Korban

Das Wort, das im Alten Testament das Gott dargebrachte Opfer bezeichnet (3Mo 1,1-2.14; »Gabe« in 4Mo 7,3), leitet im frühen Judentum die in Mk 7,11 zitierte Gelöbnisformel für Weihegeschenke ein. Mit dieser Formel konnte man den Tempel zum alleinigen Erben seines Besitzes einsetzen. Der auf solche Weise »geweihte« Besitz durfte von seinem Besitzer nicht mehr veräußert werden. Auch die Nutznießung solchen Besitzes blieb auf den Besitzer beschränkt, bis mit dessen Tod alles dem Tempel verfiel. Auf solche Weise konnte sich ein Sohn – unter dem Vorwand der Frömmigkeit – der Sorgepflicht gegenüber seinen Eltern entziehen.