Kreuzestodlehre im Mittel ein höheres Gewicht bei und sind ihr gegenüber weniger kritisch als ihre katholischen Mitschüler und Mitschülerinnen. Für viele der Katholiken ist nicht der Kreuzestod das zentrale Glaubensdatum, sondern vielmehr die → Auferstehung Jesu. Dies entspricht der traditionell höheren Gewichtung von Ostern gegenüber dem Karfreitag in der katholischen Frömmigkeit.

Da sie nicht so stark wie die evangelischen Schüler und Schülerinnen auf eine bestimmte Deutung festgelegt sind, entwickeln die katholischen Schüler und Schülerinnen in der Studie von Albrecht (2007) häufiger als jene neue, traditionell wenig betonte Deutungen.

Aufs Ganze gesehen fällt gleichwohl auf, dass sich trotz der verschiedenen kirchlichen Traditionen beim konfessionellen Vergleich nur vereinzelt Unterschiede abzeichnen.

2.5.3 Typik der religiösen Positionierung

Den Schülern und Schülerinnen, die sich nicht als Christen verstehen, ist der Kreuzestod Jesu oftmals gleichgültig. Es denken jedoch auch einige Jugendliche so, die als christlich-kirchlich orientiert einzustufen sind. Diejenigen, die eine alltagsbezogene Frömmigkeitspraxis pflegen, schreiben dem Kreuzesgeschehen allerdings mehrheitlich eine positive Bedeutung zu. Jugendliche, die ein gutes Verhältnis zur Institution Kirche haben und dem christlichen Glauben gegenüber aufgeschlossen sind, üben insgesamt etwas weniger und schwächer Kritik an der traditionellen Kreuzestodlehre als ihre Altersgenossen. Aber auch diejenigen, die positiv zum Christentum eingestellt sind, haben Anfragen. Die Einbindung in eine Glaubensgemeinschaft verhindert kritische Anfragen an die Lehre also offensichtlich nicht, kann aber andererseits den einen Jugendlichen auffangen, wo ein anderer womöglich vom ganzen christlichen Glauben Abschied nimmt.

Manche Probleme finden sich aber auch gerade in der Gruppe der kirchlich orientierten Jugendlichen. So sind es beispielsweise besonders häufig kirchlich eingebundene Jugendliche, die die Opferbereitschaft Jesu in Zweifel ziehen. Manche Probleme können wohl auch erst ab einem gewissen Grad an religiöser Sozialisierung überhaupt entstehen. Hier ist unter anderem der Aspekt zu nennen, dass für viele Jugendliche der Kreuzestod Jesu Schuldgefühle weckt, weil er die Menschen zu Sündern deklassiere. Hingegen scheinen positive Grunderfahrungen mit dem christlichen Glauben positive Deutungen des Kreuzestodes zu begünstigen.

Aufschlussreich ist aber vor allem, wie sich die Positionierung zum christlichen Bezugssystem auf den Umgang mit den Lehrtraditionen im Allgemeinen auswirkt. Während manche Jugendlichen selbstbewusst benennen, was sie an der traditionellen Kreuzestodlehre ablehnen, bringen andere ihre Argumente nur mit Einschränkungen und Relativierungen, in einem widerrufbaren hypothetischen Stil vor. Offensichtlich glaubt ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler, dass es eine Grundanforderung des Christentums ist, die traditionelle Lehre für wahr zu halten. Kritik an ihr halten sie anscheinend für nicht zulässig. Besonders häufig bringen nämlich solche Jugendliche, die sich dezidiert gegen das Christ-Sein entschieden haben, ihre Anfragen deutlich vor. Diejenigen, die sich bewusst als Christen bekennen, haben häufig das Gefühl, die traditionelle Lehre mittragen zu müssen.

3. Konsequenzen für den Religionsunterricht

Im schulischen Religionsunterricht ist zu beobachten, dass die Heranwachsenden im Laufe der Jahre eine mehr oder minder verfestigte Einstellung zum Kreuzestod Jesu gewonnen haben, die im breiten Spektrum zwischen passivem Glaubensgehorsam und kämpferischem Widerstand gegen die Aussagen der Kirche angesiedelt ist, aber nur selten reflektiert und weiterentwickelt wird. Hier liegt meines Erachtens der schwerpunktmäßige Auftrag religionspädagogischer Bemühungen.

