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Joch

Holzbalken, der Tieren über den Nacken gelegt wird, um einen Wagen oder Pflug zu ziehen.

Lange Zeit wurden Rinder oder Esel als Zugtiere in der Landwirtschaft eingesetzt um beispielsweise einen Pflug zu ziehen. Meistens spannte man die Tiere paarweise zusammen, indem man einen stabilen, leicht geschwungenen Holzbalken, das Joch, über ihren Nacken legte. In der Mitte des Jochs wurde der Pflug mit einer Zugstange, der Deichsel, am Joch befestigt. So konnte die Zuglast vom Joch auf den Nacken der Tiere übertragen werden.
Wenn davon die Rede ist, dass Menschen ein Joch tragen müssen, sind dabei im übertragenen Sinn Arten von Belastung und Unterdrückung gemeint: Steuern und Frondienst (1. Könige 12,4-11), durch fremde Herrscher (Jeremia 27,8), durch eigene Schuld (Klagelieder 1,14). Das Wegnehmen oder gar Zerbrechen des Jochs steht für Befreiung (3. Mose/Levitikus 26,13; Jesaja 58,6; Jeremia 28,2-4); das schwere und unzerbrechliche eiserne Joch steht für besonders harte und unentrinnbare Unterdrückung (Jeremia 28,13-14).


(BasisBibel. Altes und Neues Testament, ​© 2021 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

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