Die meisten Völker unterwerfen sich

31Da schickten die Könige und Fürsten von allen Städten und Ländern, von Syrien-Mesopotamien, Syrien-Zoba, Libyen und Zilizien ihre Boten. Die kamen zu Holofernes und sagten:

2Wende deinen Zorn von uns ab!

3Es ist doch besser, dass wir am Leben bleiben und dem Großkönig Nebukadnezar dienen und dir gehorsam sind, als dass wir umkommen, ohne unser Land dadurch vor schmählicher Knechtschaft zu bewahren.

4Unsre ganze Herrschaft und all unser Besitz, alle Berge, Hügel, Äcker, Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Kamele und alles, was wir haben, dazu auch unsere Familien, gehören dir; verfüge darüber, wie du willst.

5Ja, auch wir mit unsern Söhnen sind deine Knechte. Nahe dich uns, gewähre uns Frieden und verlange von uns alle Dienste, wie dir's gefällt.

6Da zog Holofernes vom Gebirge herab mit seinen Reitern und dem großen Heer und unterwarf alle Städte und alle Bewohner des Landes.

7Aus allen Städten wählte er die Tapfersten aus und nahm sie in seine Hilfstruppen auf.

8Da gerieten diese Länder so sehr in Furcht, dass die Fürsten und Vornehmen samt dem Volk ihm entgegenkamen und ihn aufnahmen mit Kränzen und Fackeln, im Reigentanz mit Pauken und Pfeifen.

9Aber sie konnten ihn dennoch mit solchen Ehrungen nicht milde stimmen;

10denn er zerstörte ihre Städte und ließ ihre heiligen Haine umhauen.

11Denn der König Nebukadnezar hatte ihm befohlen, alle Götterbilder des Landes zu entfernen, damit er allein als Gott gepriesen werde von den Völkern, die Holofernes unter seine Herrschaft bringen würde.

12Als er nun Syrien-Zoba, ganz Apamea und ganz Mesopotamien durchzogen hatte, kam er zu den Edomitern ins Land Gabaa, nahm ihre Städte ein und lagerte dort dreißig Tage lang. Unterdessen sammelte er seine ganze Heeresmacht.