Hadad-Eser

(erstellt: April 2021)
Mit Dank an © Seminar für Altes Testament und Biblische Archäologie, Universität Mainz

Abb. 1 Karte zum Königreich Zobah, einem aramäischen Kleinstaat in der nördlichen Beqaa-Ebene.

Hadad-Eser ist der Name eines aramäischen Herrschers (→ Aramäer) von → Zobah in Syrien (heute Libanon), gegen den König → David siegreiche Kriege führte und dadurch seine Oberherrschaft über Syrien herstellte. Unter den zahlreichen Expansionskriegen Davids gegen andere Königtümer wird nur Hadad-Eser mit Namen genannt. Von ihm ist in drei biblischen Texten der → Samuel- und → Königsbücher sowie ihren Parallelen in der → Chronik die Rede, jedoch auf unterschiedliche Weise.

1. Der Name

Der Name Hadad-Eser (hebräisch: הַדַדְעֶזֶר Hadad‘æzær; aramäisch: Hadad ‘idr; akkadisch: Adad-’idri) trägt den syrischen → WettergottHadad im Namen und bedeutet: „(der Gott) Hadad ist (meine) Hilfe“. Er gehört zu den häufigen Danknamen, welche die persönliche Gottesbeziehung an eine Schutzgottheit ins Zentrum stellen (→ Name / Namensbildung; Albertz / Schmitt 2010, 556). Der Name ist in dieser wie in anderen Variationen im antiken aramäischen Onomastikon mehrfach bezeugt (Zadok 1977; Maraqten 1988; Schwemer 1998), wenn auch nicht in Quellen des 10. Jh.s v. Chr. Er begegnet in assyrischen Inschriften auch als Königsname eines aramäischen Herrschers von → Damaskus im 9. Jh. v. Chr. In manchen hebräischen Handschriften der Samuel- und der Chronikbücher ist fälschlich von Hadar-Eser die Rede. Die → Septuaginta nennt Hadad-Eser Ἀδραάζαρ Adraazar. Bei → Flavius Josephus (Antiquitates Judaicae [Jüdische Altertümer], VII, 99ff) begegnet der Name als Ἀρτάζαρος Artazaros (andere Hss. Adrazaros), in der → Vulgata heißt er Adadezer.

2. Das biblische Bild

2.1. 2Sam 8,1-14 par. 1Chr 18,1-13

In einer Liste von Davids Eroberungskriegen erscheint Hadad-Eser als „König von Zobah“ und „Sohn Rehobs“. Er wird von David besiegt, als Hadad-Eser oder David (vgl. 2Sam 8,3) seine Macht am → Euphrat wiederherstellen wollte. Dabei wird Hadad-Eser durch Aramäer von Damaskus unterstützt, ohne dass dort ein weiterer Herrscher genannt wird. David besiegt die Aramäer und erbeutet neben Streitwagen und goldenen Waffen der Krieger Hadad-Esers auch große Mengen Kupfer / Bronze aus „Betach und Berotai, den Städten Hadad-Esers“ (2Sam 8,8; 1Chr 18,8 nennt Tibchat und Kun). Zobah wird besiegt, aber nur Damaskus wird unterworfen, wo David Tribut empfängt und Verwalter oder Garnisonen einsetzt. Für Davids Sieg über Hadad-Eser (der in dem kurzen Stück achtmal erwähnt wird) bedankt sich ein König Toi von Hamat in Zentralsyrien, dessen Herrschaftsgebiet zwischen Zobah und dem Euphrat lag. Toi schickt seinen Sohn Joram (Hadoram) mit Geschenken und einem königlichen Segen zu David.

