Vom Verhalten in der Anfechtung

21Mein Kind, willst du Gottes Diener sein, so bereite dich auf Anfechtung vor.

2Mache dein Herz bereit und steh fest und wanke nicht, wenn sie über dich kommt.

3Halt dich an Gott und weiche nicht, damit du am Ende erhöht wirst.

4Alles, was dir widerfährt, das nimm auf dich, und sei geduldig bei jeder neuen Demütigung.

5Denn wie das Gold durchs Feuer, so werden auch, die Gott gefallen, durchs Feuer der Trübsal erprobt.

6Vertraue Gott, so wird er sich deiner annehmen; geh gerade Wege und hoffe auf ihn!

7Die ihr den Herrn fürchtet, vertraut ihm, und euer Lohn wird nicht verloren gehen.

8Die ihr den Herrn fürchtet, hofft das Beste von ihm, hofft auf ewige Freude und Gnade.

9Die ihr den Herrn fürchtet, wartet auf seine Gnade und weicht nicht, damit ihr nicht zugrunde geht.

10Blickt auf die früheren Geschlechter und besinnt euch:

11Wer ist jemals zuschanden geworden, der auf den Herrn gehofft hat?

12Wer ist jemals verlassen worden, der in der Furcht Gottes geblieben ist? Oder wer ist jemals von ihm übersehen worden, der ihn angerufen hat?

13Denn der Herr ist gnädig und barmherzig und vergibt Sünden und hilft in der Not.

14Weh denen, die an Gott verzagen und nicht an ihm festhalten, und dem Gottlosen, der hin und her schwankt!

15Weh den Verzagten! Denn sie glauben nicht; darum werden sie auch nicht beschirmt.

16Weh denen, die die Geduld verloren haben:

17Wie wird es ihnen ergehen, wenn sie der Herr heimsucht?

18Die den Herrn fürchten, glauben seinem Wort; und die ihn lieb haben, bleiben auf seinen Wegen.

19Die den Herrn fürchten, tun, was ihm gefällt;

20und die ihn lieb haben, freuen sich an seinem Gesetz.

21Die den Herrn fürchten, machen ihr Herz bereit und demütigen sich vor ihm und sagen:

22Wir wollen lieber in die Hände des Herrn fallen als in die Hände der Menschen;

23denn seine Barmherzigkeit ist ja so groß, wie er selber ist.