Höhe, Opferhöhe

Das entsprechende hebräische Wort kommt in zwei verschiedenen Bedeutungen vor: als geographische Anhöhe (Hügel: Am 4,13; Mi 3,12; Hab 3,19) und als Opferstelle. In der Vorkönigszeit Israels hat man Heiligtümer und Opferstellen gern auf Anhöhen eingerichtet (1Sam 9,19-25; 10,5; 1Kön 3,2-4), weil man sich dort Gott näher fühlte. In der Folgezeit unterschied man an solchen Orten nicht immer streng zwischen der Verehrung des Herrn und den landesüblichen Kulten (Fruchtbarkeitskult; vgl. Hos 4,13). Dadurch gerieten die »Höhen« insgesamt ins Zwielicht und wurden deshalb mit der Kultreform König Josias grundsätzlich geächtet (2Kön 23,8-9), wenn auch nicht vollständig ausgeschaltet, wie die Gerichtsdrohungen der späteren Propheten zeigen (Jer 3,2; Hes 20,27-29; 22,9). – Auch in ebener Gegend gab es »Höhen«, die dann aus Aufschüttungen bestanden, häufig runde Plattformen, auf denen man die Opferhandlungen vollzog (Jer 7,31; 32,35; Hes 6,3).