2.2. 2Sam 10,15-19 par. 1Chr 19,16-19

In 2Sam 10,1-14 wird zunächst von einem siegreichen Krieg berichtet, den David durch seinen General → Joab und dessen Bruder → Abischai gegen Rabbat Ammon (heute Amman in Jordanien) führen lässt. Dabei holen sich die → Ammoniter Verstärkung von „Aram Zobah“ und „Aram Bet Rehob“, dazu vom König von Maacha und von Tob. Anders als in 2Sam 8 werden hier Bet Rehob (Haus Rehobs) und Zobah als zwei unterschiedliche Machtbereiche aufgefasst. Hadad-Eser wird nicht genannt, obwohl Aram-Zobah das größte Truppenkontingent stellt. Stattdessen erscheint in einem weiteren Krieg gleich im Anschluss in 2Sam 10,15-19a ein Hadad-Eser als eine Art aramäischer Superkönig ohne Bezug zu einem bestimmten Königtum, der eine Koalition aramäischer Könige von „jenseits des Euphrats“ zu organisieren in der Lage war und diese unter seinem Heerführer Schobach gegen David in den Krieg schickt, ohne selbst an ihm teilzunehmen. Diesen Krieg entscheidet David mit „ganz Israel“ im ostjordanischen Helam für sich und erringt dadurch eine Vormachtstellung über ganz Syrien: „Und alle Könige, die Diener Hadad-Esers, sahen, dass sie im Angesicht Israels geschlagen waren, schlossen Frieden mit Israel und unterwarfen sich“ (2Sam 10,19). In der Chronikparallele (1Chr 19,15-19) ist es nicht Hadad-Eser, sondern sind es die vor Rabbat Ammon geschlagenen Aramäer, die diese große Koalition aufbieten; und nach Davids Sieg unterwerfen sich nicht „alle aramäischen Könige“, sondern allein „die Großen Hadad-Esers“.

2.3. 1Kön 11,23-25

Ein weiteres Mal wird Hadad-Eser im Zusammenhang einer (→ deuteronomistisch redigierten) Aufstellung von Feinden erwähnt, die Gott Davids Nachfolger → Salomo wegen dessen Götzendienstes erstehen ließ. Unter diesen wird ein → Reson, Sohn Eljadas, genannt, der in Damaskus geherrscht habe, nachdem er zuvor seinem Herrn Hadad-Eser davongelaufen war. Hadad-Eser wird hier wie in 2Sam 8,3.5 als „König von Zobah“ bezeichnet. Und wie in 2Sam 8 findet sich hier die Vorstellung, dass Damaskus, bevor es ein eigenes Königtum ausbilden konnte, unter der Macht und dem Einfluss Hadad-Esers von Zobah stand. Für Salomos Sündenregister in 1Kön 11 gibt es keine Parallele in der Chronik.

2.4. Das biblische Bild Hadad-Esers von Zobah

Diese unterschiedlichen Hadad-Eser-Überlieferungen sind nicht leicht unter einen Hut zu bringen und bieten zahlreiche Probleme sowohl der Textüberlieferung, der inneren Abfolge der genannten Kriege als auch der Datierung und Kontextualisierung dieser Texte. Doch bildet für die biblische Hadad-Eser-Überlieferung wohl 2Sam 8* den Ausgangspunkt. Hier wird Hadad-Eser als König von Zobah genannt, der in einer nicht genau bestimmbaren Beziehung zu einer Größe „Rehob“ steht. Mit Rehob ist in den Fügungen „Sohn Rehobs“ oder „Haus Rehobs“ wahrscheinlich der Gründer des Königtums (Eponym) gemeint, nicht der leibliche Vater Hadad-Esers (Patronym). Geographisch weisen sowohl Aram Zobah als auch Rehob in die Beqaa-Ebene zwischen den Gebirgszügen von Libanon und Antilibanon. Auch die genannten „Städte Hadad-Esers“ verweisen geographisch in diese Region (Zwickel 2016). Historisch wird entweder mit zwei Herrschaftsgebieten (Rehob in der südlichen, Zobah in der nördlichen Beqaa-Ebene) gerechnet (Younger 2016, 192-204; Zwickel 2016, mit Hinweis auf zwei separate, archäologisch nachweisbare Besiedlungscluster in der Eisenzeit). Oder es wird nur mit einem Herrschaftsbereich Zobah / Rehob mit Sitz in der (nördlichen) Beqaa-Ebene gerechnet (→ Aramäer 1.3.9; Lipiński 2000, 319-345; 2013, 13f; Bagg 2007, 53; Halpern 2001, 183f; Weippert HTAT 2010, 258; Niehr 2010, 301-304). Diesem Hadad-Eser von Zobah wird schon in 2Sam 8 ein beträchtlicher Aktionsradius zugeschrieben. Er habe seine Macht sogar bis zum Euphrat ausdehnen können, sei ein erklärter Gegner des Königtums von Hamat in Zentralsyrien und ohne weiteres in der Lage gewesen, die Aramäer von Damaskus zur militärischen Mitwirkung zu verpflichten. Auch wenn David Hadad-Eser militärisch besiegen konnte, wurde Hadad-Eser diesem nach 2Sam 8 nicht untertan, sondern nur die Aramäer von Damaskus. Eine politische Abhängigkeit der Aramäer von Damaskus von Hadad-Eser von Zobah prägt auch die Vorstellung in 1Kön 11,23.

