Tekoa

Andere Schreibweise: Tekoah; Thekoa

(erstellt: Dez. 2021)

תְּ͏קוֹ͏ﬠָ͏ה / תְּ͏קוֹ͏ﬠָ͏ (tәqô‘āh / tәqô‘ā; griech. Θεκουε / Θεκωε Thekoue /Thecōe) ist die Bezeichnung eines Sohnes von Aschhur (1Chr 2,24; 1Chr 4,5), der Name einer 16 km südlich von Jerusalem gelegenen Ortschaft (Jos 15,59 LXX; 2Sam 14,2; 2Chr 11,6; Jer 6,1; Am 1,1; als Gentilizium in: 2Sam 14,4.9; 2Sam 23,26; 1Chr 11,28; 1Chr 27,9; Neh 3,5.27) und dient zur Benennung einer nahe dieser Stadt gelegenen Steppe (2Chr 20,20; 1Makk 9,33). Tekoa ist vor allem als Herkunftsort des → Amos (Am 1,1) sowie wegen der Geschichte der Weisen Frau von Tekoa bekannt (2Sam 14,1-22), die in die Daviderzählung eingebettet ist. Der biblische Ort wurde in älterer und selten auch in neuerer Literatur mit einem in rabbinischen Texten belegten Tekoa identifiziert. Nach neuerem Kenntnisstand ist jedoch zwischen dem biblischen Tekoa, das man in Chirbet et-Teqū‘ (Koordinaten: 1700.1157; 31° 38′ 02″ N; 35° 12′ 37″ E) lokalisiert, und einem rabbinischen Tekoa, das mit Chirbet Shema‘ (Koordinaten: 1913.2646; 32° 58' 36" N; 35° 26' 20" E) zu identifizieren ist, zu unterscheiden. Archäologisch ist das biblische Tekoa kaum bzw. nur unzureichend erforscht. Tekoa bzw. die Wüste von Tekoa diente sowohl im Makkabäeraufstand (→ Makkabäer) für Jonatan Apphus (161-142 v. Chr.; 1Makk 9,33, vgl. Jos Ant 13,12.15; Text gr. und lat. Autoren; in Makk ist es die Wüste Tekoas, dagegen in der parallelen Erzählung in Ant. die Sümpfe des Jordans; nach Ant 13,15 wird Tekoa durch Bakchides befestigt) als auch im jüdischen Krieg (66-70 n. Chr.) für den Zelotenführer Simon bar Giora als Rückzugsort (Jos Bell. 4,518; Text gr. und lat. Autoren) und wurde von Flavius → Josephus (37/38-100 n. Chr.) aufgesucht (Jos Vita 420; Text gr. und lat. Autoren). In byzantinischer Zeit avancierte der Ort durch die dort lokalisierte Grabstätte des Amos (schon Vitae prophetarum Amos 2), die auch weitere prophetische Traditionen anzog, zum Pilgerziel (vgl. Sütterlin 1921, 44-46), was auch zur Etablierung eines Klosters in dessen Nähe führte. Das Kloster war Austragungsort dogmatischer Streitigkeiten um den Monophysitismus, die zur Zeit des 5. Ökumenischen Konzils ausgetragen wurden (Marcoff / Chitty 1929, 171f). Wann der Ort verlassen wurde, lässt sich nicht genau angeben. Pilgernde besuchten das Grab des Amos bis ins Mittelalter hinein. Ab osmanischer Zeit bestand Tekoa nur noch aus Ruinen (vgl. Sütterlin 1921, 44-46; Robinson / Smith 1856, 487; vgl. auch Heicksen 1970a passim).

1. Identifikation mit Chirbet et-Teqū‘

Die Identifikation des biblischen Tekoa mit Chirbet et-Teqū‘ wurde erstmalig von Robinson und Smith vorgenommen (Robinson / Smith 1856, 486f) und kann heute als Forschungskonsens bezeichnet werden (zuletzt Strijdom 1996, 273f). Die Identifikation stützt sich auf die Angaben der Kirchenväter → Hieronymus und → Eusebius von Caesarea (Onom. 86,12-14; Eusebs Onomastikon; Comm. Jer. VI,1: 12 römische Meilen [= 18 km] von Jerusalem und Comm. Am. Proömium: 6 römische Meilen [= 9 km] von Betlehem), auf die Namensgleichheit (s. Elitzur 2004, 45) und stimmt mit den biblischen Angaben überein, die für ein judäisches Tekoa sprechen (Jos 15,59 LXX; 1Chr 2,24; 2Chr 20,20; Jer 6,1; s. dazu Sütterlin 1921, 42 Anm. 1 und 4: „Biblische Überlieferung“). Für eine Identifikation spricht auch, dass der arabische Name nicht innerarabisch abgeleitet werden kann.

