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Götterbild

Aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes kleines Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten.

Die Völker, mit denen das Volk Israel in Kontakt kam, hatten alle ihre eigenen Götterfiguren und Götterstatuen. Und auch in Israel gab es lange Zeit noch die Verehrung von anderen Gottheiten neben der Verehrung des Gottes Israels – und entsprechend auch Abbilder solcher Götter. Es gab z.B. kleine Götterfiguren, die als »Hausgötter« oder gute Geister das Haus beschützen sollten (2. Könige 23,24). 
Bei Jesaja werden die Götterbilder wörtlich übersetzt »Nichtse« genannt. Wer einen Götzen oder ein Götzenbild verehrt, wendet sich also an etwas Schwaches, Dummes, an etwas, das eigentlich gar keine Macht hat. Denn die Götterbilder sind von Menschenhand gemacht, starr und stumm und können keine Hilfe bringen (Jesaja 44,9-20). Wer sich auf sie verlässt, ist verlassen.
Der Gott Israels, der HERR, dagegen ist kein toter Götze, er ist der lebendige Gott. Er ist der Einzige, der helfen kann. Er hat seine Macht bewiesen, indem er das Volk Israel aus Ägypten herausgeführt, es in der Wüste ernährt und auf allen seinen Wegen beschützt hat. In diesem helfenden Handeln Gottes begründet sich denn auch sein Anspruch wie in den Zehn Geboten formulierte: Israel soll nur ihn allein verehren und keine Götterbilder anfertigen. (2. Mose/Exodus 20,2-6; 5. Mose/Deuteronomium 5,6-10; Hosea 13,1-9).
In den Evangelien spielt das Thema der Götterbilder keine Rolle. Doch für Paulus, der auf seinen Missionsreisen ständig mit den antiken Göttern und ihrer Verehrung konfrontiert ist, gewinnt es neue Bedeutung. Angesichts der vielen Götzenbilder in Athen »packte ihn der Zorn« (Apostelgeschichte 17,16). Immer wieder ermahnt er die Menschen, sich von den Götzen abzuwenden (1. Korinther 10,14; 2. Korinther 6,16; Galater 5,20). 


(Quelle: ​BasisBibel. Das Neue Testament und die Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

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