Obwohl die Auflistung der Kriege in 2Sam 8 David als siegreichen König in allen Himmelsrichtungen präsentiert (Edenburg 2010), bleibt sein militärisches Engagement hier auf den relativen Nahbereich im südlichen Syrien und im Ostjordanland begrenzt und erreicht wohl nicht den Euphrat. (In 2Sam 8,3 bleibt das Subjekt des Engagements am Euphrat unklar.) Der zweite Krieg (2Sam 10,15-19a) geht deutlich darüber hinaus. Er ist Teil einer gegenüber 2Sam 8 jüngeren Hadad-Eser-Memoria der Bibel. In ihr ist Hadad-Eser der feindliche Aramäerkönig par excellence (ohne Bezug zu Zobah), der zahlreiche der „Aramäerstaaten“ von „jenseits des Euphrats“ zu einer großen Koalition gegen David aufbieten kann. Dessen Sieg bei Helam macht David zum Herrscher über ganz Syrien. „Jenseits des Euphrats“ meint entweder aus Jerusalemer Sicht geographisch die aramäischen Gebiete östlich des Euphrats in Nordsyrien, was der Überschreitung einer „mythischen Grenze“ gleichkommt, oder meint im Sprachgebrauch persischer Provinzbezeichnung und ihrer Vorläufer ganz Syrien westlich des Euphrats (→ Euphrat 4.1.1b).

So lässt sich festhalten: Der biblische Hadad-Eser ist in Davids zahlreichen Eroberungskriegen der einzige namentlich genannte königliche Kriegsgegner. Er wird als machtvoller König von Zobah vorgestellt, der zwar in seinem Herrschaftszentrum in der Beqaa-Ebene von David besiegt wird, dessen Macht aber weit darüber hinaus bis zum Euphrat reicht. Eine jüngere Überlieferung macht ihn zum Herrscher bzw. zum Dirigenten aller aramäischen Königtümer „jenseits des Euphrat“. Indem Hadad-Eser mehrfach von David besiegt wird, wird der Weg frei für die biblische Vorstellung, dass König David ein Großreich beherrscht habe, das Syrien einschließt. Die Idee vom „Großreich Davids“ (→ David 4.1) hängt traditionsgeschichtlich allein am literarischen Faden der biblischen Hadad-Eser-Überlieferung. So stellt die biblische Hadad-Eser-Memoria die tragende Säule einer judäischen Erinnerungskultur dar, in der David die Macht über „alle Königreiche vom Euphrat bis zum Land der Philister und bis an die Grenze von Ägypten“ zugeschrieben wurde (1Kön 5,1), eine Sichtweise, die in den nachexilisch verfassten Chronikbüchern selbstverständlich ist (1Chr 13,5; 2Chr 17,11).