Die Identifikation des biblischen Tekoa mit einem judäischen Ort ist allerdings aus zwei Richtungen bestritten worden: Die Herkunft des Amos aus einem im Südreich gelegenen Tekoa (Am 1,1) steht in Spannung zu seiner am Nordreich ausgerichteten Botschaft, so dass manche Autoren ein nördliches Tekoa vermuteten (so H. Schmidt 1920; Koch 1978, 81f; vgl. dazu Strijdom 1996, 274). Da für ein solches Tekoa jedoch keine entsprechende archäologische Stätte zu benennen ist, ist eine solche Lokalisierung mit Strijdom zusätzlich zu den oben genannten Argumenten zu verwerfen. Weiter kennen die rabbinischen Quellen ein Tekoa, das wegen des Schim‘on ben Jochei, des Gegenspielers des Hillel, bekannt ist (Hüttenmeister / Reeg 1977, 389f; Meyers / Kraabel / Strange 1976, 11-16). Das rabbinische Tekoa wurde mit verschiedenen Orten identifiziert (s. zur Übersicht Reeg 1989, 622; Hüttenmeister / Reeg 1977, 389f); durchgesetzt hat sich der Vorschlag von Dalman (erstmals in Dalman 1912, 1188), der es in Chirbet Shema‘, d.h. in Galiläa, lokalisiert (vgl. Hüttenmeister / Reeg 1977, 390; Meyers / Kraabel / Strange 1976, 11). Allerdings kommt der rabbinische Ort nach den oben genannten Argumenten für das biblische Tekoa nicht infrage, zumal die archäologischen Funde nicht in die Eisenzeit zurückreichen.

Gelegentlich unterscheidet auch neuere Forschungsliteratur nicht zwischen dem rabbinischen Tekoa in Galiläa und dem biblischen in Judäa, so dass fälschlicherweise rabbinische Quellen zur Beschreibung des biblischen Tekoas herangezogen werden (so Keel / Küchler 1982, 663; Strijdom 1996, 281).

2. Bezeichnung

Eine Etymologie von „Tekoa“ leitet den Namen von hebräisch tq‘ „schlagen, stoßen“ ab und deutet ihn von der Formulierung תָּ͏קַע אֹהֶל tāqa‘ ’ōhæl „ein Zelt aufschlagen“ (z.B. Gen 31,25; Jer 6,3) als „Ort des Zeltaufschlagens“. Daneben ist das Wortspiel aus Jer 6,1, das eine Bedeutung wie „Ort des Schofar (Widderhorn)-Blasens“ nahelegt (בִּתְקוֹ͏עַ תִּ͏קְﬠוּ͏ ͏͏פָר bitqô‘a tiq‘û šôfār „in Tekoa stoßt ins Schofar-Horn“), zu erwägen (vgl. Keel / Küchler 1982, 663).

3. Lage

Chirbet et-Teqū‘ liegt im judäischen Bergland am Übergang von fruchtbarer Ebene im Westen zur Wüste im Osten. Nach Jerusalem im Norden sind es Luftlinie 16 km, nach Betlehem (Bēt Laḥm, 1695.1235; 31° 42′ 15″ N; 35° 12′ 18″ E) in nördlich / nordwestlicher Richtung 8 km und vom Herodion (Ğebel Furēdīs, 1730.1193; 31° 39′ 59″ N; 35° 14′ 31″ E) aus ca. 6,5 km auf der Straße in südwestlicher Richtung. Heute finden sich in unmittelbarer Nähe sowohl ein arabisches Dorf, Tequa, so wie eine israelische Siedlung, Tekoa (Keel / Küchler 1982, 662f). Das arabische Dorf bedeckt Teile des Grabungshügels (Heiksen 1970b, 4). Das antike Tekoa erstreckt sich von Norden nach Süden auf einer Fläche von ca. 500 auf 200 m. Da Tekoa mit seinen 756 m über Betlehem und das Herodion herausragt, reicht der Blick in den Norden bis nach Jerusalem und im Osten an den Nebo (Rās Siyāġa, 2188.1307; 31° 46′ 05″ N; 35° 43′ 32″ E; vgl. Strijdom 1996, 275; ausführlicher Sütterlin 1921, 38).

