Volk des Landes

(1Mo 23,7; 2Mo 5,5; 4Mo 14,9) In der Regel sind damit die Vollbürger gemeint im Gegensatz zu den Fremdlingen. Vollbürger hatten Grundbesitz und waren zum Kriegsdienst verpflichtet. An einigen Stellen ist nicht eindeutig zu entscheiden, ob es sich um Vollbürger oder um den Landadel handelt (3Mo 20,2.4; 2Kön 11,14.18-20; 21,24; 23,30.35; 25,3.19; Hes 7,27; 45,22). In 2Kön 24,14 geht es um die Unterschicht der Bevölkerung. In nachexilischer Zeit wird mit »Völker des Landes« die heidnische Mischbevölkerung bezeichnet (Esr 4,4; 10,2.11; Neh 10,31-32). Im späteren Judentum sprachen die Pharisäer verächtlich vom »Volk des Landes« als dem Bevölkerungsteil, der vom Gesetz nichts versteht und sich nicht danach richtet (vgl. Joh 7,49).