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  • DER ERSTE BRIEF DES PAULUS AN DIE KORINTHER
  • 1.Kor 12

Viele Gaben – ein Geist

121Über die Gaben des Geistes aber will ich euch, liebe Brüder, nicht in Unwissenheit lassen.

2Ihr wisst: als ihr Heiden wart, zog es euch mit Macht zu den stummen Götzen.

3Darum tue ich euch kund, dass niemand Jesus verflucht, der durch den Geist Gottes redet; und niemand kann Jesus den Herrn nennen außer durch den Heiligen Geist.

4Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist.

5Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr.

6Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.

7In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller;

8dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist;

9einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist;

10einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen.

11Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.

Viele Glieder – ein Leib

12Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus.

13Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.

14Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.

15Wenn aber der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte er deshalb nicht Glied des Leibes sein?

16Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte es deshalb nicht Glied des Leibes sein?

17Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch?

18Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat.

19Wenn aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib?

20Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer.

21Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder auch das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht.

22Vielmehr sind die Glieder des Leibes, die uns die schwächsten zu sein scheinen, die nötigsten;

23und die uns am wenigsten ehrbar zu sein scheinen, die umkleiden wir mit besonderer Ehre; und bei den unanständigen achten wir besonders auf Anstand;

24denn die anständigen brauchen's nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dem geringeren Glied höhere Ehre gegeben,

25damit im Leib keine Spaltung sei, sondern die Glieder in gleicher Weise füreinander sorgen.

26Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.

27Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied.

28Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wundertäter, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede.

29Sind alle Apostel? Sind alle Propheten? Sind alle Lehrer? Sind alle Wundertäter?

30Haben alle die Gabe, gesund zu machen? Reden alle in Zungen? Können alle auslegen?

31Strebt aber nach den größeren Gaben!

Und ich will euch einen noch besseren Weg zeigen.