Millo

1. Etymologie

Der Begriff „Millo“ findet sich in der Hebräischen Bibel zehnmal: sechsmal isoliert als „Millo“ in Bezug auf Jerusalem (2Sam 5,9; 1Kön 9,15.24; 1Kön 11,27; 1Chr 11,8; 2Chr 32,5), einmal in der Verbindung „Bet Millo“ in Bezug auf Jerusalem (2Kön 12,21) und dreimal in derselben Verbindung in Bezug auf Sichem (Ri 9,6.20 [zweimal]). Dabei wird er neunmal plene als מִלּוֹא millô’ und nur einmal defektiv als מִלֹּא millō’ (2Kön 12,21) geschrieben.

Außerhalb der Verbindung „Bet-Millo“ wird er immer mit Artikel ha- verwendet (also „der Millo“). Daher muss es sich um ein Substantiv handeln. Nur in der Verbindung „Bet-Millo“ wird er ohne Artikel, wie ein Eigenname, benutzt.

Zwei etymologische Erklärungsversuche stehen sich gegenüber:

1) Wahrscheinlich handelt es sich um eine quttul-Form der Wurzel ML’ intransitiv „voll sein“ oder „voll werden“ oder transitiv „füllen“ und bedeutet „Füllung“ oder „Aufschüttung“ und ist in derselben Bedeutung auch in aramäischen Bauinschriften aus Ḥaṭra’ bezeugt (Steiner 1989).

Fünfmal wird er mit dem Verb BNJ verbunden (2Sam 5,9; 1Kön 9,15.24; 1Kön 11,27; 1Chr 11,8), das „bauen“, „renovieren“ oder „ausbauen“ bedeutet, und bezeichnet folglich ein Bauwerk. Einmal wird er mit dem Verb ḤZQ verbunden (2Chr 32,5), das im Kontext als „verstärken“ interpretiert werden muss.

2) Sollte es sich hingegen um ein Fremdwort aus dem ägyptischen Nomen m3rw handeln, das möglicherweise einen eigenen Bezirk mit dem Wohnbereich der Königin meint (Manniche 1982), könnte es sich auf den Herrschaftssitz mit dem Haus der „Tochter des Pharao“ (1Kön 9,24) beziehen (Görg 1995).

2. Sichem

„Bet-Millo“ erscheint dreimal in Bezug auf Sichem, und zwar stets in der Verbindung „die Herren von Sichem und Bet-Millo“ (Ri 9,6.20 [zweimal]). Demnach könnte es sich bei Sichem und Bet-Millo um zwei unterschiedliche Orte handeln. Wahrscheinlich aber bezeichnet „Bet-Millo“ nur einen erhöhten Teil von Sichem, eine Akropolis, die nach dem gegenwärtigen Stand der archäologischen Forschung nicht präziser lokalisiert werden kann, und die Wendung „die Herren von Sichem und Bet-Millo“ die Vertreter der Unter- und Oberstadt (Soggin 1967, 192-194; Gaß 2005, 311-312).

3. Jerusalem

3.1. Lokalisierung

Entwurf und © 2015: Klaus Bieberstein; Kartographie: Richard Szydlak (vgl. Lutherbibel 2017)

Abb. 1 Jerusalem in der Zeit des Alten Testaments.

Die sieben anderen Belege beziehen sich auf → Jerusalem und wurden, solange die Kenntnisse der Baugeschichte der Stadt noch vage waren, an unterschiedlichen Orten im Bereich des Südosthügels verortet (zur frühen Forschungsgeschichte s. Simons 1952, 131-144).

Dabei reichte das Spektrum der Deutungsvorschläge von einem Wasserbecken über eine Auffüllung (Soggin 1967, 192-193; Stager 1982, 121) und Bastion (Vincent 1912, 172-187; Proksch 1930, 24-25) im Tyropoiontal, eine Norderweiterung der bronzezeitlichen Stadt durch → David (Gray 1969, 31-33; Schmid 1970, 242-243), die von David eingenommene und von → Salomo nach Norden verlegte Akropolis (Galling 1937, 300-303) oder eine Verbindung zwischen der von David eingenommenen Stadt und der von Salomo gegründeten Akropolis (Weill 1920, 24-31) bis zu einem Turm am nordöstlichen Eck der von David eingenommenen Stadt (Macalister / Duncan 1926, 83-87) oder einer Mauer an der östlichen Hangkante nordöstlich der von David eingenommenen Stadt (Dalman 1930, 133-135).

