Damaskus (AT)

(erstellt: Mai 2020)

1. Lage

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 1 Karte zur Lage von Damaskus.

Damaskus liegt am östlichen Fuß des Ǧebel Qāsyūn im westlichen Teil der als Ghouta (el-Ġūṭa) bekannten Oasenlandschaft (Koordinaten: N 33° 30' 42'', E 36° 18' 08''). Die entscheidenden Lebensadern für Damaskus sind der in der Beqaa (el-Biqā‘) entspringende Baradā, seine Nebenläufe Bāniyiās und Qanawāt, und einige von ihnen abgeleitete Kanäle, die bis heute die Stadt durchfließen, sowie der aus dem → Hermon stammende ‘Awağ. Im Osten der Ghouta bildeten sie bis ins 19. Jh. zwei große Endseen mit einer zusammenhängenden Wasserfläche. Beide Flüsse sind im Alten Testament als Abana / Amana und Parpar belegt, wo sie als bedeutender als der Jordan dargestellt werden (2Kön 5,10-12). Die Ghouta wird erweitert durch ein weiteres, landwirtschaftlich genutztes Gebiet, den Merğ (el-Merğ).

Auch wenn Damaskus im Regenschatten des Antilibanon liegt und dementsprechend nur wenig Niederschlag zu verzeichnen hat, so ermöglichten die das Trinkwasser bringenden Flüsse aus dem Gebirge und die Ghouta und der Merğ mit ihrer Feldbewässerung, die seit der Antike mit Weizen, Gerste, Gemüse, Wein, Holz und den Produkten der Obstbaumkulturen u.v.m. Damaskus und sein Umland versorgte, das Anwachsen der späteren Metropole. Über diese unmittelbaren Standortfaktoren hinaus ist die verkehrstechnische Lage von Damaskus zu sehen, da sich hier Achsen von Nord nach Süd mit Verkehrsverbindungen von West nach Ost kreuzten und Damaskus zu einem Schnittpunkt wichtiger Fernhandelsstraßen machten.

Von Nord nach Süd führt die Verbindung von Anatolien über → Aleppo, → Hamat, Homs, Damaskus nach Amman und bis zum Roten Meer. Die Route von Damaskus über Amman zum Roten Meer ist seit der Antike als der Königsweg bekannt (→ Handel; → Karawane). Über diesen Weg gelangten Güter aus Afrika und von der arabischen Halbinsel, die über die Weihrauchstraße an den Königsweg angeschlossen war, bis nach Damaskus. Zu nennen ist auch noch das Wādī Sirḥān als Verbindung zwischen Nordarabien und der Ammonitis und somit auch als Zubringer zum Königsweg bis hin nach Damaskus.

Von West nach Ost gab es Verbindungen von den Hafenstädten der Mittelmeerküste, → Byblos, → Sidon und → Tyros, über das Libanongebirge und die Beqaa über den Baradapass sowie einen Nebenpass nach Damaskus und von hier aus über → Palmyra, welches an die Seidenstraße angebunden war, bis hin nach Mesopotamien. Weitere Verbindungen nach Damaskus gab es südlich der Beqaa. So von → Abel-Bet-Maacha über → Dan und Caesarea Philippi am → Hermon vorbei durch den → Baschan, von → Hazor durch das Hule-Tal über den → Golan und den Baschan und südlich davon von → Kinneret, → Betsaida über den Golan zum Königsweg bzw. auch vom südlichen Ufer des → Sees von Genezareth. Von Damaskus aus führten verschiedene Wege über den Königsweg zum Golan, von dort aus westwärts nach Hazor bis zur via maris bis hin nach Ägypten. Alternativ konnte man über den Königsweg bis nach → Gilead zum Jordanübergang bei Pella hin nach → Bet-Schean und dann durch die Jesreelebene zum Mittelmeer ziehen.

2. Historischer Überblick

Im Unterschied zu anderen Reichen der → Aramäer Syriens, z.B. Jādija / Samal (→ Sendschirli) oder Bit Bachiani / Guzana (→ Tell Halaf), ist die archäologische und epigraphische Quellenlage im Königreich von Aram / Damaskus sehr beschränkt, zumal in der Hauptstadt Damaskus selbst keine epigraphischen oder literarischen Quellen gefunden worden sind.

2.1. Die Anfänge

Erste menschliche Ansiedlungen in der Damaszene nördlich und südlich des späteren Damaskus lassen sich bereits für das Natufien (12000-10000 v. Chr.) nachweisen. In der Ghouta finden sich ab dem 8. Jahrtausend v. Chr. neolithische Siedlungen. All dies gestattet jedoch keinen Einblick in die Gründung von Damaskus, dessen Anfänge somit nach wie vor im Dunkeln liegen, zumal aufgrund der permanenten Überbauungen und der kontinuierlichen Besiedlung der Stadt archäologische Forschungen im Stadtgebiet von Damaskus nur an ausgewählten Stellen möglich sind. So haben etwa die Grabungen auf der Zitadelle und im Bereich der Umajjaden-Moschee Reste von Bestattungen und Keramik aus dem zweiten Viertel des 3. Jahrtausends v. Chr. freigelegt.

Eine ägyptische Präsenz in der Damaszene bzw. Kontakte der Damaszene bis nach Ägypten lassen sich ab der Mittelbronzezeit nachweisen (s.u. 7.).

Wird das Damaskus umgebende Land Apum (auch: Apu, Abi / Api oder Ube / Upe / Upu bzw. hethitisch: Apina und ägyptisch: ipwn) bereits im 18. Jh. v. Chr. in der Mari-Korrespondenz (→ Mari) und in den ägyptischen → Ächtungstexten erwähnt, so liefern erst schriftliche Quellen der Spätbronzezeit die namentliche Erwähnung von Damaskus sowie historisch verwertbare Informationen für die Geschichte der Stadt.

2.2. Die Spätbronzezeit

Die erste namentliche Erwähnung von Damaskus findet sich in einem Bericht Pharaos → Thutmosis III. (1479-1425 v. Chr.), der im Jahre 1458 gegen eine antiägyptische Koalition unter der Führung des Königs von Qadesch zu Felde gezogen war. Die Inschrift Thutmosis III. im Tempel von Karnak nennt einen Ort Tmšq, dessen Identifikation mit Damaskus aufgrund des Itinerars und des Namens gesichert ist. Dieser Name begegnet auch in einer Ortsnamenliste aus dem Totentempel Amenophis III. (1388-1351/50 v. Chr.) in Medinet Habu (Edel 1966, 11; Edel / Görg, 70.76) sowie in den Ortsnamenlisten der Tempel von Aksha, Amara und Soleb (Edel 1980, 66).

Auch wenn sich in der Zeit nach Thutmosis III. der ägyptische Einfluss in der Levante abgeschwächt hatte, so gehörte Damaskus während der Amarnazeit (zweite Hälfte des 14. Jh.s v. Chr.; → Amenophis IV.) zur ägyptischen Machtsphäre. Trotzdem gab es einen Vorstoß der Hethiter mit dem Ziel, die hethitische Macht weiter nach Süden auszudehnen. So wurde das Königreich Apina, dessen Hauptstadt Damaskus war, um 1340 v. Chr. von Schuppiluliuma I. (ca. 1350-1319 v. Chr.) besetzt. Die Quellen nennen einen König Ariwana, der sich den Hethitern entgegengestellt hatte und deshalb zusammen mit seinen Großen nach Hatti deportiert wurde (Freu 2003, 123; Freu 2008-2009, 33; Freu / Mazoyer, 243). Allerdings gelangte Damaskus nach dieser Episode wieder zurück unter die ägyptische Vorherrschaft.

Während der Amarnazeit war das aus den hethitischen Quellen bekannte Land Apina zu einer ägyptischen Provinz namens Api / Upe geworden, deren Hauptort Kumidi (Kāmid el-Lōz; Koordinaten: N 33° 37' 00'', E 35° 48' 00'') in der Beqaa war. Hier saß ein ägyptischer Kommissar (rabiṣu), der das verbindende Glied zwischen den Lokalkönigen der Provinzstädte und der pharaonischen Regierung in Achet-Aton (Tell el-Amarna; Koordinaten: N 27° 38' 42'', E 30° 53' 50'') bildete. Diese Zugehörigkeit der Provinz Api / Upe zu Ägypten erklärt auch, warum ein Brief des Pharaos an König Zalaya von Damaskus (KL 69:277) in Kumidi gefunden worden ist; der Brief hat seinen eigentlichen Adressaten nicht erreicht, sondern blieb aus uns unbekannten Gründen im Provinzhauptort liegen.

Es sind sodann vier Briefe des Königs Biryawaza von Damaskus, der möglicherweise der Vorgänger des Zalaya war, an den Pharao in den Archiven von Tell el-Amarna erhalten (EA 194-197 [EA = El Amarna-Briefe, → Amarnabriefe]). In diesen Briefen versichert Biryawaza den Pharao seiner Loyalität (EA 194 und 195) und bittet um militärische Hilfe gegen die Hethiter, da einige andere Lokalfürsten zu diesen abfallen wollten und sie auch den König von Damaskus zum Abfall von Ägypten drängten (EA 196). Biryawaza sah sich sogar massiv bedroht (EA 197). Des Weiteren erfährt man, dass sich Biryawaza militärisch auf Fußtruppen, Streitwagen, seine Noblen sowie auf Hapiru und Sutäer stützen konnte (EA 195).

Die Loyalität von Damaskus dem Pharao gegenüber wird zudem in einem Brief des Königs Akizzi von Qaṭna erwähnt, da auch dieser zum Abfall von Ägypten gedrängt wurde (EA 53). Dem widerspricht allerdings, dass in einem anderen Brief Aitakama von Qaṭna Biryawaza der Illoyalität Ägypten gegenüber beschuldigt (EA 189). Biryawaza seinerseits beklagt sich in Ägypten darüber, dass Akizzi von Qaṭna das Land des Pharaos ruiniert habe (EA 197). Ein Brief aus dem nördlichen Palästina fordert den Pharao auf, Gesandte zu König Biryawaza von Damaskus zu senden, damit er die Söhne des Labayu von → Sichem bekriege, andernfalls müsse man Biryawaza als abtrünnig betrachten (EA 250). In einem Brief aus Byblos deutet dessen Herrscher Rib-Hadda an, dass sich Gegner des Pharaos in Damaskus aufhalten (EA 107,28).

Die seit dem 12. Jh. v. Chr. zu verzeichnende Abnahme der ägyptischen Präsenz in Syrien-Palästina ist auch im Bereich des Antilibanon festzustellen. Das sich damit ergebende Machtvakuum wurde von Aramäern aus der mittelsyrischen Steppe gefüllt.

2.3. Von der Spätbronze- über die Eisenzeit bis zur römischen Zeit

Aus der ausgehenden Spätbronzezeit sind in den Inschriften des Assyrerkönigs (→ Assyrer) Tiglat-Pileser I. (1115-1076 v. Chr.) mehrere Feldzüge in die Gezira und über den Euphrat hinaus nach Syrien belegt, mittels derer er sich gegen die Ausbreitung der Aramäer wandte. In diesen Inschriften werden als Orte aramäischer Siedlungen der Fuß des Libanongebirges, → Karkemisch, Tadmor (→ Palmyra), das Gebiet am Ǧebel Bišri und Regionen am mittleren Euphrat genannt. Besonders interessant ist die Nennung des Libanon, der hier für den Antilibanon steht, an dessen östlicher Flanke Damaskus und die Damaszene liegen.

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Abb. 2 Die aramäischen Königreiche Syriens.

