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7.07. Das Buch Baruch (Bar)

Übersicht über das Buch Baruch

1,1-14 Historische Einleitung
1,15-3,8 Bußgebet der Verbannten
3,9-4,4 Preis der Weisheit als Buch der Gebote Gottes und ewiges Gesetz
4,5-5,9 Klagelieder und Hoffnung auf Rettung durch Gott

Nach Jer 36 war ein gewisser Baruch Schreiber des Propheten Jeremia. Mit seinem Namen wurden später verschiedene Schriften verbunden, vor allem Apokalypsen. Die älteste dieser Schriften ist das Buch Baruch, das der Einleitung zufolge eine in Babylon entstandene Schrift des Baruch für die Deportierten sein soll. Nach der fiktiven Notiz in 1,2 wurde sie im Jahre 582 v. Chr. am Jahrestag der Tempelzerstörung geschrieben. In der Ausgabe der Septuaginta steht Baruch direkt nach dem Jeremiabuch, in den lateinischen Bibeln erst nach den Klageliedern.

Gliederung

Das Buch Baruch ist keine einheitliche Schrift, sondern lässt sich anhand von Sprache und Inhalt in deutlich erkennbare Teile untergliedern.

Inhalt

Es scheint so, als seien die drei Hauptteile ursprünglich selbständige Schriften gewesen, die erst sekundär zusammengefügt und mit der Einleitung versehen wurden. Bei der Lektüre wirkt das Buch nicht als originärer Entwurf, sondern wie eine Sammlung von bereits andernorts niedergeschriebenen Traditionen. So erinnert das Bußgebet der Verbannten in Kap. 1-3 an das Gebet in Dan 9; dies geht bis zu gleichlautenden Bitten (vgl. 2,19 mit Dan 9,18). Das Weisheitslied liest sich wie Sir 24 oder Hi 28; die Klage- und Trostlieder erinnern an Deuterojesaja und die pseudepigraphen Psalmen Salomos.

Entstehung

Über die Herkunft der einzelnen Teile des Buches lässt sich nichts Sicheres sagen. Sie stammen wohl nicht aus Palästina, sondern werden der Diasporasituation entsprungen sein, in der man eine von Gott gesandte Rettergestalt erwartete (4,22). Es ist jedoch nicht klar, ob das Buch oder einzelne Teile ursprünglich hebräisch geschrieben waren, noch gibt es sichere Hinweise zur Datierung. Die festgestellten Abhängigkeiten von anderen Schriften weisen auf eine Entstehungszeit nach dem späten 2. vorchristlichen Jahrhundert.

Digitale Bibelkunde

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Die Texte auf dieser Seite sind mit freundlicher Genehmigung übernommen aus:

Cover der Bibelkunde des Alten Testaments von Martin Rösel

Rösel, Martin: Bibelkunde des Alten Testaments. Die kanonischen und apokryphen Schriften. Mit Lernübersichten von Dirk Schwiderski, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 11., veränd. Aufl. 2021.

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