zwölf

Im Alten Orient kam es aufgrund der zwölf Tierkreiszeichen zur Einteilung des Jahres in zwölf Monate sowie zur Gründung von Stämmeverbänden nach der Zwölfzahl. Die Zahl Zwölf steht für Ganzheit und Vollendung. Die Zwölfzahl der Stämme Israels ist nicht zuletzt auch vor diesem Hintergrund zu sehen. Mit dieser Zwölfzahl der Stämme hängt der weitere reiche Gebrauch und die Bedeutung dieser Zahl in Israel zusammen (z.B. 2Mo 24,4; 28,21; 3Mo 24,5-6; Hes 48,30-35).

Durch die Einsetzung des Zwölferkreises (Mk 3,13-19 par) macht Jesus sein Gesandtsein zum Zwölf-Stämme-Volk Israel deutlich und gibt zeichenhaft die Verheißung von dessen endzeitlicher Wiederherstellung und Vollendung. Von daher spielt die Zwölfzahl gerade auch im Neuen Testament eine Rolle (Mt 19,28-29; Apg 1,15-26; 1Kor 15,5; Jak 1,1; Offb 7,4-8). Der universale, ja kosmische Anspruch, der in der Verwendung dieser Zahl und ihrer exklusiven Bindung an das Gottesvolk verborgen liegt, wird in Bildern wie Offb 12,1; 21,12-21 spürbar.