Augustus

Nach einer langen Zeit blutiger Kriege und Bürgerkriege gelang es Gajus Octavius Caesar (63 v. bis 14 n.Chr.), im römischen Weltreich eine neue, dauerhafte Friedensordnung aufzurichten. Octavius nannte sich »Sohn des göttlichen Cäsars« und legte sich die Bezeichnung Augustus (»der Erhabene«; griechisch: Sebastos) zu, die bis dahin Göttern vorbehalten war. Von vielen wurde er mit z.T. religiöser Inbrunst als der große Friedensbringer, als Heiland und Retter der Welt, gefeiert. Für den Evangelisten Lukas (vgl. Lk 2,1) steht Jesu Geburt nicht nur äußerlich in Beziehung zu den Ereignissen und den Sehnsüchten jener Zeit; für ihn ist Jesus derjenige, welcher der Welt wirklich Rettung, Heil und Frieden bringt.