 Zeichnung © 2016: Klaus Bieberstein

Abb. 2 Terrassen der frühen Eisenzeit I, „Stepped Stone Structure“ der späten Eisenzeit II A, Häuser der Eisenzeit II C, Stadtmauer und Stadttürme der hasmonäischen Zeit.

Nachdem Macalister und Duncan an der östlichen Hangkante oberhalb des Gihon ein Hangplaster entdeckt hatten und Kenyon unter dem Hangpflaser auf Terrassen gestoßen war, schlug sie vor, den Begriff „Millo“ auf die Hangverbauung zu beziehen (1963, 14; 1965, 13-14; 1968, 59-60; 1974, 100-103), und dieser Vorschlag wird seither fast einhellig rezipiert (z. B. Noth 1968, 219-220; Benjamin Mazar 1975, 170-173; Würthwein 1977, 110; Wightman 1993, 27-28.35; Na’aman 2012, 29-30; Bieberstein 2017, 47).

Neben dem „Millo“ wird an der östlichen Hangkante öfter der „Ofel“ (hebr. עֹפֶל ‘ofæl; Jes 32,14; Neh 3,26-27; Neh 11,21; 2Chr 27,3; 2Chr 33,14, vgl. Mi 4,8; → Jerusalem) erwähnt. Dabei begegnet der „Millo“ überwiegend in vorexilischen, der „Ofel“ hingegen nur in nachexilischen Texten. Dennoch können sich die beiden Begriffe (gegen Franklin 2014) nicht auf denselben Ort beziehen, denn der Palast Davids, unterhalb dessen der Millo lag, wird in Neh 12,37 südlich des Wassertores, der Ofel hingegen in Neh 3,26-27 nördlich des Wassertores lokalisiert. Demnach müssen die beiden Begriffe unterschiedliche Orte meinen, und der „Ofel“ ist weiter nördlich zu suchen. Schließlich wird er auch von Flavius Josephus (Bell II 448; V 145.254; VI 354) unmittelbar südlich des Tempelplatzes lokalisiert.

3.2. Archäologie

© public domain (Foto: Klaus Koenen, 2010; Beschriftung: Klaus Bieberstein)

Abb. 3 Terrassen der frühen Eisenzeit I, „Stepped Stone Structure“ der späten Eisenzeit II A, Häuser der Eisenzeit II C, Stadtmauer und Stadttürme der hasmonäischen Zeit.

Fast 200 m südlich des Tempelplatzes hatten Macalister und Duncan (1926, 49-74) in ihren Grabungen 1923-1925 auf über 120 m einen Mauerzug mit zwei talseitig vorspringenden Türmen und sowohl zwischen den beiden Türmen als auch südlich des südlichen Turmes eine fein gestufte Hangverkleidung entdeckt, die von ihnen als „Jebusite Ramp“ bezeichnet wurde und einem Vorschlag von Shiloh (1984, 16-17) folgend inzwischen periodenneutral als „Stepped Stone Structure“ bezeichnet wird. 1961 begann Kenyon (1968; 1973) am Fuß des südlichen Turmes ihre Grabungen und weitete sie nördlich desselben aus. 1978-1982 setzte Shiloh (1984, 15-21) ihre Grabungen nach Norden fort, und 2005-2007 konnte Eilat Mazar (2015) abermals nördlich anschließend unter dem nördlichen Turm eine auf 3 x 3 m begrenzte, aber 10 m tiefe Sondage unternehmen. Dabei ergaben sich folgende Befunde (Bieberstein 2017, 43-46.53-54):

3.2.1. Die Terrassen der Eisenzeit I

Am Fuß des südlichen Turmes stieß Kenyon auf zwei Mauerzüge eines Hauses der frühen Eisenzeit I, auf dessen Fußboden die Fragmente eines typisch früheisenzeitlichen „collared rim jar“ lagen (Steiner 2001, 24; → Eisenzeit I).