3.1. Die Ansichten der Jugendlichen wahrnehmen

Ein erster wichtiger Schritt ist es, sensibel wahrzunehmen, was die Heranwachsenden über den Kreuzestod Jesu Christi denken. Anregungen hierzu bieten verschiedene Studien, die sich für Unterrichtszwecke abwandeln lassen (vgl. die Zusammenstellung bei Albrecht 2009, 140-143). So kann die Religionslehrkraft feststellen, welche Erfordernisse sich für den Unterricht stellen. In Abhängigkeit vom kognitiven Leistungsniveau und dem Kenntnisstand der Schülerinnen und Schüler sowie unter Rücksichtnahme auf ihre Wünsche und Fragen kann die → Lehrkraft dann entscheiden, welche Aspekte der biblischen Überlieferung, welche Stränge der Tradition und welche Fragen aus der Geschichte der Theologie man im Unterricht thematisieren sollte.

3.2. Die Jugendlichen als religiöse Subjekte ernst nehmen

Von besonderer Wichtigkeit ist es, die Heranwachsenden herauszufordern, eigenständig theologische Ansichten zu entwickeln und zu artikulieren. Denn nur so kann das, was sie über den Kreuzestod Jesu Christi in seiner Bedeutung für uns denken, so entwickelt werden, dass es ihnen in ihrem Leben und ihrem Glauben weiterzuhelfen vermag.

3.2.1. Ermutigung zum Theologie-Treiben

Die angeführten Studien zeigen, dass die meisten Jugendlichen sich nicht wirklich mit den Lehraussagen zum Kreuzestod auseinandergesetzt haben. Die Formulierungen der Tradition werden gehört und eingeprägt; jedoch kaum reflektiert – teils aus intellektueller Bequemlichkeit, teils aus dem Glauben, dass dies gegenüber religiösen Aussagen nicht angemessen sei.

Der christliche Glaube ist aber keine Ideologie, sondern eine Lebenshaltung, die Menschen in verschiedensten Situationen über Zeiten hinweg orientieren soll. Um dies zu gewährleisten, ist es nötig, die zentralen Aussagen des Christentums immer wieder zu aktualisieren.

Für die religionsunterrichtliche Praxis soll selbstverständlich gelten, dass den Jugendlichen religiöse Ansichten nur vorgestellt, aber nicht aufgezwängt werden. In einer dialogischen Unterrichtsstruktur ohne Meinungsmonopol darf nicht nur die eine, nicht nur die traditionell verbürgte Deutung des Todes Jesu Christi als richtig gelten. Ein Religionsunterricht, in dem die Heranwachsenden ernst genommen werden, schafft Raum für ein Gespräch über tradierte Glaubenssätze, in dem die Jugendlichen ebenso zu Wort kommen und ihre Position deutlich machen können, wie die Berechtigung der traditionellen Aussagen deutlich werden kann. Die Jugendlichen sind hier frei, die bewährten Denkmodelle der Tradition zu übernehmen oder auch begründet abzulehnen. Nur wenn man regelrecht darüber gestritten hat, ob die Behauptungen der Kirche richtig ist, kann sich ihr Sinn wirklich erschließen.

3.2.2. Förderung der theologischen Fähigkeiten der Jugendlichen

In der Schule werden nur verhältnismäßig wenige spezifisch theologische Themen behandelt; im Vordergrund stehen Ethik, Philosophie oder auch schlichtweg Lebenskunde. Und auch die Eltern ziehen sich aus der religiösen Erziehung meist ab dem Jugendalter zurück, weil sie ihren Kindern Mündigkeit zugestehen wollen. Die Folge ist, dass viele Jugendliche in der Entwicklung ihrer theologischen Fähigkeiten weit hinter dem zurück sind, was Oberstufenschülerinnen und -schüler in anderen Wissenschaftsbereichen zu leisten vermögen. Von ihren religiösen Vorstellungen schreiben sie in kindlicher Naivität; sie legen das dar, was ihnen erzählt wurde, als sie Kinder waren. Zugleich setzen sich bewusst davon ab, weil sie selbst erkennen, dass solche „Kindergeschichten“ ihnen nicht mehr entsprechen. Dabei verwerfen sie aber zugleich mit der alten Denkweise auch die ihnen in diesem Denken vermittelten Inhalte.

Dies wäre vermeidbar, wenn die Jugendlichen eine intensivere Förderung ihres theologischen Denkens erführen, durch die verhindert würde, dass die Glaubensvorstellungen der Kindheit obsolet werden. Man sollte versuchen, gemeinsam mit ihnen nach theologischen Modellen zu suchen, die auch für Erwachsene plausibel sind.

3.3. Den Jugendlichen Wissen vermitteln

Die Jugendlichen als religiöse → Subjekte ernst zu nehmen, bedeutet auch, sie nicht auf dem theologischen Kenntnis- und Fähigkeitsstand verharren zu lassen, den sie von sich aus erreicht haben. Es gilt, zu einer Weiterentwicklung ihrer Gedanken beizutragen. Hierfür ist es nötig, dass ihnen im Religionsunterricht Sachkenntnisse über die theologische Bedeutung des Kreuzestodes Jesu Christi nahegebracht werden.

