Gel├╝bde

Versprechen an Gott für den Fall seiner Hilfe. Im Alten Testament wird immer wieder davon berichtet, dass Menschen in Notsituationen um Gottes Eingreifen bitten und den Ernst ihrer Bitte dadurch unterstreichen, dass sie für den Fall der Erhörung versprechen, sich selbst oder etwas Wertvolles aus ihrem Besitz Gott zu weihen (1Mo 28,20-22; Ri 11,30-40; 1Sam 1,11.26-28). Gelübde werden nirgendwo in der Bibel gefordert. Vor leichtfertigem Geloben wird ausdrücklich gewarnt (Spr 20,25), weil Gott darauf besteht, dass einmal geleistete freiwillige Selbstverpflichtungen eingehalten werden (5Mo 23,22-24; Ps 50,14; Pred 5,3-5).

Im Neuen Testament werden nur in Apg 18,18; 21,23-24 Gelübde im Sinn des Alten Testaments erwähnt. Der von Jesus Christus erlöste Mensch weiß, dass er mit allem, was zu ihm gehört, Eigentum seines Herrn geworden ist (1Kor 6,19; 2Kor 5,15), und was Gott schon gehört, kann der Mensch ihm nicht noch einmal geloben.