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Lexikon

Kirjat-Jearim

Andere Schreibweise: Kirjathjearim; Kiriath-Jearim

Erasmus Gaß

(erstellt: März 2019)

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© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 1 Karte zur Lage Kirjat-Jearims.

Kirjat-Jearim ist ein Ort, der z.B. in der → Ladeerzählung eine Rolle spielt.

1. Name

Bei dem Ortsnamen Kirjat-Jearim (קִרְיַת יְעָרִים Qirjat Jə‘ārîm; nur in Jer 26,20 mit Artikel קִּרְיַת הַיְּעָרִים Qirjat hajJə‘ārîm) handelt es sich um eine Constructusverbindung aus den beiden Wörtern קִרְיָה qirjāh „Stadt“ und יַעַר ja‘ar „Wald“. Orte, die mit dem Nomen קִרְיָה qirjāh gebildet werden, sind vom Siedlungstyp her als städtische Ortslagen zu deuten (Borée 1968). Als „Stadt der Wälder“ spielt der Ortsname Kirjat-Jearim zudem auf die bewaldete Region an, in der er sich befindet. Die Deutung „Stadt der Wälder“ wird auch von Hieronymus belegt, der den Ortsnamen zum einen als villa silvarum, zum anderen aber auch als „Stadt des Iarim / Jearim“ interpretiert (Hieronymus Onomastikon 49:19; Liber interpretationis hebraicorum nominum 26:3; Hieronymus Commentarius in Esaiam [zu Jes 29,1-8]).

Neuerdings wird vorgeschlagen, dass das Pluralwort יְעָרִים jə‘ārîm „hölzerne Dinge“ auf hölzerne Kultstatuen der Gottheit → Aschera zu beziehen wäre, was bestens zum Alternativnamen Kirjat-Baala „Stadt der Herrin“ passen würde, vor allem weil Baala ein Epitheton für Aschera sein könnte (Leuchter 2008).

Außerdem gibt es noch Alternativnamen für Kirjat-Jearim. An einigen Stellen wird darauf verwiesen, dass Kirjat-Jearim mit Baala (Jos 15,9) bzw. Kirjat-Baal (Jos 15,60; Jos 18,40) gleichzusetzen wäre. Zumindest auf Endtextebene sind Baala bzw. Kirjat-Baal Alternativnamen zu Kirjat-Jearim. Hierauf deutet auch 2Sam 6,2 hin, wo der Ort Baala zumindest in der Version von 4QSama mit Kirjat-Jearim gleichgesetzt wird. Der Name Baala mag Epitheton einer weiblichen Gottheit wie → Anat oder → Aschera sein. Vielleicht sollten derartige Anklänge an einen möglichen kanaanäischen Kult mit Hilfe der Form Kirjat-Jearim bewusst beseitigt werden. Bisweilen wird angenommen, dass es sich bei Baala bzw. Kirjat-Baal um einen Sakralort handele, der lediglich in der Nachbarschaft von Kirjat-Jearim gelegen habe. Aber das ist unsicher.

Der Ort Baalat (1Kön 9,18) liegt hingegen im Negev und kann nicht mit Kirjat-Jearim gleichgesetzt werden.

2. Biblische Überlieferung

Der Ort Kirjat-Jearim wird im Alten Testament 15-mal erwähnt, wobei Kirjat-Jearim zusätzlich in den genealogischen Ausführungen der → Chronikbücher vorkommt (1Chr 2,50.52.53).

In Esr 2,25 ist der Ort Kirjat-Arim (קִרְיַת עָרִים Qirjat ‘Ārîm) entweder als Sonderform oder als verderbte Lesart von Kirjat-Jearim zu deuten, zumal Kirjat-Arim wie Kirjat-Jearim ebenfalls bei den Städten → Kefira und → Beerot liegt und Esr 2,25 eine annähernd gleiche Parallele in Neh 7,29 hat, wo Kirjat-Jearim belegt ist. Außerdem könnte in Jos 18,28 ursprünglich der Ortsname Kirjat-Jearim gestanden haben, wobei Jə‘ārîm wegen des folgenden עָרִים ‘ārîm aufgrund von Haplographie entfallen wäre. Bisweilen wird auch der Ausdruck בָּמוֹת יָעַר bāmôt jā‘ar in Mich 3,12 als Kurzform für bāmôt Qirjat Jə‘ārîm gedeutet (Leuchter 2008), was aber unsicher bleiben muss. Möglicherweise ist darüber hinaus der Ausdruck שְׂדֵי־יָעַר śədê jā‘ar „Gefilde von Jaar“ in Ps 132,6 ein poetisches Synonym für Kirjat-Jearim (Elitzur 2004).