Aus: Dorsey 1991, 118 (farbliche Markierungen hinzugefügt)

Abb. 1 Plan des Wegnetzes von Jerusalem nach Beerscheba. N1 gibt den „National Highway“ an; rot eingefärbt die alternative Route über Tekoa.

Aus: Dorsey 1991, 203 (farbliche Markierungen hinzugefügt)

Abb. 2 Plan des Wegnetzes zwischen Judäischem Bergland und Araba. Rot markiert die Verbindung zum Toten Meer.

Diese strategische Lage Chirbet et-Teqū‘s ergibt sich sodann aus der Nähe zu zwei wichtigen Verkehrsachsen: Eine alternative Route zum „National Highway“ von Jerusalem nach Hebron (Ğebel er-Rumēde, 1598.1035; 31° 31′ 26″ N; 35° 06′ 11″ E), die zur Via Maris und zur Königsstraße verband, sowie die Wege von Jerusalem nach En-Gedi (Tell el-Ğurn, 1871.0965; 31° 27′ 38″ N; 35° 23′ 25″ E) und einem weiteren am Toten Meer gelegenen unbenannten Ort (1875.1019), die die Verbindung zum Ostjordanland ermöglichten, gehen nahe an der Ortschaft vorbei (dazu ausführlich Dorsey 1991, 130.206f; s. Abb. 1 und 2). Allerdings liegt das antike Tekoa leicht abseits und damit geschützt vor feindlichen Angriffen (vgl. Strijdom 1996, 277f). Dieser strategische Wert des Ortes spiegelt sich in biblischen und außerbiblischen Erwähnungen (vgl. 2Chr 11,6; 2Chr 20,20; Jer 6,1; 1Makk 9,33; Jos Ant. 13,15; Text gr. und lat. Autoren; Jos Vita 420; Text gr. und lat. Autoren).

4. Biblische Überlieferung

4.1. Tekoa in Listenmaterial

Tekoa begegnet in unterschiedlichem Listenmaterial, aus dem klar dessen südliche Verortung hervorgeht. So wird in den Listen des Stammes Juda in der Chronik zweimal Aschhur als Vater Tekoas genannt, der in 1Chr 2,24 als der Sohn Kalebs und Efratas vorgestellt wird und dessen weitere Nachkommen und Frauen 1Chr 4,5 erwähnt werden. Die Abstammung des Aschhur setzt eine Emendation des Masoretischen Textes voraus, die in der Forschung weitgehend geteilt wird (Japhet 2002, 109f; dagegen emendiert Willi anders und versteht Aschhur als Sohn des Hezron, Willi 2009, 95). Dabei werden die genealogischen Verbindungen in den Kommentaren stammesgeschichtlich gedeutet. Während für Willi in 1Chr 4,5 eine Besiedlung der Gebiete südlich und östlich von → Betlehem durch Aschhuriten vorausgesetzt ist (vgl. Willi 2009, 124), vermutet Axelsson im Anschluss an die Emendation bei Japhet eine Gründung Tekoas von → Hebron (Kaleb) und Betlehem (Efrata) aus (vgl. Axelsson 1992, 343).

Als Erbteil Judas begegnet Tekoa in der Auflistung von Jos 15,59 LXX, die vermutlich aufgrund von Homoioteleuton im MT fehlt (vgl. Karrer / Kraus 2011, 644). Nach Rösel liegt der Liste aus Jos 15 eine administrative Liste des Königtums Juda zugrunde, zu der noch die Städte des Stammes Benjamin aus Jos 18,21-28 ergänzt werden müssten. Die Datierung dieser Liste schwanke zwischen dem 9. und 7. Jh. v. Chr. (Rösel 2011, 245f).

Die Liste der Helden Davids nennt Ira, den Sohn des Ikkesch, der aus Tekoa stammt (2Sam 23,26; 1Chr 11,28; 1Chr 27,9). Nach Bar-Efrat stehe der Ort an dieser Stelle im Verbund mit anderen Städten, die in den Süden verwiesen. Zudem komme dem Ort in der nach Rang geordneten Liste aufgrund der frühen Nennung eine hohe Bedeutung zu (Bar-Efrat 2009, 245). Für die Liste Davids wird ein hohes Alter erwogen (Stolz 1981, 296).

