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Lexikon

Schefela

Erasmus Gaß

(erstellt: März 2019)

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 © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 1 Karte zur Lage der Schefela.

„Schefela“ bezeichnet eine Landschaft im Süden Palästinas, nämlich das Vorgebirge zwischen dem Küstenstreifen und dem judäischen Bergland. Die gesamte Schefela (danitische und judäische Schefela) wurde nur während der Eisenzeit II und in der byzantinischen Periode besiedelt. Zu diesen Zeiten wurde wohl die höchste Bevölkerungsdichte erreicht. Zu anderen Zeiten wurde hingegen nur in Teilen der Schefela gesiedelt.

1. Name

Das Toponym שְׁפֵלָה šəfelāh „Schefela“ ist eine feminine qatil-Form der Wurzel שׁפל ŠPL „niedrig sein / machen; erniedrigen“. Das Wort שְׁפֵלָה šəfelāh gehört zu den sekundär substantivierten Verbaladjektiven, die als Qualitätsabstrakta verwendet werden. Dementsprechend wird mit שְׁפֵלָה šəfelāh die Qualität des Niedrigseins / Niedrigmachens ausgedrückt. Wenn dieses Wort auf einen Landstrich bezogen wird, dann bezeichnet שְׁפֵלָה šəfelāh das „Niederland“, wobei hier der vielleicht despektierliche und nicht vorurteilsfreie Blick vom judäischen Bergland aus eingenommen wird, zumal das Niederland als relativ unwichtig erachtet wurde. Auf ähnliche Weise drückt das verwandte akk. Wort šapiltu das „Untere“ aus. Das Qualitätsabstraktum שְׁפֵלָה šəfelāh wird stets mit Artikel determiniert oder im Ausdruck הַר יִשְׂרָאֵל וּשְׁפֵלָתֹה har Jiśrāel ûšəfelātoh „das Gebirge Israels und seine Niederung“ mit einem enklitischen Personalpronomen versehen (Jos 11,16).

In vielen Übersetzungen wird שְׁפֵלָה šəfelāh nicht als selbstständiges Toponym verstanden, sondern als Nomen übersetzt. Die → Septuaginta überträgt שְׁפֵלָה šəfelāh meist mit πεδίον pedion oder πεδίνη pedinē „Ebene“. Symmachus hingegen übersetzt שְׁפֵלָה šəfelāh mit κοιλάς koilas „Tal“. Nur gelegentlich transkribiert die Septuaginta das Toponym als Σεφηλα Sephēla (2Chr 26,10; Ob 1,19; Jer 32,44; Jer 33,13). Die → Vulgata gibt שְׁפֵלָה šəfelāh mit campestria, campestres, humiliora loca wieder. Nur in 1Makk 12,38 wird das Toponym Σεφηλα Sephēla von der Vulgata nicht übersetzt, sondern als Sephela geschrieben. → Hieronymus deutet den Namen Sefela zudem korrekt als humilis sive campestris (Hieronymus, De nominibus hebraicis 55:16).

2. Territoriale Gliederung

Aus: Sneh / Bartov / Rosensaft, Sheet 2, Bearbeitung Erasmus Gaß

Abb. 2 Geologische Karte mit dem Ajalon-Tal im Norden und der judäischen Schefela.

Als Schefela wird die etwa 80 km von Nord nach Süd lange und etwa 15 km breite Hügelkette aus zumeist eozänem weichem Kalkstein bezeichnet, der von härterem Ortstein überlagert ist (sogenannter nari rock). Die Schefela befindet sich zwischen der Küstenebene im Westen und dem judäischen Bergland im Osten. Im Süden wird die Schefela vom Negeb und im Norden von der Scharonebene begrenzt, wobei die nördliche Abgrenzung aber umstritten ist. Da der typische Kalkstein auch noch im Ajalon-Tal zu finden ist (Abb. 2), reicht die geologische Schefela sicher noch bis ins Ajalon-Tal hinein. Aus historischen Gründen wird jedoch die Nordgrenze der Schefela meist südlich des Ajalon-Tals gesucht (Faust 2013).

Aus: Wikimedia Commons; © Maglanist, Wikimedia Commons, lizensiert unter Creative Commons-Lizenz, Attribution-Share Alike 3.0 unported; Zugriff 9.4.2019

Abb. 3 Hügel der Schefela.

Die Hügelkette der Schefela erhebt sich zwischen 150 und 500 m üNN und liegt damit deutlich unter dem judäischen Bergland, das Höhen von 1000 m üNN erreicht. Dementsprechend ist die Schefela das Bergvorland bzw. der Gebirgsvorläufer zum judäischen Bergland. Die Schefela wird darüber hinaus durch ein von Nord nach Süd verlaufendes Tal vom eigentlichen Bergland getrennt. Dieser Einschnitt, der auch als Trogtal bezeichnet wird, wirkt wie ein natürlicher Graben, der das Gebirge nach Westen hin isoliert und verteidigt. Die Schefela wird zudem in eine höhere östliche und eine tiefere westliche Schefela eingeteilt.

Als strategisch wichtige Region zwischen der Küstenebene und dem Bergland war die Schefela Pufferzone zwischen Juda und den Philisterstädten, aber auch Schlachtfeld der unterschiedlichsten Mächte. Die Schefela wird zudem durch sechs Flusstäler von Ost nach West durchschnitten, durch die wichtige Straßen führen. Nicht umsonst wurden an neuralgischen Punkten wichtige Städte gegründet, um die Zugangswege ins Bergland zu schützen:

a) Ajalon-Tal: Das Ajalon-Tal, das vom Wādī el-Kebīr und Wādī Selmān gebildet wird, ist das nördlichste Tal der Schefela, durch das man sich sehr leicht fortbewegen konnte. Nicht umsonst war dieses Tal der Schauplatz wichtiger Schlachten. Beim Abhang von → Bet-Horon soll → Josua die Amoriterkönige geschlagen haben (Jos 10,12), Judas Maccabäus die → Seleukiden (1Makk 3,24; 1Makk 7,43) und die jüdischen Aufständischen die Römer (Josephus, Bellum Judaicum 2:550; Text gr. und lat. Autoren). Der Ort → Geser, der auf der südlichen Hügelkette liegt, bewacht schließlich den Ausgang dieses Tales.

Aus: Wikimedia Commons; © Yair Aronshtam, Wikimedia Commons, lizensiert unter Creative Commons-Lizenz, Attribution-Share Alike 2.0 generic; Zugriff 9.4.2019

Abb. 4 Das Sorek-Tal.

b) Sorek-Tal: In diesem Tal, durch das das Wādī eṣ-Ṣarār fließt, spielt ein Großteil der → Simsonerzählung (Ri 14-15). Durch dieses Tal wurde die → Bundeslade nach → Bet-Schemesch gebracht (1Sam 6). Über dieses Tal erreichte man das sogenannte Refaim-Tal südwestlich von Jerusalem. Der Ort Bet-Schemesch konnte diesen Talweg nach Juda effektiv beschützen.