Kirjat-Jearim liegt in der Nähe von → Gibeon, → Kefira und → Beerot (Jos 9,17; Neh 7,29). Nach Jos 9,17 gehört Kirjat-Jearim mit Kefira und Beerot zu den Städten, die zu Gibeon gehören, sodass Israel während der kriegerischen Landnahme deren Einwohner aufgrund des von Gibeon erschlichenen → Bundes nicht auslöschen durfte. Es ist allerdings fraglich, ob in Jos 9,17 nicht ein Nachtrag vorliegt, da die drei Städte Kefira, Beerot und Kirjat-Jearim ansonsten in der Erzählung nie mit Gibeon zusammen genannt werden (Fritz 1994). Der Ort Kirjat-Jearim liegt zudem an der Westgrenze Benjamins (Jos 15,9; Jos 18,14.15), wo diese Stadt entweder zu Juda (Jos 15,59; Jos 18,14) oder zu Benjamin (Jos 18,28, textkritisch unsicher) gehörte. Vielleicht hat dieser Grenzort im Laufe der Zeit die Stammeszugehörigkeit gewechselt.

Abb. 2 Rückkehr der Lade nach Kirjat-Jearim (Phelipe Scio de San Miguel, 1794).

Abb. 2 Rückkehr der Lade nach Kirjat-Jearim (Phelipe Scio de San Miguel, 1794).

Kirjat-Jearim war außerdem ein zeitweiliger Aufenthaltsort der → Lade Gottes (1Sam 6,21; 1Sam 7,1.2; 1Chr 13,5.6; 2Chr 1,4). Nachdem die → Philister die Lade im Kampf von Israel erbeutet hatten, brachte sie ihnen nur Unheil. Deswegen schickten sie sie nach 1Sam 6,1-19 zurück. Die Bewohner von Kirjat-Jearim holten sie aus → Bet-Schemesch ab und brachten sie nach Kirjat-Jearim, wo sie Eleasar zum Hüter der Lade machten (1Sam 7,1). Dort blieb die Lade 20 Jahre (1Sam 7,2), bis → David sie nach → Jerusalem holte (2Sam 6,1-23).

Nach Jer 26,20 ist Kirjat-Jearim darüber hinaus der Heimatort des Märtyrerpropheten Urija ben Schemaja, der ähnlich wie Jeremia gegen Stadt und Land weissagte, was er mit dem Leben bezahlte. Vielleicht wurde Kirjat-Jearim aufgrund der Nennung in Zusammenhang mit dem Benjaminiter → Jeremia Benjamin zugerechnet (Finkelstein u.a. 2018).

3. Außerbiblische Überlieferung

Früher nahm man an, dass der Ort Kirjat-Jearim in der → Amarnakorrespondenz als Jaramu belegt sei (EA 333,10), wofür die Namensähnlichkeit sprechen könnte. Allerdings ist die Lage von Jaramu gänzlich unbekannt (Moran 1992; Belmonte Marín 2002). Außerdem ist eine etymologische Verbindung beider Namen kaum möglich.

Im Papyrus Anastasi I findet sich ein Ort qrt ‘nb (pAn I 22:4). Vielleicht hat sich dieser Name noch im modernen Ort Qarjet el-‘Ineb (Koordinaten: 1604.1349; N 31° 48' 24'', E 35° 06' 32'') erhalten, wobei es sich um die römische Nachfolgesiedlung von Kirjat-Jearim am Fuße des biblischen Ortes handeln könnte (s.u.). Dann wäre Kirjat-Anab ein weiterer Alternativname zu Kirjat-Jearim. Möglicherweise war demzufolge Kirjat-Baal-Anab der ursprüngliche Name von Kirjat-Jearim (Byrne 2002), der dann auch in den Formen Kirjat-Anab, Kirjat-Baal oder Baala überliefert wurde. Allerdings befindet sich der im Papyrus Anastasi erwähnte Ort Kirjat-Anab vermutlich auf dem → Baschan (Aḥituv 1984) und kann daher nicht mit dem judäischen Kirjat-Jearim gleichgesetzt werden. Darüber hinaus gibt es für einen ursprünglichen Namen Kirjat-Baal-Anab keine weiteren Hinweise in den Quellen.