In der Mauerbauliste → Nehemias (Neh 3,1-32) lässt sich indes keine Ordnung feststellen, die Tekoa klar ins Südreich verweist. Die der Nehemiadenkschrift vorausgehende Mauerbauliste, die nach Gunneweg durch den Chronisten eingefügt wurde (vgl. Schunck 2008, 83f.86; Gunneweg 1987, 75f) und allgemein als historische Quelle zur Rekonstruktion des perserzeitlichen Gebietes Judas angesehen wird (Schunck 2008, 119; so auch Gunneweg 1987, 73f), erwähnt Tekoa bzw. die Tekoiter gleich an zwei Stellen (Neh 3,5.27). Indes beteiligt sich die Oberschicht Tekoas nicht an den Bauarbeiten, was Schunck auf den Zwist zwischen Rückkehrern und Einheimischen zurückführt (so Schunck 2008, 94).

4.2. Tekoa als militärischer Stützpunkt

Schon die Erwähnungen Tekoas in der Liste der Helden und in Bezug auf den Mauerbau machen auf die militärische Bedeutung Tekoas aufmerksam. Weiter wird in der gegenüber den Königebüchern auf Kosten → Jerobeams I. (927/26-907 v. Chr.) weit ausgebauten Erzählung von → Rehabeam (926-910 v. Chr.) der Festungsausbau Tekoas ergänzt (2Chr 11,6; vgl. Jos Ant. 8,246; Text gr. und lat. Autoren). Historisch wird der Festungsbau zumeist → Hiskia (725-697 v. Chr.) oder → Josia (639-609 v. Chr.) zugeordnet, wie Japhet erwähnt, die selbst aber den Ausbau dem Rehabeam belässt (vgl. Japhet 2003, 144-147). Weiter ist die Steppe Tekoas Schauplatz einer militärischen Auseinandersetzung zwischen → Joschafat (868-847 v. Chr.) und einer Koalition aus → Moab, → Ammon und Mëunitern, in der Joschafat durch das wundersame Eingreifen Gottes den Sieg erringt, ohne eine Schlacht zu führen (2Chr 20,20; vgl. Jos Ant. 9,12; Text gr. und lat. Autoren). Die Erzählung belegt noch ums weitere Mal die Lage Tekoas im Süden Jerusalems. Die Schlacht geht nach Japhet aufgrund der Detailgenauigkeit auf eine vom Chronisten verwendete Vorlage zurück (vgl. Japhet 2003, 245f). In 1Makk 9,33 (vgl. Jos Ant. 13,12.15; Text gr. und lat. Autoren) erscheint Tekoa als Zufluchtsort: der Makkabäer Jonatan Apphus (161-142 v. Chr.) floh dorthin vor Bakchides, dem Heerführer des Seleukiden Demetrios I. Soter (162-151/50 v. Chr.), musste aber kurz darauf in die Gegend jenseits des Jordan weiterziehen. In Jer 6,1, das zumeist der Grundschicht des → Jeremiabuches zugeordnet wird (vgl. Schmidt 2008, 33; Wanke 1995, 33), werden die „Söhne Benjamins“ zur Flucht aus Jerusalem und zum Alarm-Schlagen aufgerufen. In ein Wortspiel gekleidet (בִּ͏תְקוֹ͏עַ תִּ͏קְעוּ͏ ͏͏פָר bitqô‘a tiq‘û šôfār „in Tekoa stoßt ins Schofar-Horn“) wird ein akustisches Signal gefordert, dem in Bet-Kerem (vielleicht → Ramat Rahel / Chirbet Ṣāliḥ [Koordinaten: 1706.1275; N 31° 44' 24'', E 35° 13' 00'']) ein visuelles folgen soll. Tekoa erscheint hier als Teil einer Verteidigungsanlage und eines Warnsystems.