Aus: Wikimedia Commons; © gemeinfrei (von: Wilson44691); Zugriff 9.4.2019

Abb. 5 Das Elah-Tal (von Tel Aseka aus gesehen).

c) Elah-Tal: In dem vom Wādī ‘Ağğūr und Wādī eṣ-Ṣanṭ geschaffenen Tal fand der Kampf → David gegen → Goliat statt (1Sam 17). Das Elah-Tal verläuft von Gat nach Osten über Soko bis nach → Betlehem. Über dieses Tal versuchten die Philister, das judäische Bergland zu unterwerfen. Die beiden Städte Aseka und Soko befinden sich am Eingang zum Elah-Tal.

d) Zephata-Tal: Durch das Zephata-Tal bewegt sich das Wādī Zēta. Der strategisch wichtige Ort am Ausgang dieses Wadis ist vermutlich das biblische → Moreschet-Gat, das man mit guten Gründen mit Chirbet Zēta el-Charāb identifizieren kann.

e) Lachisch-Tal: Durch das vom Wādī el-Qubēbe geschaffene Tal verlief eine weitere wichtige Route durch die Schefela, die von Lachisch, der zweitwichtigsten Stadt Judas, ausging. Der Zugang durch dieses Tal nach Hebron wurde durch die Orte → Lachisch und → Marescha beschützt.

f) Adorajim-Tal: Schließlich bildet das Wādī el-Ḥesī das südlichste Tal der Schefela. Die Straßenverbindung durch dieses Tal wird durch den Ruinenhügel von Tell ‘Ēṭun gesichert.

Die Kontrolle über diese fruchtbaren Täler und die entsprechenden Verkehrsrouten war von überlebenswichtiger Bedeutung für Juda. Vor allem die östlichen fruchtbaren Gebiete der Schefela sind immer wieder von den Bewohnern des judäischen Berglandes genutzt worden, während die westliche Schefela meist nur ein marginales Siedlungsgebiet blieb. Bei zunehmendem Bevölkerungswachstum in Juda expandierte man somit nach Westen. Darüber hinaus strebten auch die Mächte in der Küstenebene danach, diese Orte zu beherrschen. Dementsprechend war die Schefela seit jeher von strategischer Bedeutung.

In der Schefela wurden vor allem Getreide, Oliven und Weintrauben angebaut. Der Überschuss konnte dann in die benachbarten Gebiete exportiert werden. Es verwundert daher nicht, dass die Besiedlung der Schefela immer davon abhing, inwieweit diese Region mit den benachbarten Gebieten wirtschaftlich verbunden war.

3. Biblische Überlieferung

Der Begriff Schefela wird in der Bibel 20-mal erwähnt. Zu diesen Belegen wird gelegentlich zusätzlich Jes 32,19 gezählt, wobei hier dieses Wort allerdings in anderer Schreibweise verwendet wird (שִׁפְלָה šifəlāh). Hinzu kommt, dass in Jes 32,19 nicht die geographische Bezeichnung im Blick ist, sondern die Bedeutung „Niedrigkeit“ eingespielt wird.

Die Schefela lässt sich zwei Stämmen Israels zuordnen: Im Norden gehört ein kleiner Teil zum Stammesgebiet Dans, während der größte Teil der Schefela zu Juda gerechnet wird.

Nach der Bibel bildet die judäische Schefela eine der drei Untereinheiten von Juda: Gebirge, Negev, Schefela (Ri 1,9). Darüber hinaus wird die landschaftliche Gliederung der südlichen Levante durch die drei Bereiche Gebirge, Schefela und Küstenebene angegeben (Jos 9,1). Schließlich wird das gesamte Verheißungsland immer wieder mit den verschiedensten Regionen abgesteckt, zu denen auch die Schefela gehört (Dtn 1,7; Jos 10,40; Jos 12,8). Die Orte der judäischen Schefela werden in Jos 15,33-44 aufgeführt. Insgesamt werden drei Distrikte Judas gebildet (Rainey 1980): ein nördlicher (Jos 15,33-36), ein südlicher (Jos 15,37-41) und ein zentraler Distrikt (Jos 15,42-44). Vermutlich hat der biblische Redaktor den zentralen Distrikt nachgestellt, um die Philisterstädte (Jos 15,45-47) aufgrund ihrer geographischen Nähe besser anschließen zu können.

Das landwirtschaftliche Potential der Schefela wird an zahlreichen biblischen Stellen besonders betont. Vor allem die → Maulbeerfeigenbäume der Schefela werden hervorgehoben (1Kön 10,27, 2Chr 1,15; 2Chr 9,27). Außerdem wird berichtet, wie angeblich schon zur Zeit → Davids Aufseher über die → Olivenbäume und → Maulbeerfeigenbäume der Schefela eingesetzt wurden (1Chr 27,28). Darüber hinaus habe Usija in der Schefela Vieh unterhalten (2Chr 26,10). Gelegentlich wird sogar auf historische Ereignisse verwiesen, die mit der Schefela verbunden werden können. Zur Zeit des → Ahas seien die → Philister in die Schefela eingefallen und hätten wichtige Städte eingenommen (2Chr 28,18).

Schließlich würden in der Zukunft → Wallfahrer aus der Schefela nach Jerusalem kommen (Jer 17,26), wobei hier wieder die klassische Gliederung Judas in Gebirge, Schefela und Negev erwähnt wird. Nach der nationalen Katastrophe werde es darüber hinaus zu einem Aufschwung im ganzen Land und damit verbunden auch in der Schefela kommen (Jer 32,44; Jer 33,13). Außerdem sollen die an → Edom gefallenen Gebiete wieder restituiert werden, worunter auch die Schefela zählt (Ob 1,19). In Sach 7,7 zählt zudem die Schefela wie der Negev zum judäischen Einflussgebiet.

In der Schefela spielen zudem wichtige biblische Erzählungen, auch wenn der Begriff Schefela nicht genannt wird. In Jos 10 werden die südlichen Eroberungen unter → Josua geschildert. Nach Ri 14-15 gilt die Schefela als Heimat und Aktionsgebiet → Simsons. Über die Schefela kam die Bundeslade wieder zurück in den Besitz Israels (1Sam 6). In der Schefela kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den → Philistern unter → Goliat (1Sam 17). Die Schefela war darüber hinaus Operationsgebiet → Davids (1Sam 21; 1Sam 23; 1Sam 27). Der Feldzug → Sanheribs spielte sich vor allem in der Schefela ab (2Kön 18-19), worauf vermutlich auch Mi 1,10-16 Bezug nimmt.

