Geld, Geldwert

Die älteste Form des Handels ist der Tausch von Naturalgütern. Später wurde mit ungemünzten Stücken von Silber und Gold bezahlt, die bei einem Kauf gewogen werden mussten (1Mo 23,16). Daher gewann das Wort »wägen« die Bedeutung »bezahlen« und das meistgebrauchte Gewicht (schekel) wurde der gängige Geldwert.

Geprägte Münzen gab es seit der persischen Zeit. Die ersten jüdischen Münzen schlug nach 1Makk 15,6 der Hohepriester Simon. Die Grundeinheit des Geldes war der Schekel – in dieser Übersetzung mit Lot (1Mo 23,15; 1Makk 10,40.42) und Taler (2Mo 30,13; 1Sam 9,8) wiedergegeben.

Über die Kaufkraft des Geldes hören wir wenig. Nach 3Mo 5,15 konnte man für 2 Silberstücke einen Widder kaufen; für 1 Silberstück bekam man nach 2Kön 7,16 (normalerweise oder sogar im besonders günstigen Fall?) 14 kg Gerste oder 7 kg Weizenmehl. Der Brautpreis betrug 50 Silberstücke (vgl. 2Mo 22,15 mit 5Mo 22,29). Als Ersatz für einen Sklaven oder eine Sklavin bezahlte man 30 Silberstücke (2Mo 21,32; vgl. weiter die Schätzpreise für eine Arbeitskraft in 3Mo 27,2-7). In neutestamentlicher Zeit gilt ein Silberstück (Denar) als der übliche Tageslohn eines Arbeiters (»Tagelöhners«). Grundstückspreise werden erwähnt in 2Sam 24,24; 1Kön 16,24; Jer 32,9.