4.3. Die Weise Frau aus Tekoa

Von größerer Bekanntheit ist die Erwähnung des Ortes als Herkunftsort der Weisen Frau aus Tekoa. Im Rahmen der → Thronfolgegeschichte, genauer des Aufstands Absaloms, greift → Joab, der Heerführer Davids, zu einer List, um → David die Aussöhnung mit seinem Sohn → Absalom zu ermöglichen. Nach der Ermordung Amnons durch Absalom, der so die Vergewaltigung seiner Schwester → Tamar rächte, stand das Institut der → Blutschuld zwischen Absalom und David. Joab bedient sich einer weisen Frau, um David im Dialog ein Absehen von der vom Recht geforderten Todesstrafe zu ermöglichen. Die Weisheit der Frau zeige sich nach Bar-Efrat in einer genauen Kenntnis der Hofetikette, kluger Gesprächsführung und Beherrschung schauspielerischer Verstellung. Dies spiegele sich im gehobenen Stil des Dialogs wider, der reich an Metaphern und Vergleichen sei (Bar-Efrat 2009, 139). Dass diese Erzählung und Spuren weisheitlicher Tradition im Amosbuch Tekoa als Ort der Sippenweisheit (→ Weisheit) erweisen, ist eher zu bezweifeln (für diese These s. Wolff 1964, 53f.60f, fortgeführt von Strijdom 1996, 285-289; dagegen Axelsson 1992, 343f).

4.4. Herkunftsort des Amos

Die Verortung des → Amos nach Tekoa in Am 1,1 wird zumeist als Grundbestand des Verses geführt und gewinnt damit eine gewisse Historizität (Kessler 2021, 24; Wolff 1985, 130; Jeremias 1995, XVI.1-3). Gegen eine Herkunft aus Tekoa ist nur selten Einspruch erhoben worden (für eine Übersicht zur Forschung siehe Rosenbaum 1990, 29-34; zuletzt ist die Herkunft aus Tekoa von Strijdom verteidigt worden). Als Gegenargumente werden die geringe Belegzahl an Stellen, die Amos in den Süden verorten (Am 1,1f; Am 7,10-17; Am 9,11), sowie die Berufsbezeichnungen des Amos angeführt. Amos wird als Kleinvieh- (נֹקֵד noqed) und Großviehzüchter (בּוֹ͏קֵר bôqer) sowie als Maulbeerfeigenritzer (בּוֹ͏לֵס שִׁ͏קְמִים bôles šiqmîm) bezeichnet. Zwar lassen sich ausreichend Regenfall, Zisternen und Quellen nachweisen, die eine pastorale und hortikulturelle Nutzung der Umgebung Tekoas ermöglichen, doch wachsen Maulbeerfeigenbäume (→ Sykomore) nicht in dieser Höhenlage (s. Rosenbaum 1990, 29-40; Strijdom 1996, 275f.279). In einer ausführlichen Studie zu den Berufsbezeichnungen des Amos plausibilisiert Steiner eine Lösung, indem er eine transhumane Lebensweise für Amos postuliert. Demnach könnte Amos in den Wintermonaten in die Gegend von → Jericho gewandert sein, um dort die Tiere zu weiden und um gleichzeitig im Sykomorenanbau tätig zu sein (Steiner 2003, 122).

Allerdings argumentiert Rosenbaum dagegen, die Textstellen Am 1,1f; Am 7,10-17 und Am 9,11 als Belege für eine südliche Herkunft des Amos zu deuten. Er nennt u.a. die Möglichkeit, die entsprechenden Stücke als sekundäre Ergänzungen zu werten, und bespricht ausführlich Am 7,10-17. Nach dem semantischen Befund ginge es in dem Disput mit → Amazja um die Vertreibung des Amos aus der Gemeinschaft des Nordreichs und nicht um das Zurückschicken in seine südliche Heimat (vgl. Rosenbaum 1990, 31.34-40). Eine Herkunft des Amos aus Tekoa ist demnach möglich, aber nicht unumstritten.