3. Hadad-Eser von Damaskus in außerbiblischen Quellen

In den assyrischen Königsinschriften → Salmanassars III. (859-824 v. Chr.) wird ein aramäischer König von Damaskus mit Namen Adad-’idri genannt, was dem hebräischen Hadad-Eser entspricht, wie überhaupt die Könige von Damaskus häufig den Gott Hadad im Namen tragen (→ Damaskus). Dieser König Adad-’idri wird in verschiedenen Inschriften ab 853 v. Chr. stets an erster Stelle und daher als Anführer einer bedeutenden Koalition zahlreicher Kleinstaaten Süd- und Mittelsyriens genannt, die sich erfolgreich den assyrischen Expansionsbestrebungen Salmanassars III. entgegenstellten. Zu seiner Koalition in der → Schlacht von Qarqar am Orontes 853 v. Chr. gehören auch Irḫuleni von Hamat, in dessen Herrschaftsgebiet Qarqar lag, sowie → Ahab von Israel mit bedeutenden Streitwagen-Kontingenten und ein Ba’asa, Sohn des Rehov (mār Ruḫūbi) vom Amanusgebirge (nördl. Antilibanon), was ein aramäisches Königtum → Rehob im 9. Jh. v. Chr. im Libanon belegt. In weiteren Kriegen nennt Salmanassar III. neben Adad-’idri stets nur noch Irḫuleni von Hamat sowie pauschal „zwölf Könige von der Meeresküste“ (Weippert HTAT 2010, 249-265; Nr. 108-110).

In den Inschriften Salmanassars III. begegnet Hadad-Eser von Damaskus als bedeutender Aramäerkönig aus der Mitte des 9. Jh.s v. Chr., der fähig war, eine Koalition aus zahlreichen separaten Königtümern zusammenzubringen und sie erfolgreich einem übermächtigen Gegner entgegenzustellen. Diese Koalition schloss neben syrisch-aramäischen Größen auch israelitische, phönizische und sogar ägyptische und arabische Kontingente ein. Neben Hadad-Eser spielt in den Inschriften auch das im 9. Jh. v. Chr. territorial mächtige Königtum von Hamat in Zentralsyrien eine Rolle, ebenso „die Überquerung des Euphrats“ (→ Euphrat 4.1.1a) als logistische und technische Meisterleistung vordringender Heere. Unter diesem Hadad-Eser erreichte der Aramäerstaat von → Damaskus in der Mitte des 9. Jh.s v. Chr. einen ersten Höhepunkt.

Interessanterweise schweigt sich die Bibel über diesen mächtigen Aramäerkönig und die Kämpfe gegen Salmanassar III. vollständig aus, obwohl sich Israel unter den Omriden sogar an dieser Koalition beteiligte und sich unter König → Jehu durch Tributzahlungen Salmanassar III. unterwarf. Erwähnt wird dann erst sein Nachfolger → Hasaël (ca. 843-803 v. Chr.; → Damaskus 2.3.2; Weippert HTAT 2010, 266-267), der die Machtentfaltung seines Vorgängers noch vergrößern kann. Hasaël konnte Teile Nordisraels und des nördlichen Transjordaniens beherrschen, Teile der libanesischen Beqaa und im Norden das Königreich Unqi als Vasallen kontrollieren. In der Bibel wird die Zerstörung der Philisterstadt Gat sowie die nur knapp abgewendete Eroberung Jerusalems (2Kön 12,18f; vgl. 2Kön 13,22 LXX) auf Hasaël zurückgeführt. Auch Hasaël von Damaskus rühmt sich in einer Weiheinschrift, den Euphrat überschritten zu haben (Weippert HTAT 2010, 269f; Nr. 117).

In 2Kön 8,7-15 wird Hasaëls Vorgänger erwähnt und „Ben-Hadad“ (aram. Bir-Hadad) genannt. Da zwischen Hadad-Eser und Hasaël ein weiterer König historisch unwahrscheinlich ist, wurde häufig angenommen, dass Ben-Hadad als ein weiterer Name (Thronname?) für Hadad-Eser aufzufassen sei. Allerdings trägt auch Hasaëls Sohn den Namen → Ben-Hadad (Sohn des Gottes Hadad), so dass in 2Kön 8,7 eine Verwechslung vorliegen kann.

4. Hadad-Eser von Zobah – Historische Hypothesen

Außerbiblische Belege (Inschriften oder archäologische Evidenz) gibt es weder zur historischen Existenz eines Königs Hadad-Eser von Zobah im 10. Jh. v. Chr. noch zu Davids Expansionskriegen, während die politischen Vorstellungen über Syrien, die 2Sam 8 prägen, sich für Syrien im 9. Jh. v. Chr. außerbiblisch belegen lassen, aber nicht für die Zeit Davids im 10. Jh. So führt die historische Auswertung der biblischen Hadad-Eser-Texte zu sehr unterschiedlichen Hypothesen.