Exkurs: Gab es eine Schefela Israels?

Das Wort Schefela wird zwar meist mit Juda verbunden, aber in Jos 11,16 wird dem Gebirge Israels ebenfalls eine Schefela zugeordnet, sodass es vielleicht eine nördliche Schefela geben könnte. Hierfür spricht auch die Eröffnung zur Schlacht von Merom (Jos 11,1-3). Dort wird eine Schefela mit nördlichen Toponymen zusammengestellt, die in Galiläa nördlich der Jesreelebene zu finden sind. Dementsprechend könnte es sich hier um eine galiläische Schefela handeln.

Die Schefela Israels aus Jos 11 wird bisweilen in der gebirgigen Region zwischen den samarischen Bergen und der Scharonebene gesucht. Allerdings ist dieses Gebiet physiographisch kaum mit der Schefela Judas vergleichbar. Auch die Alternative, dass es sich bei den niedrigen Hügeln zwischen dem Karmelmassiv und dem Gebirge Manasse um die Schefela Israels handeln könnte, ist nicht unproblematisch, da dieser Landstrich zwischen zwei Gebirgen und nicht wie bei der Schefela Judas zwischen Gebirge und Küstenebene liegt. Darüber hinaus ist dieses Gebiet etwas weit von den übrigen Orten entfernt, die in Jos 11,1-3 erwähnt werden.

Demgegenüber wird manchmal daran gedacht, dass bei der Schefela Israels wohl eher an die nordsüdlichen Ausläufer des westlichen Galiläas bis zur Küstenebene von → Tyros zu denken wäre. Dieses Gebiet ist in vielerlei Hinsicht mit der judäischen Schefela vergleichbar. Dieser Landstrich liegt zwischen Küstenebene und Bergland, ist etwa 300 m niedriger als das östliche galiläische Gebirge und besteht aus weichem Kreidestein (Finkelstein 1981). Dementsprechend könnte man das Stammesgebiet Aschers in der nördlichen Schefela Israels suchen, während das Stammesgebiet Naftalis in den galiliäischen Bergen liegt. Fraglich ist aber, ob es sich bei dieser galiläischen Verortung tatsächlich um die Schefela des Gebirges Israels handeln kann, zumal man dann das galiläische Bergland als הַר יִשְׂרָאֵל har Jiśrāel deuten müsste.

Vielleicht ist bei der Schefela Israels aber auch an die danitische Schefela zu denken. Dann wäre die Schefela Israels mit der Region um das Ajalon-Tal gleichzusetzen. Die Schefela Israels wäre folglich südwestlich des Gebirges Israels gelegen. Auch geologisch gehört das Ajalon-Tal noch zur Schefela.

Bei einer Bestimmung der Schefela Israels kommt man über Vermutungen kaum noch hinaus. Vielleicht wurde in den beiden Bibelstellen in Jos 11 nur ein konventioneller Ausdruck für „Niederung“ genannt, der nicht wirklich geologisch, physiographisch und geographisch mit der judäischen Schefela verglichen werden kann. Dann könnte diese „Niederung“ überall gelegen haben.

4. Außerbiblische Überlieferung

In ägyptischen topographischen Listen werden die Städte der Schefela mit Ausnahme von Geser übergangen. Es hat den Anschein, dass die Schefela für die ägyptischen Pharaonen nur von marginaler Bedeutung war. Allerdings könnte das Fehlen der Orte der Schefela auch darauf zurückzuführen sein, dass in den topographischen Listen aus Propagandazwecken nur die nördlichen Gebiete genannt wurden, wo man sich erfolgreich gegen mächtige Gegner durchsetzen konnte. Die Niederwerfung von Revolten in der Schefela war demgegenüber nicht ähnlich prestigeträchtig wie Operationen im Norden (Na’aman 2011).

In der → Amarna-Korrespondenz finden sich jedoch zahlreiche Briefe von Vasallen, die über Stadtstaaten in der Schefela geherrscht haben: → Geser, → Gat und → Lachisch (Finkelstein 2014), vielleicht noch → Bet-Schemesch und → Moreschet. Darüber hinaus sind noch Briefe von Herrschern belegt, die nur vom Namen her bekannt sind und deren Regierungssitz nicht genannt wird. Durch petrographische Analysen konnten diese Tontafeln ebenfalls der Schefela zugeordnet werden (Goren u.a. 2004).

In rabbinischen Quellen wird die judäische Schefela als šəfelat hadārôm „Niederung des Südens“ bezeichnet, da sie wohl administrativ zum südlichen Distrikt gerechnet und im Norden von der Schefela Lods begrenzt wird. Dementsprechend reichte die judäische Schefela nach rabbinischer Vorstellung nur bis etwa Emmaus und hat damit die Hügelkette nördlich des Ajalon-Tals nicht umfasst (Rainey 1983).

Eusebius erwähnt das Toponym Schefela ausführlich in seinem Onomastikon (Euseb, Onomastikon 162:7-9; Eusebs Onomastikon). Allerdings verweist er fälschlicherweise auf Jesaja (Jes 32,19), obschon er aufgrund der beiden angegebenen griechischen Übersetzungen von Aquila („Ebene“) und Symmachus („Tal“) wohl eher an Jer 40,13-LXX (= Jer 33,13-MT) denkt. Nach Eusebius wird das ländliche und flache Gebiet, das sich bei Eleutheropolis / Bēt Ğibrīn (Koordinaten 1402.1128; N 31º 36' 24'', E 34º 53' 48'') nach Norden und Westen erstreckt, als Schefela bezeichnet.

Hieronymus erwähnt in seinen Kommentaren zu den prophetischen Büchern wiederholt das Toponym Schefela. Nach seinem Obadja-Kommentar verbindet er die Schefela mit der Ebene bei Lydda / Diospolis und Emmaus / Nicopolis, die nach Ob 1,19 auch auf das Philistergebiet und die Scharonebene ausgedehnt wird. Daneben bemerkt er aber auch, dass hier das flache Gebiet um Eleutheropolis im Blick sein könnte, das sich dann auf die gesamte Küstenebene erstreckt (Hieronymus, Commentarius in prophetam Abdiam 1:19). Nach dem Jeremia-Kommentar von Hieronymus (Hieronymus, Commentarius in Hieremiam 17:27) ist die Schefela mit dem flachen Gebiet gleichzusetzen (Timm 2017).

