unbeschnitten, Unbeschnittene

Die Beschneidung gilt in Israel als Zeichen des Bundes mit Gott. »Unbeschnitten« kann deshalb zu einem Schimpfwort werden für Angehörige von Völkern, die nicht wie Israel in einem besonderen Verhältnis zu Gott stehen. Es kann sogar auf Völker angewandt werden, die selbst die Beschneidung geübt haben (Ägypter und Sidonier in Hes 32,18-21.30). Entstanden ist das Schimpfwort wahrscheinlich in der Auseinandersetzung mit den tatsächlich unbeschnittenen Philistern, die als die nächsten Nachbarn den Israeliten lange Zeit schwer zu schaffen machten (vgl. 1Sam 17,26).