Es entstanden die aramäischen Königreiche (→ Aramäer) von Bit Reḥob / Zobah (→ Aramäer 1.3.9.) in der Beqaa, → Geschur am Ostrand des Sees von Genezareth und auch das Reich von Damaskus / Aram, welches sich sukzessive auch die Damaszene unterwarf. Der erste quellenmäßig bekannte König von Damaskus ist Hadad-‘Idri I., der in das dritte Viertel des 10. Jh.s v. Chr. anzusetzen ist.

Damaskus war die Hauptstadt eines Königreichs, welches in den Inschriften der Assyrerkönige von Salmanassar III. (859-824 v. Chr.) bis zu Salmanassar IV. (782-777 v. Chr.) als māt ša imārišu („das Land der Eseltreiber“) bekannt ist. Im Hintergrund dieser Bezeichnung dürfte eine herabsetzende Qualifikation der Aramäer von Damaskus und ihrer Herrscher stehen, wie es vor allem ein Loblied auf Salmanassar III. und seine Feldzüge gegen den Westen deutlich macht (LKA 62 bei Fink / Parpola; vgl. auch Lanfranchi). Eine weitere Bezeichnung dieses Königreichs war bīt-Haza’ili („Haus des Hasael“), womit in den assyrischen Quellen ab der zweiten Hälfte des 9. Jh.s v. Chr. das Königreich nach dem mächtigsten seiner Könige benannt wurde.

Die kurz nach 800 v. Chr. zu datierende Inschrift des Königs Zakkur von Hamat spricht hingegen vom Königreich Aram (KAI 202,4), wie es auch die Bücher des Alten Testaments tun (1Kön 19,15; 1Kön 20,1.22f; 2Kön 5,1; 2Kön 9,14 u.a.m.).

Das Königreich Aram grenzte im Norden an das Reich von Hamat (→ Aramäer 1.3.8.), im Osten an die Palmyrene, im Süden an die Ammonitis, im Südwesten an Israel und im Westen an Tyros. Aufgrund diverser Expansionsbestrebungen waren diese Grenzen jedoch einem stetigen Wandel unterworfen. Das Antilibanongebirge stellte eine natürliche Grenze nach Westen dar, die jedoch Damaskus nicht von der zeitweiligen Dominanz der Beqaa abhielt.

Im Hinblick auf die historische Situation von Damaskus lässt sich ausgehend vom 10. Jh. v. Chr. bis hin zur assyrischen Annexion des Königreichs Aram / Damaskus im Jahre 732 v. Chr. eine Königsliste mit den ungefähren Regierungsdaten der Herrscher etablieren. Diese umfasst die Herrscher

  • Hadad-‘Idri I. (drittes Viertel 10. Jh. v. Chr.),
  • Ḥadjan I. (letztes Viertel 10. Jh. v. Chr.),
  • Ṭab-Ramman (Ende 10. Jh. v. Chr.),
  • Bar-Hadad I. (ca. 900-880 v. Chr.),
  • Hadad-‘Idri II. (ca. 880-843 v. Chr.),
  • Hasael (ca. 843-803 v. Chr.),
  • Bar-Hadad II. (ca. 803-775 v. Chr.),
  • Ḥadjan II. (ca. 775-750 v. Chr.),
  • Radjan (ca. 750- 732 v. Chr.).

Diese Könige verteilen sich auf unterschiedliche Dynastien, die im Einzelnen aufgrund der spärlichen Quellenlage nur schwer voneinander abzugrenzen sind. So lassen sich zumindest die von Ḥadjan I. begründete Dynastie mit zwei Nachfolgern, Ṭab-Ramman und Bar-Hadad I., sowie die von Hasael begründete Dynastie mit zwei Nachfolgern, Bar-Hadad II. und Ḥadjan II., ausmachen.

Über diese Königsliste hinaus ist vor allem aufgrund assyrischer und alttestamentlicher Quellen die Geschichte des Königreichs Aram / Damaskus in ihrem ungefähren Verlauf gut bekannt. Historisch nicht haltbar ist die im Alten Testament behauptete Dominanz Davids über Damaskus (2Sam 8,5-6; s.u. 8.).

2.3.1. Hadad-‘Idri II. (ca. 880-843 v. Chr.)

Der Assyrerkönig → Salmanassar III. (859-824 v. Chr.) baute die Macht des Assyrerreiches mit Feldzügen nach Ost und West aus. So war es ihm 856 v. Chr. im Nordosten gelungen, das Reich Urartu zu schlagen, und im Westen konnte er das aramäische Königreich Bit Adini (→ Aramäer 1.3.4.), welches ihm den Zugang nach Innersyrien und darüber hinaus versperrte, erobern. Mit Til Barsip errichtete er einen Stützpunkt am → Euphrat, der als Ausgangsbasis für die assyrischen Feldzüge in den Westen diente. Die von Hadad-‘Idri II. von Damaskus und Irḫuleni von Hamat angeführte Koalition gegen Salmanassar III. wurde in der → Schlacht von Qarqar geschlagen (853 v. Chr.), stellte sich aber wenig später den Truppen des Assyrerkönigs bei Karkemisch (849 v. Chr.) entgegen. Ein Sieg der Assyrer über Hadad-‘Idri II. von Damaskus ist sodann für das Jahr 845 v. Chr. überliefert. Mit dem Tode des Hadad-‘Idri II. ca. 843 v. Chr. kam auch die antiassyrische Koalition an ihr Ende.

2.3.2. Hasael (ca. 843-803 v. Chr.)

Hadad-‘Idris Nachfolger → Hasael führte dann 841 v. Chr. wieder eine Koalition von 12 Königen an, die eine Ausdehnung des Assyrerreiches in das Hermongebiet verhindern wollten, sich aber Salmanassar III. geschlagen geben mussten (Grayson, A.O. 102.8:1‘‘-24‘‘). Nach langwierigen Kämpfen gegen die Koalitionsarmee stand jetzt die assyrische Armee zum ersten Mal vor Damaskus. Die Damaszene wurde verwüstet, Damaskus konnte aber nicht erobert werden. Auch in den Jahren 838 und 837 v. Chr. eroberten die Assyrer vier befestigte Städte des Hasael und plünderten sein Land. Die Residenzstadt Damaskus jedoch konnte den Assyrern erfolgreich Widerstand leisten, so wie auch das Königreich Aram in dieser Zeit noch nicht zur assyrischen Provinz wurde (Sader 1987, 231-237; Yamada, 120-209; Fuchs 2008b, 45-47; Younger 2016, 614-620; Grayson, A.O. 102.16:152‘-162‘).

Trotz seiner Niederlagen gegen die Assyrer erreichte Damaskus unter König Hasael (ca. 843-803 v. Chr.) den Höhepunkt seiner Macht, da Hasael das Einflussgebiet des Königreichs Aram weit nach Süden, Westen und Norden ausdehnen konnte. Mit hierfür verantwortlich waren innere und äußere Probleme des Assyrerreichs unter den Herrschern von Schamschi-Adad V. (824-811 v. Chr.) bis Assur-nerari V. (755-745 v. Chr.), aus denen erst → Tiglat-Pileser III. (745-727 v. Chr.) das Reich wieder herausführen konnte. Hasaels Ziel war ein Zugang zum Mittelmeer, weshalb er bis → Gat (Tell eṣ-Ṣāfī; Koordinaten: 1359.1237; N 31° 41' 58'', E 34° 50' 52'') im Süden und Kunulua (Tell Ta’yīnāt; Koordinaten: N 36° 14' 54'', E 36° 22' 34'') im Norden vordrang und im transjordanischen Gebiet die Dominanz über den Königsweg suchte (→ Gilead).

Aus: Wikimedia Commons; © יעל י, Wikimedia Commons, lizenziert unter CreativeCommons-Lizenz cc-by-3.0; Zugriff 20.5.2014

Abb. 3 Die Inschrift von Tel Dan.

Das aramäische Königreich → Geschur (→ Aramäer 1.3.10.) am Nord- und Nordostufer des Sees von Genezareth (vgl. 2Sam 3,3; 2Sam 13,37-38; 2Sam 14,32; 2Sam 15,8), welches die Verbindung vom Jordantal über den Golan nach Damaskus kontrollierte, war als damaszenischer Vasall Hasael gegenüber loyal eingestellt. Ausweislich der → Inschrift von Tel Dan (KAI 309) eroberte Hasael Galiläa und setzte mit → Jehu einen Strohmann auf den Thron von → Samaria (2Kön 10), um auch hier seinem Einfluss Dauer zu verleihen. Dazu passt auch die Erwähnung der Reduktion der Truppen Israels noch in der Zeit des Königs → Joahas (818-802 v. Chr.), dem Sohn und Nachfolger Jehus (2Kön 13,7).

Die Eroberung und Zerstörung der Philisterstadt Gat in der → Schefela durch Hasael ist archäologisch durch den vor der Stadt nachgewiesenen Belagerungsgraben in Verbindung mit einer diesbezüglichen Bemerkung der Zakkur-Inschrift (KAI 202 A 9-10) und des Alten Testaments (2Kön 12,18) ersichtlich. Hasael verschaffte sich somit Zugriff auf die via maris und den hierüber abgewickelten Handel. Darüber hinaus war mit der Eroberung von Gat als dem Haupthandelszentrum für Kupfer auch das Ende der Kupferproduktion in den Minen der Araba (Fēnān) gegeben. Hasael konnte durch diese Maßnahme den Kupferhandel von Zypern mit Assyrien über seine Gebiete in Nordsyrien abwickeln und zu seinem eigenen Vorteil nutzen.

Nach Süden hin dehnte Hasael seinen Einfluss über den Baschan, den Hauran und Gilead hin aus, und → Mescha von → Moab als sein Verbündeter arrondierte sein Territorium bis an den nördlichen Mischor (KAI 181). Auf das Bündnis zwischen den Königen Hasael und Mescha verweist 2Kön 10,32-33 mit der Nennung Aroers (Koordinaten: 2281.0981; N 31° 28' 17'', E 35° 49' 20'') am → Arnon (Wādī l-Mōǧib) als einer von Hasael eroberten Stadt, und dieses Bündnis steht auch im Hintergrund der Aussage der Mescha-Stele, der zufolge der Gott Kamosch dem König von Moab die Vertreibung Israels aus dem Mischor ermöglichte (KAI 189,4-29).

2.3.3. Bar-Hadad II. (ca. 803-775 v. Chr.)

Hasaels Sohn und Nachfolger Mari’, der eher unter seinem Thronnamen Bar-Hadad II. (ca. 803-775 v. Chr.; → Ben-Hadad II.) bekannt ist, behauptete zunächst die Machtstellung seines Vaters.

So brachte er im Jahre 796 v. Chr. eine Koalition von 16 verbündeten Königen gegen König Zakkur (ca. 807-780 v. Chr.) von Hamat zusammen, die Zakkur in der Stadt Hazrak belagerten (KAI 202 A 4-10). Es bleibt umstritten, ob mit dieser Belagerung gegen die expansionistischen Bestrebungen des Zakkur, der das Land Lu‘asch annektiert hatte, vorgegangen werden sollte oder ob man Zakkur in eine antiassyrische Koalition zwingen wollte. Letzteres lässt an entsprechende Maßnahmen Israels und Damaskus’ im sog. → syrisch-ephraimitischen Krieg denken (s.u. 8.). Allerdings kam König Adad-nirari III. (811-783 v. Chr.) Zakkur zu Hilfe, so dass sich die von Bar-Hadad II. angeführte Koalition unverrichteter Dinge zurückziehen musste. Der Assyrerkönig setzte seinen Feldzug bis nach Damaskus hin fort, was dazu führte, dass sich Bar-Hadad II. nun selbst in der Rolle des Belagerten wiederfand, aus der ihn nur die Unterwerfung unter die Assyrer und Tributzahlungen befreien konnten. Als vom König von Damaskus verlangte Tributleistungen werden genannt: 2300 Talente Silber, 20 Talente Gold, 3000 Talente Bronze, 5000 Talente Eisen, Stoffe, ein Bett und eine Liege aus Elfenbein, sowie der königliche Schatz (Sader 1987, 238-240; Grayson, A.O. 104.8:15-21). Diese in anderen Quellen leicht variierenden Angaben (Grayson, A.O. 104.6,19-20; 1.104.7,4-8) werfen ein bezeichnendes Bild auf den Reichtum des Palastes in der Zeit der Könige Hasael und des Bar-Hadad sowie auf die Wirtschaftskraft des Königreichs Aram.

