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Widersacher von Christus

Wörtlich »Antichrist«. Gestalt, in der die Macht des Bösen, sonst auch Teufel genannt, als Person auftritt, um die Menschen in die Irre zu führen.

Mit dem Tod am Kreuz und der Auferstehung von Jesus Christus ist der Sieg über die widergöttlichen Mächte zwar prinzipiell errungen. Aber in der Zeit zwischen der ersten und der letzten Ankunft von Jesus treten die Widersacher nochmals auf den Plan. Das Neue Testament kennt vor allem zwei Typen von Widersachern:

  1. 1. Als Bedrohung von außen: Hier geht es zunächst um Gegner der Apostel und der christlichen Gemeinden, die ihre Arbeit behindern und ihre Pläne durchkreuzen wollen (1. Korinther 16,9; Philipper 1,28). Hinter ihnen ist jedoch der Satan als der eigentliche Widersacher Gottes zu erkennen, der sich gegen Gott und alles Heilige auflehnt  (2. Thessalonicher 2,4.9). In Offenbarung 13 ist es die römische Staatsmacht, die in dieser Weise als Widersacher von Christus beschrieben wird und die Züge eines wieder auferstandenen Kaisers Nero trägt. Für Christen ist es wichtig, sich gegen diese Bewährungsprobe zu wappnen, bevor Jesus den Widersacher endgültig besiegen und damit ihr Leiden unter seinen Machenschaften beenden wird (1. Petrus 5,8-9; Offenbarung 19–20).
  2. 2. Als Bedrohung von innen: Die Gegner können auch aus der Gemeinde selbst kommen – in Gestalt von Irrlehrern und falschen Propheten, die die Christen vom rechten Glauben abbringen wollen (1. Johannes 2,18-19; 1. Johannes 4,2-3; 2. Johannes 7). Gegen diese Gegner gilt es sich genauso zu wappnen wie gegen die Gegner von außen, in der Gewissheit, dass ihnen im Gericht Gottes ein furchtbares Ende bereitet wird (Hebräer 10,27).


(Quelle: ​BasisBibel. Das Neue Testament und die Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

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