Juda

Sohn Jakobs und Leas (1Mo 29,35), Stammvater des gleichnamigen Stammes in Israel, der sich im südlichen Teil des Landes ansiedelte. Schon vor der Reichsteilung nach dem Tod Salomos (1Kön 12) lässt sich eine gewisse Sonderstellung und Sonderentwicklung des Stammes Juda feststellen (gespiegelt vielleicht in 1Mo 38,1; an gemeinsamen Aktionen der Nordstämme nimmt Juda nicht teil, vgl. sein Fehlen in Ri 5,13-18). David verstärkte diese Tendenz durch die getrennte Vertragschließung mit den Vertretern Judas und der Nordstämme (2Sam 2,4; 5,3; vgl. 19,42-44), Salomo dadurch, dass er offenbar nur die Nordstämme zur Versorgung des Königshofes (1Kön 4,7-19) und zu Fronarbeiten (1Kön 5,27; 11,28; 12,4) heranzog. Die Stammesgebiete von Juda und dem später nicht mehr genannten Stamm Simeon sowie Teile von Benjamin bildeten nach der Teilung des Reiches das Reich Juda mit der Hauptstadt Jerusalem unter der Regierung der Nachkommen Davids. Nach der Rückkehr aus dem babylonischen Exil war Juda eine Provinz des Persischen Reiches (Judäa).