2.3.4. Ḥadjan II. (ca. 775-750 v. Chr.)

Unter Bar-Hadads Nachfolger, Ḥadjan II. (ca. 775-750 v. Chr.), war Aram / Damaskus im Jahre 773 v. Chr. Ziel eines weiteren Feldzugs unter König Salmanassar IV. (783-773 v. Chr.), womit sich die Schwächung Arams weiter fortsetzte. Die Pazarcik-Stele erwähnt als Abgaben, die Ḥadjan II. an den Turtan Schamschi-Ilu (787-752/744 v. Chr.) abliefern musste, Silber, Gold, Kupfer, sein königliches Bett und seine königliche Liege, seine Tochter mit reicher Mitgift und Schätze des Palastes (Grayson, A.O. 105.1,4-10; Younger 2016, 640). Von einer Eroberung der Stadt Damaskus durch die Assyrer ist nicht die Rede, aber die Kontrolle über die Stadt wurde seitdem von Uschpilulume, dem König von Kommagene, ausgeübt (Grayson, A.O. 105.1,11-13).

In Folge dieser Ereignisse und im Einverständnis mit den Assyrern löste sich die Nimsidendynastie unter → Joasch (802-787 v. Chr.) und → Jerobeam II. (787-747 v. Chr.) aus der Vorherrschaft von Damaskus (2Kön 13,22-25; 2Kön 14,23-29). Auf Jerobeam II. dürfte auch die Zerstörung der Stele von Tel Dan zurückgehen, da er das Land um Dan, den Golan, den Baschan und das Land Gilead von Damaskus eroberte und Israel zuschlug (2Kön 14,25; vgl. Am 6,14). Die in diesen Gebieten ansässige aramäische Bevölkerung und ihre Kultur blieben erhalten. Jerobeam II. beförderte somit Israel zu seiner größten Ausdehnung, ein Vorgang, der zum einen durch die Schwäche Damaskus’ und zum andern durch Jerobeams Loyalität zu den Assyrern ermöglicht wurde.

2.3.5. Radjan (ca. 750- 732 v. Chr.)

Eine Steleninschrift des Assyrerkönigs Tiglat-Pileser III. aus dem Jahre 738 v. Chr. erwähnt die Tributäre, die ihm nach der Niederlage einer antiassyrischen Koalition Abgaben liefern mussten. Gleich an zweiter Stelle wird König Radjan, der über Aram / Damaskus in den Jahren 750-732 v. Chr. regierte, genannt. Die assyrische Quelle führt ihn als Raqiānu von Aram (matu ša imērīšu) (Iran-Stele III A; Sader 1987, 241-242; Tadmor, 106-110; Tadmor / Yamada, 35 III 4). Der Name des Aramäerkönigs spiegelt in seiner assyrischen Schreibung die altaramäische Form rqyn, die auch als ra-ḫi-a-nu belegt ist. Basierend auf dem etymologisch anzusetzenden radjān bzw. raṣjān ist der Königsname im hebräischen Alten Testament als → Rezin überliefert (2Kön 15,37; 2Kön 16,5; Jes 7,1).

Während dieser Zeit war Aram nicht bereit, diesen Status quo der assyrischen Vorherrschaft hinzunehmen. König Radjan wollte sich zusammen mit König → Pekach von Israel (ca. 735-732 v. Chr.) aus der assyrischen Dominanz befreien. Dazu mussten sie aber König → Ahas von Juda (ca. 736-725 v. Chr.) in eine gemeinsame antiassyrische Koalition nötigen (2Kön 16,1-20; Jes 7,1-17; → Syrisch-ephraimitischer Krieg). Ahas lehnte aber aus realpolitischen Überlegungen ab und rief den Assyrerkönig Tiglat-Pileser III. gegen die Könige von Israel und Damaskus zu Hilfe. Dieser rückte im Jahre 733 v. Chr. von Norden her gegen Damaskus vor und schlug damit die antiassyrische Revolte nieder. Einer der assyrischen Vasallen, der mit Tiglat-Pileser III. gegen Damaskus gezogen war und hier ums Leben kam, war König → Panamuwa II. (ca. 740-733 v. Chr.) von Samal (KAI 215,15-19). Das Heer des Damaszener Königs wurde aufgerieben, die Soldaten gefangen genommen, seine Minister gepfählt (→ Pfählung) und das Umland der Stadt verwüstet. Es werden 591 Orte aus den 16 Distrikten von Damaskus als zerstört bezeichnet, darunter auch der Geburtsort des Königs Radjan. Dieser konnte sich jedoch in die Stadt Damaskus flüchten, wo ihn Tiglat-Pileser III. wie einen Vogel im Käfig eingesperrt hielt (Eponymenchronik: Sader 1987, 242-244; Weippert 2010, 287-288; Annalen 23: Tadmor, 78-81; Weippert 2010, 292-293; Nadali; Tadmor / Yamada, 20,8’b-17‘). Insgesamt lag die assyrische Armee 45 Tage vor Damaskus (Summary Inscriptions 7,23-25; 11,16: Tadmor, 162.196). Aber erst im folgenden Jahr 732 v. Chr. wurde Damaskus von Tiglat-Pileser III. erobert, König Radjan hingerichtet und das Königreich Aram zur assyrischen Provinz Damaskus (Dimašqa) gemacht und ein assyrischer Beamter als Gouverneur über sie gesetzt (Summary Inscriptions 4,5-8; 9, Rs 3-4: Tadmor, 138-139.186-187; Tadmor / Yamada, 49 rev. 3-4; 50, rev. 3-4; Weippert 2010, 294).

Die anderen Bereiche des Königreichs Aram wurden auf die neuen assyrischen Provinzen Ṣubutu (in der Beqaa), Qarnīna (im Baschan) und Haurīna (südlich des Baschan) aufgeteilt.

2.3.6. Assyrische, ägyptische, babylonische und persische Zeit

Trotzdem nahm Damaskus 720 v. Chr. an dem von Hamat und → Samaria angezettelten Aufstand gegen die Assyrer teil. Dieser Aufstand endete mit der Zerstörung von Hamat durch Sargon II. (722-705 v. Chr.), der endgültigen Eroberung von Samaria und der Neuorganisation von Damaskus sowie der Ansiedlung von Menschen aus anderen Ländern in Damaskus und in der Damaszene (Fuchs 1994, 89-90.200-201.209.314-315.345-346; Weippert 2010, 303-304; Frahm, 59-81). Von da an verblieb Damaskus im neuassyrischen Reich als Sitz eines Provinzgouverneurs.

Nach dem Untergang des neuassyrischen Reiches, der mit der Zerstörung der letzten Hauptstadt, → Ninive, im Jahre 612 v. Chr. besiegelt war, teilte Damaskus das Schicksal der ehemaligen assyrischen Gebiete westlich des Euphrat. Unter Pharao → Necho II. (610-595 v. Chr.) geriet es in die ägyptische und unter → Nebukadnezar II. (605-562 v. Chr.) in die neubabylonische Machtsphäre.

Infolge der Eroberung Babylons durch → Kyros II. (ca. 559-530 v. Chr.) im Jahre 539 v. Chr. kam Damaskus im Zuge des Westfeldzuges Kambyses II. (530-522 v. Chr.) ab dem Jahr 525 v. Chr. unter die Herrschaft der Achämeniden. Herodot (Hist. III 91) zufolge gehörte Syrien-Palästina in der Achämenidenzeit zur 5. Satrapie Abar Nahara, die neben Syrien auch Zypern, Phönizien und Palästina umfasste (→ Persische Provinzen). Als Sitz des achämenidischen Satrapen wird Damaskus angenommen, da mehrere Dokumente die Relevanz der Stadt für die persische Administration erkennen lassen (Porten / Yardeni, 6.9; FrGrH 680 F 11). Dem entspricht, dass Flavius Josephus zufolge der Tod des Kambyses auf seiner Rückkehr von Ägypten in Damaskus erfolgt sein soll (Antiquitates XI 2.2).

2.3.7. Hellenistische und römische Zeit

Alexander d. Gr. (356-323 v. Chr.) zog nach der Schlacht bei Issos (333 v. Chr.) die levantinische Küste entlang bis nach Ägypten und sandte seinen General Parmenion nach Innersyrien, wo er u.a. auch Damaskus und die Damaszene der hellenistischen Herrschaft unterwarf. Damit kam der aus der Achämenidenzeit belegte Aufstieg der Stadt Damaskus zu seinem Ende. Zum einen wurde in der Seleukidenzeit um 300 v. Chr. Antiochia am Orontes als neue Hauptstadt gegründet, zum andern geriet Damaskus anschließend unter die ptolemäische Herrschaft, wo es ebenfalls nur an der Peripherie des Reiches lag. Dieser Umstand führte neben dem politischen Bedeutungsverlust zu einem wirtschaftlichen Rückgang von Damaskus, der erst in römischer Zeit aufgehalten wurde.

Im Jahre 66 v. Chr. wurde Damaskus von den römischen Legaten Lollius und Metellus eingenommen und der Provinz Syria einverleibt. Ab 63 v. Chr. wurde die Stadt zum Sitz des Statthalters Pompeius (106-48 v. Chr.), der die Herrschaft der Seleukiden zugunsten der römischen Herrschaft beendete. Auf diese Zeit geht auch der Bau der teilweise noch erhaltenen Stadtmauern zurück. Während des Aufenthaltes von C.J. Caesar (100-44 v. Chr.) in Damaskus im Jahre 47 v. Chr. erfolgte die Ernennung von → Herodes zum Strategos über Koile Syria und Samaria. Herodes spielte noch eine weitere Rolle für Damaskus, da er der Stifter des Theaters und eines Gymnasiums war (Josephus, Bellum Judaicum I 21,11). Von Kaiser Hadrian (117-138) wurde Damaskus mit dem Titel „Metropolis“ ausgezeichnet, und im Jahre 195 wurde es vom Kaiser Septimius Severus (193-211) zur Hauptstadt der Provinz Syria Phoenike gemacht. Spätestens unter Kaiser Philippus Arabs (244-249) erhielt Damaskus den Status einer Kolonie, was mit der Ansiedlung von römischen Veteranen verbunden war.

Die Christianisierung der Stadt Damaskus dürfte ab ca. 30 n. Chr. eingesetzt haben, da Paulus bei seinem Zug nach Damaskus (ca. 33 n. Chr.) hier schon eine Christengemeinde antrifft. Im Hinblick auf diese Christianisierung ist auf die Nähe zwischen Galiläa, der Gegend des ersten öffentlichen Auftretens Jesu und der Heimat vieler Christen, und Damaskus hinzuweisen. Christen aus Galiläa hatten die Botschaft Jesu nach Syrien verbracht; die Kontakte nach Jerusalem waren sekundärer Natur, was sich auch in dem erst drei Jahre nach seiner Bekehrung erfolgten Besuch des Paulus bei Kephas und Jakobus, dem Herrenbruder, in Jerusalem (Gal 1,15-20; anders Apg 9,1-30) spiegelt.