Gelegentlich wird qdṯm aus der → Scheschonq-Liste [Nr. 25] mit Kirjat-Jearim identifiziert (Mazar 1957; Aḥituv 1984), auch wenn dies nicht unproblematisch ist (Wilson 2005; Finkelstein u.a. 2018), zumal der Ort qdṯm vermutlich zwischen Ajalon und Bet-Horon liegt (Blenkinsopp 1969).

Neuerdings wird der enigmatische Ortsname der Amarnakorrespondenz Bīt-dNIN.URTA (EA 290:16) als Bīt-Baal gedeutet und aufgrund des Alternativnamens Kirjat-Baal mit Kirjat-Jearim gleichgesetzt (Koch 2016). Hierfür spricht zumindest, dass das Sumerogramm NIN.URTA mit den unterschiedlichsten Gottheiten gleichgesetzt werden kann. Es verwundert daher nicht, dass das Toponym Bīt-dNIN.URTA immer wieder mit verschiedenen biblischen Orten identifiziert worden ist (Bet-Schemesch, Betlehem, Bet-Horon, Bet-Šulmānu; Bet-Zur). Eine überzeugende Lösung für dieses Toponym ist bislang nicht in Sicht.

→ Flavius Josephus lokalisiert die Stadt Kirjat-Jearim in der Nähe von Bet-Schemesch (Josephus, Antiquitates 6:18; Text gr. und lat. Autoren). Nach dem Onomastikon des → Eusebius liegt Kariathiareim an der Straßenverbindung zu Lydda / Diospolis 9 bzw. 10 Meilen von Jerusalem entfernt (Eusebius, Onomastikon 48:24; 114:25; Eusebs Onomastikon). Die anderen Erwähnungen von Kirjat-Jearim bei Eusebius referieren lediglich den biblischen Befund. So gilt der Ort Iareim als Stadt der Gibeoniter (Eus On 106:8) und ist mit Kirjat-Baal identisch (Eus On 114:19). Später wurde dort nach Petrus Diaconus offenbar eine Kirche errichtet (De Locis Sanctis L2) und nach dem armenischen Lektionar von Jerusalem ein Fest der Bundeslade gefeiert (Lect. Arm. 61). Der Patriarch Eutychius von Alexandrien bestätigt, dass zumindest im 10. Jh. Kirjat-Jearim mit Qarjet el-‘Ineb identifiziert worden ist (McKinny u.a. 2018).

4. Lokalisierung

Mit freundlicher Erlaubnis von © Schmunis Family Excavations at Kiriath-Jearim

Abb. 3 Der Hügel von Dēr el-‘Āzar.

Aufgrund des archäologischen Befundes und der Übereinstimmung mit den literarischen Quellen darf Kirjat-Jearim mit Dēr el-‘Āzar (Koordinaten: 1599.1353; N 31° 48' 34'', E 35° 06' 13'') gleichgesetzt werden. Andere Identifizierungsvorschläge konnten sich nicht durchsetzen (Guthe 1913).

Dēr el-‘Āzar liegt auf einem beherrschenden Hügel oberhalb des Dorfes Qarjet el-‘Ineb (Koordinaten: 1604.1349; N 31° 48' 24'', E 35° 06' 32''), dem heutigen Abū Ġōš. Auf der Hügelkuppe liegt mittlerweile das Kloster der Bundeslade, das im frühen 20. Jh. errichtet wurde und von den Schwestern des Hl. Josef geführt wird.

Mit freundlicher Erlaubnis von © Schmunis Family Excavations at Kiriath-Jearim

Abb. 4 Dēr el-‘Āzar von oben gesehen.

