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Artemis

Ursprünglich griechische Göttin der Jagd (lateinisch Diana). In Ephesus Fruchtbarkeitsgöttin.

Die griechische Göttin Artemis (lateinisch Diana) gilt in der Mythologie als Tochter des Zeus und Zwillingsschwester des Apollon. Sie ist die Göttin der Wälder und Jagd und die Herrin der Tiere. Diese Eigenschaften verschmelzen bei der Artemis von Ephesus mit Elementen kleinasiatischer und orientalischer Naturgottheiten zur Fruchtbarkeitsgöttin vom Typ der sogenannten »Großen Mutter«: Sie ist die schaffende und zerstörende Kraft der Natur, Geburtshelferin, aber auch Vernichterin des Lebens. Als jungfräuliche Göttin ist sie auch die Hüterin der Jungfräulichkeit.
Ihr Kultbild stand in einem prunkvollen Tempel in Ephesus, der als eines der sieben Weltwunder der Antike galt. Die bekannten Statuen zeigen sie mit knöchellangem Kleid und eiförmigen Gegenständen, die in drei Ringen auf der Brust liegen. Die genaue Funktion ist nicht bekannt. Traditionell wurden sie als Brüste und damit als Zeichen der Fruchtbarkeit gedeutet. Möglicherweise handelt es sich aber um die Hoden der Stiere, die ihr geopfert wurden.
Die Artemis von Ephesus genoss in der antiken Welt hohes Ansehen. Nach Apostelgeschichte 19,25 wurden sogar kleine Nachbildungen des Artemis­-Tempels an Besucher verkauft.


(Quelle: ​BasisBibel. Das Neue Testament und die Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

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