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Lebensatem

Gott haucht dem Menschen Atem ein und macht ihn dadurch lebendig.

In 1. Mose/Genesis 2,7 macht Gott den Menschen (hebr. adam) aus Erde vom Acker (hebr. adamah) und haucht ihm den Atem des Lebens in seine Nase. Danach ist der Mensch ein zugleich erdgebundenes und gottverbundenes Wesen. Die Gottverbundenheit kommt darin zum Ausdruck, dass der göttliche Atem ihn zum Leben erweckt und am Leben erhält. Dem eigenen Atem des Menschen, also dem Einströmen der Luft in die Lungen, entspricht der von Gott verliehene Lebensatem, und dieser ist das eigentlich belebende Element und daher lebensnotwendig. 
Der Lebensatem wird in der Bibel als eine Gabe Gottes verstanden. Wenn Gott seinen Lebensatem zurückzieht, stirbt der Mensch und wird wieder zum Staub der Erde (Psalm 104,29; 146,4; Ijob 34,14-15). Wird sich der Mensch bewusst, dass er sein Leben dem Atem Gottes verdankt, antwortet er ihm mit Lobgesang (Psalm 150,6).
Die wunderhafte Wiederbelebung von Toten durch die Propheten Elija und Elischa (1. Könige 17,17-24; 2. Könige 4,18-37) setzt die Rückkehr des von Gott verliehenen Lebensatems voraus. Ezechiel schildert in seiner Totenfeldvision, wie die in der Schlacht Erschlagenen wieder zum Leben erweckt werden. Die umherliegenden Knochen werden zusammengeordnet und mit Sehnen und Fleisch überzogen. Anschließend wird Gottes universale Schöpferkraft vom Rand der Welt herbeigerufen. Den Getöteten wird der Lebensatem eingeblasen, sodass sie wieder lebendig werden (Ezechiel 37,7-10).


(Quelle: ​BasisBibel. Das Neue Testament und die Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

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