3.3.1. Vermittlung von Sachkenntnissen

Die Missverständnisse und Wissensdefizite der Heranwachsenden sind zum Teil grundsätzlicher Natur: Die meisten Jugendlichen verfügen nicht über ein angemessen reflektiertes Verständnis der Person Jesu Christi. Viele ha­ben auch generelle Anfragen an die Glaubwürdigkeit des biblischen Zeugnisses. Solche Probleme könnten im Religionsunterricht leicht ausgeräumt werden.

Es bestehen aber auch Wissensdefizite, die konkret den Kreuzestod Jesu Christi in seiner Heilsbedeutung für die Menschen betreffen. Den Jugendlichen fehlen fundamentale Kenntnisse, ohne die sie weder die biblischen Aus­sagen über den Kreuzestod verstehen können noch die Überlegungen, die im Laufe der vergangenen Jahrhunderte von Theologen dazu entwickelt wurden. Die Heranwachsenden sollten daher verstärkt über die Hintergründe der traditionellen Lehraussagen aufgeklärt werden.

3.3.2 Sprachschulung

Viele Missverständnisse lassen sich auf Sprachprobleme zurückführen.

Menschen der Gegenwart verstehen beispielsweise den Begriff „Sühne“ mit großer Wahrscheinlichkeit nicht im kultischen Sinn. Sie assoziieren damit vielmehr die „Versöhnung/Besänftigung der durch die menschliche Sünde verletzten Majestät Gottes“ und merken dann an, dass Gott auch aus Gnade vergeben können müsste, oder sie ordnen den Begriff gedanklich dem Gebiet des Strafrechts zu, so dass sie darunter eine Form der „ausgleichende[n] Gerechtigkeit“ verstehen (Janowski, 2001, 17).

Auch der Begriff „Opfer“ ist eine Quelle für Missverständnisse. Er ist in der Gegen­wartssprache geradezu omnipräsent; man denke an die vielen Unfallopfer, an die Opfer eines Attentats, an das aufopfernde Verhalten mancher Menschen. Alle gegen­wärtigen Verwendungsweisen haben eines gemein: Das Opfer ist etwas Negatives; es bedeutet „Verlust, Erleiden und Gewaltunterworfenheit“ (Stegemann, 2000, 193). Dies entspricht in keiner Weise dem biblischen Verständnis des Begriffs.

Zudem wecken manche der Begriffe, die im kirchlichen Rahmen im Zusammenhang mit dem Kreuzestod Jesu Christi gebraucht werden und ursprünglich einen positiven Gehalt hatten, wegen der Unbekanntheit ihres ursprünglichen Sinns negative Assoziationen: Wenn von Opfer oder Blut die Rede ist, dann lässt dies an Gewalt denken. Sünde ist das, was die Kirche in ihrer Funktion als biedere Sittenwächterin mahnend und moralisierend in Erinnerung ruft. Und das Sterben Jesu würde man am liebsten aus dem Bewusstsein verdrängen, weil es in seiner Ernsthaftigkeit bedrückend wirkt.

Der Kern dessen, was die Kirche über den Kreuzestod Jesu Christi sagt, erreicht die Jugendlichen zum Teil gar nicht, weil die negativen Konnotate dieser Begriffe ein Sich-Einlassen auf die Botschaft verhindern. Für das richtige Verstehen einer Aussage ist es entscheidend, dass Form und Inhalt übereinstimmen: Wenn ein positiver Inhalt, eine Froh-Botschaft ausgedrückt werden soll, dann darf das nicht in einer Form geschehen, die negative Assoziationen wachruft. Um derartige Probleme zu vermeiden, müssten die Heranwachsenden in die Begrifflichkeiten, die im religiösen Kontext üblich sind, eingeführt werden.

4. Offene Fragen

Man wird sich aber auch damit abfinden müssen, dass auf die Frage nach der Bedeutung von Jesu Tod kaum letztgültig abschließende Antworten gegeben werden können. Doch muss auf diese Frage wirklich eine verbindliche Antwort gegeben werden? In meinen Augen entstehen viele Probleme im Religionsunterricht erst dadurch, dass viel zu schnell Antworten auf schwierige Fragen gegeben werden. Es muss nicht verwundern, dass sie auf diese Weise nicht befriedigend geklärt werden können.

Den Schülerinnen und Schülern, denen wir das Evangelium weitersagen wollen, muss deutlich werden, dass es keine eindeutige Reformulierungsmöglichkeit der Aussage „Jesus Christus ist für uns gestorben“ geben kann, dass eine ihrer Stärken gerade darin liegt, dass sie so offen formuliert ist und Leerstellen besitzt. Hierin nämlich liegt ihre Lebendigkeit begründet; hierdurch wird vermieden, dass die christliche Religion zur Ideologie erstarrt.

Literaturverzeichnis

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