3. Archäologie und Kunst

Was die archäologische Situation in Damaskus angeht, so ist zu berücksichtigen, dass die Stadt nach vielen Zerstörungen immer wieder an derselben Stelle neu errichtet wurde. Dies hat zur Folge, dass die Archäologie der Stadt nur sehr unzureichend bekannt ist. Über das 2. Jahrtausend v. Chr. können überhaupt keine Aussagen getroffen werden, etwas klarer ist dagegen die Anlage der Stadt in der 1. Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr. Die hellenistisch-römische Stadtanlage ist hingegen deutlich besser zu erschließen, da ihre Spuren auch ohne archäologische Grabungen bis heute deutlich erkennbar sind.

3.1. Tempel des Hadad / Zeus / Jupiter, Johannes-Kirche, Moschee

Den Fixpunkt der archäologischen Erforschung der Stadt stellt der Bezirk des Hadad-Tempels im Nordwesten der Stadt dar, der bis heute dank der Kontinuität des heiligen Ortes im Bereich der Umajjaden-Moschee und teilweise außerhalb davon noch erhalten ist.

Aus: K.St. Freyberger, Im Zeichen des höchsten Gottes: Kulte und religiöses Leben in Damaskus in hellenistischer und römischer Zeit, in: F. Costabile (Hg.), Polis. Studi interdisciplinari sul mondo antico II, Rom 2006, 157-170, 159 Abb. 2

Abb. 4 Der Tempelbezirk des Hadad.

Die Cella des Hadad-Tempels erhob sich inmitten des heutigen Vorhofs der Umajjaden-Moschee. Ihre Grundmauern dürften wohl unter den Bodenplatten des Vorhofs erhalten sein, sind aber archäologisch nicht nachgewiesen. Man rechnet mit der Existenz eines in augusteischer Zeit renovierten Tempelbezirks, der eine kleine Cella, einen 150m x 100m messenden Temenos und einen 385m x 305m messenden Peribolos umfasste. Teile der Mauern des Temenos finden sich noch heute in der Südwestmauer der Umajjaden-Moschee, die das römische Mauerwerk noch erkennen lässt, verbaut. Eine architektonische Besonderheit existiert an der West- und Nordseite der äußeren Mauer, da diese mit einer weiteren Mauer in Form des griechischen Buchstabens Gamma (Γ) umgeben ist, weshalb bereits eine antike griechische Inschrift vom „Gamma“ spricht. Dieses Gamma diente als ein überdachter Basar.

Der Hauptzugang zum Temenos führte durch die Ostmauer, wo sich ein 32m breites Tor mit drei Durchgängen erhob, welches über Stufen erreichbar war und 5,40m über dem Straßenniveau lag. Weitere Temenostore befanden sich auf der West-, Süd- und Nordseite. An den vier Ecken des Temenos erhoben sich Türme. Südlich des Temenos, im Peribolos, fanden sich Reste eines Monumentalbrunnens aus römischer Zeit, dem eine Funktion im Zusammenhang mit Prozessionen und Ritualen des Heiligtums zukam.

Dem Peribolos wird zumeist eine Funktion als Markt zugeschrieben, so wie schon das Gamma als überdachter Basar diente. Dies dürfte jedoch nicht sein alleiniger Zweck gewesen sein, da man ihn auch als Versammlungsstätte, Verwaltungsort u.a.m betrachten muss. Inwieweit in Damaskus mit einem Unterschied zwischen einem profanen Markt und einem Tempelmarkt zum Kauf von Opfergaben und Devotionalien zu rechnen ist, lässt sich angesichts der bescheidenen schriftlichen Quellenlage nicht beantworten. Dass um den Temenos mit seinem Heiligtum ein Peribolos angelegt wurde, erinnert z.B. an die herodianischen Bauverhältnisse am Jerusalemer Tempel.

Mit freundlicher Erlaubnis von © Annie Caubet

Abb. 5 Das Löwenrelief aus dem Hadad-Tempel in Damaskus.

Als Einzelfund aus dem eisenzeitlichen Hadad-Tempel kann lediglich ein Relief mit einem Sphinx, welches sich heute im Nationalmuseum von Damaskus befindet, angeführt werden. Möglicherweise bildete es zusammen mit einem weiteren nicht erhaltenen Sphinxrelief den Torrahmen für einen Zugang zum Temenos.

Weitere jüngere Einzelfunde stellen eine kannelierte Kalksteinsäule, die heute im Westschiff der byzantinischen Nordhalle verbaut ist, sowie Reste von Säulentrommeln dar; diese gehörten vielleicht zur hellenistisch-römischen Vorhalle des Jupiter Damascenus-Tempels. Aus hellenistisch-römischer Zeit sind Teile des Tempeldekors sowie – in unterschiedlichem Erhaltungszustand – die vier Zugangstore erhalten.

Einer der letzten Besucher des Jupiter Damascenus-Tempels dürfte Kaiser Julian Apostata (361-363) gewesen sein, der in einer Inschrift aus dem Tempel erwähnt wird (Waddington, 2551a).

Der Kult im Tempel des Jupiter Damascenus wurde aufgrund des Ediktes des Kaisers Theodosius d. Gr. (379-395), der 391 die paganen Kulte in seinem Reich untersagt hatte, beendet, und es kam in der Folge zum Bau einer Basilika für den christlichen Kult. Die genaue Lage dieser Basilika ist jedoch nicht klar, da es keinen archäologischen Nachweis gibt. Insofern konkurrieren in der Forschung unterschiedliche Ansichten, da entweder die Tempelcella des Jupiter Damascenus in eine Kirche umgewandelt worden war bzw. die Cella abgerissen und die Basilika an ihre Stelle gesetzt wurde oder die Kirche südlich von der alten Tempelcella stand, so dass die alte Temenosmauer ihre Südwand bildete.

Wem diese Basilika aus der Zeit des Kaisers Theodosius ursprünglich gewidmet war, ist mangels schriftlicher Quellen nicht klar. Ihre spätere Widmung an Johannes d. Täufer setzt die translatio seines Hauptes nach Damaskus voraus. Der Pilger von Piacenza hatte dieses Haupt um 570 noch in Emesa (Homs) gesehen (Donner, 293), während ein späterer Pilger, Willibald von Eichstätt, zwischen 724 und 730 die Reliquie nicht mehr in Emesa (Homs) vorfand. Dazu passt, dass um 680 der britische Bischof Arkulf von der Existenz einer Basilika Johannes d. Täufers in Damaskus berichtet (Donner, 375-376).

Der Kult in der Basilika Johannes’ d. Täufers fand sein Ende, nachdem die Araber nach ihrem Sieg über Kaiser Heraklios (610-641) im Dezember 636 die Macht in Damaskus übernommen hatten. Gab es anfangs noch eine Koexistenz des christlichen Kultes mit dem der Araber, so musste sehr schnell die Johannes-Basilika dem Bau der Umajjaden-Moschee weichen. Als Relikt aus der christlichen Epoche wird bis heute in der Umajjaden-Moschee in einem goldenen Schrein das Haupt Johannes des Täufers aufbewahrt und verehrt.

Vom christlichen Kult handeln drei griechische Inschriften des 6. Jh.s am südlichen Hauptportal des Temenos, welches dreigeteilt war, weshalb die Inschriften der Trinität gewidmet waren (Felle, 142-144 no. 254-256; Saliou). Der Kult in der Johannes-Basilika wurde über mehrere Jahrhunderte praktiziert und fand sein Ende mit der Zerstörung der Kirche im 7. Jh.

3.2. Stadt, Stadtmauer, Zitadelle

Aus: D. Sack, Damaskus. Entwicklung und Struktur einer orientalisch-islamischen Stadt (DaF 1), Mainz 1989, 8 Abb. 1, mit freundlicher Erlaubnis von © Dorothée Sack

Abb. 6 Damaskus, Plan der aramäischen Siedlung.

Es sind in der Altstadt einige Hügel auszumachen, die als aramäische Siedlungszentren betrachtet werden. Von diesen Hügeln liegen drei Hügel nördlich der via recta, der Tell Taḥt el-Qanāṭir, der Tell Qaimarīya und der Zufle Tellet, und zwei südlich von ihr, der Tell Samak / Tell Nağğārīn und der Tell el-Harith. Die bis heute offene Frage ist, ob der Tell Taḥt el-Qanaṭīr oder der Tell Samak / Tell Nağğārīn die Zitadelle, d.h. den Sitz der aramäischen Könige, getragen hat. Diese für die Königsideologie der Herrscher von Damaskus wesentliche Frage wird sich jedoch nicht ohne archäologische Grabungen klären lassen.

Ebenso ungeklärt ist die Frage der Stadtmauer in aramäischer Zeit. Von ihrer Existenz ist auszugehen, da sonst die langwierigen assyrischen Belagerungen überflüssig gewesen wären, allerdings war ein archäologischer Nachweis solcher Mauern bislang nicht möglich. Reste einer Damaszener Stadtmauer bzw. von Stadttoren sind archäologisch erst aus dem 1. Jh. v. Chr., d.h. aus römischer Zeit, erhalten.

Während der Achämenidenzeit war Damaskus mit großer Wahrscheinlichkeit der Sitz des achämenidischen Satrapen. Ist der historische Nachweis dafür nicht ganz eindeutig, so ist der archäologische noch schwieriger, da die einzigen Relikte aus dieser Zeit in Damaskus zwei persische Kapitelle bilden. Was den genauen Ort der Residenz des Satrapen angeht, so denkt man in der Forschung an den Hügel Tell Samak / Tell Nağğārīn, der zur Zeit der arabischen Eroberung der Stadt noch unter dem Namen „el-Bāris“ (die Residenz) bekannt war.

Aus: D. Sack, Damaskus. Entwicklung und Struktur einer orientalisch-islamischen Stadt (DaF 1), Mainz 1989, 10 Abb. 2, mit freundlicher Erlaubnis von © Dorothée Sack

Abb. 7 Damaskus, Plan der hellenistischen Siedlung.

In hellenistischer Zeit wurde Damaskus um eine Siedlung erweitert, die nördlich der via recta und südlich des Baradā zu verorten ist.

Neben der oben genannten Baris sind weitere Bauwerke nur aus griechischen und lateinischen Quellen bekannt, so der Hippodrom, mehrere Theater und das Gymnasium. Archäologische Nachweise für diese Bauten stehen noch aus. Nur eines der Theater ist an der via recta, dem Decumanus, entdeckt worden. Es wird sich dabei um das von Herdodes d. Gr. der Stadt gestiftete Theater handeln.

In römischer Zeit (ab 64 v. Chr.) wurde der Straßenverlauf der Stadt römischen Konzepten angepasst. So durchzog der Decumanus die Stadt in west-östlicher Richtung und der Hauptcardo in nord-südlicher Richtung. Beide Straßenverläufe sind bis heute in der Altstadt noch gut auszumachen: Der Decumanus ist unter dem Namen via recta (vgl. Apg 9,11) bekannt und verband das Westtor (Bāb Ğābia) mit dem Osttor (Bāb Šarqi). An diesem Osttor endeten die Straßen, die Damaskus von Norden, Osten und Süden erreichten, am Westtor die Straßen von Westen und Südwesten. Hierdurch wurde die Relevanz des Decumanus, der via recta, ersichtlich. Der Hauptcardo verband das Paulustor (Bāb Kaisān) mit dem Thomastor (Bāb Tūmā); nördlich von diesem Hauptcardo liegen noch weitere Nebencardines.

