Die Sprüche Agurs

301Dies sind die Worte Agurs, des Sohnes des Jake, aus Massa. Es spricht der Mann: Ich habe mich gemüht, o Gott, ich habe mich gemüht, o Gott, und muss davon lassen.

2Denn ich bin der Allertörichtste, und Menschenverstand habe ich nicht.

3Weisheit hab ich nicht gelernt, und Erkenntnis des Heiligen habe ich nicht.

4Wer ist hinaufgefahren zum Himmel und wieder herab? Wer hat den Wind in seine Hände gefasst? Wer hat die Wasser in ein Kleid gebunden? Wer hat alle Enden der Welt bestimmt? Wie heißt er? Und wie heißt sein Sohn? Weißt du das?

5Alle Worte Gottes sind durchläutert; er ist ein Schild denen, die auf ihn trauen.

6Tu nichts zu seinen Worten hinzu, dass er dich nicht zur Rechenschaft ziehe und du als Lügner dastehst.

7Zweierlei bitte ich von dir, das wollest du mir nicht verweigern, ehe denn ich sterbe:

8Falschheit und Lüge lass ferne von mir sein; Armut und Reichtum gib mir nicht; lass mich aber mein Teil Speise dahinnehmen, das du mir beschieden hast.

9Ich könnte sonst, wenn ich zu satt würde, verleugnen und sagen: Wer ist der HERR? Oder wenn ich zu arm würde, könnte ich stehlen und mich an dem Namen meines Gottes vergreifen.

10Verleumde nicht den Knecht bei seinem Herrn, dass er dir nicht fluche und du es büßen musst.

11Es gibt eine Art, die ihrem Vater flucht und ihre Mutter nicht segnet;

12eine Art, die sich rein dünkt und ist doch von ihrem Schmutz nicht gewaschen;

13eine Art, die ihre Augen hoch trägt und ihre Augenlider emporhebt;

14eine Art, die Schwerter als Zähne hat und Messer als Backenzähne und verzehrt die Elenden im Lande und die Armen unter den Leuten.