Gottesurteil

Wenn zum Nachweis von Schuld oder Unschuld keine Zeugen zu finden waren, musste der Angeklagte »vor Gott treten« (2Mo 22,7-10), d.h. ins Heiligtum kommen, um dort den Reinigungseid zu leisten, wohl in der Form einer Selbstverfluchung für den Fall eines Meineids (1Kön 8,31-32; Fluch). Eine andere Form von Gottesurteil ist die Entscheidung schwieriger Fragen durch die heiligen Lose. Ein besonderes Verfahren ist vorgeschrieben für den Verdacht des Ehebruchs bei einer Frau (4Mo 5,11-31).