Götzen, Götzendienst

Das Bekenntnis Israels zu dem einen Gott (5Mo 6,4) steht in kompromisslosem Gegensatz zur Verehrung einer Vielzahl von Göttern bei den umliegenden Völkern. Etwas anderes zu verehren als den alleinigen Gott ist Götzendienst (2Mo 20,2-5; 3Mo 19,4; Ps 97,7; Hab 2,18). Dabei wird ursprünglich durchaus mit der Existenz und dem Wirken anderer Götter gerechnet (Ps 82; 86,8; Mi 4,5; vgl. die erstaunliche Aussage 5Mo 4,19). Erst später werden sie – wie ihre Bilder – als nichtig und ohnmächtig verspottet (Ps 96,5; 115,8; Jes 44,9-20).

Auch im Neuen Testament werden die heidnischen Kulte der Umwelt als Götzendienst bezeichnet, der mit dem Glauben an den wahren Gott unvereinbar ist (Apg 15,20; 1Kor 5,11; 1Petr 4,3). Daneben werden auch Geld und Reichtum Götzen genannt (Mammon, Mt 6,24), das Gleiche gilt für Geiz, Neid, Habgier, Unzucht, Unkeuschheit (Eph 5,5; Kol 3,5), d.h. alles, was den nicht vom Geist Gottes geführten Menschen bestimmt und abhängig macht.