Nördlich des Turmes stellten Kenyon (1974, 94-96) und Shiloh (1984, 16.26) mehrere schmale, meist nur eine Steinlage breite Mauern fest, die in geringen Abständen rippenartig in westöstlicher Richtung hangabwärts verlaufen und teilweise noch bis zu 6 m hoch erhalten sind. Quer zu diesen fanden sie mehrere, hangparallel verlaufende Stützmauern, die noch bis zu 3 m hoch anstehen, und interpretierten das netzförmige System hangabwärts und hangparallel verlaufender Mauern als Substruktionen von Terrassen. Diese erstrecken sich in westöstlicher Richtung in mindestens sieben großen Stufen von der oberen Hangkante über 20 m hangabwärts.

Zwar hatten Kenyon und Shiloh die Terrassen zunächst ins 14. oder 13. Jh. v. Chr. zu datieren versucht, aber sie wurden über dem genannten Haus der frühen Eisenzeit I errichtet und mit Erde verfüllt, die ebenfalls Keramik der frühen Eisenzeit I, aber keine spätere Keramik enthielt. Daher müssen sie ebenfalls in der frühen Eisenzeit I angelegt worden sein (Steiner 2001, 28-39; Cahill 2003, 33-54), was nach der konventionellen frühen Chronologie der Eisenzeit einer absoluten Datierung im 12. Jh. v. Chr. entsprochen hätte, nach der neueren (und hier vertretenen) späten Chronologie hingegen erst dem späten 12. oder frühen 11. Jh. v. Chr. entspricht.

Da in den ausgedehnten Grabungen der letzten 150 Jahre am gesamten Südosthügel keine weiteren Gebäude derselben Zeit gefunden wurden, können die Terrassen nicht angelegt worden sein, um in einer beengten Siedlung neuen Baugrund zu schaffen (entgegen Kenyon 1974, 95-96, und Shiloh 1984, 16.26). Vielmehr müssen sie gebaut worden sein, um den Hang vor Erosion zu schützen (Steiner 2001, 39.113). Dann aber muss oberhalb der Terrassen ein Gebäudekomplex gestanden haben, der einer so aufwändigen Hangverbauung wert war. Allerdings lässt die im Versturz gefundene Gebrauchskeramik nicht auf eine Kultstätte schließen. Daher ist ein größeres Gehöft zu vermuten. Dabei kann es sich nicht um eine „Stadtburg“ am nördlichen „Stadtrand“ einer kanaanäischen „Stadt“ gehandelt haben, denn von einer „Stadt“ fehlt jegliche Spur, sondern nur um einen Stützpunkt, der im Licht der schriftlichen Zeugnisse als jener regionale Herrschaftssitz interpretiert werden muss, von dem aus → Abdi Chepa im 14. Jh. v. Chr. im ägyptischen Auftrag das umgebende Bergland kontrolliert und den David im 10. Jh. v. Chr. übernommen hat (Steiner 1998, 151; 2001, 36-41.112-113; 2007, 71).

Daher vermutete Eilat Mazar (1997) an dem Ort oberhalb der Terrassen zwar nicht ohne Grund schon vor Beginn ihrer Grabungen von 2005-2007 Davids Palast. Aber die Stratigraphie des dortigen Geländes wurde durch die frühen, methodisch unreifen Pioniergrabungen von Duncan und Macalister weitgehend zerstört, und Eilat Mazar hat bislang noch keine stratigraphischen Befunde publiziert. Daher ist gegenüber ihrer Datierung der von ihr freigelegten und der Öffentlichkeit als Davids Palast präsentierten Mauern (2006; 2007, 52-66; 2009, 43-65; 2015, 64-72; 2015) Zweifel angebracht. Möglicherweise stammen sie erst aus der späten Eisenzeit II A sowie aus hasmonäischer Zeit (Finkelstein / Herzog / Singer-Avitz / Ussishkin 2007; Finkelstein 2011).

3.2.2. Das Hangpflaster der Eisenzeit IIA

Über den Terrassen am Abhang unterhalb des vermuteten Herrschaftssitzes liegt wie ein großer Mantel die bereits genannte und als „Stepped Stone Structure“ bezeichnete Hangverkleidung. Diese ist über 40 m breit und kann inzwischen über mindestens 16,5 m und vielleicht sogar – wenn man weitere, ungesicherte Befunde hinzurechnet – über 33 m hangabwärts verfolgt werden.