Nordwestlich vom Hauptcardo lag ein großer Platz, der über eine Kolonnadenstraße in westlicher Richtung mit dem Temenos des Tempels verbunden war. Insofern wird diskutiert, ob ihm ausschließlich die Funktion als Agora oder nicht eher eine Relevanz für den Kult in Damaskus (evtl. mit einem Sakralbau) zukam, bzw. er im 2. und 3. Jh. n. Chr. dem Kaiserkult diente. Im Westen des Temenos lag die Zitadelle, die zurückgeht auf die hellenistische Akra, d.h. die Zwingburg der Stadt. In der Römerzeit wurde aus ihr ein Militärlager (castrum). Ebenso wurde nach der Einnahme der Stadt Damaskus durch die Römer im Jahre 66 v. Chr. mit dem Bau der bis heute teilweise erhaltenen Stadtmauer begonnen.

Aus: D. Sack, Damaskus. Entwicklung und Struktur einer orientalisch-islamischen Stadt (DaF 1), Mainz 1989, 12 Abb. 3, mit freundlicher Erlaubnis von © Dorothée Sack

Abb. 8 Damaskus, Plan der römischen Stadt.

Fraglich ist, ob das östlich dieses Cardo lokalisierte Nabatäerviertel seinen Namen wirklich zu Recht trägt. Aus archäologischen oder epigraphischen Gründen lässt sich diese Zuschreibung nicht belegen, wenn auch mit einer nabatäischen Kaufmannskolonie in Damaskus zu rechnen ist, worauf der in 2Kor 11,32-33 erwähnte Ethnarch der Nabatäer hinweist (s.u. 10.).

Kunstgeschichtlich relevante Funde aus Damaskus sind mit den → Elfenbeinen gegeben, die als Tribute an die Assyrer unter dem Turtan Schamschi-Ilu in Folge des Feldzugs von 773 v. Chr. nach Arslan Tasch gelangt waren, wo sie im bâtiment aux ivoires im Juni 1928 ausgegraben wurden. Diese ca. 180 Elfenbeinarbeiten umfassende Kollektion entstammt diversen Damaszener Elfenbeinwerkstätten. Datiert werden die Stücke in einen Zeitraum ab der zweiten Hälfte des 9. Jh.s bis zur Mitte des 8. Jh.s v. Chr. Unter kunstgeschichtlichem Aspekt ist der südsyrische Stil, der teilweise unter phönizischem Einfluss stand, zu betonen. Die heute größtenteils in Paris (Musée du Louvre), Karlsruhe (Badisches Landesmuseum), Aleppo (Nationalmuseum), New York (Metropolitan Museum) und Jerusalem (Bible Lands Museum; École Biblique et Archéologique Française) aufbewahrten Elfenbeine dienten ursprünglich zur Verzierung von → Möbeln. In motivlicher Hinsicht weisen sie vor allem menschliche Figuren, geflügelte anthropomorphe Wesen, Tiere, Mischwesen, pflanzliche Ornamente und nichtfigurative Dekorationselemente auf.

Aus: Wikimedia Commons; © public domain; Zugriff 9.4.2020

Abb. 9 Darstellung eines aramäischen Königs von Damaskus aus Arslan Tasch.

Besonders bekannt ist aus dieser Kollektion die Darstellung eines aufrechtstehenden Mannes, die man in der Forschung mehrfach als eine Abbildung des Königs Hasael aufgefasst hat. Auch wenn auf einem Elfenbeintäfelchen aus Arslan Tasch der Name des Hasael genannt wird, so ist doch zu sehen, dass hier kein individuelles Portrait, sondern die ideale Darstellung eines aramäischen Königs vorliegt.

4. Sprache und Literatur

Über die Sprache und Literatur des mittel- und spätbronzezeitlichen Damaskus lassen sich mangels Textfunden nur sehr allgemeine Aussagen treffen. Die Sprache der Bevölkerung war ein kanaanäischer Dialekt, von dem sich allerdings nichts Schriftliches erhalten hat. Die Amarnazeit lässt dann erkennen, dass man in der königlichen Kanzlei von Damaskus über Schreiber verfügte, die der babylonischen Schrift und Sprache als der lingua franca des Alten Orients und Ägyptens mächtig waren. Die in den → Amarnabriefen aus Damaskus belegten Königsnamen Biryawaza und Schutarna (EA 194-197) weisen auf die politische Dominanz einer hurritischen Oberschicht im spätbronzezeitlichen Damaskus hin.

Mit dem im 10. Jh. v. Chr. vollzogenen Elitenwechsel hin zu einer aramäisch dominierten Herrschaft kam es durch die königliche Kanzlei zur Verbreitung der aramäischen Sprache und Schrift in Damaskus und in der Damaszene (→ Aramäisch). Dabei blieb der aus den mittel- und spätbronzezeitlichen Quellen belegte Name der Stadt erhalten.

Der Wechsel von der babylonischen Keilschrift zur aramäischen → Schrift zog einen Wechsel des Schriftträgers nach sich, da nunmehr an die Stelle der Tontafel der Papyrus bzw. das Leder traten. Dieser Umstand ist für den Verlust der allermeisten Texte des 1. Jahrtausends v. Chr. in Syrien-Palästina verantwortlich und er hat enorme Konsequenzen für die auf schriftlichen Zeugnissen beruhenden Zweige der Altertumswissenschaften. Davon sind auch die Erforschung von Geschichte und Religion des antiken Damaskus in erheblichem Ausmaß tangiert.

Die Quellenlage für die Königszeit ab dem 10. Jh. v. Chr. bis zur Eroberung durch die Assyrer (732 v. Chr.) ist dementsprechend sehr dürftig, da die erhaltenen schriftlichen Quellen lediglich die → Inschrift von Tel Dan (KAI 310), je eine Inschrift aus Nimrud und Arslan Tasch sowie je eine Inschrift aus Eretria und Samos umfassen. Alle diese Inschriften gehen auf die Kanzlei des Königs Hasael zurück.

Aus der Damaszene ist dann noch die um 800 v. Chr. zu datierende Inschrift von Tell Dēr ‘Allā (→ Sukkot; Koordinaten: 2088.1782; N 32° 11' 46'', E 35° 37' 15'') zu diesem Corpus hinzuzurechnen. Diese Inschrift war in der Institution der „Schule“ beheimatet, was bedeutet, dass ausgehend von Damaskus in dem seit König Hasael dominierten Gilead eine Zweigstelle für die Vermittlung von Bildung auch an der Peripherie des Reiches eingerichtet war.

Trotz dieser extremen Beschränktheit der aramäischen Quellen aus Damaskus und der Damaszene lässt sich dennoch die Einsicht gewinnen, dass sich das in Damaskus praktizierte Aramäisch in das Zentralaramäische, welches in Aleppo, Hamat und → Sfire belegt ist, einfügt. Dies zeigt sich auch an der konsistenten Orthographie der aramäischen Königsinschriften. Umgekehrt zeigen sich Unterschiede zum östlichen Aramäischen, wie es z.B. aufgrund der Inschrift von Tell Feḫerīje (Koordinaten: N 36° 50' 30'', E 40° 04' 12''; KAI 309) in der Gezirah und im Euphratgebiet und zum nordwestlichen Aramäischen wie es aus Samal (Zincirli) mit den samalischen und aramäischen Inschriften (KAI 214-221) belegt ist.

Diese in der damaszener königlichen Kanzlei praktizierte sog. zentralaramäische koine war aufgrund der politischen und kulturellen Dominanz von Damaskus überall in Syrien einflussreich.

Die sonst in Syrien dokumentierbare weitere Entwicklung des Altaramäischen hin zum Reichsaramäischen während der Achämenidenzeit ist in Damaskus nicht zu belegen, was sich mit dem Verlust der Schriftträger aus Papyrus bzw. Leder erklärt.

Relikte der hellenistisch-römischen Literaturepoche aus Damaskus sind im Werk des Nikolaus von Damaskus erhalten. Dieser (geboren um 64 v. Chr.; Todesjahr unbekannt) fungierte am Hofe des Königs Herodes d. Gr. (40/37-4 v. Chr.) als Berater und Hofhistoriker. Er schrieb in griechischer Sprache über seine Heimatstadt Damaskus, und er kannte die → Königsbücher des Alten Testaments in der Form der → Septuaginta. Sein Werk ist allerdings nur in verstreuten Fragmenten bzw. in einigen Passagen antiker Schriftsteller, insbesondere bei Flavius → Josephus (37/38-100) überliefert.

Ist dies schon das einzig erhaltene Literaturwerk aus dem hellenistisch-römischen Damaskus, so gibt es daneben noch eine Anzahl von griechischen Bau-, Weih- und Ehreninschriften, von denen die meisten aus dem Areal des Hadad / Jupiter Damascenus-Tempels stammen und wichtige Informationen über die Baugeschichte des Heiligtums bergen bzw. Epitheta des Gottes Jupiter Damascenus aufweisen. Darüber hinaus ist auch die Christianisierung des Heiligtums an einer Inschrift über dem südlichen Temenoszugang, die ein Zitat aus den Psalmen bietet, abzulesen. Was die lateinische Sprache angeht, so ist neben einigen Bau- und Widmungsinschriften auf Münzen mit ihren Inschriften aus Damaskus zu verweisen.

Aus christlicher Zeit stammen weitere griechische und lateinische Berichte über Damaskus, wobei vor allem die Loblieder auf die Stadt und ihre Umgebung dominieren (Gatier, Damas, 41-45).

5. Religion

Der Wechsel des Schriftträgers von der Tontafel zum Papyrus bzw. zum Leder, Materialien, von denen sich in Damaskus und in der Damaszene nichts erhalten hat, bringt auch gravierende Konsequenzen für die Erforschung von Kult und Religion dieser Region mit sich. Es sind aus den Tempeln in Damaskus und der Damaszene keine Rituale, Götterlisten, Orakel, Omina, Beschwörungen, Grabinschriften, Klagelieder, Hymnen und Gebete überliefert, des Weiteren fehlen Mythen, Epen und Weisheitstexte. Somit lassen sich Aussagen zur Religion in Damaskus nur für bestimmte Epochen treffen.

5.1. Der Hauptgott Hadad

Der Hauptgott von Damaskus war Hadad (→ Adad). Dieser Gott und sein Name gehen letztlich zurück auf den semitischen → Wettergott Hadda, der seit der Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. in den Ebla-Texten belegt ist. Etymologisch steht der Name mit dem Verb hdd „donnern“ in Verbindung. In den assyrisch-babylonischen Quellen des 2. und 1. Jahrtausends v. Chr. begegnet der Gott unter dem Namen Addu bzw. Adad, in den aramäischen Quellen als Hadad. In den jüngeren griechischen und lateinischen Quellen ist er als Adados bzw. als Adadus zu finden.

Dass an der Spitze der aramäischen Panthea Syriens der Wettergott Hadad stand, ist in dem Umstand begründet, dass in Syrien der Regenfeldbau vorherrschte, so dass dem Wettergott eine entscheidende Rolle für das Herbeibringen des Regens, für die Vegetation und die Fruchtbarkeit von Mensch und Vieh zukam. Diese Theologie des Wettergottes wird für den Bereich der aramäischen Königreiche Syriens anhand der Inschrift auf der Beterstatue vom Tell Feḫerīje sehr gut deutlich (KAI 309).

Dementsprechend war der Gott Hadad der Herr der Oase und der Stadt von Damaskus sowie der Schutzgott des Königtums. Einige Namen der Damaszener Könige weisen deshalb „Hadad“ als theophores Element auf, bzw. es führten einige Könige ihre Abstammung auf Hadad als ihren göttlichen Vater zurück (s.u. 6.2.). Darüber hinaus war Hadad auch ein Kriegsgott, der vor dem König von Damaskus in die Schlacht zog (KAI 310,5), eine Formulierung, die auf das Vorantragen einer Hadadstatue bzw. eines Göttersymbols im Krieg zurückzuführen ist.