5. Archäologische Erforschung

Die danitische Schefela im Bereich des Ajalon-Tals, die nicht zum Stammesgebiet Judas gehörte, wurde durch einen umfangreichen Oberflächensurvey erschlossen (Shavit 1992; Shavit 2000). Die Surveyarbeiten sind mittlerweile zum Teil veröffentlicht (Shavit 2013). Ein im Jahre 1995 durchgeführter Oberflächensurvey hat zudem die Region um das Sorek-Tal ausführlich untersucht und die Ergebnisse umfangreich dokumentiert (Lehmann u.a. 1996).

In der judäischen Schefela fand ebenfalls ein groß angelegter Oberflächensurvey statt, der von Y. Dagan ab dem Jahr 1977 durchgeführt wurde (Dagan 2004). Allerdings sind die Ergebnisse bislang oft nur über unveröffentlichte Qualifikationsschriften zugänglich (Dagan 1992a; Dagan 2000). Lediglich zum Gebiet um Bet-Schemesch und um Lachisch liegen gut erreichbare Veröffentlichungen vor (Dagan 1992b; Dagan 2006; Dagan 2010).

Darüber hinaus wurden und werden zahlreiche Orte der Schefela ausgegraben, sodass über den archäologischen Befund dieser Region ausgesprochen viele und sichere Daten vorliegen. Zu den wichtigsten ausgegrabenen Orten, die in der Bibel erwähnt werden, gehören: → Timna, → Bet-Schemesch, → Gat, Jarmut, → Lachisch und → Aseka. Weitere wichtige ausgegrabene Ruinenhügel der Schefela, die mit unterschiedlichen biblischen Orten identifiziert werden, sind Chirbet Zēta el-Charāb (Koordinaten: 1339.1153; N 31° 37' 46'', E 34° 49' 49''), Tell el-Ǧudēde (Koordinaten: 1416.1157; N 31° 37' 55'', E 34° 54' 43''), Tell Burnāṭ (Koordinaten: 1380.1154; N 31° 37' 50'', E 34° 52' 22''), Tell ‘Ēṭūn (Koordinaten 1433.0997; N 31° 29' 26'', E 34° 55' 41''), Chirbet el-Qōm (→ Chirbet el-Qōm; Koordinaten: 1465.1045; N 31° 31' 57'', E 34° 57' 48'') und Tell Bēt Mirsim (Koordinaten: 1415.0960; N 31° 27' 21'', E 34° 54' 37'').

6. Geschichte

6.1. Danitische Schefela

In der Frühbronzezeit (→ Bronzezeit) wurde das Ajalon-Tal vor allem von den beiden Orten Geser und Ğimzū (Koordinaten: 1450.1486; N 31° 55' 51'', E 34° 56' 51'') dominiert (18 Orte). In der Frühbronzezeit III kam es jedoch zu einem Siedlungshiat auf Geser zugunsten von Ğimzū (Shavit 2000). In der Frühbronze-Mittelbronze-Zwischenzeit wurde das Ajalon-Tal hingegen nur sehr schwach besiedelt.

In der Mittelbronzezeit nahm die Besiedlung des Ajalon-Tales enorm zu und erreichte eine Fläche von 32,5 ha (27 Orte). Das Bevölkerungswachstum hat sich auch in der Befestigung und im Wachstum von Geser niedergeschlagen. Insgesamt ist von einer wirtschaftlichen Blütezeit der Region auszugehen, wobei eine Tendenz zur Zentralisierung der Besiedlung auf Geser hin nicht sicher ausgemacht werden kann. Vielmehr hat sich die Besiedlung über die ganze Region des Ajalon-Tals erstreckt (Shavit 2000).

In der Spätbronzezeit schrumpfte wiederum die Bevölkerung, die nun auf einer Fläche von 21 ha siedelte (14 Orte), wobei nur Geser sich konsequent halten konnte und einen Siedlungsschwerpunkt bildete. Allerdings ist aufgrund der Stärke von Geser die Besiedlung im Ajalon-Tal nicht so stark zurückgegangen wie in anderen Regionen. Außerdem bildeten sich um Geser einige unbefestigte kleinere Orte. Auch wenn der Stadtstaat von Geser in der Spätbronzezeit eine überregionale Bedeutung hatte, handelte es sich trotzdem nur um einen gering besiedelten und wirtschaftlich schwachen Stadtstaat, der sich immer wieder gegen kleinere Revolten mit einer überschaubaren Militäreinheit durchsetzen musste (Shavit 2000).

Aus: Shavit 1992, 216, mit Bearbeitung von Erasmus Gaß

Abb. 6 Besiedlung des Ajalon-Tals in der Eisenzeit I.

Aus der Eisenzeit I (→ Eisenzeit I) sind nur noch 14 Orte belegt, die sich auf einer Siedlungsfläche von unter 20 ha erstreckten. Trotz des Siedlungsrückgangs blieb dieser Teil der Schefela noch bewohnter als die südliche judäische Schefela. Vermutlich wohnten in der Stadt Geser genauso viele Personen wie im Umland. Philistäische Keramik ist nur in den größeren Orten zu finden. Die wenige philistäische Keramik in Geser (5%) könnte entweder Handelsbeziehungen andeuten oder auf eine kleine philistäische Gruppe hinweisen (Shavit 2013).

Aus: Shavit 1992, 219, mit Bearbeitung von Erasmus Gaß

Abb. 7 Besiedlung des Ajalon-Tals in der Eisenzeit II.

In der Eisenzeit II (→ Eisenzeit II) wuchs die Bevölkerung wieder. Insgesamt siedelte man in 31 Orten und 20 kleinen Siedlungen mit Streufunden und nutzte eine Siedlungsfläche von über 50 ha. Selbst noch nach der assyrischen Eroberung durch Sanherib kam es hier kaum zu einem Niedergang. Die Bevölkerung wurde offenbar nicht deportiert. Vielmehr stabilisierte Assur diese Gegend als Grenzregion.

In der persischen Zeit kam es erneut zu einem Besiedlungsrückgang, was vielleicht mit einem Rückzug auf das Bergland von Modeïn zu verbinden ist. In der hellenistischen Zeit steigerte sich die Besiedlung abermals auf 50 Orte, was vielleicht mit der makkabäischen Erhebung zu tun hat, die in der Nachbarschaft ihre Wurzeln hat. In der römischen Periode ging schließlich die Besiedlung wieder auf 32 Orte zurück, um schließlich in byzantinischer Zeit auf 175 Orte anzuwachsen, was wohl zum einen mit der günstigen Verkehrsanbindung der nördlichen Schefela zwischen Lod / Georgiopolis und Emmaus / Nikopolis und zum anderen mit dem aufkommenden Pilgerwesen zu tun haben könnte.