Kenyon (1974, 192-193) und Shiloh (1984, 16-17.27) hatten in ihren einander benachbarten Grabungen übereinstimmend beobachtet, dass die Hangverkleidung eine jüngere Bauphase als die genannten Terrassen repräsentiert. Zwar votierten Cahill und Tarler in ihrer Auswertung der Aufzeichnungen von Shiloh dafür, die Terrassen und den Mantel einer einzigen Bauphase zuzuschreiben und gemeinsam an den Anfang der Eisenzeit I zu datieren (Cahill / Tarler 1993; Cahill 2003, 33-54; ebenso Amihai Mazar 2006, 257-265; 2010, 40-45), doch hält Steiner (1993; 1994; 2001, 42-47.50-52; 2003, 351-359) in ihrer Auswertung der Aufzeichnungen von Kenyon überzeugend an der Unterscheidung zweier Bauphasen fest. Dabei lässt sich das Hangpflaster relativ gut datieren, denn nach Steiner fand sich unter dem Hangpflaster wenig handpolierte Keramik mit rotem Farbüberzug, die charakteristisch für die Eisenzeit II A ist (→ Eisenzeit II). Und über dem unteren Teil des Hangpflasters wurde ein Gebäude errichtet, das aufgrund von Brandspuren in einem Raum als „Burnt Room House“ bezeichnet wird und in seinen Fundamenten ebenfalls Keramik der Eisenzeit II A, aber keine spätere Keramik enthielt (Cahill 2003, 56-66). Demnach muss das Hangpflaster zwingend in der Eisenzeit II A angelegt worden sein, die nach der konventionellen frühen Chronologie der Eisenzeit ins 10. Jh. datiert wurde und in der (hier vertretenen) späten Chronologie zwischen 930 und 835, spätestens aber um 760 v. Chr. datiert wird.

Diese Datierung der aufwändigen Hangverkleidung deutet darauf hin, dass der ehemalige Herrschaftssitz oberhalb derselben auch in nachsalomonischer Zeit noch lange in Gebrauch blieb.

3.3. Biblische Retrospektiven

Sechs der sieben biblischen Erwähnungen des „Millo“ in Jerusalem (2Sam 5,9; 1Kön 9,24; 1Kön 11,27; 1Chr 11,8; 2Chr 32,5) stellen eine unmittelbare Verbindung zwischen dem „Millo“ und der „Stadt Davids“ her, wobei 2Chr 32,5 den „Millo“ sogar appositionell mit der „Stadt Davids“ gleichsetzt. Daher kann der Zusammenhang zwischen beiden ebenso wie die Identifizierung des „Millo“ mit der Hangverbauung und die Lokalisierung der „Stadt Davids“ oberhalb derselben als gesichert gelten.

Dennoch ist zu betonen, dass die biblischen Quellen nicht aus jener Zeit stammen, in der die Hangverbauung angelegt wurde, sondern Jahrhunderte später verfasst wurden und demnach nicht belegen, wann sie angelegt wurde, sondern wem das zu biblischen Zeiten allein noch sichtbare Hangpflaster über den Terrassen Jahrhunderte später zugeschrieben wurde.

3.3.1. Deuteronomistisches Geschichtswerk

Die Baunotizen der deuteronomistischen Redaktion (→ Deuteronomismus) der Bücher Samuel (→ Samuelbücher) und Könige (→ Königsbücher) wurden entweder zwischen 622 und 609 (Cross 1973, 274-289; Schmid 2006; Stipp 2011) oder erst um 560 (Noth 1957, 3-110) verfasst und unterscheiden genau: Ihnen zufolge habe David den jebusitischen Herrschaftssitz oberhalb des Millo eingenommen und ausgebaut (2Sam 5,9), aber erst Salomo habe nach der Errichtung der neuen Akropolis und dem Umzug der Tochter des Pharao vom alten Herrschaftssitz in die neue Akropolis den alten Herrschaftssitz mit dem Millo befestigt (1Kön 9,15.24; 1Kön 11,27). Demnach setzt die deuteronomistische Redaktion das Hangpflaster der späten Eisenzeit II A um rund ein Jahrhundert zu früh an und schreibt es zu Unrecht schon Salomo zu.