In einigen altorientalischen Inschriften tritt bei Hadad der Beiname rammānu „Donnerer“ auf, den das Alte Testament ebenfalls kennt (2Kön 5,18; vgl. Sach 12,11; → Rimmon). Ursprünglich handelt es sich bei Rammanu um eine eigenständige Gottheit, die sekundär mit dem Hadad von Damaskus identifiziert wurde.

Aus: K.St. Freyberger, Im Zeichen des höchsten Gottes: Kulte und religiöses Leben in Damaskus in hellenistischer und römischer Zeit, in: F. Costabile (Hg.), Polis. Studi interdisciplinari sul mondo antico II, Rom 2006, 157-170, 167 Abb. 12 und 13

Abb. 10 Das Kultbild des Jupiter Damascenus.

Seit hellenistisch-römischer Zeit ist der Gott Hadad von Damaskus auch als Zeus Damascenos bzw. als Jupiter Damascenus bekannt. Dieser wird in griechischen Widmungsinschriften als „himmlischer Gott“ bzw. als „Gott, der Väter“ bzw. als „Herr“ bezeichnet.

Ikonographisch ist Hadad von Damaskus bzw. Jupiter Damascenus aufgrund von Tetradrachmen aus der Zeit Antiochus XII. (87-84 v. Chr.) bekannt, die einen von zwei Stieren flankierten stehenden Gott zeigen. Er trägt unter einem Mantel ein langes Gewand mit einem solaren Emblem auf der Brust, einen Polos auf dem Haupt und als Zeichen der Fruchtbarkeit Ähren in seiner linken Hand. Der Bezug zum Jupiter Heliopolitanus von Baalbek in der nördlichen Beqaa ist naheliegend. Die Münzabbildungen geben das Kultbild des Jupiter Damascenus im Damaszener Tempel wieder.

5.2. Die Göttin Atargatis, Hadads Partnerin

Aus: K.St. Freyberger, Im Zeichen des höchsten Gottes: Kulte und religiöses Leben in Damaskus in hellenistischer und römischer Zeit, in: F. Costabile (Hg.), Polis. Studi interdisciplinari sul mondo antico II, Rom 2006, 157-170, 168 Abb. 14 und 15

Abb. 11 Das Kultbild der Atargatis.

Als Partnerin an seiner Seite ist die Göttin Atargatis auszumachen. Diese wird auf Münzen als mit einem langen Gewand bekleidet abgebildet. Auf dem Haupt trägt sie einen Schleier bzw. eine Krone und auf der Brust ein lunares Symbol. In der Linken hat sie eine Frucht bzw. Blüte und zu ihren beiden Seiten wachsen Ähren bis zu ihrem Haupt empor. Auch in diesem Falle dürfte das Kultbild der Göttin im Damaszener Tempel wiedergegeben sein.

5.3. Weitere Gottheiten

Sodann lässt sich seit 2009 aufgrund des Fundes einer Inschrift die Existenz eines weiteren Heiligtums im Tempelbereich des Hadad von Damaskus nachweisen. Dieses war dem Kult des Zeus Theandrios geweiht. Dieser aus dem Hauran bekannte Gott (s.u. 7.) wird in der griechischen Weiheinschrift dieses Heiligtums von 150 n. Chr. genannt.

Weitere Kulte in Damaskus, die jedoch nur dem Namen nach bekannt sind, waren dem Gott Adonis und dem Flussgott Barada sowie der Tyche von Damaskus gewidmet. Dann werden in den Münzinschriften noch Hermes und Dionysos, Athena, Artemis und Nike genannt.

Bei den Ausgrabungen am Haus des Ananias fand sich ein in das 2. bzw. 3. Jh. n. Chr. datierter, dem Himmelsgott gewidmeter Altar. Die Inschrift weist die griechische Wiedergabe des Gottesnamens Baalschamajin auf (→ Baal). Es wurde in der Forschung die Vermutung geäußert, dass an der Stelle des Hauses des Ananias der Tempel des Gottes Baalschamajin gestanden habe, eine Annahme, die zusätzliche Unterstützung durch den Fund eines weiteren Altares, der die Reliefdarstellung eines Stieres aufwies, erfuhr. Eine Grabinschrift aus Dēr Kanoun bei Damaskus nennt als Stifter des Grabes einen „Priester des blitzeschleudernden Zeus“. Man kann sich fragen, ob in Analogie zu den zeitgenössischen Belegen dieses Götterepithetons aus Baitokaike und Palmyra ebenfalls der Gott Baalschamajin gemeint ist oder aber der Zeus / Jupiter Damascenus.

5.4. Vergöttlichung verstorbener Könige

Des Weiteren gibt es Indizien für die Vergöttlichung einzelner verstorbener aramäischer Könige sowie für deren Kult (→ Totenkult). So hat es in Damaskus, vielleicht bis zur Zeit der Christianisierung der Stadt einen Kult des vergöttlichten Hasael gegeben (s.u. 6.3.), über dessen Lokalität man nur spekulieren kann. In Entsprechung zu anderen vergleichbaren Kulten divinisierter aramäischer Könige kann man entweder an den Bereich des Heiligtums, d.h. an die Nähe zum höchsten Gott des Pantheons, denken oder an einen Kult bei der königlichen Nekropole. Allerdings ist deren Lage, sei es in der Stadt beim königlichen Palast, sei es extra muros, völlig unbekannt.

5.5. Prophetie

Auf das Phänomen der Prophetie weisen die aus der südlichen Damaszene stammenden beiden Inschriften von Tell Dēr ‘Allā (→ Sukkot; Koordinaten: 2088.1782; N 32° 11' 46'', E 35° 37' 15'') hin. Man kann dabei auf die im zeitgenössischen Hamat belegte Prophetie am Hofe des Königs Zakkur hinweisen (KAI 202 A 11-14) und insofern auch am Hofe der Könige von Damaskus derartige Praktiken vermuten. Dahingegen sind die in den Inschriften vom Tell Dēr ‘Allā genannten Gottheiten eher dem lokalen und nicht dem Damaszener Pantheon zuzuweisen (s.u. 7.)

6. Königsideologie

Zum Thema der Königsideologie lassen sich trotz einer sehr beschränkten Quellenlage drei Einsichten gewinnen, die die Königswerdung, die göttliche Herkunft und das postmortale Schicksal des Königs betreffen.

6.1. Die Legitimation des Königs

König Hasael war ein Usurpator, der den Thron von Damaskus übernommen hatte. Dies zeigt sich daran, dass in seinen Inschriften eine Filiationsangabe fehlt und er zudem in einem assyrischen Text als „Sohn eines Niemand“ (mār lā mammāna) bezeichnet wird. Ebenso bieten die Königsbücher des Alten Testaments einen Reflex dieser Usurpation, wenn sie den Auftrag an → Elia zur Salbung des Hasael als König über Aram mit der Salbung des Usurpators Jehu als König über Israel parallelisieren (1Kön 19,15-17). Dennoch hält Hasael in der → Tel Dan Inschrift fest, dass der Gott Hadad ihn zum König gemacht habe (KAI 310,4-5). Mit dieser Aussage stellt er sich an die Seite eines Königs wie → Panamuwa I (ca. 790-750 v. Chr.) von Samal (KAI 214,1-3.8-9).

6.2. Die göttliche Herkunft des Königs

Bei dem von zwei Königen, Bar-Hadad I. (ca. 900-880 v. Chr.) und Bar-Hadad II. (ca. 803-775 v. Chr.), getragenen Namen Bar-Hadad wird deutlich, dass sich das theophore Element „Hadad“ auf den Hauptgott von Damaskus bezieht. Auch ist das Namenselement bar im Sinne von „Sohn“ klar. Somit wird in einem Königsnamen aus Damaskus eine göttliche Sohnschaft ausgesagt. Der Königsname Bar-Hadad findet sich außerhalb von Damaskus noch einmal für einen König von Bit Agusi (→ Aramäer 1.3.5.) in der zweiten Hälfte des 9. Jh.s v. Chr. auf der aramäischen Steleninschrift von Breğ, 7 km nördlich von Aleppo (KAI 201). Zum Vergleich lässt sich auch der in Samal belegte Königsname Bar-Rakkab (KAI 216-218) heranziehen.

Bei dem Namen Bar-Hadad muss man davon ausgehen, dass es sich um einen Thronnamen handelt, den der Kronprinz im Moment seiner Nominierung für den Thron bzw. bei der Thronbesteigung annahm oder der ihm in einem solchen Moment verliehen wurde. Zur Untermauerung dieser These ist auch auf den Gebrauch von Thronnamen im zeitgenössischen assyrischen Königtum zu verweisen. Des Weiteren ist zu sehen, dass König Bar-Hadad II. (ca. 803-775 v. Chr.) in der Zeit vor seiner Thronbesteigung unter dem Namen Mari’ („Herr“) bekannt gewesen war. Erst nach seiner Nominierung für den Thron von Damaskus bzw. mit seiner Thronbesteigung trug Mari’ den Königsnamen Bar-Hadad. Vielleicht hatte sein Vater und Vorgänger auf dem Thron, Hasael (ca. 843-803 v. Chr.), ihm diesen Namen verliehen.

Zwei weitere Königsnamen aus Damaskus lassen bei näherem Hinsehen ebenfalls einen engen Bezug zum Gott Hadad erkennen. Es handelt sich um die Namen Ṭab-Ramman und Hadad-‘Idri. Im Erstgenannten dieser Namen, Ṭab-Ramman („Gut ist Ramman“), liegt ein Bezug zum Epitheton rammān des Gottes Hadad vor. Das Epitheton rammān bezeichnet den Gott Hadad als den Donnerer, womit seine Stellung als Wettergott von Damaskus deutlich wird. Der zweite dieser Königsnamen, Hadad-‘Idri („Hadad ist meine Hilfe“), hat den Beistand des Gottes Hadad für den König zum Thema. Bei Hadad-‘Idri handelt es sich um einen sog. Danknamen. Auch hier fehlt leider die entsprechende Erzählung im Hintergrund, so dass man nicht genau weiß, ob es um die Hilfe des Gottes Hadad etwa bei der Geburt des Thronfolgers oder um einen Thronnamen, der dem Kronprinzen anlässlich seiner Thronbesteigung verliehen wurde, geht.

Somit lässt sich zeigen, dass von zehn bekannten Königen aus Damaskus fünf einen namentlichen Bezug zum Hauptgott von Damaskus, dem Gott Hadad, aufweisen. Hierfür dürfte die Praxis der Verleihung bzw. Übernahme von Thronnamen, die die enge Anbindung des Herrschers an den Hauptgott des Damaszener Pantheons veranschaulicht, verantwortlich sein.

6.3. Die Divinisierung des verstorbenen Königs

Was das postmortale Schicksal der Könige von Damaskus angeht, so ist die Vergöttlichung des Königs Hasael anzusprechen, die durch Flavius → Josephus bekannt ist (Antiquitates IX 4.87-94). Auch wenn man bislang über kein Zeugnis zum zeitlichen Ausgangspunkt der Vergöttlichung des Königs Hasael verfügt, so geht man sicherlich nicht fehl in der Annahme, dass hierfür sein Sohn und Nachfolger, Bar-Hadad II., verantwortlich sein dürfte. In dem historisch bedeutenden Umstand, dass sein Vater Hasael das Königreich Damaskus auf einen vorher nicht gekannten Höhepunkt der Macht gebracht hatte, dürfte der Hintergrund dieser Vergöttlichung und des daraus resultierenden Kultes des Königs Hasael zu suchen sein. Der Kult des vergöttlichten Hasael hat in Damaskus vielleicht bis in das 1. Jh. n. Chr. stattgefunden, bis ihm die allmähliche Christianisierung der Stadt ein Ende bereitete.

