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Einführung: Der zweite Brief von Johannes

Im zweiten und dritten Johannesbrief sind der Briefanfang und Briefschluss deutlich zu erkennen. Im Unterschied zum ersten Johannesbrief handelt es sich bei ihnen also nicht um Lehrschreiben, sondern um Briefe, wie sie in der Antike üblich waren. Der Absender des zweiten und dritten Johannesbriefs scheint bei den Empfängern eine anerkannte Persönlichkeit gewesen zu sein, der sich nur als »der Älteste« vorzustellen braucht (Vers 1). 



Als Empfänger werden im zweiten Johannesbrief die »von Gott erwählte Herrin und ihre Kinder« genannt (Vers 1). Damit sind eine Gemeinde und ihre einzelnen Mitglieder gemeint. Aus den Grüßen am Briefschluss (Vers 13) geht hervor, dass hinter dem Schreiber des Briefes ebenfalls eine Gemeinde steht, die als »Schwester« der angeschriebenen Gemeinde bezeichnet wird. 



Der zweite Johannesbrief setzt sich mit Irrlehrern auseinander – offenbar sind es dieselben wie im ersten Johannesbrief: Sie bestreiten, dass Jesus Christus wirklich Mensch geworden ist (Vers 7). Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit ihnen findet hier aber nicht statt. 



Die Liebe der Christen untereinander und das Festhalten an der Wahrheit sind weitere wichtige Themen des zweiten Johannesbriefs (Vers 4-6). Gegenüber denjenigen, die die falsche Lehre verbreiten, soll sich die Gemeinde aber deutlich abgrenzen. Der Verfasser warnt eindringlich davor, sie bei sich aufzunehmen und ihnen Gastfreundschaft zu erweisen (Vers 7-11).


 


(BasisBibel. Altes und Neues Testament, ​© 2021 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

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