4.1. Hadad-Eser als großer Gegner in Davids Großreich

In der Bibelwissenschaft und Aramäer-Forschung galten in der zweiten Hälfte des 20. Jh.s die biblischen Hinweise aus 2Sam 8; 2Sam 10,15-19a; 1Kön 11,23-25 stets als historisch zuverlässige Quellen über die Verhältnisse Syriens im 10. Jh. v. Chr. So wurde auch die syrische Ereignisgeschichte dieser Zeit nahezu allein von biblischen Texten aus entworfen. Nach einer einflussreichen Idee → Albrecht Alts (1950) habe David das Machtvakuum der Großmächte in Syrien in der frühen Eisenzeit zum Aufbau eines bis zum Euphrat reichenden Herrschaftsgebietes mit unterschiedlichen Abhängigkeitsverhältnissen der lokalen Königtümer nutzen können, während Malamat (1958; 1963) eine noch weiter gehende Position vertrat. Die Arbeiten von Alt und Malamat und ihrer Nachfolger prägten das historische Bild der Frühgeschichte der israelitischen wie aramäischen Königtümer. So schloss etwa Malamat (1983, 31f) aus den unterschiedlichen biblischen Angaben zu Hadad-Eser von Zobah: „Allem Anschein nach regierte Hadad-Eser zunächst nur über Aram-Bet-Rehob, dehnte seine Herrschaft im Lauf der Zeit auch auf Aram-Zobah aus und vereinigte die beiden Staaten in einer Realunion.“ Erst Lipiński (2000, 340-342) und Na’aman (2002) stellten diesen breiten Konsens infrage. Mittlerweile wird diese Maximalthese von Davids historischem Großreich aus vielen Gründen abgelehnt und nur noch selten vertreten (vgl. aber Younger 2016).

4.2. Hadad-Eser als Gegner in begrenzten Kriegen unter Kleinkönigen

Eine vorsichtigere Sicht redimensioniert die biblische Vorstellung des Herrschaftsbereichs Davids deutlich, lehnt ein historisches „Großreich Davids“ ab und rechnet mit David als einem Kleinkönig in Jerusalem, der mit einem historischen Kleinkönig Hadad-Eser von Zobah im Nahbereich der südlichen Beqaa bzw. in Transjordanien die Klingen gekreuzt und dabei eventuell auch Bündnisse mit mittelsyrischen Partnern geschlossen habe (Halpern 2001, 164-228; Keel 2007, § 208; Dietrich 2019), ohne je den Euphrat erreicht oder seine Macht erkennbar auf Syrien ausgedehnt zu haben. Die Kerne alter Überlieferung aus 2Sam 8; 2Sam 10 seien in späterer Zeit im Interesse der Machterweiterung Davids auf Syrien literarisch ausgestaltet worden, wozu 2Sam 10,15-19a gehören kann. Dabei spräche für die Historizität Hadad-Esers von Zobah, dass die Kriegssummarien Davids formale Nähe zu zeitgenössischen Königsinschriften aufweisen (Halpern 2001; Kipfer 2021) und daher eventuell (früh-)königszeitlichen Annalen aus Jerusalem entstammen oder solche als literarische Vorbilder haben müssen. Nach dieser Sichtweise war Hadad-Eser ein regional bedeutsamer Kleinkönig von Zobah im 10. Jh. v. Chr. Da er nach 2Sam 8; 1Kön 11,23 auch Damaskus kontrollieren konnte, wird dieser Hadad-Eser bei Niehr (→ Damaskus 2.3) als Hadad-‘Idri I. an die erste Position der Liste der historischen Herrscher von Damaskus gesetzt.