Die Lage von Dēr el-‘Āzar entspricht bestens den biblischen Angaben. Denn Dēr el-‘Āzar liegt südlich von Bet-Horon (Jos 18,14), östlich der Neftoach-Quelle (Jos 18,15) und nördlich von Kesalon (Jos 15,10) nördlich der alten Römerstraße (Fischer / Isaac / Roll 1996). Dieser Ort befindet sich zudem ungefähr 13 km west-nordwestlich von Jerusalem und entspricht damit den Entfernungsangaben des Eusebius. Außerdem scheint der arabische Name Dēr el-‘Āzar eine korrupte Lesart für „Kloster Eleasars“ zu sein, sodass hier die Tradition bewahrt wurde (1Sam 7,1), der zufolge der Priester Eleasar die Bundeslade bewachte (Blenkinsopp 1969; Keel / Küchler 1982). Der erste Namensteil Kirjat könnte sich zudem im modernen Ortsnamen Qarjet el-‘Ineb erhalten haben (Finkelstein u.a. 2018).

Als ein neuer Flügel der Unterkunft westlich des Konvents errichtet werden sollte, erfolgten in den Jahren 1995-1996 Rettungsgrabungen durch Gabriel Barkay, die noch nicht veröffentlicht sind. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurde ein großes Gebäude ausgegraben, dass vermutlich bereits in der Eisenzeit IIA gebaut und immer wieder bis in die hellenistische Zeit verwendet wurde. Darüber hinaus wurden 1971 durch A. Mazar / Z. Kallai, 1980 durch A. Feldstein und 2013 durch B. Zissu / C. McKinny Oberflächensurveys durchgeführt (McKinny u.a. 2018). Der Oberflächenbefund von Dēr el-‘Āzar reicht von der Frühbronzezeit über die Mittelbronzezeit II, Spätbronzezeit und Eisenzeit I/II bis in die persische, hellenistische, römische und byzantinische Periode, wobei die Eisenzeit IIB ausweislich des Keramikbefundes die Hauptbesiedlungsphase gewesen sein muss (Finkelstein u.a. 2018). Ausweislich des Scherbenbefundes geht man davon aus, dass dieser Ort bis zu 4,5 ha groß war. Seit dem Jahr 2017 finden Grabungen durch ein Team der Tel-Aviv-University unter Israel Finkelstein und dem Collège de France unter Thomas Römer in drei Arealen statt (Finkelstein u.a. 2018).

 Aus: Finkelstein u.a. 2018, 68, Bearbeitung von Erasmus Gaß

Abb. 5 Eisenzeitliche Plattform.

Die neuen Ausgrabungen haben gezeigt, dass auf der Hügelspitze in der Eisenzeit IIB in der ersten Hälfte des 8. Jh.s v. Chr. ein flaches, rechteckiges 150 x 110 m großes Podium errichtet wurde, das durch massive, 3 m breite Mauern gestützt wurde (Abb. 5). Die Konstruktion des Podiums könnte auf eine israelitische Bautätigkeit in Juda durch → Jerobeam II. zurückzuführen sein, nachdem → Joasch von Israel den Nachbarstaat Juda unterworfen hatte (2Kön 14,11-13). Das Tor zu dieser Anlage scheint am südlichen Ende der Ostwand des Podiums gebaut worden zu sein. In der Eisenzeit IIC wurden zudem die soliden Stützmauern verbreitert.

Mit freundlicher Erlaubnis von © Schmunis Family Excavations at Kiriath-Jearim

Abb. 6 Mauer in Areal C.

Zwar wird angenommen, dass Dēr el-‘Āzar von den → Babyloniern im 6. Jh. v. Chr. nicht zerstört wurde, aber der fehlende archäologische Befund aus der babylonischen Zeit und danach deutet zumindest darauf hin, dass der Ort irgendwann nach der Eisenzeit IIC verlassen wurde. Die Besiedlung nimmt wiederum erst in der späthellenistischen Zeit in der ersten Hälfte des 2. Jh.s v. Chr. zu, was sich auch in den Reparaturen des Podiums niedergeschlug. Möglicherweise ist die renovierte Befestigungsanlage auf den Seleukidengeneral Bakchides zurückzuführen (1Makk 9,50).

Aus: Vincent 1907, 415, Bearbeitung von Erasmus Gaß

Abb. 7 Grundriss der byzantinischen Kirche auf Dēr el-‘Āzar.