3.3.2. Chronistisches Geschichtswerk

Die → Chronikbücher wurden erst um 380 verfasst (Kalimi 1993) und bieten nur zwei Baunotizen zum Millo. Die erste (1Chr 11,8) basiert auf 2Sam 5,9 und bietet eine Nachinterpretation ohne historischen Wert. Sie schreibt David Bautätigkeiten innerhalb des Millo und → Joab die Wiederherstellung der übrigen Stadt zu. Dabei scheint Jerusalem zur Zeit Davids aus archäologischer Sicht über den Herrschaftssitz oberhalb des Millo kaum hinausgegangen zu sein, weshalb Joabs vermeintliche Baumaßnahmen als fiktiv zu betrachten sind. Die zweite (2Chr 32,5) spricht von einer Verstärkung des Millo durch → Hiskia, doch spricht aus archäologischer Sicht nichts für Baumaßnahmen am Hangpflaster in der Eisenzeit II B. Zudem liegt die Baunotiz derart in der Tendenz der Chronik, guten Königen systematisch fiktive Baumaßnahmen zuzuschreiben und schlechten Königen abzusprechen (Welten 1973), dass sie als historische Quelle ebenfalls ausscheiden muss.

Damit müssen alle biblischen Baunotizen als anachronistische Retrospektiven gelten.

3.3.3. Septuaginta

Als die Hebräische Bibel im 3. und 2. Jh. v. Chr. ins Griechische übersetzt wurde und die Septuaginta entstand, wurde der Begriff „Millo“ entweder mit μααλλων maallōn (Ri 9,6.20) oder μαλλω mallō (2Kön 12,21) transkribiert, als ἀνάλημμα analēmma „Befestigung“ interpretiert (2Chr 32,5) oder durch ἄκρα akra „Burg“ ersetzt (2Sam 5,9; 1Kön 9,15; 1Kön 11,27), weil sich am nördlichen Teil des Südosthügels in Jerusalem in frühhellenistischer Zeit die Akra erhob (Bieberstein 2017, 113-114).

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Index Theologicus

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

  • Biblisches Reallexikon, 1. Aufl., Tübingen 1938
  • Biblisch-historisches Handwörterbuch, Göttingen 1962-1979
  • Biblisches Reallexikon, 2. Aufl., Tübingen 1977
  • Neues Bibel-Lexikon, Zürich u.a. 1991-2001
  • The Anchor Bible Dictionary, New York 1992

2. Weitere Literatur

2.1. Etymologie

  • Görg, Manfred, 1995, Millo, in: ders. / Lang, Bernhard (Hgg.), Neues Bibellexikon, Band II, Lieferung 10, Zürich u.a., 814
  • Steiner, Richard C., 1989, New Light on the Biblical Millo from Hatran Inscriptions, Bulletin of the American Schools of Oriental Research 276, 15-23

2.2. Sichem

  • Gaß, Erasmus, 2005, Die Ortsnamen des Richterbuches in historischer und redaktioneller Perspektive (Abhandlungen des Deutschen Palästina-Vereins 35), Wiesbaden
  • Soggin, J. Alberto, 1967, Bemerkungen zur alttestamentlichen Topographie Sichems mit besonderem Bezug auf Jdc. 9, Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins 83, 183-198