4.3. Hadad-Eser als Rückprojektion aramäischer Herrscher des 9. Jh.s. v. Chr.

Man kann aber auch damit rechnen, dass das biblische Bild Hadad-Esers von Zobah nach den Konturen der mächtigen Aramäerherrscher Hadad-Eser und Hasaël von Damaskus des 9. Jh.s v. Chr. gebildet wurde. Denn hier begegnet in assyrischen Quellen der aramäische Königsname Hadad-Esers; hier begegnet Adad-’idri als Organisator und Führer einer weitreichenden aramäischen Koalition, zu der als starker Partner der König von Hamat gehört, die gegen den mächtigen assyrischen Feind erfolgreich ins Feld geführt wird. Und was kann judäischer David-Memoria näherliegen, als im Nachhinein den Dynastiegründer von Jerusalem literarisch zum Sieger gegen einen Gegner zu erklären, der die Konturen der im 9. Jh. v. Chr. mächtigen Aramäerfürsten trägt? Diese These hat insbesondere Na’aman (2002; 2014) in Aufnahme einer alten Idee von Hugo Winckler (1895, 133-141) zu begründen gesucht. Das biblische Bild Hadad-Esers von Zobah als Davids mächtigster Gegner verdanke sich einer literarischen Rückprojektion der politischen Verhältnisse des 9. Jh.s v. Chr., die in Juda vermutlich in das 8. Jh. v. Chr. gehört, als die aramäischen Staaten Syriens reale politische Größen und mächtige Gegner für Israel und Juda waren und der Ruhm jenes Adad-’idri von Damaskus noch nicht verblasst war. Daher sind exilische oder erst nachexilische Datierungen auszuschließen, denn die aramäischen Stadtstaaten Syriens haben wie Israel durch die assyrische Westexpansion bereits im 8. Jh. v. Chr. ihre politische Eigenständigkeit verloren.

4.4. Hadad-Eser als Erinnerungsfigur königszeitlicher David-Memoria

Mit diesem Ansatz lassen sich auch Arbeiten verbinden, die aus redaktionsgeschichtlichen Gründen eine Frühdatierung von 2Sam 8; 2Sam 10 ablehnen (Lipiński 2000, 340-342; Fischer 2006) und daher in „Hadad-Eser von Zobah“ keine historische Gestalt erkennen, sondern eine der jüngeren, aber noch königszeitlichen, judäischen Traditionsbildung, während die Vorstellung eines Syrien mit einschließenden Großreichs Davids (2Sam 10,15-19a) erst → deuteronomistischen Texten ab der Exilszeit oder auch nachexilischer Überlieferungsbildung zugewiesen wird.

4.5. Hadad-Eser als Erinnerungsfigur exilisch-nachexilischer David-Memoria

Pauschale Zuweisungen von 2Sam 8,1-14 in die exilische (deuteronomistisch) oder nachexilische Zeit (Edenburg 2010; Knauf / Niemann 2021, 190: „protochronistisch mit längerer Vorgeschichte“) lassen ebenfalls keinen Raum für einen historischen Hadad-Eser von Zobah.

4.6. Fazit

Die erste Hypothese kann heute nicht mehr aufrechterhalten werden. Davids Herrschaft über Syrien oder Teile Syriens, sein „Großreich“, ist keine historische Größe, sondern Ergebnis literarischer Überlieferungsbildung. Auch wenn historisch nicht ausgeschlossen werden kann, dass es im 10. Jh. v. Chr. einen Herrscher in der Beqaa-Ebene mit Namen Hadad-Eser als Zeitgenossen Davids gegeben hat, gewinnt doch die Annahme Na’amans u.a. eine größere historische Plausibilität, dass Davids großer Gegner die in den Inschriften Salmanassars III. dokumentierten Konturen der Aramäerherrscher aus dem 9. Jh. v. Chr. trägt. Die These hat überdies den Vorteil, dass sie anhand der vorliegenden außerbiblischen und biblischen Quellen erklären kann, wie David zu einem so mächtigen Gegner kam, obwohl sich im 10. Jh. v. Chr. weder für Juda noch für das mittlere und südliche Syrien Spuren einer politischen Machtentfaltung nachweisen lassen, die auch für begrenzte Kriege notwendig wäre. Pauschale Zuweisung der Hadad-Eser-Episoden an exilische oder nachexilische Schreiber können dies nicht leisten, zumal die aramäischen Königtümer durch die assyrische Expansion schon im 8. Jh. erobert und dem assyrischen Reich einverleibt wurden. Angesichts dieser Diskussionslage wird auch in der neueren Aramäer-Historiographie überwiegend nicht mehr mit einem historischen König „Hadad-Eser von Zobah“ im 10. Jh. gerechnet (Lipiński, Niehr, Sader, Berlejung, Finkelstein, Frevel, Knauf / Niemann), während andere (Dietrich, Zwickel, Younger, Kipfer) an einem historischen Hadad-Eser von Zobah festhalten.