5. Außerbiblische Erwähnung

Tekoa ist in einem Brief aus dem Wadi Murabba‘at (Mur 47,6) belegt. Auf dem aus zwei Fragmenten teilweise rekonstruierten Papyrus (67 x 85 mm) sind noch sieben unvollständige Zeilen auszumachen (DJD II, 166f). Yadin meint von Männern aus Tekoa lesen zu können, die Simon bar Kochba (um 135 gestorben) zum Kampf aufruft (Yadin 1961, 47f). Keel / Küchler glauben, der Brief habe von dem Schutz von Olivenbäumen Tekoas gehandelt (Keel / Küchler 1982, 663), und sind damit auf der Linie von Benoit / Milik / de Vaux (DJD II, 167). Die Fragmentarität des Briefes gemahnt indes zur Vorsicht, ist doch nicht einmal die Lesung von Tekoa nach den Herausgebern zweifelsfrei gesichert. Darüber hinaus wird Tekoa in zahlreichen römisch-byzantinischen Quellen erwähnt, die weitere sich an Tekoa knüpfende Traditionen enthalten. So werde → Habakuk von dort zu → Daniel in Babylon (Bel und der Drache, Dan 14,33-39) entrückt und die unschuldigen Kinder von Betlehem seien in Tekoa ermordet worden (für Belege s. Tsafrir 1994, 248; vgl. auch Sütterlin 1921, 44-46; Robinson / Smith 1856, 487; sowie Wilkinson 2002, 357).

6. Archäologie

Die Chirbet et-Teqū‘ ist nur ungenügend erforscht. Dennoch gibt es eine Reihe kleinerer Untersuchungen und Fundmaterial, das aber nur in disparaten Publikationen zu greifen ist. Aus diesem Grund wird hier der derzeitige Forschungsstand knapp vorgestellt.

Tekoa wird mehrfach in Berichten von Pilgernden und Orientreisenden beschrieben. Hervorzuheben sind die Ausführungen von Sütterlin, der eine umfassende Aufnahme der Ruinen von Chirbet et-Teqū‘ liefert, bevor Baumaßnahmen und Raubgrabungen den Ort massiv veränderten (Sütterlin 1921; für die Veränderungen s. Escobar 1976, 22f). Diese Berichte wurden von Escobar zusammengestellt und mit dem damals vor Ort Erfassbaren in Beziehung gesetzt (Escobar 1976; vgl. Heicksen 1970b). Im Rahmen der Anlage einer arabischen Siedlung auf dem Tell fanden nach Lapp und Stoebe in den 1950er und 1960er Jahren verschiedene wissenschaftliche und weniger wissenschaftliche Grabungen sowie Raubgrabungen statt (vgl. Lapp 1963, 124; Stoebe 1966, 15f), die nie publiziert worden sind (vgl. Lapp 1999, 118). Einige der Keramikfunde gelangten auf den Antiquitätenmarkt und wurden z.B. von Ernest G. Wright, Bernhard W. Anderson und Paul Lapp aufgekauft. Dieses Material ist großenteils in den Publikationen von N.L. Lapp und Herr greifbar, ohne dass gesichert ist, ob die Keramikstücke tatsächlich aus Tekoa stammen. Weitere Keramikfunde sowie numismatisches Material aus dem Handel werden von Saller und Escobar besprochen. Einige dieser Stücke gelangten ohne genauen Herkunftsnachweis in das Museum der Flagellatio in Jerusalem (Saller 1961-1962, 153-156.164; Escobar 1976, 23f.26). Das Wissen um das Keramikensemble wird durch Einzelfunde auf Lehrkursen des Deutschen Vereins zur Erforschung Palästinas, die ebenfalls in den 1950er und 1960er Jahren durchgeführt wurden, sowie durch Beobachtungen vor Ort von P. Lapp ergänzt (Noth 1956, 33; 1957, 4; Kuschke 1958, 9f; Lapp 1963, 124; Stoebe 1966, 15f). Auch Escobar las bei seiner Untersuchung von Chirbet et-Teqū‘ Keramik auf und bespricht weiteres Material aus einem byzantinischen Grab, das im Museum von St. Anna in Jerusalem aufbewahrt wird (Escobar 1976, 24f). Greenberg und Keinan listen zwei wissenschaftliche Ausgrabungen (Greenberg / Keinan 2009, 126). Demnach grub Martin Heicksen 1968 auf dem Tell und untersuchte eine Byzantinische Kirche sowie einige der Häuser und Gräber (zur Grabung informiert Davis 1974, 28f und ausführlich Heicksen 1970b). Aus dieser Grabung sind allein die Gräber von Davis publiziert worden (Davis 1974, 28f). Zweitens wird eine Ausgrabung von Sayf al-Din Haddad von 1981 gelistet, die anscheinend unpubliziert blieb. Zum Schluss sind drei weitere Surveys zu nennen (Kochavi 1972, 47; Ofer 1993, 86f; Hirschfeld 1985, 63-65). Aus den Untersuchungen sind folgende Informationen zusammenzutragen:

Aus: Sütterlin 1921, Tf. IV, Abb. 5 (Ausschnitt)

Abb. 3 Taufstein und Ruinenfeld von Tekoa.