In frührömischer Zeit wurde das Podium nach Süden erweitert, sodass es eine quadratische 150 x 150 m große Fläche erreichte. Außerdem wurden die Stützmauern erneuert. Vermutlich befand sich die Toranlage ebenfalls im Südosten. Wahrscheinlich wurde hier auf der so geschaffenen Fläche nach dem Jüdischen Krieg und der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n. Chr. ein römisches Militärlager über den eisenzeitlichen Ruinen von Dēr el-‘Āzar errichtet. In der zweiten Hälfte des 5. Jh.s n. Chr. baute man in Dēr el-‘Āzar eine Basilika mit Mosaiken und eine Klosteranlage (Vincent 1907; Ovadiah 1970; Bagatti 2002). Die Basilika sollte an die Ereignisse mit der Bundeslade erinnern. Möglicherweise hat man diese Kirche auf eine ursprüngliche Synagoge gebaut. Am südlichen Abhang von Dēr el-‘Āzar befinden sich darüber hinaus ein gemauertes Kolumbarium und eine Kelteranlage.

Mit freundlicher Erlaubnis von © Schmunis Family Excavations at Kiriath-Jearim

Abb. 8 Kirche Notre-Dame de l’Arche d’Alliance (Dēr el-‘Āzar).

Ab der römischen Zeit wanderte die eigentliche Siedlung zum benachbarten Qarjet el-‘Ineb. Dort fand man bei Ausgrabungen ein Wasserreservoir aus dem 3.-5. Jh. n. Chr., das sich über einer Quelle befindet. Nahe dem Reservoir baute man in arabischer Zeit eine Karawanserei. Über dem Wasserreservoir errichteten schließlich Kreuzfahrer die Auferstehungskirche, die an die Erzählung der Emmausjünger erinnert (de Vaux / Steve 1950).

Aus.: de Vaux / Steve 1950, 167, Bearbeitung von Erasmus Gaß

Abb. 9 Die Auferstehungskirche in Qarjet el-‘Ineb.

Etwa 300 m nordwestlich von Dēr el-‘Āzar wurde ein Bauernhaus mit Zisterne, Weinpresse und anderen Anlagen ausgegraben. Diese Anlage stammt vermutlich aus der persischen Zeit. In byzantinischer Zeit kam es schließlich zu einer Renovierung dieser Gebäude (Adawi 2017). Etwa 500 m nordwestlich von Dēr el-‘Āzar wurden eine Terrassierungsmauer sowie weitere Mauerreste gefunden, die in die spätrömisch-byzantinische Zeit datiert werden können (Ben-Ari 2016).

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Index Theologicus

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

  • The Interpreter's Dictionary of the Bible, New York 1962.
  • Biblisch-historisches Handwörterbuch, Göttingen 1962-1979.
  • Neues Bibel-Lexikon, Zürich 1991-2001.
  • The Anchor Bible Dictionary, New York 1992.
  • Eerdmans Dictionary of the Bible, Grand Rapids 2000.
  • The New Interpreter's Dictionary of the Bible, Nashville 2006-2009.
  • Encyclopedia of the Bible and Its Reception, Berlin 2009ff.

