Mahl

Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit Jesu der griechisch-römischen Sitte und tafelten im Liegen. Man lag auf Polstern schräg zu dem niedrigen Tisch in der Mitte, die Füße nach hinten gestreckt (vgl. Lk 7,37-38), stützte sich auf den linken Ellenbogen und langte mit der rechten Hand zu. Der rechte Tischnachbar befand sich mit seinem Kopf jeweils etwa auf der Höhe der Brust oder des Schoßes seines linken Tischnachbarn. Um sich mit diesem zu unterhalten, musste er sich halb zurücklehnen, halb umwenden. Der Platz rechts vom Gastgeber oder Tischherrn galt als Ehrenplatz (vgl. Joh 13,23.25; 21,20).