Josia

(hebräisch und in ökumenischer Schreibung: Joschija) König von Juda. Seine Regierungszeit (639–609 v.Chr.) fällt in die Periode des Niedergangs des Assyrischen Reiches, der von einem Wiedererstarken Babyloniens begleitet wird (Neubabylonisches Reich). In dieser Übergangszeit kann Josia Teile des Nordreiches Israel von den Assyrern zurückgewinnen (dies ist die Voraussetzung für die Maßnahmen in 2Kön 23,15-20). Aber auch Ägypten sucht die Schwäche der Assyrer auszunutzen und seine Macht nach Palästina und Syrien auszudehnen, wobei ihm jedoch die Assyrer als »Puffer« gegen die erstarkenden Babylonier nützlich sind. Deshalb eilt der Pharao Necho den bedrängten Assyrern zu Hilfe (2Chr 35,20-21). Josia, der mit den Babyloniern paktiert (vgl. schon 2Kön 20,12-15), möchte ihn offenbar aufhalten, bis die Hilfe für Assyrien zu spät kommt. Dies gelingt ihm auch – aber um einen hohen Preis: Im Kampf mit dem Heer des Pharao findet er den Tod (2Kön 23,29).