2. Weitere Literatur

  • ‘Adawi, Z., 2017, Tel Qiryat Yearim (Abu Ghosh), Ḥadashot Arkheologiyot – ESI 129 (http://www.hadashot-esi.org.il/report_detail_eng.aspx?id=25295&mag_id=125)
  • Aḥituv, S., 1984, Canaanite Toponyms in Ancient Egyptian Documents, Jerusalem.
  • Bagatti, B., 2002, Ancient Christian Villages of Samaria (Studium Biblicum Franciscanum Collectio Minor 39), Jerusalem.
  • Belmonte Marín, J.A., 2002, Die Orts- und Gewässernamen der Texte aus Syrien im 2. Jt. v. Chr. (Répertoire Géographique des Textes Cunéiformes 12/2), Wiesbaden.
  • Ben-Ari, N., 2016, Tel Qiryat Yearim, West, Ḥadashot Arkheologiyot – ESI 128 (http://www.hadashot-esi.org.il/report_detail_eng.aspx?id=25295&mag_id=125)
  • Blenkinsopp, J., 1969, Kiriath-Jearim and the Ark, JBL 88, 143-156.
  • Borée, W., 1968, Die alten Ortsnamen Palästinas, Leipzig.
  • Byrne, R., 2002, Philistine Semitics and Dynastic History at Eqron, UF 34, 1-23.
  • Cooke, F.T., 1925, The Site of Kirjath-Jearim, The Annual of the American Schools of Oriental Research 5, 105-120.
  • Elitzur, Y., 2004, Ancient Place Names in the Holy Land. Preservation and History, Winona Lake.
  • Finkelstein, I. u.a., 2018, Excavations at Kiriath-jearim near Jerusalem, 2017. Preliminary Report, Semitica 60, 31-83.
  • Fischer, M. / Isaac, B. / Roll, I., 1996, Roman Roads in Judaea. Band 2 The Jaffa-Jerusalem Roads (British Archaeological Reports International Series 628), Oxford.
  • Fritz, V., 1994, Das Buch Josua (HAT I/7), Tübingen.
  • Gaß, E., 2005, Die Ortsnamen des Richterbuches in historischer und redaktioneller Perspektive (ADPV 35), Wiesbaden.
  • Guthe, H., 1913, Beiträge zur Ortskunde Palästinas. 12. Kirjath Jearim, ZDPV 36, 81-99.
  • Keel, O. / Küchler, M., 1982, Orte und Landschaften der Bibel. Ein Handbuch und Studienreiseführer zum Heiligen Land. Band 2. Der Süden, Zürich.
  • Koch, I., 2016, Notes on Three South Canaanite Sites in the el-Amarna Correspondence, TA 43, 91-98.
  • Lauffs, P., 1915, Zur Lage und Geschichte des Ortes Kirjath Jearim, ZDPV 38, 249-302.
  • Leuchter, M., 2008, The Cult at Kiriath Yearim. Implications from the Biblical Record, VT 58, 526-543.
  • Mazar, B., 1957, The Campaign of Pharaoh Shishak to Palestine, in: G.R. Driver (Hg.), Volume du Congrès Strasbourg 1956 (VT.S 4), Leiden, 57-66.
  • McKinny, C. u.a., 2018, Kiriath-jearim (Deir el-Âzar). Archaeological Investigations of a Biblical Town in the Judean Hill Country, IEJ 68, 30-49.
  • Moran, W.L., 1992, The Amarna Letters, Baltimore.
  • Ovadiah, A., 1970, Corpus of the Byzantine Churches in the Holy Land (Theophaneia 22), Bonn.
  • Vaux, R. de / Steve, A.-M., 1950, Fouilles à Qaryet el-‘Enab Abū Ġôsh Palestine (Études Archéologiques), Paris.
  • Vincent, H., 1907, Chronique. Église Byzantine et Inscription Romaine à Abou-Ghôch, RB 4, 414-421.
  • Wilson, K.A., 2005, The Campaign of Pharaoh Shoshenq I into Palestine (FAT 2/9), Tübingen.

Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Karte zur Lage Kirjat-Jearims. © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 2 Rückkehr der Lade nach Kirjat-Jearim (Phelipe Scio de San Miguel, 1794).
  • Abb. 3 Der Hügel von Dēr el-‘Āzar. Mit freundlicher Erlaubnis von © Schmunis Family Excavations at Kiriath-Jearim
  • Abb. 4 Dēr el-‘Āzar von oben gesehen. Mit freundlicher Erlaubnis von © Schmunis Family Excavations at Kiriath-Jearim
  • Abb. 5 Eisenzeitliche Plattform. Aus: Finkelstein u.a. 2018, 68, Bearbeitung von Erasmus Gaß
  • Abb. 6 Mauer in Areal C. Mit freundlicher Erlaubnis von © Schmunis Family Excavations at Kiriath-Jearim
  • Abb. 7 Grundriss der byzantinischen Kirche auf Dēr el-‘Āzar. Aus: Vincent 1907, 415, Bearbeitung von Erasmus Gaß
  • Abb. 8 Kirche Notre-Dame de l’Arche d’Alliance (Dēr el-‘Āzar). Mit freundlicher Erlaubnis von © Schmunis Family Excavations at Kiriath-Jearim
  • Abb. 9 Die Auferstehungskirche in Qarjet el-‘Ineb. Aus.: de Vaux / Steve 1950, 167, Bearbeitung von Erasmus Gaß

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