Kanaan, Kanaaniter

(griechisch Kanaanäer) Die Kanaaniter waren die Bewohner des Landes Kanaan (Palästina), bevor es von den Israeliten in Besitz genommen wurde, und bildeten auch unter deren Herrschaft einen Teil der Landesbewohner (Ri 1,27-33). Abstammungsmäßig und kulturell zählen zu ihnen auch die Bewohner Phöniziens bis zum Orontes (vgl. 1Mo 10,15-19). Die Ostgrenze Kanaans bildete der Jordan. Im 15. Jahrhundert v.Chr. kommt der Name Kanaan erstmals in einem ägyptischen Text als Bezeichnung für eine Provinz vor, die auch das philistäische Küstengebiet einschließt. In späteren Texten wird das Philisterland von Kanaan unterschieden. Neben den Kanaanitern werden auch die Amoriter und Hetiter als frühere Bewohner Gesamtpalästinas bezeichnet und daneben weitere Völkerschaften aufgezählt, unter denen man wahrscheinlich Sippenverbände oder Herrschaftseliten zu verstehen hat (5Mo 7,1; Völker Kanaans).

Das Wort »Kanaaniter« hat an mehreren Stellen die Bedeutung »Händler/Kaufleute«. Damit wird eine typische Tätigkeit dieses Volkes, vor allem der Phönizier in den Hafenstädten, angesprochen (Hiob 40,30; Spr 31,24; Jes 23,8; Hes 16,29; 17,4; Hos 12,8; Zef 1,11; Sach 14,21).