Brautpreis

Seine Zahlung an den Vater der Braut war Teil der Eheschließung und rechtliche Voraussetzung dafür, dass die Braut ins Haus des Bräutigams überführt wurde (1Mo 34,12); er ist nicht zu verwechseln mit dem Geschenk, das die Braut erhielt. Es handelt sich nicht um einen Kaufpreis, weil das Mädchen nicht wie eine Sklavin gekauft werden konnte. Sicher handelt es sich aber ursprünglich um einen wirtschaftlichen Ausgleich für eine verlorene Arbeitskraft, wohl auch um einen Ausgleich für die Mitgift (= Segensgabe; vgl. Jos 15,19), welche die Braut von ihrem Vater bekam. Die Höhe richtete sich nach der sozialen Stellung der Beteiligten. Der Preis konnte auch in Naturalien oder durch Dienstleistung abgegolten werden (1Mo 29,18; 1Sam 18,25). Bei Verführung einer Jungfrau konnte deren Vater auf Zahlung des Brautpreises bestehen, auch wenn er die Eheschließung verweigerte (2Mo 22,16).