Es gibt bislang keinerlei archäologische Informationen über die Grablege der Könige von Damaskus. Jedoch weiß der aus Damaskus stammende Jerusalemer Patriarch Sophronius (ca. 550-638) noch im 7. Jh. n. Chr. von der Existenz königlicher Mausoleen in Damaskus (Gatier, 42).

7. Die Damaszene

Die Damaszene ist archäologisch und historisch weniger bekannt als die Stadt Damaskus. Die Ghouta und der Merğ ermöglichten mit ihrem Wasser und dem landwirtschaftlichen Reichtum die Ansiedlung diverser Kleinstädte, Dörfer und Gehöfte. Ein Brief des Königs Biryawaza erwähnt diverse Siedlungen in seinem Herrschaftsbereich (EA 196,33-44), und König Hasael nennt vierzehn Bezirke (?) in seinem Königreich (KAI 310,5-6), womit die diversen Vasallenfürstentümer innerhalb der Damaszene gemeint sein können. Ebenso nennen die Annalen Tiglat-Pilesers III. anlässlich des Feldzugs von 733 v. Chr. gegen Damaskus 16 Distrikte des Königreichs.

Seinen mächtigsten Gegner hatte Damaskus während der Spätbronzezeit im Königreich Aschtartu, welches den Baschan umfasste. Aschtartu ist aus den → Amarnabriefen für seinen Expansionsdrang bekannt, der sich in diversen Konflikten mit seinen Nachbarreichen niederschlug und wovon auch Damaskus nicht verschont blieb.

Was die ägyptische Präsenz in der Damaszene bzw. Kontakte der Damaszene bis nach Ägypten angeht, ist auf die Grabungen in Tell Sakka und el-Keswe einzugehen.

Der ca. 20km südöstlich von Damaskus in der Ghouta gelegene Tell Sakka (Koordinaten: N 33° 24' 20'', E 36° 24' 05'') weist einen Palast der Mittelbronze II-Zeit auf, bei dem deutliche ägyptische Kultureinflüsse in seinen Wandmalereien und seiner Keramik auszumachen sind. Die dort aufgefundenen ägyptischen Skarabäen datieren in die Spätbronzezeit.

Im 25km südlich von Damaskus gelegenen el-Keswe (Koordinaten: N 33° 21' 30'', E 36° 14' 55'') wurde eine Stele Ramses II. (1279-1213 v. Chr.) mit einer ägyptischen Inschrift und einem Relief gefunden. Diese Stele ist vergleichbar mit weiteren Funden von Stelen und Steinobjekten der Ramessiden, deren Aufstellungsorte von → Bet-Schean im Süden über et-Turra, Tell eš-Šihab und Šēḫ Sa‘ad (Qarnajim) im Süden von Damaskus bis nach Tell Nebi Mend (Qadesch) im Norden von Damaskus reichen und die ägyptische Präsenz während der Spätbronzezeit in der Gegend von Damaskus sehr deutlich markieren.

König Hasael dehnte in der zweiten Hälfte des 9. Jh.s v. Chr. die Macht des Königreichs Aram weit nach Süden in den Bereich des ehemaligen Königreichs Aschtartu aus, so dass auch der → Baschan, der Hauran und → Gilead unter seine Macht kamen.

In sprachlicher und religiöser Hinsicht sind die beiden Inschriften vom Tell Dēr ‘Allā (ca. 800 v. Chr.) hervorzuheben. Die königliche Kanzlei von Damaskus war prägend für die Verwendung der aramäischen Sprache und Schrift in Gilead. Die in den Inschriften auftretenden Gottheiten geben einen Eindruck vom Lokalpantheon dieser Gegend wieder. Es begegnen El, der Sonnengott → Schamasch, der Mondgott Schagar und der Astralgott Aschtar. Die Götterwelt ist in šdjn und ’lhn gegliedert, wobei die erstgenannten vielleicht als Götterrat, d.h. eine Untergruppe aller Gottheiten, zu verstehen sind.

Eine Zylinderinschrift des assyrischen Königs Salmanassar V. (726-722 v. Chr.) erwähnt die im Südosten von Damaskus gelegene Stadt Malaḫa, die vermutlich im Hauran zu lokalisieren ist, und nennt die Beute, die aus dieser Königsstadt des Hasael stammte. Diese Beute kam aus dem Tempel des Mondgottes Scheru, hinter dem sich der aramäische Mondgott Śahr zu erkennen gibt (Sader 1987, 237-238).

Aus römischer Zeit ist für Bosra ausweislich einer Widmungsinschrift ein Heiligtum des Zeus Damascenos anzusetzen (Sourdel, 44; Sartre, no. 9013). Dies ist die einzige Nennung des Zeus Damascenos außerhalb von Damaskus, zu der noch die beiden lateinischen Belege des Jupiter Damascenus aus Italien (CIL VI no. 405 und X no. 1576) zu stellen sind.

Des Weiteren ist der Kult des Gottes Theandrios im Hauran nachgewiesen, eines Gottes, dem ein kleines Heiligtum im Temenos des Hadad-Tempels in Damaskus (s.o. 5.) gewidmet war. Ebenso ist der Kult des Gottes Baalschamajin aufgrund seines überregional bekannten Heiligtums in Si‘ belegt.

Der Hauran mit seinen fruchtbaren Ackerfeldern war in römischer Zeit als die Kornkammer Syriens bekannt. Dazu traten neben Gemüse und Obst besonders der Wein sowie die Viehzucht, wohingegen die Olivenölproduktion vermutlich wegen der winterlichen Kälte keine nennenswerte Rolle spielte. All dies beförderte zusätzlich zu den langen Friedensperioden in augusteischer Zeit den enormen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung des Hauran.

8. Damaskus im Alten Testament

Die Darstellung der Aramäer im Alten Testament folgt grundsätzlich zwei unterschiedlichen Konstellationen, da die Aramäer entweder als Brüder oder als Feinde konstruiert werden (vgl. → Edom). So entstammt Aram dem Noah-Sohn Sem (Gen 10,22), von dem auch → Abraham abstammt. Flavius → Josephus führt dies dahingehend weiter, dass Uz, der älteste Sohn Arams, Damaskus gegründet habe (Antiquitates I 143-145). Vor allem aber begegnen die Aramäer der Gezirah (Paddan Aram) als Verwandte und Freunde der → Patriarchen (Gen 10,22; Gen 24,1-61; Gen 28-31; vgl. Dtn 26,5), während die unmittelbar Israel benachbarten Aramäer aufgrund der diversen Auseinandersetzungen mit Israel (vgl. etwa die Inschrift von → Inschrift von Tel Dan; KAI 310) eher als Gegner und Feinde gesehen werden.

Diesem Schema unterliegt auch die Nennung von Damaskus bzw. des Königreiches Aram und seiner Bevölkerung bzw. dessen Repräsentanten, die im Alten Testament zumeist schlecht wegkommen. Ausnahmen sind etwa Abrahams Diener Eliezer, der aus Damaskus stammte (Gen 15,2; der Text ist z.T. verderbt bzw. glossiert), und der Aramäer → Naaman. Nach 2Kön 5,17-18 verbindet sich mit der Heilung des Naaman das Versprechen des Geheilten, JHWH in Damaskus zu verehren. Dazu werden zwei Maultierlasten Erde aus Israel nach Damaskus transportiert, damit Naaman darauf einen Altar für JHWH errichten kann. Hier wird ein positives Bild der Aramäer erstellt, welches mit dem Bild des sonst in den Königsbüchern auftretenden Aramäers als Feind deutlich kontrastiert.

Das Konzept des davidisch-salomonischen Großreichs, welches sich von der Grenze Ägyptens bis zum Euphrat erstreckte (1Kön 5,1; → Land mit Abb. 1), hat auch zur Folge, dass → David über Damaskus herrschte (2Sam 8,5-6). Aber bereits während der Herrschaft Davids und Salomos soll ein Aramäer namens → Rezin aus der Beqaa sich Damaskus’ bemächtigt und über Aram geherrscht haben, wo er zu einem Gegner → Salomos wurde (1Kön 11,24). Hinter diesem Rezin von Damaskus ist der letzte Damaszener König Radjan (ca. 750-732 v. Chr.) zu sehen, den das Alte Testament als Rezin kennt (2Kön 15,37; 2Kön 16,5; Jes 7,1).

Ebenso problematisch unter historischen Gesichtspunkten ist die Erzählung vom Bündnis zwischen den Königen → Asa von Juda (908-868 v. Chr.) und einem König Ben-Hadad von Damaskus, der sich gegen die Expansionsbestrebungen des Königs → Bascha (906-883 v. Chr.) zu Hilfe rufen ließ (1Kön 15,16-22). Pate für diese Episode ist die in 2Kön 15,29 berichtete Verwüstung einiger Gebiete im Norden Israels durch den Assyrerkönig Tiglat-Pileser III., den König → Ahab von Juda gegen König → Pekach von Israel (735-732 v. Chr.) zu Hilfe gerufen hatte (2Kön 16,7-9).

Ebenso legendär sind die in 1Kön 20 und 1Kön 22,1-38 vorliegenden Erzählungen über die Aramäerkriege, die König Ahab (871-852 v. Chr.) von Israel zu bestehen hatte und in denen er zuletzt der Übermacht der Aramäer unterlag. Der historischen Situation Israels unter den Omriden werden diese Erzählungen nicht gerecht. Dies gilt auch für die Erwähnung von Handelsniederlassungen der Aramäer in → Samaria und der Israeliten in Damaskus (1Kön 20,34). Möglicherweise spiegeln sich hierin jüngere Zustände.

Nach 1Kön 19,15-16 soll → Elia Hasael zum König über Aram und Jehu zum König von Israel salben. Die Ausführung erfolgt durch → Elisa in 2Kön 8,7-15. Mit diesen beiden Texten wird die enge Beziehung zwischen Hasael und Jehu auf JHWH zurückgeführt, obwohl dies nicht dem historischen Geschehen entspricht, da der von Hadad zum König über Damaskus gemachte Hasael (KAI 310,4-5) den Obristen Jehu zum Putsch gegen die Omriden verleitete und ihn als seinen Strohmann auf den Thron von Samaria setzte (s.o. 2.3.). Dementsprechend schreibt sich Hasael die Tötung der Könige → Joram von Israel und → Ahasja von Juda selbst zu (KAI 310,7-9). Jehu war lediglich der im Namen Hasaels agierende Ausführende, so dass 2Kön 9,14-29 mit der Darstellung Jehus als Königsmörder nicht unrecht hat.

Auch wenn es historisch klar ist, dass → Jerobeam II. von Israel im 8. Jh. v. Chr. dem Königreich Aram das obere Galiläa, Teile der Beqaa, den → Golan, den → Baschan und das Land → Gilead abnehmen konnte (2Kön 14,25; vgl. Am 6,14), so sind weitere Angaben des Alten Testaments hierzu dennoch übertrieben. So behauptet 2Kön 14,28, dass Jerobeam II. Damaskus und Hamat, die zu Juda gehört hatten, für Israel wiedererlangte. Dahinter steht die Fiktion des davidisch-salomonischen Großreichs, welches ganz Syrien-Palästina mit Lebo-Hamat als seiner Nordgrenze in sich vereinigte (1Kön 5,1; 1Kön 8,65). Die historische particula veri dieses Satzes besteht darin, dass Jerobeam II. Teile von Hamat und Damaskus seinem Reich einverleibt hatte, so die Beqaa von Hamat und den Baschan sowie Gilead von Damaskus.

Dass Damaskus die Nordgrenze Israels bildete, wird in anderen Texten klar ausgesagt (Ez 47,13-18; Ez 48,1) bzw. vorausgesetzt (Am 5,27).

2Kön 16,1-9 schildert die Ereignisse des sog. → syrisch-ephraimitischen Kriegs, dem → Ahas von Juda durch ein Bündnis mit Tiglat-Pileser III. entrinnen konnte (s.o. 2.3.).

