Hetiter

Ein indogermanisches Volk, das um 1800 v.Chr. ein Reich begründete, das sich im Lauf der Zeit vom ursprünglichen Gebiet in Anatolien nach Süden und Südosten ausdehnte und eine Anzahl von kleineren Staaten und Völkern eingliederte, die dann auch als Hetiter bezeichnet wurden. Um 1200 v.Chr. zerbrach das Reich unter den Angriffen der Seevölker aus dem Westen. Aus den Resten des Reiches bildeten sich in Nordsyrien neue Königreiche. Deren Bewohner und mit ihnen zusammen auch die Bewohner Palästinas werden in der assyrischen Geschichtsschreibung »Hetiter« genannt. Von hierher ist wohl das Vorkommen von »Hetitern« in 1Mo 23,3; Jos 1,4; Ri 1,26; 1Sam 26,6; 2Sam 23,39 zu verstehen. Abraham findet sie als ursprüngliche Bevölkerung von Hebron, denen gegenüber er ein »Fremdling und Beisasse« ist. Die Völkertafel 1Mo 10 nennt in V. 15 Het, den Stammvater der Hetiter, als Sohn Kanaans. Auch hier ist wohl an diese kanaanitischen und aramäischen »Neu-Hetiter« zu denken.