2.3. Jerusalem

2.3.1. Lokalisierung

  • Dalman, Gustaf, 1930, Jerusalem und sein Gelände (Schriften des Deutschen Palästina-Instituts 4 = Beiträge zur Förderung christlicher Theologie, 2. Reihe, 19. Band), Gütersloh
  • Franklin, Norma, 2014, Dispelling the Fog (אפל) Around the Ophel (עֹפֶל), in: Noor Mulder / Jeanette Boertien / Eveline Boertien (Hgg.), Exploring the Narrative. Jerusalem and Jordan in the Bronze and Iron Ages. Papers in Honour of Margreet Steiner (Library of the Hebrew Bible / Old Testament Studies 583), London, 286-296
  • Galling, Kurt, 1937, Biblisches Reallexikon (Handbuch zum Alten Testament, Erste Reihe, 1), Tübingen
  • Gray, John, 1969, A History of Jerusalem, London
  • Kenyon, Kathleen M., 1963, Excavations in Jerusalem, 1962, Palestine Exploration Quarterly 95, 7-21
  • Kenyon, Kathleen M., 1965, Excavations in Jerusalem, 1964, Palestine Exploration Quarterly 97, 9-20
  • Kenyon, Kathleen M., 1974, Digging Up Jerusalem, London
  • Kenyon, Kathleen, 1968, Jerusalem. Die Heilige Stadt von David bis zu den Kreuzzügen. Ausgrabungen 1961-1967, Bergisch Gladbach
  • Macalister, Robert A. Stewart / Duncan, John G., 1926, Excavations on the Hill of Ophel, Jerusalem 1923-1925 (Annual of the Palestine Exploration Fund 4), London
  • Na’aman, Nadav, 2012, Biblical and Historical Jerusalem in the Tenth and Fifth-Fourth Centuries BCE, Biblica 93, 21-42
  • Na’aman, Nadav, 2014, The Interchange between Bible and Archaeology. The Case of David’s Palace and the Millo, Biblical Archaeology Review 40, Heft 1, 57-61.68-69
  • Noth, Martin, 1968, Könige, Bd. I (Biblischer Kommentar IX.1), Neukirchen-Vluyn
  • Procksch, Otto, 1930, Das Jerusalem Jesajas, Palästinajahrbuch des Deutschen evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes zu Jerusalem 26, 12-40
  • Schmid, Herbert, 1970, Der Tempelbau Salomos in religionsgeschichtlicher Sicht, in: Arnulf Kuschke / Ernst Kutsch (Hgg.), Archäologie und Altes Testament (FS Kurt Galling), Tübingen, 241-250
  • Simons, Jan J., 1952, Jerusalem in the Old Testament. Researches and Theories (Scholten memoriae dicata 19), Leiden
  • Soggin, J. Alberto, 1967, Bemerkungen zur alttestamentlichen Topographie Sichems mit besonderem Bezug auf Jdc. 9, Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins 83, 183-198
  • Stager, Lawrence E., 1982, The Archaeology of the East Slope of Jerusalem and the Terraces of the Kidron, Journal of Near Eastern Studies 41, 111-121
  • Weill, Raymond, 1920, La Cité de David. Compte-rendu des fouilles exécutées, à Jérusalem, sur le site de la ville primitive, [I.] Campagne de 1913-1914, Paris
  • Wightman, Gregory J., 1994, The Walls of Jerusalem. From the Canaanites to the Mamluks (Mediterranean Archaeology, Supplementum 4), Sidney
  • Würthwein, Ernst, 1977, Die Bücher der Könige, [I.] Das erste Buch der Könige, Kapitel 1-16 (Altes Testament Deutsch 11,1), Göttingen

    2.3.2. Archäologie

  • Bieberstein, Klaus, 2017, A Brief History of Jerusalem. From the Earliest Settlement to the Destruction of the City in AD 70 (Abhandlungen des Deutschen Palästina-Vereins 47), Wiesbaden
  • Cahill, Jane M. / Tarler, David, 1993, [Antwort an Margreet Steiner], in: Abraham Biran / Janet Aviram (Hgg.), Biblical Archaeology Today, 1990. Proceedings of the Second International Congress on Biblical Archaeology, Jerusalem, June-July 1990, Jerusalem, 625-626
  • Cahill, Jane M., 2003, Jerusalem at the Time of the United Monarchy. The Archaeological Evidence, in: Andrew G. Vaughn / Ann E. Killebrew (Hgg.), Jerusalem in Bible and Archaeology. The First Temple Period (SBL Symposium Series 18), Atlanta GA, 13-80
  • Finkelstein, Israel / Herzog, Ze’ev / Singer-Avitz, Lily / Ussishkin, David, 2007, Has King David’s Palace in Jerusalem Been Found?, Tel Aviv 34, 142-164
  • Finkelstein, Israel, 2011, The „Large Stone Structure“ in Jerusalem. Reality versus Yearning, Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins 127, 1-10
  • Kenyon, Kathleen M., 1974, Digging Up Jerusalem, London
  • Macalister, Robert A. Stewart / Duncan, John G., 1926, Excavations on the Hill of Ophel, Jerusalem 1923-1925 (Annual of the Palestine Exploration Fund 4), London
  • Mazar, Amihai, 2006, Jerusalem in the 10th Century B.C.E. The Glass Half Full, in: Yairah Amit / Ehud Ben Zvi / Israel Finkelstein / Oded Lipschits (Hgg.), Essays on Ancient Israel in Its Near Eastern Context (FS Nadav Na’aman), Winona Lake IN, 255-272
  • Mazar, Amihai, 2010, Archaeology and the Biblical Narrative. The Case of the United Monarchy, in: Reinhard G. Kratz / Hermann Spieckermann (Hgg.), One God – One Cult – One Nation. Archaeological and Biblical Perspectives (Beihefte zur Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft 405), Berlin / New York, 34-45
  • Mazar, Benjamin, 1975, The Mountain of the Lord, Garden City NY
  • Mazar, Eilat, 1997, Excavate King David’s Palace!, Biblical Archaeology Review 23, Heft 1, 50-57.74
  • Mazar, Eilat, 2006, Did I Find King David’s Palace?, Biblical Archaeology Review 32, Heft1, 16-27.70
  • Mazar, Eilat, 2007, The City of David Excavations 2005 at the Visitors Center Area, Jerusalem / New York
  • Mazar, Eilat, 2009, The Palace of King David. Excavations at the Summit of the City of David. Preliminary Report of Seasons 2005-2007, Jerusalem / New York
  • Mazar, Eilat, 2015, The Summit of the City of David. Excavations 2005-2008. Final Reports, I. Area G, Jerusalem
  • Shiloh, Yigal, 1984, Excavations at the City of David, I. 1978-1982. Interim Report of the First Five Seasons (Qedem 19), Jerusalem
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  • Steiner, Margreet, 1994, Re-dating the Terraces of Jerusalem, Israel Exploration Journal 44, 13-20
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  • Steiner, Margreet, 2001, Excavations by Kathleen M. Kenyon in Jerusalem 1961-1967, III. The Settlement in the Bronze and Iron Ages (Copenhagen International Series 9), London / New York
  • Steiner, Margreet, 2003, The Evidence from Kenyon’s Excavations in Jerusalem. A Response Essay, in: Andrew G. Vaughn / Ann E. Killebrew (Hgg.), Jerusalem in Bible and Archaeology. The First Temple Period (SBL Symposium Series 18), Atlanta GA, 347-363
  • Steiner, Margreet, 2007, Jerusalem in the Late Second Millenium and the Beginning of the First Millenium BC, in: Zeidan Kafafi / Robert Schick (Hgg.), Jerusalem Before Islam (British Archaeology Reports 1699), Oxford, 69-73