Aus: Hirschfeld 1985, 64 (farbliche Markierungen ergänzt)

Abb. 4 Gesamtplan von Tekoa.

1. Von den aus Reiseberichten bekannten Gebäudekomplexen konnte Escobar die Reste einer dem St. Nikolaus geweihten Kirche sowie die Grabhöhle des sog. Prophetum des Amos mit dazugehörigen Resten eines Kirchenbaus feststellen, die als Grablege des Amos verehrt wurde und weitere Reliquien der Zwölfpropheten (→ Zwölfprophetenbuch) enthalten haben soll. Ein Taufstein samt umgebender Mauerreste könnte Teil eines weiteren Kirchengebäudes sein. Eine Kapelle des Habakuk ist nur noch literarisch bezeugt. Das Kastell, das ausführlich von Sütterlin beschrieben wird, ließ sich ebenfalls nachweisen (Escobar 1976; vgl. Sütterlin 1921, 32-37 mit Tf. III-IV). Hirschfeld bietet einen Plan der Ausgrabungsstätte (Abb. 4), setzt die von ihm ausgemachten Gebäudestrukturen aber nicht mit den Ausführungen Escobars in Beziehung. Er spricht nur allgemein von einer „large basilical church“ (A, rot eingefärbt) und „remains of another church“ (B, grün eingefärbt). Bei ersterer handelt es sich um die Kirche St. Nikolaus, wie es aus dem Plan von Escobar hervorgeht (Escobar 1976, Tf. 1, Abb. 1). Der von Escobar vermutete Ort des Prophetum des Amos ist in der Karte orange markiert. Hirschfeld geht zusätzlich auf die byzantinische Wohnbebauung ein und erwähnt einfache rechteckige, mit breitem Vorhof versehene Häuser, die an byzantinische Städte des Negev erinnern, sowie größere im südöstlichen Teil der Ausgrabungsstätte gelegene Anwesen. Unter letzteren befindet sich ein Gebäudekomplex (C, blau eingefärbt), der aus einer rechteckigen Halle mit weiteren umgebenden Räumen besteht, sowie ein weiterer Gebäudekomplex mit mehreren langgezogenen Räumen, gruppiert um einen unregelmäßigen Hof (D, gelb eingefärbt). Bei beiden könnte es sich um öffentliche Architektur (Markt, Hospiz, oder ähnliches) gehandelt haben (Hirschfeld 1985, 63-65).

2. Bei den Lehrkursen kam Keramikmaterial aus der chalkolithischen Zeit / Frühbronzezeit sowie aus der Eisenzeit I zutage (Noth 1957, 4; Kuschke 1958, 9f). Lapp erwähnt Töpfe aus der Mittelbronzezeit I, die nachweislich aus Tekoa stammten und auf dem Antiquitätenmarkt in Jerusalem angeboten wurden (Lapp 1963, 124). Daneben berichtet er von Gräbern aus der Mittelbronzezeit II sowie von einem römischen Grab, das David Voelter abgezeichnet habe (Lapp 1963, 124). Escobar datiert sein Material nicht (Escobar 1976, 24f).

3. Das angekaufte Keramikmaterial, das von Herr und Lapp untersucht worden ist, stammt aus Grabanlagen des 8.-6. Jh. v. Chr. (Herr 1986, 265f.281; Lapp 1999, 131-134). Saller erwähnt Keramik aus der Frühbronzezeit und solche aus der Zwischenzeit der Mittelbronzezeit (Saller 1961-1962, 153-156.164). Das angekaufte numismatische Keramikmaterial (ca. 200 Münzen) stammt aus dem Zeitraum von Johannes Hyrkan I. (135/134-104 v. Chr.) bis 1377-1381 n. Chr. (Escobar 1976, 26).

4. In den Surveys von Ofer und Hirschfeld konnte die frühe Besiedlung nicht bestätigt werden (Besiedlung erst ab EZ I). Die Keramikfunde von Ofer datieren in die EZ II B, römische und byzantinische Zeit. Hirschfeld listet zusätzlich EZ I, früharabische und mittelalterliche Zeit. Ofer zieht aus diesem Grund die Angaben der Lehrkurse in Zweifel. Die von Kochavi vermutete Zerstörungsschicht lässt sich ebenfalls nach Ofer aufgrund neuerer Surveys bezweifeln (Ofer 1993, 86f; Hirschfeld 1985, 63-65; Kochavi 1972, 47).