Dass Könige, die bedeutsame Dynastien gegründet haben, in der Rückschau als Herrscher mächtiger Reiche und Sieger über machtvolle Gegner erinnert werden, ist Standard antiker Geschichtsschreibung, hält aber nirgends einem historischen Faktencheck stand.

5. Zur Rezeptionsgeschichte

5.1. Adrazar und Hadad von Damaskus bei Flavius Josephus

In der jüdischen wie in der christlichen Tradition haben Davids Expansionskriege kein nachhaltiges Echo hinterlassen. Doch schildert → Flavius Josephus (geb. 37/38-100), der selbst Heerführer war, in seinen „Antiquitates Judaicae [Jüdische Altertümer]“ (ca. 90 n. Chr.) mit einigem Engagement und interessanten Variationen Davids Kriege gegen „Adrazar“ (Hadad-Eser, Ant. VII, 96-106.127-129; Text gr. und lat. Autoren): Nachdem David Hadad-Eser (Adrazar) am Euphrat besiegt hatte, kam diesem ein mächtiger König von Damaskus namens Hadad zu Hilfe, der aber gleichfalls von David besiegt wurde und einen großen Teil seines Heeres verlor. Über diesen „Hadad von Damaskus“ zitiert Josephus einen Auszug (Ant. VII, 101-103) aus der heute verschollenen berühmten Weltgeschichte in 144 Büchern des Nikolaos von Damaskus (geb. ca. 64 v. Chr.), der nicht nur als Geschichtsschreiber, sondern auch als Freund des Kaisers Augustus und Hofhistoriker des judäischen Königs Herodes einige Berühmtheit erlangt hat (Wacholder 1962; 1989).

Nach Nikolaos von Damaskus herrschte dieser erste König Hadad von Damaskus über ganz Syrien, mit Ausnahme Phöniziens. Er kämpfte „mit David in vielen Schlachten und unterlag zuletzt am Euphrat“, denn er (sc. Hadad) sei „der stärkste und tapferste aller Könige“ gewesen. Und als er gestorben war, „gab er seinen Namen an seinen Nachfolger weiter bis ins zehnte Geschlecht … wie bei den Ptolemäern.“ Der dritte Hadad in dieser Reihe sei dann derjenige gewesen, der Samaria verwüstet habe und ein Gegner des Ahab gewesen sei (1Kön 22). Nikolaos lässt die Königsfolge von Damaskus mit einem überaus mächtigen König und ebenbürtigen Gegner Davids beginnen, von dem die Bibel nichts weiß, der aber ebenfalls seine Konturen von seinen mächtigen Nachfolgern bekommen hat. Auch für Nikolaos ist es zentral wichtig, dass das Königtum in Damaskus mit einem mächtigen König beginnt und dass dieser gegen den biblisch berühmten ersten König von Juda kämpft und unterliegt. So zeigt sich bei Nikolaos von Damaskus im 1. Jh. v. Chr. die gleiche Art der Geschichtskonstruktion, die auch hinter den biblischen Hadad-Eser-Episoden steht.

In Davids Krieg gegen die Aramäerkönige „jenseits des Euphrat“ spielt dann Hadad-Eser bei Josephus keine Rolle mehr. Diesen Krieg führt David gegen „Chalamas, den König der jenseits des Euphrat wohnenden Syrer“ (Ant. VII, 127), weil Josephus im Ortsnamen Helam, den die LXX als Namen eines Flusses (Chalaama / Chalamak) auffasst, den Namen des feindlichen Königs erblickt. Nach dem → Targum Jonathan kann auch deshalb in diesem zweiten Krieg von Hadad-Eser nicht mehr die Rede sein, sondern nur noch von seinem Heerführer Schobach, weil David Hadad-Eser im ersten Krieg bereits getötet hatte (vgl. Targum Jonathan zu 2Sam 8,10).

