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Klage über falsche Brüder

551Eine Unterweisung Davids, vorzusingen, beim Saitenspiel.

2Gott, höre mein Gebet

und verbirg dich nicht vor meinem Flehen.

3Merke auf mich und erhöre mich,

wie ich so ruhelos klage und heule,

4da der Feind so schreit

und der Gottlose mich bedrängt;

denn sie wollen Unheil über mich bringen

und sind mir heftig gram.

5Mein Herz ängstet sich in meinem Leibe,

und Todesfurcht ist auf mich gefallen.

6Furcht und Zittern ist über mich gekommen,

und Grauen hat mich überfallen.

7Ich sprach: O hätte ich Flügel wie Tauben,

dass ich wegflöge und Ruhe fände!

8Siehe, so wollte ich in die Ferne fliehen

und in der Wüste bleiben. SELA.

9Ich wollte eilen, dass ich entrinne

vor dem Sturmwind und Wetter.

10Mache ihre Zunge uneins, Herr, und verwirre sie;

denn ich sehe Frevel und Hader in der Stadt.

11Das geht Tag und Nacht um auf ihren Mauern,

und Mühsal und Unheil ist drinnen.

12Verderbnis regiert darin,

Lügen und Trügen weicht nicht aus ihren Gassen.

13Wenn mein Feind mich schmähte,

wollte ich es ertragen;

wenn einer, der mich hasst, großtut wider mich,

wollte ich mich vor ihm verbergen.

14Aber nun bist du es, mein Gefährte,

mein Freund und mein Vertrauter,

15die wir freundlich miteinander waren,

die wir in Gottes Haus gingen inmitten der Menge!

16Der Tod übereile sie, dass sie lebendig zu den Toten fahren;

denn es ist lauter Bosheit bei ihnen.

17Ich aber will zu Gott rufen

und der HERR wird mir helfen.

18Abends und morgens und mittags will ich klagen und heulen;

so wird er meine Stimme hören.

19Er erlöst mich von denen, die an mich wollen,

und schafft mir Ruhe; denn ihrer sind viele wider mich.

20Gott wird hören und sie demütigen,

der allewege bleibet. SELA.

Denn sie werden nicht anders

und wollen Gott nicht fürchten.

21Sie legen ihre Hände an ihre Freunde

und entheiligen ihren Bund.

22Ihr Mund ist glatter als Butter

und haben doch Krieg im Sinn;

ihre Worte sind linder als Öl

und sind doch gezückte Schwerter.

23Wirf dein Anliegen auf den HERRN; /

der wird dich versorgen

und wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen.

24Und du, Gott, wirst sie hinunterstoßen in die tiefe Grube. /

Die Blutgierigen und Falschen werden ihr Leben nicht bis zur Hälfte bringen.

Ich aber hoffe auf dich.