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letzter Tag

Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an.

Der »letzte Tag« ist eng mit der Vorstellung vom »Tag des Herrn« verbunden.

Altes Testament

Im Alten Testament ist damit der Tag gemeint, an dem Gott in die Geschichte des Volkes Israels eingreift. Ursprünglich erwartete man, dass Gott seinem Volk im Krieg beistehen oder über die Feinde Israels Gericht halten wird (vgl. Amos 5,18-20; Jesaja 9,3). Die Propheten widersprechen dieser Erwartung grundlegend: Angesichts der Schuld des Volkes, das sich von seinem Gott abwendet und seine Gebote nicht befolgt, wird der »Tag des Herrn« zum Tag, an dem Gott über sein Volk Gericht hält (vgl. Amos 5,18-20; Jesaja 2,12-17). Nach Zefanja 1,14-18 und Ezechiel 7,10-27 wird Gott dann gegen sein eigenes Volk Krieg führen.
Am Ende der Verbannung nach Babylon verändert sich die Vorstellung vom »Tag des Herrn« noch einmal: Das Volk Israel hat seine Strafe durch den Untergang von Juda und die Zerstörung von Jerusalem schon erhalten. Jetzt wird Gott über die restliche Welt Gericht halten. Für Israel wird der »Tag des Herrn« also zum Tag des Heils.

Neues Testament

Im Neuen Testament wird der »Tag des Herrn« dann zum Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. Dieser Tag ist, wie im Alten Testament, der Tag, an dem Gott über die Welt Gericht hält. Jetzt bricht das Reich Gottes endgültig an. Für die Glaubenden ist damit die Hoffnung verbunden, dass die Toten auferstehen.


(Quelle: ​BasisBibel. Das Neue Testament und die Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

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