6.2. Judäische Schefela

Bei der Beurteilung der Siedlungsgeschichte in der judäischen Schefela werden nur wirkliche Siedlungen berücksichtigt, während isolierte und verstreute Orte, Grabanlagen oder Keramikcluster nicht berücksichtigt werden sollen.

In der Frühbronzezeit I (→ Bronzezeit) waren 16 Orte in der Schefela mit einer Gesamtfläche von 36 ha besiedelt, von denen 6 ausgegraben worden sind. Nur drei dieser Orte sind auch noch in der Frühbronzezeit II/III besiedelt worden. Zu dieser Zeit wurden verstärkt große Siedlungen mit Befestigungsanlagen auf Ruinenhügel in der östlichen Schefela gebaut. Insgesamt wurden 48 Orte mit einer Siedlungsfläche von etwa 125 ha genutzt, sodass sich die Besiedlung mehr als verdreifacht hat (Dagan 2004).

Nach dem Niedergang des frühbronzezeitlichen Stadtstaatensystems bildeten sich zwei Siedlungsschwerpunkte in der Gegend um Ğebel Qa‘āqīr (Koordinaten: 1457.1034; N 31° 31' 26'', E 34° 57' 05'') und im Hügelland von Bet-Schemesch heraus, während anderswo nur isolierte Siedlungen entstanden. Insgesamt wurden 23 Orte genutzt, die sich auf einer Gesamtfläche von 36 ha erstreckten. Um Ğebel Qa‘āqīr fanden sich Siedlungen und Höhlen, die in der Frühbronze-Mittelbronze-Zwischenzeit als Wohnungen und Grabanlagen dienten, während im Hügelland von Bet-Schemesch keine derartigen Höhlen entdeckt wurden (Dagan 2000).

In der Mittelbronzezeit I gab es 13 Siedlungen in der Schefela mit einer Siedlungsfläche von etwa 40 ha. Interessanterweise wurde im zentralen Bereich der Schefela nicht gesiedelt. Demgegenüber befanden sich Siedlungsschwerpunkte im westlichen Bereich des Sorek-Tals und des Zephata-Tals (Dagan 2004).

Während der Mittelbronzezeit II vermehrte sich die Besiedlung und erstreckte sich auf eine Fläche von 65 ha (24 Orten), wobei man in der Regel die Ruinenhügel nutzte. Bei Ausgrabungen entdeckte man bei Tell Bēt Mirsim Befestigungen bereits aus der Mittelbronzezeit IIA, während die anderen Ruinenhügel (Lachisch, Bet-Schemesch, Timna) erst in einer zweiten Phase ebenfalls befestigt wurden. Um diese vier Zentralorte gruppierten sich unbefestigte Siedlungen.

In der Spätbronzezeit wurden 25 Orte besiedelt. Insgesamt erstreckte sich die besiedelte Fläche auf etwa 78 ha (Dagan 2004). Während der Spätbronzezeit besaßen vor allem die beiden Städte → Lachisch und → Gat eine besondere Bedeutung. Dementsprechend könnte man vermuten, dass die Schefela zu dieser Zeit unter dem Einflussbereich dieser beiden Städte aufgeteilt war (Dagan 2000). Allerdings waren auch die anderen größeren Ruinenhügel zu dieser Zeit besiedelt (Faust 2013). Hinzu kommt, dass in der Amarna-Korrespondenz noch weitere wichtige Zentren (Geser, Bet-Schemesch und Moreschet) genannt werden. Trotz alledem gab es vermutlich nur drei wichtige Stadtstaaten in der Schefela: Geser, Gat und Lachisch (Finkelstein 2014).

Darüber hinaus scheint es in der zweiten Hälfte des 14. Jh.s v. Chr. zu Revolten vor allem der Landbevölkerung gegen die Stadtstaaten der Schefela gekommen zu sein. Erst der Zusammenschluss der einzelnen Stadtstaaten und das Gerücht eines geplanten ägyptischen Feldzugs scheinen offenbar die Situation befriedet zu haben (Na’aman 2011). Die spätbronzezeitlichen Unruhen in der Schefela lassen sich aber mitunter auch anders erklären. Möglicherweise bildeten sich zwei Koalitionen von verbündeten Stadtstaaten, die Auseinandersetzungen gegeneinander ausfochten: Jerusalem, Lachisch, Jurza und Aschdod gegen Gat, Geser, Askalon, wobei die letztgenannte Gruppe zusätzlich von Ägypten unterstützt wurde (Finkelstein 2014).

Auch wenn vieles nicht mehr geklärt werden kann, legt der literarische und archäologische Befund zumindest nahe, dass die Herrscher der Schefela nur eine schwache Position einnahmen. Allein die große Anzahl von Stadtstaaten deutet an, dass diese Gebilde kaum politische und militärische Macht besaßen. Darüber hinaus konnte man wohl nur über geringe militärische Mittel gegen Revolten verfügen. Außerdem waren die meisten Orte unbefestigt. Diese kleinen Stadtstaaten waren offenbar gegenüber den Umlandbewohnern sehr verletzbar. Hinzu kommt, dass die Stadtstaaten der Schefela vermutlich nur schwach besiedelt waren.

Nach dem Niedergang der kanaanäischen Städte wurde die Schefela von Westen von den → Philistern der Küstenebene beeinflusst. Allerdings wurde im nördlichen Teil der judäischen Schefela nur Ekron von der ersten Phase der philistäischen Siedlungstätigkeit erfasst, während andere Städte wie Timna und Bet-Schemesch noch die kanaanäische materielle Kultur der Spätbronzezeit weiterführten (Mazar 1994). Nur wenige größere Orte wurden zudem in der Eisenzeit I (→ Eisenzeit I) besiedelt. Die früheisenzeitlichen Orte befanden sich fast allesamt in der östlichen Schefela: Bet-Schemesch, Gat, Jarmut, Timna im Norden und Tell ‘Ēṭūn, Tell Bēt Mirsim im Süden (Faust 2013). Abgesehen von diesen Orten verblieb die Schefela weitgehend unbesiedelt in der Eisenzeit I. Vielleicht hängt dies mit der Urbanisierungspolitik der Philister zusammen, sodass die Landbevölkerung in zentrale Städte umsiedeln musste. Da zudem die Schefela eine Pufferzone zwischen den Philistern in der Küstenebene und den Berglandbewohnern bildete, wollte man vielleicht diesen Landstrich weitgehend unbesiedelt lassen. Möglicherweise kam es auch zu kriegerischen Auseinandersetzungen um die Schefela, sodass die Bewohner ihre Siedlungen verlassen mussten (Faust / Katz 2011).