5.2. Hadad-Eser in der europäischen Kunst

Mit Dank an die © Morgan Library & Museum: https://www.themorgan.org/collection/crusader-bible/79 (Zugriff: 12.5.2021)

Abb. 2 Davids Kriege in Syrien in der Kreuzfahrer-/Schah-Abbas-Bibel (Morgan Library & Museum MS M.638, folio 40, recto [unten]; ca. 1250).

Hadad-Eser hat in der frühen christlichen Tradition keine breite Rezeption erfahren, was gewiss damit zu tun hat, dass im frühen Christentum Davids Eroberungskriege ohne Bedeutung blieben. In den mittelalterlichen David-Zyklen hingegen sind Kampf- und Kriegsdarstellungen häufig. Doch werden hier Davids Kampf gegen → Goliat oder gegen die → Philister, der Bruderkrieg gegen → Abner oder gegen → Absalom als Kriegsszenen dargestellt, nicht Davids Krieg gegen Hadad-Eser und dessen syrische Heere. Eine durch Beischrift gesicherte Darstellung der Kriege aus 2Sam 8 findet sich in der an Kriegsdarstellungen ungewöhnlich reichen sog. „Kreuzfahrerbibel“ (Schah-Abbas-Bibel; Maciejowski-Bibel der Morgan Library / New York) von ca. 1250 – ohne spezifische Hadad-Eser-Darstellung.

Aus: Die gantze Bibel der vrsprünglichen Ebraischen vnd Griechischen waarheyt nach auffs aller treüwlichest verteutschet, Zürich 1531 (Faksimile, Zürich 1983), zu 2Sam 8

Abb. 3 Die Lähmung der Pferde Hadad-Esers (Hans Holbein d.J.; Zürcher Bibel 1531).

In der frühneuzeitlichen Bibelillustration ab dem späten 15. Jh. begegnet ein Bildmotiv, das die „Lähmung der Pferde Hadad-Esers“ behandelt. Davids Zerstörung der Wagengespanne der Truppen Hadad-Esers (2Sam 8,4) übersetzt die lateinische Vulgata mit „Lähmen“, d.h. dem „Durchtrennen der hinteren Sehnen“ (vgl. auch Jos 11,9). Diese Übersetzung wird von der Lutherbibel und der Zürcher Bibel im 16. Jh. und fortan bis ins 20. Jh. übernommen. In der Bildtradition wird daraus das brachiale Motiv der abgeschlagenen Beine der Pferde, das erstmals in einer 1492 in Venedig gedruckten Vulgata-Ausgabe erscheint. Hans Holbein d.J. (1497-1543) nimmt dieses Motiv auf und gibt ihm in seinem Zyklus einfacher, für Holzschnitte geeigneter Zeichnungen zum Alten Testament (1525/26) eine klassisch gewordene Gestalt, in der sie in der Erstausgabe der Zürcher Bibel (1531) und weiteren Bibelausgaben übernommen und popularisiert wurde (Kästner, Bd.1., 248; Müller 1997; Kat.-Nr. 108. 38).

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Index Theologicus

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

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  • Biblisch-historisches Handwörterbuch, Göttingen 1962-1979
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Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Karte zum Königreich Zobah, einem aramäischen Kleinstaat in der nördlichen Beqaa-Ebene.
  • Mit Dank an © Seminar für Altes Testament und Biblische Archäologie, Universität Mainz
  • Abb. 2 Davids Kriege in Syrien in der Kreuzfahrer-/Schah-Abbas-Bibel (Morgan Library & Museum MS M.638, folio 40, recto [unten]; ca. 1250). Mit Dank an die © Morgan Library & Museum: https://www.themorgan.org/collection/crusader-bible/79 (Zugriff: 12.5.2021)
  • Abb. 3 Die Lähmung der Pferde Hadad-Esers (Hans Holbein d.J.; Zürcher Bibel 1531).
  • Aus: Die gantze Bibel der vrsprünglichen Ebraischen vnd Griechischen waarheyt nach auffs aller treüwlichest verteutschet, Zürich 1531 (Faksimile, Zürich 1983), zu 2Sam 8

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