Joch

Das Querholz, das den paarweise vorgespannten Zugtieren über den Nacken gelegt und mit Stricken am Hals befestigt wurde. In der Mitte war es mit der Wagendeichsel oder dem Pflug verbunden. »Unter dem Joch sein« wird von daher zum Bild für Sklaverei, Unterdrückung und Fremdherrschaft (1Mo 27,40; 3Mo 26,13; 1Kön 12,1-11; Jer 27,1-11). Von den Schriftgelehrten wurde dieses Bild im positiven Sinne aufgenommen (vgl. schon Jer 2,20; 5,5); Menschen verpflichten sich freiwillig, sich der Herrschaft Gottes, dem Gesetz, den Vorschriften der Lehrer unterzuordnen. Dem entspricht die Forderung Jesu (Mt 11,29-30): »Nehmt auf euch mein Joch…«, d.h.: »Unterstellt euch mir! Gehorcht mir!«