Da es nur im philistäisch dominierten Ekron zu einem nachweisbaren Bevölkerungswachstum kam, ist zumindest nicht von allgemeinen Wanderungsbewegungen in die philistäische → Pentapolis auszugehen. Vielleicht ist das Wachstum von Ekron mit einem Wechsel im Landbesitz, einer verstärkten Kontrolle über die Landbevölkerung und der bewussten Umsiedlung der Bevölkerung in die unmittelbare Nachbarschaft von Ekron auszugehen. Allerdings musste es gar nicht zu erzwungenen Umsiedlungen gekommen sein, denn als starker Stadtstaat hatte Ekron von Haus aus eine gewisse Attraktivität für die umliegende Bevölkerung (Koch 2017). Im 12./11.Jh. v. Chr. wurde die Schefela zumindest von Ekron dominiert. Erst ab dem 10. Jh. v. Chr. nahm Gat diese Position ein.

Insgesamt beobachtet man von West nach Ost einen allmählichen Rückgang hinsichtlich der sozioökonomischen Komplexität der Besiedlung: Die Zahl der Städte, der aufwändigen Grabanlagen, der Importe, die Metallverarbeitung und die Schriftlichkeit nimmt immer mehr ab (Lehmann / Niemann 2014). Es hat den Anschein, dass die Landbevölkerung der Schefela zumindest weitgehend ohne städtische Zentren und politische Zusammenschlüsse auskam. Trotz der abwechselnden Dominanz der beiden Philisterstädte Ekron und Gat scheinen lokale Sippenverbände in der Schefela einen gewissen autonomen Status eingenommen zu haben, was sich an einer eigenen und unabhängigen materiellen Kultur zeigt (Lehmann / Niemann 2014). Vor allem im sogenannten Trogtal, das die Schefela vom judäischen Gebirge trennt, ist in der Eisenzeit I eine gewisse Besiedlung nachzuweisen. Vielleicht hat sich hier eine kanaanäische Enklave halten können (Faust 2013). Demgegenüber könnten aber auch entweder Philister oder Berglandbewohner diese Gegend dominiert haben, um den jeweiligen Gegner in Schach halten zu können. Die ethnische Zuweisung dieser Bevölkerung ist mittlerweile höchst umstritten. Denn man hat in diesen Orten zwar philistäische Keramik, aber nicht die typischen Krüge mit Halswulst gefunden, die im Bergland gebräuchlich waren. Außerdem führten die Bewohner der Siedlungen im Trogtal die spätbronzezeitliche Keramiktradition weiter. Interessanterweise enthielten sich die Siedler weitgehend des Schweinefleisches, was wiederum für die Berglandbewohner typisch war (Faust / Katz 2011). Aufgrund dieses Befundes waren die Siedler des Trogtals vermutlich weder Philister noch Israeliten, sondern Kanaanäer.

Aus: Dagan 2000, mit Bearbeitung von Erasmus Gaß

Abb. 8 Besiedlung der judäischen Schefela in der Eisenzeit IIA (roter Punkt: Tell; rotes Quadrat: Siedlung; gelber Punkt: Streusiedlung; gelbes Quadrat: Gebäude).

Während die Besiedlung im 12./11. Jh. v. Chr. noch sehr dünn war, kam es in der Eisenzeit IIA (→ Eisenzeit II) ab dem 10. Jh. v. Chr. allmählich zu einer verstärkten Siedlungstätigkeit. Vermutlich siedelte man in zentralen Orten und bewirtschaftete von dort aus das umgebende Land. Kleinere Dörfer sind hingegen kaum entstanden (Faust 2013). Aufgrund von philistäischen Vorstößen haben die Bewohner der Schefela ihre Orte mit Kasemattenmauern befestigt. Außerdem wurde nun die politische Fragmentierung der Schefela beendet. Der externe Druck durch die Philisterstädte der Küstenebene förderte offenbar den politischen Zusammenschluss vielleicht unter der Führung der Philisterstadt Gat (Lehmann / Niemann 2014). Es hat darüber hinaus den Anschein, dass das Bevölkerungswachstum in der Schefela auf einen bewussten Zuzug von außen zurückzuführen ist. Gerne wird hierfür das Vereinte Königreich unter → David und → Salomo bemüht, was aber höchst umstritten ist. Wahrscheinlich wurde nur der nördlichste Teil der Schefela vom Feldzug → Scheschonqs erfasst, auch wenn die Identität der auf der Scheschonq-Liste erwähnten Toponyme nicht über jeden Zweifel erhaben ist. Oft wird erwogen, dass die Orte Timna und Bet-Schemesch im Rahmen dieses Feldzugs zerstört wurden (Mazar 1994).

Aus: Dagan 2000, mit Bearbeitung von Erasmus Gaß

Abb. 9 Abb. 9 Besiedlung der judäischen Schefela in der Eisenzeit IIB (roter Punkt: Tell; rotes Quadrat: Siedlung; gelber Punkt: Streusiedlung; gelbes Quadrat: Gebäude).

Fraglich ist, wann man die Schefela von Juda aus besiedelte (Čapek 2012). Vermutlich versuchte man schon im 9. Jh. v. Chr., mit omridischer Unterstützung von Juda aus auf die Schefela auszugreifen. Allerdings konnte bis zur Zerstörung von Gat durch den Aramäerkönig → Hasael die Schefela noch nicht von Juda kontrolliert werden. Erst ab etwa 840 v. Chr. konnte Juda unter → Joasch die Schefela dominieren. Vielleicht hängt dies auch mit einer veränderten judäischen Außenpolitik zusammen. Denn Joasch scheint ein Vasall Hasaels gewesen zu sein, der für seine Loyalität Gebietszugewinne erhalten haben könnte (Sergi 2013). Durch die Zerstörung der mächtigsten Philisterstadt Gat im 9. Jh. v. Chr. durch Hasael und durch das Erdbeben um 762 v. Chr. konnte zum einen Ekron zur bestimmenden philistäischen Macht in der Schefela aufsteigen und zum anderen Juda die Kontrolle über Teile der Schefela übernehmen (Maeir 2012). Vermutlich wurde ab dieser Zeit → Lachisch zu einer wichtigen Verwaltungsstadt Judas ausgebaut (Lehmann / Niemann 2014).