Aus: Davis 1974, 31 Abb. 1

Abb. 5 Plan der Grabanlage 302 aus Tekoa.

5. Die Grabanlagen Tekoas befinden sich auf dem westlichen und dem nordöstlichen Abhang. Nach einem Survey der beiden Geländeflächen lässt sich ersterer Friedhof in die EZ II sowie in die römischen und byzantinischen Epochen datieren, während zweiterer auf die erstgenannten Epochen beschränkt ist. Der nordöstliche Friedhof ist von Bauarbeiten des Dorfes und Grabraub in Mitleidenschaft gezogen. Von den insgesamt fünf untersuchten Gräbern wird nur eines, Grab 302, beschrieben (Plan s. Abb. 5). Es handelt sich um ein in die EZ II datiertes Familiengrab. Das Grab wurde in herodianischer Zeit nachgenutzt, wie Fragmente von Ossuarien (→ Ossuar) belegen (Davis 1974, 28f.35 vgl. Heiksen 1970b 6.8f). Beschreibungen von zwei Grabanlagen finden sich auch bei Escobar (Escobar 1976, 21f).

Exkurs: Chirbet Shema‘

Aus: Meyers / Kraabel / Strange 1976, 120, Abb. 5.1

Abb. 6 Gesamtplan von Chirbet Shema‘.

In der Grabung von Meyers wurden ein dortiges großes Mausoleum (grün eingefärbt), eine Synagoge (rot eingefärbt) und die umliegenden Gräber untersucht (s. Plan Abb. 6).

Das Mausoleum selbst konnte nicht, die Gräber mittels gefundener Münzen in die Zeit des 4. Jh.s n. Chr. datiert werden. Sondierungen in der Nähe der → Synagoge deuten durch Münzfunde und Keramik auf eine Besiedlung in spät-hellenistischer Zeit hin. Die Synagoge, die erste Breithaus-Synagoge mit Säulen im Inneren, weist zwei Bauphasen auf, die durch zwei durch Erdbeben 309 und 419 n. Chr. hervorgerufene Zerstörungen begrenzt werden. Die Zeit der Erbauung der Synagoge lässt sich nicht eruieren. Eine zuvor errichtete Mikwe wird nach 180 n. Chr. datiert. Der Übergang von der ersten zur zweiten Synagoge zeigt den wirtschaftlichen Abschwung der Region in den Jahren nach 309 (Meyers 1993). Gemäß rabbinischen Quellen habe es in Chirbet Shema‘ auch ein Lehrhaus gegeben, das aber archäologisch nicht nachgewiesen werden konnte (Hüttenmeister / Reeg 1977, 387.389).

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Index Theologicus

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

  • The Interpreter’s Dictionary of the Bible, New York 1962
  • Biblisch-historisches Handwörterbuch, Göttingen 1966-1967
  • Neues Bibel-Lexikon, Zürich 1991-2001
  • Eerdmans Dictionary of the Bible, Grand Rapids 2000
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2. Weitere Literatur

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Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Plan des Wegnetzes von Jerusalem nach Beerscheba. N1 gibt den „National Highway“ an; rot eingefärbt die alternative Route über Tekoa. Aus: Dorsey 1991, 118 (farbliche Markierungen hinzugefügt)
  • Abb. 2 Plan des Wegnetzes zwischen Judäischem Bergland und Araba. Rot markiert die Verbindung zum Toten Meer. Aus: Dorsey 1991, 203 (farbliche Markierungen hinzugefügt)
  • Abb. 3 Taufstein und Ruinenfeld von Tekoa. Aus: Sütterlin 1921, Tf. IV, Abb. 5 Ausschnitt
  • Abb. 4 Gesamtplan von Tekoa. Aus: Hirschfeld 1985, 64 (farbliche Markierungen ergänzt)
  • Abb. 5 Plan der Grabanlage 302 aus Tekoa. Aus: Davis 1974, 31 Abb. 1
  • Abb. 6 Gesamtplan von Chirbet Shema‘. Aus: Meyers / Kraabel / Strange 1976, 120, Abb. 5.1

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