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Hohepriester

Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.

Schon in früher Zeit gab es in Jerusalem und an anderen Heiligtümern im Land sog. Hohepriester (vgl. 2. Könige 12,11; 2. Könige 22,4-8). Doch erst nach der Verbannung des Volkes Israel  nach Babylon (587-539 v. Chr.) erhält das Amt des Hohepriesters für das Judentum seine herausragende Bedeutung. Als höchste Autorität seines Volkes in der Zeit, als es keinen König gab, wurde der Hohepriester auch das politische Haupt der jüdischen Gemeinde. Durch die Römer wurden die Befugnisse des Amtes zurückgeschnitten; doch blieb auch zu dieser Zeit der Hohepriester der Vorsitzende des jüdischen Rates und oberster Repräsentant der jüdischen Gemeinde.
In der Zeit von Jesus hatte der Hohepriester drei zentrale Aufgaben:

  1. 1. Stellvertretend für das Volk brachte er bei den großen Festen die Opfer dar. Nur er durfte einmal im Jahr, am Versöhnungstag, das Allerheiligste des Tempels betreten.
  2. 2. Politisch vertrat er das jüdische Volk gegenüber der römischen Besatzungsmacht.
  3. 3. Schließlich war er als Vorsitzender des jüdischen Rates verantwortlich für die Innenpolitik, die Rechtsprechung und die Verwaltung.


(Quelle: ​BasisBibel. Das Neue Testament und die Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

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