    2.3.3. Biblische Retrospektiven

  • Cross, Frank Moore, 1973, Canaanite Myth and Hebrew Epic. Essays in the History of the Religion of Israel, Cambridge MA, 274-289
  • Kalimi, Isaac, 1993, Die Abfassungszeit der Chronik. Forschungsstand und Perspektiven, Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft 105, 223-233
  • Noth, Martin, 1957, Überlieferungsgeschichtliche Studien. Die sammelnden und bearbeitenden Geschichtswerke im Alten Testament, Tübingen
  • Schmid, Konrad, 2006, Hatte Wellhausen Recht? Das Problem der literarhistorischen Anfänge des Deuteronomismus in den Königebüchern, in: Markus Witte / Konrad Schmid / Doris Prechel / Jan Christian Gertz (Hgg.), Die deuteronomistischen Geschichtswerke. Redaktions- und religionsgeschichtliche Perspektiven zur „Deuteronomismus“ -Diskussion in Tora und Vorderen Propheten (Beihefte zur Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft 365), Berlin / New York, 19-43
  • Stipp, Hermann-Josef, 2011, Ende bei Joschija. Zur Frage nach dem ursprünglichen Ende der Königsbücher bzw. des deuteronomistischen Geschichtswerkes, in: ders. (Hg.), Das deuteronomistische Geschichtswerk (Österreichische Biblische Studien 39), Frankfurt u. a., 225-267
  • Welten, Peter, 1973, Geschichte und Geschichtsdarstellung in den Chronikbüchern (Wissenschaftliche Monographien zum Alten und Neuen Testament 42), Neukirchen-Vluyn

Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Jerusalem in der Zeit des Alten Testaments. Entwurf und © 2015: Klaus Bieberstein; Kartographie: Richard Szydlak (vgl. Lutherbibel 2017)
  • Abb. 2 Terrassen der frühen Eisenzeit I, „Stepped Stone Structure“ der späten Eisenzeit II A, Häuser der Eisenzeit II C, Stadtmauer und Stadttürme der hasmonäischen Zeit. Zeichnung © 2016: Klaus Bieberstein
  • Abb. 3 Terrassen der frühen Eisenzeit I, „Stepped Stone Structure“ der späten Eisenzeit II A, Häuser der Eisenzeit II C, Stadtmauer und Stadttürme der hasmonäischen Zeit. © public domain (Foto: Klaus Koenen, 2010; Beschriftung: Klaus Bieberstein)

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