Dan

Sohn Jakobs und Bilhas (1Mo 30,4-6). Der gleichnamige Stamm Israels musste nach einer ersten Siedlungszeit westlich von Juda dem Druck der Philister weichen und fand seinen endgültigen Wohnsitz am oberen Jordanlauf (Jos 19,47; Ri 18). Eine Sippe des Stammes blieb im alten Gebiet wohnen und unterwarf sich den Philistern (Ri 13,2). Von dieser Sippe berichten die Simsongeschichten (Ri 14–16). Später ging sie vermutlich im Stamm Juda auf.

Dan ist auch der Name der nördlichsten Stadt Israels in der Nähe einer der Jordanquellen, sodass man von »ganz Israel von Dan bis Beerscheba« sprach (Ri 20,1). Das dort errichtete Heiligtum (Ri 18,30) wurde von Jerobeam I. zusammen mit Bethel zum Nationalheiligtum des nördlichen Israel erhoben (1Kön 12,29-30 vgl. Am 8,14).