Philister

Ihre Herkunft ist bisher nicht bis ins Letzte geklärt. Abgesehen von frühesten Wohngebieten gilt aber als sicher, dass sie aus dem ägäischen Raum über Kreta und Zypern in den Vorderen Orient eingewandert sind (vgl. Jer 47,4; Am 9,7; Kaftor = Kreta). Sie gehörten wohl zu den Seevölkern, die im späten 2. Jahrtausend v.Chr. das Reich der Hetiter zu Fall brachten.

Die Philister unterschieden sich von den Kanaanitern und Israeliten durch Kleidung, Bewaffnung, Sprache und Verfassung. Lange Zeit hatte Israel unter ihrer Übermacht zu leiden (vgl. Ri 13–16; 1Sam 4–17; 31). Sie bildeten einen Städtebund, die später so genannte Pentapolis (= Fünf Städte), zu dem Gaza, Gat, Aschdod, Aschkelon und Ekron gehörten. Von den Philistern (hebräisch pelischtim) hat die gesamte Landschaft ihren Namen »Palästina« erhalten. Zum ersten Mal finden wir die Bezeichnung in diesem Sinne bei dem griechischen Geschichtsschreiber Herodot (5. Jahrhundert v.Chr.); die Römer gebrauchten sie nach der Niederschlagung des zweiten jüdischen Aufstands 132–135 n.Chr. als Provinznamen, um jede Erinnerung an »Judäa« auszumerzen.