Dankopfer

Das Dankopfer, mit dem das Volk oder ein Einzelner mit seinen Angehörigen und Freunden Gott seinen Dank für Rettung aus schwerer Not abstattet, ist neben dem Brandopfer die am häufigsten vorkommende Opferart (Opfer). Nachdem die Fettstücke, die als wertvollster Teil des Opfertieres gelten, auf dem Brandopferaltar für Gott verbrannt worden sind (3Mo 3) und der Opferpriester den ihm zustehenden Anteil erhalten hat (3Mo 7,28-34), wird der Rest des Opfertieres von der feiernden Gemeinde im Tempelbezirk verzehrt (3Mo 7,15-21). Wie die Tischgemeinschaft – vor allem nach dem Verständnis des Altertums – Menschen in besonderer Weise verbindet, so stiftet das Opfermahl an der Stätte der Gegenwart Gottes Gemeinschaft zwischen Gott und den Menschen, die hier sozusagen Gäste an Gottes Tisch sind.