Die Besiedlung der Schefela erreichte ihren Höhepunkt im 8. Jh. v. Chr. Insgesamt lässt sich in der Schefela eine Zunahme von 6 auf 150 Siedlungen erkennen, wobei die besiedelte Fläche auf etwa 360 ha zunahm (Dagan 2004). Somit ist in der Schefela ein bemerkenswerter demographischer Zuwachs festzustellen, der meist mit Fluchtbewegungen aus dem Nordreich Israel verbunden wird (kritisch hierzu Na’man 2009). Allerdings sind die archäologischen Hinweise auf die Herkunft der Zuwanderer minimal. Das mag damit zusammenhängen, dass die materielle Kultur der Flüchtlinge aus dem südlichen Landesteil der assyrischen Provinz Samerīna kaum Unterschiede zu Juda aufwies (Burke 2012).

Aus: Dagan 2000, mit Bearbeitung von Erasmus Gaß

Abb. 10 Besiedlung der judäischen Schefela in der Eisenzeit IIC (roter Punkt: Tell; rotes Quadrat: Siedlung; gelber Punkt: Streusiedlung; gelbes Quadrat: Gebäude).

Mit dem dritten Feldzug → Sanheribs im Jahr 701 v. Chr. war die Zerstörung von vielen Siedlungen der Schefela verbunden (→ Elteke). Das assyrische Hauptheer operierte vor allem in der Schefela, während man die judäische Hauptstadt Jerusalem einer Blockade unterwarf (Gaß 2016), um → Hiskija zum Einlenken zu bewegen. Ein Großteil der Bevölkerung der Schefela wurde Opfer der Kampfhandlungen, andere wurden von den → Assyrern deportiert. Nach den Annalen Sanheribs wurden insgesamt 46 befestigte Städte und zahlreiche Dörfer erobert. Vermutlich teilte sich das assyrische Heer beim Angriff auf Juda in mehrere Divisionen auf, die gleichzeitig verschiedene Ziele angreifen konnten. Da Juda nicht alle Orte zur selben Zeit gleich gut verteidigen konnte, trafen die einzelnen assyrischen Heeresabteilungen wahrscheinlich nur auf geringen Widerstand der zahlenmäßig unterbesetzten judäischen Verteidiger. Insofern verwundert es nicht, dass die Assyrer viele Orte leicht und schnell erobern konnten. Nur die beiden Festungsstädte → Aseka und → Lachisch bedurften einer längeren Belagerung. Die Eroberung von Lachisch wird sogar auf einer Serie von Reliefs im Palast Sanheribs in → Ninive festgehalten. Die besiedelte Fläche der Schefela ging von insgesamt 360 ha im 8. Jh. v. Chr. um etwa zwei Drittel auf nur noch 127 ha im 6. Jh. v. Chr zurück. Die Zahl der Festungsstädte in der Schefela ging von 38 auf 15 zurück, die Zahl der Siedlungen von 112 auf 42, die Zahl der landwirtschaftlichen Farmen von 51 auf 13, die Zahl der Streusiedlungen von 28 auf 4 und die Zahl der einzelnen Gebäude von 48 auf 10 (Dagan 2004). Die bisherige Besiedlung der Schefela wurde somit nachweislich verringert. Offenbar waren die Orte in der Schefela eine leichte Beute für das assyrische Heer. Vor allem die unbefestigten Dörfer und Gehöfte verschwanden, während die ehemals befestigten Städte im 7. Jh. v. Chr. wiederum genutzt wurden. Durch die Zerstörung der Festungsstädte in der Schefela konnte Sanherib zudem seine östliche Flanke vor einem Gegenangriff aus Juda schützen. Außerdem schnitt Sanherib auf diese Weise Juda wirtschaftlich vom Handel an der Küstenstraße ab. Darüber hinaus war auch die strategische Verbindung zu Ägypten gekappt.

Die Zerstörung der Schefela durch das assyrische Heer ist aus zwei topographischen Gründen naheliegend, zumal man Juda mit dieser Taktik nachhaltig schwächen konnte. Zum einen ist die Schefela ein fruchtbares Hügelland mit mehr Niederschlag und besseren Böden, zum anderen befand sich Jerusalem im abgelegenen judäischen Bergland, während die Schefela am Durchzugsgebiet des internationalen Handels lag. Dort konnte man folglich lukrative Gewinne von den durchziehenden Händlern abschöpfen. Die Schefela war als Westflanke Judas darüber hinaus von immenser strategischer Bedeutung für das Königreich Juda.

Die Zerstörung der Siedlungen in der Schefela hinterließ empfindliche Spuren. Selbst hundert Jahre nach dem Feldzug Sanheribs wurden nur ein Drittel der zuvor bewohnten Fläche der Schefela und etwa 30% der ehemals bewohnten Orte genutzt (Dagan 2000). Die Siedlungslücke in der Schefela geht zum einen auf die Zerstörungswucht der assyrischen Armee, zum anderen auf die groß angelegte Deportation der Bevölkerung zurück. Die Zerstörung der Festungsstädte in der Schefela führte darüber hinaus zu einer erheblichen militärischen Schwächung Judas und erschwerte somit weitere Aufstände in diesem kleinen Vasallenstaat.

Die ehemals judäisch dominierte Schefela wurde nach dem Feldzug Sanheribs an drei philistäische Fürsten verteilt: an Padi von → Ekron, an Mitinti von → Aschdod, und Ṣilli-Bēl von → Gaza (Rassam-Zylinder 53). Fraglich ist, ob die Philisterstaaten tatsächlich die zugesprochene Schefela in der Folgezeit politisch kontrollieren und ausbeuten konnten. Die Philister aus Ekron konnten zumindest im 7. Jh. v. Chr. dank der pax assyriaca und der territorialen Zugewinne eine lukrative Olivenindustrie aufbauen. Hierfür haben sie die von Juda annektierte Schefela als wirtschaftliches Hinterland genutzt und judäische Facharbeiter ausgebeutet (Gaß 2007). Für die Weinindustrie Askalons ist bestimmt Ähnliches zu vermuten. Die durch die Kriegsschäden entvölkerte Schefela konnte somit in der Folgezeit von den Philistern als wirtschaftliches Hinterland ausgebeutet werden, wobei sicherlich auch judäische Fachkräfte eingesetzt wurden, um die landwirtschaftlichen Produkte anzubauen und fachgerecht zu verarbeiten. Manchmal wird angenommen, dass es zwischen 700 und 693 v. Chr. eine weitere territoriale Neuordnung gab, zumal nach der späteren Stierinschrift die Schefela unter vier philistäischen Herrschern inklusive des Herrschers von → Askalon aufgeteilt worden sei. Vielleicht vergaß man in der ersten Inschrift den Herrscher von Askalon.

