• Auf Facebook teilen
  • Vers twittern
  • DIE WEISHEIT SALOMOS
  • Weish 16,8

Die verschiedene Behandlung der Ägypter und der Israeliten bei sechs weiteren Plagen (Kapitel 16,1–19,21)

Plage durch Hunger – Speisung mit Wachteln

161Darum wurden die Ägypter mit Recht durch solche Tiere geplagt und durch eine Menge Ungeziefer gequält.

2Statt solcher Plage tatest du deinem Volk Gutes und bereitetest ihm, weil es danach Verlangen trug, eine wunderbare Speise, nämlich Wachteln, zur Nahrung;

3so sollte den Ägyptern, wenn sie nach Nahrung verlangten, wegen des scheußlichen Anblicks der Tiere, die ihnen gesandt wurden, die natürliche Lust am Essen vergehen; die Israeliten aber, die nur kurze Zeit Mangel litten, sollten eine wunderbare Speise empfangen.

4Denn es sollte über die, die so tyrannisch handelten, ein unabwendbarer Mangel kommen; diesen aber sollte nur gezeigt werden, wie ihre Feinde gequält wurden.

Tod durch Insektenstich – Rettung vom Schlangenbiss

5Es kamen zwar über die Israeliten auch böse, zornige Tiere, und sie wurden gebissen und vernichtet durch die sich krümmenden Schlangen.

6Doch blieb dein Zorn nicht bis zum Ende, vielmehr wurden sie nur kurze Zeit zur Warnung erschreckt und erhielten ein rettendes Zeichen, damit sie an das Gebot deines Gesetzes denken sollten.

7Denn die sich zu diesem Zeichen hinwandten, die wurden errettet, nicht durch das, was sie anschauten, sondern durch dich, den Heiland aller Menschen.

8Und damit bewiesest du unsern Feinden, dass du es bist, der aus allem Unheil erlösen kann.

9Denn über die Ägypter kam durch Heuschrecken und Fliegen Tod und Verderben, und sie konnten keine Hilfe für ihr Leben finden; denn sie hatten's verdient, von solchen Tieren geplagt zu werden.

10Aber deinen Kindern konnten auch die Zähne der giftigen Drachen nicht schaden; denn deine Barmherzigkeit trat dazwischen und machte sie gesund.

11Denn sie wurden dadurch angestachelt, an deine Worte zu denken, und wurden schnell wieder geheilt, damit sie nicht in tiefes Vergessen versinken, sondern deinen Wohltaten zugewandt bleiben sollten.

12Denn es heilte sie weder Kraut noch Pflaster, sondern dein Wort, Herr, das alles heilt.

13Denn du hast Gewalt über Leben und Tod; und du führst hinunter zu den Pforten des Totenreichs und führst wieder herauf.

14Wenn aber ein Mensch in seiner Bosheit jemanden tötet, so kann er den entflohenen Geist nicht zurückholen und die hingeraffte Seele nicht wieder befreien.

Plage mit Unwetter – Speisung mit Manna

15Aber unmöglich ist's, deiner Hand zu entfliehen.

16Denn die Gottlosen, die dich nicht kennen wollten, sind durch deinen mächtigen Arm gegeißelt worden, als sie durch ungewöhnliche Regengüsse, Hagelschläge und Unwetter, denen sie nicht entgehen konnten, verfolgt und vom Feuer verzehrt wurden.

17Und das war das Verwunderlichste, dass das Feuer noch stärker im Wasser brannte, das doch sonst alles auslöscht. Denn die Schöpfung streitet für die Gerechten.

18Zuweilen nämlich brannte die Flamme schwächer, um nicht die Tiere zu verbrennen, die gegen die Gottlosen geschickt worden waren; sie sollten ja sehen und erkennen, dass sie von Gottes Gericht so bedrängt wurden.

19Zuweilen aber brannte die Flamme im Wasser stärker als sonst, um die Früchte des ungerechten Landes zu verderben.

20Dagegen nährtest du dein Volk mit Engelspeise, und unermüdlich gewährtest du ihnen Brot vom Himmel, das ihnen Genuss bereitete und jedem nach seinem Geschmack war.

21Denn deine Gabe machte offenbar, wie freundlich du zu deinen Kindern bist. Denn jedem, der davon aß, verwandelte sie sich nach seinem Verlangen in das, was er gern wollte.

22Schnee und Eis hielten das Feuer aus und schmolzen nicht, damit man erkennen sollte, wie die Früchte der Feinde vom Feuer vernichtet wurden, das im Hagel brannte und in den Regengüssen aufblitzte,

23und wie dasselbe Feuer seine eigne Kraft vergessen musste, damit die Gerechten sich nähren konnten.

24Denn die Schöpfung, die dir als dem Schöpfer dient, steigert ihre Kräfte, um die Ungerechten zu bestrafen, und mindert sie, um denen wohlzutun, die dir vertrauen.

25Darum ließ sie sich auch damals in mancherlei verwandeln und diente damit dir, der mit seinen Gaben alle nährt, nach dem Wunsch und der Bitte eines jeden,

26damit deine Kinder, die du, Herr, lieb hast, lernen, dass nicht die verschiedenen Früchte den Menschen ernähren, sondern dass dein Wort die erhält, die an dich glauben.

27Denn das, was vom Feuer nicht verzehrt wurde, zerschmolz, sobald es von einem flüchtigen Strahl der Sonne erwärmt wurde,

28damit deutlich würde, dass man, ehe die Sonne aufgeht, dir danken soll und vor dich treten, wenn es hell wird.

29Denn die Hoffnung des Undankbaren wird wie Reif und Frost vergehen und wie unnützes Wasser wegfließen.