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Septuaginta Deutsch

Septuaginta Deutsch

Die Ausgabe »Septuaginta Deutsch« der Deutschen Bibelgesellschaft ist die erste vollständige deutsche Übersetzung der Septuaginta. In einer Zeit, in der die Kenntnis des Altgriechischen abnimmt, soll dadurch ihrer überragenden Bedeutung für das Verständnis des antiken Judentums, des entstehenden Neuen Testaments und der allgemeinen antiken Religionsgeschichte Rechnung getragen werden.

Durch die deutsche Übersetzung wird die Septuaginta über den Kreis von Fachleuten mit Griechisch-Kenntnissen hinaus zugänglich. Sie kann so in verschiedenen Studiengängen zu größerer Bedeutung gelangen, aber auch in anderen Bereichen der Geisteswissenschaft sowie des kirchlichen und kulturellen Lebens stärker ins Bewusstsein rücken.

Die Übersetzung wurde in den Jahren 1999-2008 durch einen Kreis von 87 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen erstellt. Herausgeber sind Prof. Dr. Wolfgang Kraus, Saarbrücken, und Prof. Dr. Martin Karrer, Wuppertal, sowie neun weitere Mitherausgeber.

Ziel der Übersetzung ist eine philologisch zuverlässige, aber zugleich lesbare Wiedergabe des griechischen Textes. Sie basiert grundsätzlich auf der Göttinger Septuaginta-Ausgabe, für die Bücher, die in dieser Edition noch nicht vorliegen, wird auf die Rahlfs-Ausgabe zurückgegriffen. Zu den Übersetzungen kommt ein knapper Apparat, der bedeutende Unterschiede zwischen masoretischem Text und LXX verzeichnet sowie Hinweise auf wichtige griechische Varianten und Angaben zu Übersetzungsalternativen enthält. In einem Kommentarband werden die Übersetzer – soweit notwendig – ihre textkritischen Entscheidungen und Details ihrer Übersetzung begründen.

Die Übersetzungsarbeit erfolgte in kleinen Teams mit Vertretern verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen, in der Mehrzahl Exegeten des Alten und Neuen Testaments, aber auch Altphilologen, Althistoriker, Judaisten, Ägyptologen und Patristiker. Die Mitarbeit von Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche sowie das Gespräch mit der christlichen Orthodoxie und dem Judentum sicherten die notwendige ökumenische Weite.

Regelmäßige Tagungen, bei denen alle Übersetzer und Herausgeber zusammenkommen, gewährleisteten die Kommunikation der Mitarbeitenden und die Einheitlichkeit der Übersetzung. Eine Geschäftsstelle in Saarbrücken koordinierte die Arbeiten, förderte die gegenseitige Anregung und den Austausch und betreute die Redaktionsarbeit.

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