Nach der Zerstörung der Schefela durch Sanherib und einer Verteilung an die philistäischen Stadtstaaten kam es offenbar zu einer starken Fluchtbewegung nach Jerusalem und in das judäische Bergland. Die Schefela wurde vermutlich am Anfang des 7. Jh.s v. Chr. nach der Zerstörung durch Sanherib zwar kurzzeitig besiedelt (Finkelstein / Na’aman 2004), aber diese Wiederbesiedlung ist wahrscheinlich nicht zerstört, sondern bewusst aufgegeben worden. Dies geschah vermutlich aufgrund von assyrischem Druck, da man die Ausbeutung der landwirtschaftlichen Ressourcen in den Philisterstädten monopolisieren und zentralisieren wollte. Aus diesem Grund mussten die judäischen Produktionsstätten für Olivenöl verschwinden.

Der Großteil der Wiederbesiedlung im Laufe des 7. Jh.s v. Chr. konzentrierte sich auf den östlichen Bereich der Schefela (Dagan 2004). Während die kleinen Dörfer und isolierten Bauernhöfe nicht mehr besiedelt wurden, wurden die größeren Orte wiederum genutzt. Manchmal wird vermutet, dass diese Wiederbesiedlung schon unter → Manasse stattfand (Finkelstein / Na’aman 2004). Zumindest ab der zweiten Hälfte des 7. Jh.s v. Chr. scheint die Schefela von Juda besiedelt worden zu sein. Durch den Feldzug Nebukadnezzars wurde schließlich die Schefela weitgehend zerstört, sodass es lange Zeit dauerte, bis sich die Region von diesem Schlag erholen konnte (Faust 2013).

Während der persischen Zeit kamen neue Siedler in die Schefela, was sich auch in der materiellen Kultur z.B. in Marescha widergespiegelt hat. Vor allem der südliche Teil der Schefela wurde von den Edomitern eingenommen, sodass schon jetzt der Grundstein für das spätere Idumäa gelegt wurde. Vermutlich war Lachisch zu dieser Zeit ein administratives Zentrum (Rainey 1983). Fraglich ist, ob ohne große Unterbrechung nach der Zerstörung durch Nebukadnezzar weiter gesiedelt wurde oder ob es zu einem Siedlungshiat kam. Zumindest in Lachisch ist ein zeitweiser Abbruch der Siedlungstätigkeit festzustellen. In persischer Zeit wurden jedenfalls 41 Orte genutzt, wobei sich die Siedlungsfläche auf 115 ha erstreckte (Dagan 2004).

In der hellenistischen Zeit sind in der Schefela insgesamt 69 Siedlungen belegt, die eine Siedlungsfläche von gut 200 ha überdecken (Dagan 2004). Zu dieser Zeit wurde die Schefela zwei Distrikten zugeteilt: die nördliche Schefela kam zu Judäa, während die südliche Schefela zu Idumäa gezählt wurde, wobei das Elah-Tal die Grenze zwischen beiden Distrikten bildete (Dagan 2004). Darüber hinaus entwickelte sich Marescha zu einem wichtigen Ort der Schefela, um den sich die meisten Orte gruppierten. In Marescha war vermutlich eine Kolonie von Sidoniern stationiert. Zumindest befand sich in Marescha eine gemischte Bevölkerung aus Phöniziern und Edomitern, die sich allmählich hellenisierten (Rainey 1983). Im nördlichen Teil der judäischen Schefela ist vor allem im östlichen Bereich eine Besiedlung auszumachen.

Die makkabäische Revolte (→ Makkabäer) ging zunächst vom nördlichen Teil der judäischen Schefela aus, wo wichtige Schlachten geschlagen wurden. Unter Judas Makkabäus griff man dann auch auf den südlichen Teil aus, der zu Idumäa zählte. In herodianischer Zeit wurde Marescha schließlich ein freier hellenisierter Stadtstaat, der aber alsbald von den Parthern im Jahr 40 v. Chr. zerstört und kurze Zeit darauf dem Einflussgebiet des Herodes zugeschlagen wurde. Herodes erhob außerdem die beiden Orte Bethletepha und Betogabris zu Zentren von Toparchien.

Im Jüdischen Krieg wurde die Schefela schließlich im Jahr 68 n. Chr. von Vespasian erobert. In severischer Zeit wurde Betogabris zu Eleutheropolis umbenannt. Die neu gegründete Metropolis Eleutheropolis wurde zur administrativen Hauptstadt des Daroma-Distrikts, der die Toparchie von Bethletepha, die südliche Schefela und die südlichen judäischen Berge umfasste (Rainey 1983).

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Index Theologicus

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

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Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Karte zur Lage der Schefela. © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 2 Geologische Karte mit dem Ajalon-Tal im Norden und der judäischen Schefela. Aus: Sneh / Bartov / Rosensaft, Sheet 2, Bearbeitung Erasmus Gaß
  • Abb. 3 Hügel der Schefela. Aus: Wikimedia Commons; © Maglanist, Wikimedia Commons, lizensiert unter Creative Commons-Lizenz, Attribution-Share Alike 3.0 unported; Zugriff 9.4.2019
  • Abb. 4 Das Sorek-Tal. Aus: Wikimedia Commons; © Yair Aronshtam, Wikimedia Commons, lizensiert unter Creative Commons-Lizenz, Attribution-Share Alike 2.0 generic; Zugriff 9.4.2019
  • Abb. 5 Das Elah-Tal (von Tel Aseka aus gesehen). Aus: Wikimedia Commons; © gemeinfrei (von: Wilson44691); Zugriff 9.4.2019
  • Abb. 6 Besiedlung des Ajalon-Tals in der Eisenzeit I. Aus: Shavit 1992, 216, mit Bearbeitung von Erasmus Gaß
  • Abb. 7 Besiedlung des Ajalon-Tals in der Eisenzeit II. Aus: Shavit 1992, 219, mit Bearbeitung von Erasmus Gaß
  • Abb. 8 Besiedlung der judäischen Schefela in der Eisenzeit IIA (roter Punkt: Tell; rotes Quadrat: Siedlung; gelber Punkt: Streusiedlung; gelbes Quadrat: Gebäude). Aus: Dagan 2000, mit Bearbeitung von Erasmus Gaß
  • Abb. 9 Abb. 9 Besiedlung der judäischen Schefela in der Eisenzeit IIB (roter Punkt: Tell; rotes Quadrat: Siedlung; gelber Punkt: Streusiedlung; gelbes Quadrat: Gebäude). Aus: Dagan 2000, mit Bearbeitung von Erasmus Gaß
  • Abb. 10 Besiedlung der judäischen Schefela in der Eisenzeit IIC (roter Punkt: Tell; rotes Quadrat: Siedlung; gelber Punkt: Streusiedlung; gelbes Quadrat: Gebäude). Aus: Dagan 2000, mit Bearbeitung von Erasmus Gaß

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