Nach 2Kön 16,10-16 nahm König Ahas (736-716 v. Chr.) den Brandopferaltar des Tempels von Damaskus als Vorbild für einen neuen Brandopferaltar in Jerusalem, während der ältere Bronzealtar (1Kön 8,64; 1Kön 9,25) nur noch für den königlichen Kult vorgesehen war. Den Grund für diese Maßnahme nennt das Alte Testament nicht. Man kann jedoch davon ausgehen, dass sich hier eine Aramaisierung der judäischen Kultur manifestiert. Die Parallelstelle in den → Chronikbüchern wertet die Maßnahme des Königs Ahas als Abfall zu den Göttern der Aramäer, die ihm helfen sollten (2Chr 28,22-23).

Nach den Fremdvölkersprüchen des → Amosbuches wird das Gericht über Damaskus kommen und die Bevölkerung Arams in die Verbannung nach → Kir gehen. Begründet wird dies mit der Rückeroberung von Gilead, welches unter Jerobeam II. an Israel gekommen war (Am 1,3-5). Damaskus wird dabei als Bikat-Awen und Bet-Eden bezeichnet. Hiermit begegnen Anspielungen auf die Beqaa, die im 9. und 8. Jh. v. Chr. zu Damaskus gehörte, und auf die Ghouta und den Merğ, die fruchtbare Oasenlandschaft, in der Damaskus lag. Außerdem wird Israel die Verbannung in das Gebiet jenseits von Damaskus angekündigt (Am 5,27). Polster aus Damaskus galten als Symbol des Luxus (Am 3,12), womit die Verdorbenheit der Oberschicht aus Samaria angezeigt werden sollte.

Auf den durch die Assyrer im Jahre 732 v. Chr. bewirkten Untergang von Damaskus gehen vielfach Texte des Alten Testaments ein, die hierin ein Gericht JHWHs über den alten Gegner Israels sehen (2Kön 16,9; Jes 8,4; Jes 10,9; Jes 17,1-3; Jer 49,23-27; Am 1,3-5).

Weitere alttestamentliche Texte zu Damaskus gehen auf die hellenistische Zeit zurück. Sach 9,1-8 beschreibt auf dem Hintergrund des Alexanderzuges 332 v. Chr. von Issos über Tyros nach Ägypten einen Parallelweg vom nordsyrischen Hadrach über Hamat nach Tyros und Sidon und von dort weiter bis nach Aschkelon, Gaza und Ekron. Damaskus als „Ruheort“ JHWHs steht geographisch überraschend zwischen Hadrach und Hamat. Vom seleukidischen Damaskus ist sodann in 1Makk 11,62 und 1Makk 12,32 die Rede, da → Jonatan der Hohepriester (161-142 v. Chr.) mit seinen Truppen gegen den Seleukidenherrscher Demetrius II. Nikator (145-126/5 v. Chr.) bis vor die Stadt gezogen war.

9. Damaskus in der Qumranliteratur

Der Hauptteil der Damaskusbelege in der → Qumranliteratur entfällt auf die in das 1. Jh. v. Chr. zu datierende Damaskusschrift (CD), die ihren Namen von dem Umstand bezieht, dass in ihr die Rede vom „Neuen Bund im Lande Damaskus“ (CD 6,19; CD 8,21; CD 19,33-34; CD 20,12) ist. Es bleibt allerdings unklar, wofür „das Land Damaskus“ in der Damaskusschrift eigentlich steht. So dachte man in der Forschung an die Stadt Damaskus in Syrien, an einen Verweis auf Babylon oder an eine Chiffre für Qumran. Keiner dieser Vorschläge stieß jedoch auf allgemeine Zustimmung, da jeder von ihnen Probleme aufwirft. Zusätzlich wurde im Namen „Damaskus“ auch ein Hinweis auf den Tempel gesehen, wobei dmšq („Damaskus“) als Anagramm von mqdš (Heiligtum) zu verstehen und hiermit jedoch nicht der Jerusalemer Tempel, sondern der Tempel der → Oniaden im ägyptischen → Heliopolis gemeint sei (vgl. Barbaglia, 122-125). Zugunsten dieser Annahme kann man auf den Gebrauch von mqdš („Heiligtum“) in der Damaskusschrift verweisen und darauf, dass wer in Damaskus ist, sich in der Fremde aufhält (gur; CD 6,5). Des Weiteren hat CD 1,3 zufolge JHWH sein Angesicht vor Israel und seinem Heiligtum verborgen, und nach CD 6,11 sollen die, die in den Bund eingetreten sind, nicht in das Heiligtum eintreten, sondern den Jerusalemer Tempel meiden. Dem widerspricht nicht, dass die Damaskusschrift auf alttestamentliche Texte zu Damaskus rekurriert (CD 7,15 und Am 5,26-27), bzw. sie kreativ abwandelt, da der Stern, der aus Jakob aufgeht (Num 24,17), der Erforscher der Thora ist, der nach Damaskus kommt (CD 7,18-19).

10. Damaskus im Neuen Testament

Flavius → Josephus erwähnt die Existenz einer jüdischen Kolonie in Damaskus, da er von 10500 (Bellum Judaicum II 559-561) bzw. von 18000 (Bellum Judaicum VII 368) Opfern anlässlich des Ersten Jüdischen Aufstands gegen Rom im Jahre 66 n. Chr. in Damaskus spricht. Wie auch immer diese Zahlen zu bewerten sind, es ist auf jeden Fall von einer beträchtlichen Größe der jüdischen Kolonie in der Stadt auszugehen. Diese Kolonie stellte auch die Voraussetzung für die Entstehung des frühen Christentums in Damaskus dar, ohne das die Geschichte des Pharisäers Saulus, der vor der Stadt sein Offenbarungserlebnis hatte, nicht verständlich wäre. Aufgrund dieses Erlebnisses ließ Saulus sich taufen, und er wurde zum Botschafter des frühen Christentums in der Mittelmeerwelt (Gal 1,15-17; Apg 9,1-31; Apg 22,3-21; Apg 26,1-23). Datiert wird die Bekehrung des Saulus auf ca. 33 n. Chr.

Nicht zutreffend ist die Sicht, der zufolge Saulus durch seine Bekehrung vor Damaskus zu Paulus geworden sei. Es hat vielmehr schon der Kirchenvater Hieronymus auf Apg 13,9 hingewiesen, von wo an Saulus nurmehr als Paulus in der Apostelgeschichte begegnet, und dies mit einer Hommage des Paulus an den zum Christentum bekehrten römischen Prokonsul von Zypern, Sergius Paulus (Apg 13,7.12), erklärt (In Epistulam Pauli Apostoli ad Philomonem Liber Unus, in: Corpus Christianorum Series Latina LXXVIII C, 2003, 82-83).

Da das Neue Testament keine nähere topographische Verortung dieses Ereignisses erkennen lässt, werden heute unterschiedliche Memorialorte in den Außenbezirken von Damaskus gezeigt.

Als Heiler des Saulus von seiner Blindheit wird ein Mann namens Ananias genannt (Apg 9,10-19; Apg 22,12-16). Das in eine Kapelle verwandelte sog. Haus des Ananias an der Geraden Straße (via recta) in Damaskus birgt in seinem Kern eine antike Kultstätte. An dieser Stelle haben Ausgrabungen einen Altar des Zeus des Himmels sowie einen Altar mit einer Stierdarstellung freigelegt, die in das 2. bzw. 3. Jh. n. Chr. datiert werden (s.o. 5.).

Aufgrund seiner Missionstätigkeit in Arabien (vgl. Gal 1,17-18; Gal 4,25), vermutlich in der Nabatene, in der es bereits vor 70 n. Chr. Juden bis hin nach Hegra gab, hatte sich Saulus beim König Aretas IV. (9 v. Chr. - 39/40 n. Chr.) derart unbeliebt gemacht, dass er nach seiner Rückkehr nach Damaskus vor dem nabatäischen Ethnarchen der Stadt fliehen musste (2Kor 11,32-33). Die entsprechende Erzählung dieser Episode durch Lukas lässt Saulus aus Furcht vor den Damaszener Juden aus der Stadt fliehen, womit ein völlig anderer Akzent gesetzt wird (Apg 9,23-25).

Die Nennung eines nabatäischen Ethnarchen in Damaskus (2Kor 11,32) ist nicht im Sinne einer zeitweiligen Vorherrschaft der Nabatäer über Damaskus zu verstehen, da eine solche Dominanz der Nabatäer über Damaskus nicht nachweisbar ist. Der Ethnarch war vielmehr der Repräsentant der in Damaskus ansässigen Nabatäer, die hier vor allem ihren Geschäften nachgingen.

Eine negative Konnotation von „Damaskus“ liegt in Apg 7,43 vor, wo der in der Vorlage von Am 5,27 stehende Ortsname Damaskus durch „Babylon“ ersetzt wird, womit sich die Benennung Roms als „Babylon“ in 1Petr 5,13 vergleichen lässt.

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Index Theologicus

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Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Karte zur Lage von Damaskus. © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 2 Die aramäischen Königreiche Syriens. © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 3 Die Inschrift von Tel Dan. Aus: Wikimedia Commons; © יעל י, Wikimedia Commons, lizenziert unter CreativeCommons-Lizenz cc-by-3.0; Zugriff 20.5.2014
  • Abb. 4 Der Tempelbezirk des Hadad. Aus: K.St. Freyberger, Im Zeichen des höchsten Gottes: Kulte und religiöses Leben in Damaskus in hellenistischer und römischer Zeit, in: F. Costabile (Hg.), Polis. Studi interdisciplinari sul mondo antico II, Rom 2006, 157-170, 159 Abb. 2
  • Abb. 5 Das Löwenrelief aus dem Hadad-Tempel in Damaskus. Mit freundlicher Erlaubnis von © Annie Caubet
  • Abb. 6 Damaskus, Plan der aramäischen Siedlung. Aus: D. Sack, Damaskus. Entwicklung und Struktur einer orientalisch-islamischen Stadt (DaF 1), Mainz 1989, 8 Abb. 1, mit freundlicher Erlaubnis von © Dorothée Sack
  • Abb. 7 Damaskus, Plan der hellenistischen Siedlung. Aus: D. Sack, Damaskus. Entwicklung und Struktur einer orientalisch-islamischen Stadt (DaF 1), Mainz 1989, 10 Abb. 2, mit freundlicher Erlaubnis von © Dorothée Sack
  • Abb. 8 Damaskus, Plan der römischen Stadt. Aus: D. Sack, Damaskus. Entwicklung und Struktur einer orientalisch-islamischen Stadt (DaF 1), Mainz 1989, 12 Abb. 3, mit freundlicher Erlaubnis von © Dorothée Sack
  • Abb. 9 Darstellung eines aramäischen Königs von Damaskus aus Arslan Tasch. Aus: Wikimedia Commons; © public domain; Zugriff 9.4.2020
  • Abb. 10 Das Kultbild des Jupiter Damascenus. Aus: K.St. Freyberger, Im Zeichen des höchsten Gottes: Kulte und religiöses Leben in Damaskus in hellenistischer und römischer Zeit, in: F. Costabile (Hg.), Polis. Studi interdisciplinari sul mondo antico II, Rom 2006, 157-170, 167 Abb. 12 und 13
  • Abb. 11 Das Kultbild der Atargatis. Aus: K.St. Freyberger, Im Zeichen des höchsten Gottes: Kulte und religiöses Leben in Damaskus in hellenistischer und römischer Zeit, in: F. Costabile (Hg.), Polis. Studi interdisciplinari sul mondo antico II, Rom 2006, 157-170, 168 Abb. 14 und 15

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